Cover-Bild Nachteule
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26,00
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  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 20.08.2025
  • ISBN: 9783257073492
Ingrid Noll

Nachteule

Luisa, 15, als Baby aus Peru adoptiert, wächst behütet in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Sie hat eine besondere Fähigkeit: Luisa kann im Dunkeln sehen. Als sie im nahen Wald einen jungen Obdachlosen entdeckt, schließt sie ihn ins Herz. Tim lässt sich von ihr versorgen und sogar verstecken, denn er hat allen Grund, unsichtbar zu bleiben. Durch Luisas Gabe wird sie zur Komplizin und gerät in ein Netz aus Lügen und Verbrechen, das sich immer enger zuzieht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2026

Superkraft

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Dem Leser wird hier eine nahezu perfekte Familie präsentiert. Gut situierte Eltern, die mit ihrer Adoptivtochter in einem großen Haus mit Garten in ruhiger Umgebung wohnen. Die Tochter Luisa ist 15 Jahre ...

Dem Leser wird hier eine nahezu perfekte Familie präsentiert. Gut situierte Eltern, die mit ihrer Adoptivtochter in einem großen Haus mit Garten in ruhiger Umgebung wohnen. Die Tochter Luisa ist 15 Jahre alt, artig und strebsam. Doch sie hat eine Superkraft. Sie kann im Dunkeln sehen. Leider weiß sie nichts über ihre genetische Familie aus Peru, spekuliert aber über ihre Geschichte. Auf einem ihrer Streifzüge durch den nahe gelegenen Wald trifft sie den Obdachlosen Tim. Was als harmlose Bekanntschaft beginnt, entwickelt sich bald zu einer gefährlichen Verstrickung, denn Tim versucht Luisa immer mehr in seine Machenschaften zu ziehen. Auch Luisas heiles, perfektes Familienleben beginnt zu bröckeln. Und so beginnt eine Abwärtsspirale, die den Leser in Atemlosigkeit versetzt. Ich bin einfach immer wieder total begeistert, wie Ingrid Noll mit ihren Figuren spielt. Wie sie es schafft Mord, Intrigen und Kriminalität als etwas ganz Selbstverständliches in die bürgerlichsten Familien zu integrieren. Selbst ihre noch so perfekten Protagonisten, zeigen plötzlich ganz dunkle ungeahnte Seiten. Und alles fließt so ganz nebenbei, als wäre es ganz normal, dass da eben mal die verhasste Nachbarin dran glauben muss. Auch in ihrem neuen Buch, liefert uns Ingrid Noll wieder grandios gestrickte Protagonisten, viel Spannung und Gänsehautmomente. Mich hat dieses Buch sehr begeistert. Ich kann es euch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Ingrid Noll is back!

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NACHTEULE
Ingrid Noll
ET: 20.8.25

Die 15-jährige Luisa wächst behütet in einem Haus am Waldrand auf. Dass sie adoptiert wurde, weiß sie seit ihrem vierten Lebensjahr. Durch ihre indigenen peruanischen ...

NACHTEULE
Ingrid Noll
ET: 20.8.25

Die 15-jährige Luisa wächst behütet in einem Haus am Waldrand auf. Dass sie adoptiert wurde, weiß sie seit ihrem vierten Lebensjahr. Durch ihre indigenen peruanischen Wurzeln fällt sie in ihrem kleinen Dorf jedoch immer auf.
Luisa ist hochintelligent, in der Schule erfolgreich und gilt dort schnell als „Streberin“. Das stört sie wenig – Partys und Jungs interessieren sie ohnehin nicht besonders. Viel lieber streift sie nachts durch den Wald, um Wildtiere zu beobachten. Dabei hilft ihr eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann im Dunkeln sehen und sogar lesen.

Bei einer ihrer nächtlichen Streifzüge begegnet sie Tim, einem jungen Obdachlosen, der sich im angrenzenden Wald ein Lager eingerichtet hat. Luisa beginnt, ihn mit Lebensmitteln zu versorgen, doch Tim zeigt kaum Dankbarkeit. Stattdessen drängt er sie dazu, Zigaretten und andere Dinge zu beschaffen – und schreckt selbst nicht davor zurück, bei den Nachbarn einzubrechen.

Tim übt eine gefährliche Faszination auf Luisa aus, erst recht, als er ihr den ersten Kuss gibt. Schritt für Schritt gerät sie in seinen Bann und wird zunehmend in kriminelle Machenschaften verstrickt.

