Fesselnde Spionagegeschichte nach wahren Begebenheiten
Codename Hélène1936 - 1945
Es geht hier um einen biografischen Roman, aus der Feder von Ariel Lawhon. Die Autorin konnte mich schon mit "Der gefrorene Fluss" schwer begeistern. In dieser Geschichte erleben wir den Aufstieg ...
1936 - 1945
Es geht hier um einen biografischen Roman, aus der Feder von Ariel Lawhon. Die Autorin konnte mich schon mit "Der gefrorene Fluss" schwer begeistern. In dieser Geschichte erleben wir den Aufstieg Hitlers, den Zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Judenverfolgung. Im Fokus steht die mutige Nancy Wake, die nicht nur eine große Leidenschaft für rote Lippenstifte hegt, sondern sich auch dem Kampf um Gerechtigkeit verschrieben hat.
Sie lernt den Womanizer Henri Fioca kennen und lieben. Schnell heiraten die beiden. Kurz darauf hat die mutige Auslandskorrespondentin ihre ersten Einsätze als Spionin, die sie unter verschiedenen Decknamen ausführt.
Frau Lawhon versteht ihr Handwerk. Sie hat mich wieder an die Seiten gefesselt und mir spannende Lesestunden beschert, indem sie wahre Begebenheiten mit Fiktion zu einem harmonischen Ganzen verwoben hat. Die verschiedenen Zeitebenen sind gut integriert und haben meinen Lesefluss zusätzlich erhöht.
Es ist ein wichtiger Roman, gegen das Vergessen, der besonders in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist. Wieder einmal wird einem der Wahnsinn vor Augen geführt, der im 2. Weltkrieg stattgefunden hat.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte aus der Sicht der gebürtigen Neuseeländerin Nancy Wake erzählt wird und zeigt, wie hilfreich diese Frau in den schwierigen Zeiten war. Während der deutschen Besetzung Frankreichs hat sie ihr Leben als Fluchthelferin aufs Spiel gesetzt.
Ich habe Informationen aus dem Netz dazu gelesen. Das mache ich besonders gerne bei biografischen Romanen und komme damit den Personen noch ein Stückchen näher.
Eine klare Empfehlung, für diesen gut recherchierten Roman, der die Handschrift von Ariel Lawhon trägt. Mitreißend, spannend und sehr emotional, bekommt man hier ein Stück Geschichte. Ich empfehle, das Nachwort zu lesen.
Mein großer Dank geht an Ariel Lawhon und dem Adrian Verlag.