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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Bis dass Euch ein Messer 🔪 sch(n)eidet.

A Serial Killer’s Guide to Marriage
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Meine Meinung

Haze und Fox verbindet eine Liebe, die so ihre ganz eigene Romantik hat. Sie haben sich kennengelernt, nachdem Hazel gerade in einer dunklen Gasse einen Typen ins Jenseits befördert hatte. ...

Meine Meinung

Haze und Fox verbindet eine Liebe, die so ihre ganz eigene Romantik hat. Sie haben sich kennengelernt, nachdem Hazel gerade in einer dunklen Gasse einen Typen ins Jenseits befördert hatte. Es war nicht ihr erster Mord und ihre Motive wirken stichhaltig.

Für Fox ist es Liebe auf den ersten Stich. Auch er befreit die Menschheit von üblen Zeitgenossen. Zusammen bilden sie das perfekte Team. Fox plant gerne und Haze genießt es, seinen Plänen zu folgen. Zwischen Tatort und Nobelrestaurant, führen sie ein abenteuerliches Leben, mit sehr vielen Reisen und Liebe. Letzteres bleibt nicht ohne Folgen. Haze wird schwanger und Fox beschließt, mit dem Morden aufzuhören. Sie leben von nun an in einer langweiligen Vorstadt und versuchen ein anständiges Familienleben zu führen.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Haze und Fox waren mir sehr sympathisch, da sie niemals einem anständigen Menschen Leid zugefügt hätten.

Fox wurde mit einem goldenen Löffel im Mund geboren; hatte aber nie Nestwärme erfahren. Vielmehr betrachteten seine Eltern ihre Kinder als Nachfolger für ihre Firma und spielten sie gegeneinander aus.

Haze landete bei verschiedenen Pflegeeltern. Erst bei Fox lernte sie Herzenswärme und Wertschätzung kennen. Sie liebt ihr kleines Mädchen abgöttisch, hat aber stets das Gefühl, keine gute Mutter zu sein.

Die Beziehung bekommt gewaltige Risse, als Morden für Haze nicht mehr erlaubt ist; sie schließlich als Mutter nurmehr ein Messer zum Gemüseschnippeln verwenden darf! Auch Fox fällt das solide Leben nicht leicht; er hat aber Mittel und Wege gefunden, seine Mordlust in Schach zu halten, da er für seine Tochter ein guter Vater sein möchte. Doch was machen, wenn der Zorn der Ehefrau sich nun auf IHN richtet? Warum können sie auf einmal nicht mehr aufrichtig miteinander umgehen und haben jede Menge Geheimnisse voreinander?

Temporeich führen uns die zwei Hauptfiguren durch eine mordsmäßige Geschichte mit Herz. Ich konnte tatsächlich für das Killer-Ehepaar Sympathie entwickeln und musste, ob ihrer Entzugserscheinungen, lachen.

Beide haben das Herz auf dem rechten Fleck; sodass man ihnen die Selbstjustiz nicht übel nimmt. Haze gelangt in eine verzwickte Situation, als sie eine junge Frau kennenlernt und als hilfsbedürftig einstuft. Vom Partner verlassen und alleinerziehend, steht Haze der ängstlichen Frau mit Rat und Tat zur Seite. Als sich herausstellt, dass die hilfsbedürftige Frau eine Polizistin im Mutterschaftsurlaub ist, wird Haze unruhig; zumal sie versehentlich im Park einen Mann ermordet hat und besagte hilflose Frau wirklich nicht dumm ist ...

Fazit

Der Schreibstil hat eine Magie entwickelt, die mich an die Seiten gefesselt hat. Ich habe ein Faible für so skurrilen Figuren, wie Haze und Fox. Nicht eine Sekunde wurde mir diese Geschichte langweilig und ich war stets gespannt, was dem Ehepaar als Nächstes einfällt. Der Anfang des Buches hatte mich ein bisschen nervös gemacht, da er beim Höhepunkt der Ehekrise beginnt.

Ob mir das Ende gefallen hat, verrate ich nicht. Sage ich ja, wisst Ihr Bescheid, - sage ich nein, auch. Bitte entdeckt die Antwort selbst; es lohnt sich wirklich.

Von mir eine klare Empfehlung, für diese skurrile Geschichte mit Herz.