Was für ein großartiger Roman aus Ingrid Nolls Feder! Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Mit NACHTEULE knüpft Noll an die Stärke ihrer früheren Werke an: spannend, abgründig und mit feinem Gespür für menschliche Abgründe. Eine Coming-of-Age-Geschichte, Beziehungsgeschichte und Krimi in einem.

Fazit:
Ingrid Noll is back!
Große Leseempfehlung.
5/5

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Nachts gut sehen können birgt auch Gefahren.

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Luisa ist ein Teenager mit 15 Jahren, die von ihren wohlhabenden Eltern als Baby aus Peru adoptiert wurde. Durch ihre besondere Fähigkeit im Dunkeln zu sehen, ist sie nachts gerne in der Natur draußen, ...

Luisa ist ein Teenager mit 15 Jahren, die von ihren wohlhabenden Eltern als Baby aus Peru adoptiert wurde. Durch ihre besondere Fähigkeit im Dunkeln zu sehen, ist sie nachts gerne in der Natur draußen, um Tiere zu beobachten, kann dies aber ebenso gut anderweitig einsetzen. So entdeckt sie Tim, einen Obdachlosen, der im Wald übernachtet. Aufgrund ihrer sozialen Ader gewährt sie ihm im Elternhaus Unterschlupf, wodurch sie sich schon bald immer wieder in Widersprüche verstrickt.

Von Ingrid Noll habe ich schon unzählige Bücher gelesen, seit meiner Jugend begleitet sie mich mit ihren Büchern und ich freue mich immer wieder, wenn es ein neues Buch von ihr gibt. Ich kenne ihren Schreibstil daher gut und mag diesen unheimlich gerne.

Das Buch liest sich sehr angenehm und unterhaltsam. Es ist gut verständlich, unterhaltsam geschrieben. Durch die wohlhabenden Eltern, die auch sehr viel Wert auf Etikette legen, merkt man Luisa das auch sprachlich an. Das kommt im Buch auch immer wieder zum Ausdruck, was mir gut gefallen hat. Dennoch bringt Ingrid Noll auch den Jugendslang mit dem Buch unter, was ihr in meinen Augen wirklich gut gelungen ist.

Die Geschichte war sehr unterhaltsam, spannend und kurios. Teilweise ging es mir so, dass ich Luisa gerne davon abgehalten hätte, den Obdachlosen Tim im Haus unterzubringen. Denn man merkte ein Stück weit, dass da was nicht ganz passt, er wohl kriminelle Energie hat. Umso interessanter war es zu lesen, wie geschickt sie manches anstellt.

Für mich war das ganz große Unterhaltung. Ich habe lange kein Buch so extrem schnell verschlungen wie dieses. Eine wunderbare Mischung aus Spannung und Unterhaltung.

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Spannend und tiefgründig

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Klappentext:
Luisa, 15, als Baby aus Peru adoptiert, wächst behütet in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Sie hat eine besondere Fähigkeit: Luisa kann im Dunkeln sehen. Als sie im nahen Wald einen jungen ...

Klappentext:
Luisa, 15, als Baby aus Peru adoptiert, wächst behütet in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Sie hat eine besondere Fähigkeit: Luisa kann im Dunkeln sehen. Als sie im nahen Wald einen jungen Obdachlosen entdeckt, schließt sie ihn ins Herz. Tim lässt sich von ihr versorgen und sogar verstecken, denn er hat allen Grund, unsichtbar zu bleiben. Durch Luisas Gabe wird sie zur Komplizin und gerät in ein Netz aus Lügen und Verbrechen, das sich immer enger zuzieht.

„Nachteule“ ist der neue Roman von Ingrid Noll.

Im Mittelpunkt steht die 15-jährige Luisa. Als Kind wurde sie aus Peru adoptiert. Luise hat eine besondere Fähigkeit, die in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Sie kann in der Dunkelheit sehen, wie eine Nachteule.

Luisa wächst behütet auf, in der Schule gilt sie als Streberin. Vielleicht ein Grund, warum sie keine Freunde hat. Als sie auf Tim, dem Obdachlosen trifft, entsteht so etwas wie Freundschaft, zumindest was Luisa angehet. Jedes liebe Wort saugt sie auf. Luisa verzogt ihn mit Nahrung und hilft ihm sich zu verstecken. Doch bald wird Luisa zu Tims Komplizin und gerät i einen Teufelskreis.

„Nachteule“ ist eine Mischung aus Kriminalroman und einer Coming of Age Geschichte. Die Geschichte beginnt sehr ruhig, man lernt Luisa erst einmal gut kennen, bis das Tempo der Geschichte sich dann steigert.
Wie von Ingrid Noll gewohnt, sind die Charaktere gut gezeichnet. Sie sind lebendig, mit all ihren Emotionen und Handlungen sehr authentisch. Ich konnte mich sehr gut in Luisa hineinversetzten. Das behütete Familienleben, in dem Luisa aufwächst bekommt im Laufe der Geschichte Risse.

Ingrid Noll verzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Die Gabe von Luisa, das Sehen in der Dunkelheit wird nicht sonderlich herausgestellt, es fließt eher nebensächlich in die Geschichte ein.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Es gibt viele schöne Sätze in der Geschichte, die sich lohnen zu markieren. Ingrid Noll kann einfach gut mit der Sprache umgehen.
Die Geschichte, die harmlos anfängt, nimmt in ihrem Verlauf immer, mehr an Spannung zu. Ich wurde wie durch einen Sog in die Geschichte reingezogen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. So habe ich die Geschichte auch an zwei Abenden gelesen.
„Nachteule“ ist wieder ein tiefgründiger und spannender Roman von Ingrid Noll.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Eine Glanzleistung von der Krimi-Queen Noll

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Meine Meinung


>>Denn die einen sind im Dunkeln,
Und die anderen sind im Licht,
Und man siehet die im Lichte,
Die im Dunklen sieht man nicht.>Mäßig wird alt, zuviel stirbt bald.>Er lügt, wie wenn's ...



Meine Meinung


>>Denn die einen sind im Dunkeln,
Und die anderen sind im Licht,
Und man siehet die im Lichte,
Die im Dunklen sieht man nicht.<< (aus der Dreigroschenoper von Berthold Brecht)

Die 15-jährige Luisa hatte das große Glück, als Baby von einem liebevollen, wohlhabenden Ehepaar adoptiert zu werden. Da sie aus Peru stammt, fällt sie in der Schule, aufgrund ihres anderen Aussehens, auf. Das intelligente Mädchen wird als Streberin bezeichnet, das jeden Tag von ihrem Vater zur Schule gefahren wird.

Ihre Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen, halten sie und ihre Eltern geheim. Sie beobachtet gerne Nachts im Wald die Tiere; besonders einen Fuchs, der sich immer näher an sie heran traut. Als sie den verwahrlosten Obdachlosen Tim entdeckt, der sich im Wald ein ärmliches Lager errichtet hat, kommt ihr das gerade recht, da sie mal Sozialarbeiterin werden möchte. Sie versorgt ihn mit Lebensmitteln und unterstützt ihn bei seinen kriminellen Aktivitäten, die einen immer heftigeren Ausmaß annehmen. Luisas Fähigkeit im Dunkeln zu sehen, weiß Tim für seine Verbrechen gut zu nutzen. Luisa entwickelt viel Einfallsreichtum, wenn es darum geht, für Tim aus der elterlichen Küche Lebensmittel zu entwenden. Ihre Mutter ist stets der Meinung, ihre Tochter vertilgt alles selber und empfiehlt ihr mehr Maß und Ziel zu halten.

>>Mäßig wird alt, zuviel stirbt bald.<< (Seite 157)

Wie aus einem unbescholtenen Mädchen eine Mittäterin wird, fand ich unheimlich spannend. Vor allem kann Luisa sich nie sicher sein, ob Tim, (oder wie immer er heißen mag) die Wahrheit sagt. Er beantwortet kaum Fragen und wenn, dann ziemlich vage. Für Zigaretten ist dem Obdachlosen, an den Luisa ihr Herz verloren hat, kein Einbruch zu gefährlich.

>>Er lügt, wie wenn's gedruckt wär, und stiehlt, wie wenn's erlaubt wär. << (Seite 162)


Die Ehe ihrer Eltern gerät in eine Schieflage und Luisa macht sich große Sorgen, was aus ihr wird, sollten sie sich trennen.

Ich musste mehrmals schmunzeln über Luisas Mutter, die stets für jede Lebenssituation eine Redewendung parat hatte. Sie liebt Opern sehr und so manche Zitate daraus kommen in der Geschichte vor, was mir sehr gut gefallen hat.


Fazit

Ingrid Noll ist eine Meisterin darin, einzigartige sowie skurrile Personen zu zeichnen und diese mit einem Krimi zu verbinden. Der bildliche Schreibstil hat mich an die Seiten gefesselt und erst wieder losgelassen, als ich das Buch zufrieden zugeklappt habe. Das Ende hat mich kalt erwischt. Damit habe ich im Leben nicht gerechnet. Besonders der Verlauf des Ehedramas nimmt eine ungeahnte Wendung.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Ingrid Noll. Es war mir ein Fest.

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