Danke, Asia Mackay.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Viele Rätsel und intelligente Auflösungen

Die Bibliothek meines Großvaters
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Meine Meinung


Die junge Lehrerin Kaede ist eine feinfühlige, junge Frau, die ihren demenzkranken Großvater über alles liebt. Sie freut sich, wenn er gute Tage hat, und mit ihr Rätsel löst. Mal decken ...


Meine Meinung


Die junge Lehrerin Kaede ist eine feinfühlige, junge Frau, die ihren demenzkranken Großvater über alles liebt. Sie freut sich, wenn er gute Tage hat, und mit ihr Rätsel löst. Mal decken sie zusammen Verbrechen auf - mal enträtseln sie alltägliche Dinge, die unserer Wahrnehmung leicht entgehen können.

Gibt es eigentlich Krimis, die eine meditative Wirkung beim Lesen entfalten? Ich weiß es nicht; sollte es sie wirklich geben, "Die Bibliothek meines Großvaters" ist einer davon. Unaufgeregt werden hier Verbrechen aufgedeckt und nebenbei kommt auch die Liebe zur Krimiliteratur groß zu tragen.

Das Thema Demenz hat der Autor sehr sensibel dargestellt. Wer schon mal mit demenzkranken Menschen in Berührung gekommen ist, dürfte sich verstanden fühlen und wertvolle Tipps bekommen, im Umgang mit den erkrankten Menschen.

Die Pfleger und Therapeuten pflegen einen liebevollen Umgang mit dem Großvater und ermöglichen ihm, ein größtenteils, selbstbestimmtes Leben, das überwiegend aus Büchern und Rätsel besteht.


Die Harmonie wird jedoch gestört, nachdem ein Kollege und guter Freund von Kaede eines Verbrechens beschuldigt wird. Als die Lehrerin dann auch noch anonyme Anrufe bekommt, steigt die Spannung kontinuierlich.

Der Einstieg fiel mir etwas schwer. Ein paar kleine Längen haben mich gedanklich abschweifen lassen, sodass ich wieder ein paar Seiten zurückblättern musste, um ein paar Passagen nochmal zu lesen. Ab einem bestimmten Punkt war es mir jedoch nicht mehr möglich, das Buch zur Seite zu legen. Besonders gut hat mir das respektvolle Miteinander gefallen und die Liebe zu den kleinen Dingen, die wir normalerweise im Alltagstrott allzu oft übersehen. Am Ende waren alle Rätsel auf sehr intelligente Weise gelöst.


Fazit

Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und das Setting spiegelt die japanische Ästhetik wider. Ich hatte von Personen und Orten ein genaues Bild vor Augen und habe mich in der Geschichte sehr wohlgefühlt. Der ruhige Schreibstil liest sich meist wie Butter. Das Ende hat mich das Buch zufrieden zuklappen lassen. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

Trotz Kritikpunkte gibt es von mir eine klare Empfehlung. Danke, Masateru Konishi.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Brief an Sybil

Die Briefeschreiberin
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Meine Meinung
📧💌✉️
Brief an Sybil

Sybil van Antwerp
17 Farney Road


Liebe Sybil
Danke, dass ich all deine Briefe lesen durfte, die mich bis spät in die Nacht gefesselt haben. Auch die Antworten auf ...

Meine Meinung
📧💌✉️
Brief an Sybil

Sybil van Antwerp
17 Farney Road


Liebe Sybil
Danke, dass ich all deine Briefe lesen durfte, die mich bis spät in die Nacht gefesselt haben. Auch die Antworten auf deine Briefe fand ich unheimlich spannend.

💌📧✉️

Du hast mich an deinem Leben teilhaben lassen und die großen Fehler, die du gemacht hast, ohne Weichzeichner erzählt. Genau diese Fehler haben dich dazu inspiriert, fast jeden Tag einer nahestehenden Person einen Brief zu schreiben. Du hast dir alles von der Seele geschrieben und so manche Unstimmigkeiten aus der Welt geschafft. Dennoch gibt es ein Ereignis, das dich über Jahrzehnte traurig gestimmt hat. Der Tod deines 8-jährigen Sohnes, der bei einem Badeurlaub ums Leben kam, hat dich in große Depressionen gestürzt und deine Ehe mit Daan ruiniert. Nun bist du 73 Jahre alt und weißt, irgendwann wirst du erblinden.
Gott sei Dank hast du gute Freundinnen. Vor allem einen wirklich tollen Nachbarn, der dir eine große Stütze bei deinen Gartenarbeiten oder Besorgungen ist. Ihr schreibt euch, obwohl ihr Nachbarn seid, regelmäßig Briefe ✉️.

Unstimmigkeiten mit deiner Tochter Fiona belasten dich sehr; aber du hast eine tolle Schwägerin, die dir mal so richtig Klartext geschrieben hat. Ja, nicht nur du bist eine Frau, die ihre ehrliche Meinung äußert.
Aber ist es nicht genau die konstruktive Kritik, die uns im Leben weiterbringt? Den Brief, den du deiner Tochter geschrieben hast, fand ich sehr emotional. Besonders dieser Satz hat mich sehr berührt:

>>Du siehst in mir natürlich nur die Mutter, aber vergiss bitte nicht, im Herzen bin ich auch bloß ein kleines Mädchen. <<
📧💌✉️

Zu deinem älteren Sohn Bruce genießt du ein gutes Verhältnis.
Beruflich hast du mal sehr erfolgreich in einer Anwaltskanzlei gearbeitet. Dein Chef und du waren ein sehr gut eingespieltes Team. Für ihn hast du auf eine große Karriere verzichtet, da es dir nie wichtig war, im Mittelpunkt zu stehen. Leider hatte dein beruflicher Ehrgeiz einmal im privaten Bereich verheerende Folgen. Da war ich echt schockiert! Aber, haben wir nicht alle irgendwann einen großen Fehler gemacht?
Dein Leben war nie leicht. Du bist zwar von einem netten Ehepaar adoptiert worden, wolltest aber insgeheim immer deine richtigen Eltern kennenlernen. Die Chance dazu hast du von deinem Sohn Bruce bekommen. Er hat dir die Mitgliedschaft bei Kindred geschenkt, wo man seine DNA testen lassen kann. Da war ich wirklich sehr gespannt, ob du davon Gebrauch machen
wirst.

📧💌✉️

Irgendwie sind wir Schwestern im Geiste, da wir beide wahnsinnig gerne Bücher lesen. Du schreibst sogar Autor*innen an, um ihnen mitzuteilen, wie dir ein Buch gefallen hat.
Liebe Sybil, du solltest auch ein Buch schreiben, da deine Briefe einem guten Roman ebenbürtig sind. Aber, so viel ich weiß, hast du diesbezüglich eh schon deine Fühler ausgestreckt. Dein Ehrgeiz hat im Alter nicht nachgelassen; besonders seit du weißt, dass du bald blind sein wirst. Die ersten Anzeichen sind seit geraumer Zeit schon da. Normalerweise wolltest du nie mehr verreisen; bevor dein Augenlicht total schwindet, hast du dann doch noch ein paar mal die Koffer gepackt.

✉️📧💌

Den Brief, an deinen schwedischen Ex-Mann, hast du leider nie abgeschickt. Ich kann dich verstehen, da die Situation ausgesprochen schwierig war. Sein Brief an dich hat dich ziemlich erschüttert und mich auch traurig gestimmt. Eine berufliche Fehlentscheidung hat dir nach vielen Jahren Probleme bereitet. Die betroffene Person verwüstete deinen Garten, indem sie bei allen Blumen die Köpfe abriß, dir anonyme Briefe schrieb und scheinbar jeden deiner Schritte verfolgte. Briefe können so viel Positives bewirken. Entschuldigen, Erklärungen und Geständnisse lassen sich viel leichter schreiben, als von Angesicht zu Angesicht zu besprechen. Beim Briefeschreiben fällt einem niemand ins Wort und das Gelesene kann in Ruhe verarbeitet werden, bevor man antwortet.

Fazit
📧💌✉️

Liebe Sybil, mittlerweile bist du ein paar Jahre älter und ich weiß, du hast vielen Menschen deine Briefe gesendet. Ich kann nur jedem empfehlen, sie alle zu lesen. Ich mag Menschen sehr gerne, denen Selbstreflexion kein Fremdwort ist. Du hast mich zum Lachen gebracht und zu Tränen gerührt. Vor allem hast du mich dazu animiert, auch mal wieder einen Brief zu schreiben. Du bist von wunderbaren Menschen umgeben und bist selbst gerne für andere da. Besonders für einen Jungen, der seinen Weg noch nicht gefunden hat.

Danke, Sybil für die tollen Lesestunden. Bestell ein großes Dankeschön, an deine beste Freundin Virginia Evans. Sei so lieb, grüße auch Regina Rawlinson von mir. Ohne ihre Übersetzung hätte ich kein Wort verstanden. Okay, ein paar schon.

Postscriptum: Ich lese gerade "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" von Maya Angelou. Was liest du gerade?

Eine klare Empfehlung ❤️✉️📚

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Man muss dieses Genre nicht mögen, um die Geschichte zu lieben

Moonstone
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Meine Meinung


Camille ist ein 16-jähriges, lebensfrohes Mädchen, der ein einziger Kuss mit dem Soldaten Randall, zum Verhängnis wird. Ihre Eltern verbannen sie für ein Jahr zu ihrer Patentante Rowena, ...

Meine Meinung


Camille ist ein 16-jähriges, lebensfrohes Mädchen, der ein einziger Kuss mit dem Soldaten Randall, zum Verhängnis wird. Ihre Eltern verbannen sie für ein Jahr zu ihrer Patentante Rowena, die mit ihrer Tochter Lucy und der Angestellten Bridget ein einsames Leben im Wald führt.

Das verwöhnte Mädchen muss sich erst an das Leben dort gewöhnen, welches so gar nichts mit ihrem luxuriösen Leben daheim gemeinsam hat. Statt edler Kleider trägt sie nun weite Wollkleider um auf dem Hof und dem Gemüseanbau mitzuhelfen. Für die Gemüsefelder ist die resolute Bridget zuständig. Sie baut auch Kräuter an, die der kranken Lucy Linderung verschaffen sollen.

Rowena muss sich und ihre Tochter vor ihrem Ehemann verstecken. Sie verkehrte früher in den besten Kreisen und ist, auch heute noch, die beste Freundin von Camilles Mutter. Warum sie verdammt ist in der Einsamkeit zu leben, ist der spannendste Bestandteil der Geschichte. Sie verlässt den Wald nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt und das in absoluter Finsternis.

Lucy ist ein Mädchen, das bisher nur den Wald und die Felder gesehen hat. Ständig von mysteriösen Anfällen heimgesucht, führt sie ein Leben, welches einem jungen Mädchen nicht gerecht wird.
Trotz ihres kränklichen Aussehens, verfügt sie über Bärenkräfte, die bestimmte Kräutertees in Schach halten sollen.

Die düstere Atmosphäre im Wald beschert Gänsehaut. Der Mond scheint und ein Jaulen und Jammern sorgt zusätzlich für einen Gruselfaktor. Das alles darf Lucy nicht miterleben, da es verheerende Folgen für ihre Gesundheit hätte ...

Lucy hat mich tief berührt und traurig gestimmt. Ihre Abwehrhaltung gegenüber Camille bröckelt mit jedem Tag ein bisschen mehr. Camille will Lucys Freundschaft gewinnen und unbedingt wissen, was es mit der komischen Krankheit auf sich hat. Sie spürt die unendliche Traurigkeit von Lucy, der ein ganz normales Leben verwehrt bleibt. Woher kommen die Klagelaute aus dem Wald? Warum müssen sie alle ein Mondamulett tragen?

Als Lucys Verehrer Randall auftaucht, erhofft sie sich Antworten auf ihre Fragen ...


Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen. Wir hatten alle Vermutungen, worauf das Ganze hinausläuft. Der Weg zum Finale war unheimlich spannend und sehr emotional.

Fazit

Laura Purcell schreibt leidenschaftlich gerne Thriller mit Gruselfaktor, die im viktorianischen England angesiedelt sind. Dieses Mal hat sie sich an einer Gothic-Phantasy-Story versucht, die ihr außerordentlich gut gelungen ist. Mit leisen Tönen schafft sie eine Spannung, die fesselt und die Leser mit den Protagonistinnen
mitleiden lässt.

Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und das Setting spiegelt die gewohnt düstere Atmosphäre im viktorianischen Zeitalter wider.

Eine klare Empfehlung. Die Handlung steht den viktorianischen Thrillern in nichts nach.

Danke, Laura Purcell. Ich bin begeistert.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Spannende Romantasy mit vielen Überraschungsmomenten

A Dance of Lies
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Meine Meinung

Spannende Romantasy mit vielen Überraschungsmomenten.

"A Dance of Lies" war bei mir Liebe auf den zweiten Blick. Nein, nicht das Cover hat mich angesprochen. Der Schutzumschlag und der ...

Meine Meinung

Spannende Romantasy mit vielen Überraschungsmomenten.

"A Dance of Lies" war bei mir Liebe auf den zweiten Blick. Nein, nicht das Cover hat mich angesprochen. Der Schutzumschlag und der blumige Farbschnitt haben mich nicht überzeugen können, den Klappentext zu lesen; geschweige denn das Buch. Aber dann habe ich einige positive Kritiken zu dem Buch gesehen, deren Fazite mich dann doch überzeugen konnten.

Brittney Arena hat eine königliche Welt geschaffen, in deren Palästen Intrigen, Rivalitäten und Gewalt herrschen. Wir erfahren das Geschehen aus der Sicht der Tänzerin Vasalie, deren Leidensweg mich mehrere Male zu Tränen gerührt hat.

Von ihrem Vater ist sie geflüchtet und durch Zufall im Palast von König Illian gelandet. Sie ist sein Kleinod und verzaubert ihn und seine zahllosen Gäste, mit ihrem Tanz. Illian macht ihr wertvolle Geschenke und zeigt sich sehr zuvorkommend. Doch dann wird sie des Mordes beschuldigt und kommt in den Kerker. Nach zwei Jahren holt sie Illian wieder heraus und macht ihr ein Angebot. Wenn sie für ihn Informationen zu den Versammlungen der Königreiche sammelt, gewährt er ihr die Freiheit. Er muss sich das Königreich Miridran mit seinen zwei Brüdern teilen. Wenn sie sich seinen Anordnungen widersetzt, landet sie, bis an ihr Lebensende, wieder im Kerker.

Total ausgezehrt und mit verkümmerten Muskeln, trainiert Vasalie, um den Anforderungen des grausamen Königs zu genügen. Sie entwickelt sämtliche Choreografien, um ihre körperlichen Defizite zu kompensieren. Ihr verhärmtes Antlitz überschminkt sie, damit keiner der königlichen Gäste ihren Zustand erkennen kann. Die Gäste sind von ihrer Anmut und Schönheit begeistert.

>>Dabei bin ich von Natur aus nicht einmal besonders hübsch; ich habe eben nur gelernt, wie ich es werde. << Seite 51
Vasalie kann es nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren, als Illians Anweisungen immer brutaler werden. Von Mord war eigentlich nie die Rede. Sie sucht sich Hilfe bei Illians Bruder, König Anton. Doch, kann sie dem charmanten, lebenslustigen Anton trauen? Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie bekommt Hilfe oder sie muss die Grausamkeiten ausführen, um nicht wieder in dem dunklen Kerkerverlies ein menschenunwürdiges Leben zu führen.

>>Ich bin an den Schatten erstickt und atme nun Finsternis. << Seite 275
Von Anfang an hat die Geschichte, die mittelalterlich wirkt, einen Sog entwickelt, dem ich mich nicht entziehen konnte. Das Setting spiegelt prunkvolle Paläste wider, deren besonderen Charme Glasbilder und verborgene Gänge ausmachen. Die Liebesszenen sind perfekt integriert und lassen Raum für die eigene Fantasie. Der Fantasyteil sorgt für einen Cliffhanger am Ende.

Die Figuren sind gut gezeichnet und haben absoluten Erkennungswert. Ich wusste lange nicht, wem Vasalie wirklich trauen kann. Vasalies Leben ist von starken Schmerzen und Erschöpfung geprägt. Sie hat gelernt, damit umzugehen und sich zu behaupten. Ein paar Menschen begegnen ihr liebenswert und aufrichtig. Einigen davon muss sie übel mitspielen, um zu überleben. Diese Gewissenskonflikte empfindet sie schlimmer, als ihre körperlichen Defizite. Wegen eines Mordes, den sie nicht begangen hat, war sie zwei Jahre eingesperrt. Und nun soll sie guten Freunden in den Rücken fallen?

Von einer Person war ich schwer enttäuscht. Nie hätte ich gedacht, dass sie sich als Verräter entpuppt und Vasalie ans Messer liefert.



Fazit

Eine klare Empfehlung, für dieses komplexe Romantasy-Debüt. Besonders das Nachwort hat mir Gänsehaut beschert.

Danke, Brittney Arena. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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