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Veröffentlicht am 27.04.2021

Solide Fortsetzung

Stormsong
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Nachdem das Einsingen des Winters nicht gelungen ist, wird Aeland von heftigen Stürmen heim gesucht, durch die Zerstörung des Aethernetzes fehlt es der Bevölkerung an Wärme und Nahrung. In dieser Situation ...

Nachdem das Einsingen des Winters nicht gelungen ist, wird Aeland von heftigen Stürmen heim gesucht, durch die Zerstörung des Aethernetzes fehlt es der Bevölkerung an Wärme und Nahrung. In dieser Situation tritt Grace Hensley den Posten als Kanzlerin an und steht nun zwischen ihrer Königin, dem Volk, das zur Rebellion ruft und den Amaranthine. Die Journalistin Avia Jessup beginnt inzwischen, die Geschichte der Sanatorien für Hexen und dem Zusammenhang mit dem Aether zu erforschen. Ihre Berichte könnten den Unmut der Bevölkerung bis hin zu einem Aufstand schüren, was Grace unbedingt verhindern möchte.

"Stormsong" von C.L. Polk ist die Fortsetzung des fantastischen Werkes "Witchmark", das zum Verständnis der Situation in Aeland unbedingt zuerst gelesen werden sollte, denn diese Geschichte knüpft direkt an die Handlung des Vorgängerbandes an. Die Protagonistin Grace war mir nicht ganz so sympathisch, wie ihr Bruder Miles im ersten Teil, dennoch konnte ich während des Lesens mit ihr mit fiebern, besonders da sie mehr und mehr auch das eigene Handeln in der Vergangenheit in Frage stellt. So macht sie die Entwicklung durch, die auch ihr Heimatland dringend benötigt, weg von den alten, fest gefahrenen Strukturen, hin zu mehr Offenheit und Toleranz - besonders gegenüber den Hexen, die sich Zeit ihres Lebens vor der Öffentlichkeit verbergen mussten, deren Fähigkeiten nun aber dringend benötigt werden um die Winterstürme in Schach zu halten.

Den Schreibstil der Autorin habe ich schon beim Lesen von "Witchmark" sehr gemocht und auch dieses Mal wollte ich das Buch bis zum Schluss kaum aus der Hand legen. Die politischen Intrigen, die den Mittelpunkt von Graces Geschichte ausmachen, waren nicht ganz so fesselnd, wie der Kriminalfall, mit dem sich Miles in "Witchmark" auseinander setzen musste, doch trotz kleinerer Längen im Mittelteil habe ich mich von dem Roman solide unterhalten gefühlt. Gegen Ende steigert sich die Spannung noch einmal und das Finale (ohne nervige Cliffhanger) hat mich zufrieden zurück gelassen. Deshalb gebe ich für das Buch gern eine Leseempfehlung und freue mich auf den Erscheinungstermin des dritten Bandes der Reihe.

Fazit. Trotzdem dieses Buch für meinen Geschmack nicht ganz an den Vorgängerband heran reicht, hat mich die fantastische Geschichte solide unterhalten, so dass ich sie gern weiter empfehle

Veröffentlicht am 26.04.2021

Wunderbarer Regionalkrimi mit Küstenflair

Nordseegeheimnis
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Raphael Freersen ermittelt in seinem zweiten Fall, der zunächst ganz harmlos beginnt. In der nahe gelegenen Kurklinik kommt es regelmäßig zu Diebstählen, die der Privatermittler diskret aufklären soll. ...

Raphael Freersen ermittelt in seinem zweiten Fall, der zunächst ganz harmlos beginnt. In der nahe gelegenen Kurklinik kommt es regelmäßig zu Diebstählen, die der Privatermittler diskret aufklären soll. Doch nach einem feucht-fröhlichem Abend stolpert er im Klinikkeller über einen menschlichen Körper, im Dunklen ertastet Raphael eine blutende Kopfwunde, ehe er selbst das Bewusstsein verliert. Als der Detektiv am nächsten Morgen erwacht, hat er keinerlei Blutflecken auf seiner Kleidung und niemand glaubt seine Geschichte - doch Raphaels Spürsinn ist geweckt und er beginnt, nach vermissten Personen zu suchen.

"Nordseegeheimnis" von Heike Denzau ist der zweite Fall um den Privatdetektiv Raphael Freersen und hat mich , wie schon der Vorgängerband, prächtig unterhalten. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, so dass man die Bücher auch alleine lesen könnte - da ich es aber liebe, auch am Privatleben der Ermittler teilzuhaben, bevorzuge ich es, mir die Krimis der Reihe nach zu Gemüte zu führen. Raphael fand ich schon im ersten Band sympathisch, er ist ein herrlich unperfekter Protagonist, der mit seinem machohaften Auftreten kein Fettnäpfchen auslässt, ganz tief drinnen aber das Herz am rechten Fleck hat. Auch die Figuren in seinem Umkreis sind Jeder auf seine Weise recht originell und bringen herzerwärmenden Humor in die Geschichte ein.

Der Fall an sich ist spannend geschildert, wird aber immer wieder durch stellenweise recht witziges Alltagsgeschehen aufgelockert. Wer also auf eine bluttriefende Story hofft, bei der sich das Herz beim Lesen zusammen krampft, der ist hier fehl am Platz. Wem aber ein gemütlicher Hintergrund eben so wichtig ist, wie die eigentliche Krimihandlung, dem kann ich diesen Roman nur empfehlen. Wieder einmal ist es Heike Denzau gelungen, die richtige Mischung aus Spannung, Humor und Lokalkolorit in einem Regionalkrimi zu vereinen, der für meinen Geschmack keine Wünsche offen lässt und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Einen zusätzlicher Pluspunkt stellt für mich der Hintergrund dar, das Nordseefeeling hat mich schon während der Lektüre in Urlaubslaune versetzt.

Fazit. Für mich vereint das Buch Alles, was ein guter Regionalkrimi braucht, Spannung, ein sympathischer Ermittler, den ich auch in seinem Privatleben begleiten konnte, humorvolle Episoden und ein traumhafter Hintergrund, der gleich noch Urlaubsstimmung mit bringt. Deshalb gebe ich auch für Raphaels zweiten Fall sehr gerne eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.04.2021

Emotional intensive Geschichte

Das Gewicht von Seifenblasen
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Schon beim Einzug in ihre neue Wohnung trifft Liza auf den attraktiven River, der von nun an ihr Nachbar ist. Lizas Schwester und Mitbewohnerin Becca verpasst den Einzug, denn sie wartet im Krankenhaus ...

Schon beim Einzug in ihre neue Wohnung trifft Liza auf den attraktiven River, der von nun an ihr Nachbar ist. Lizas Schwester und Mitbewohnerin Becca verpasst den Einzug, denn sie wartet im Krankenhaus auf eine neue Lunge -ausgerechnet hier arbeitet River als Assistenzarzt, so dass Liza eine Beziehung zu ihm sofort ausschließt. Doch River ist wild entschlossen, Lizas Herz zu erobern und ist als guter Freund immer an ihrer Seite, auch als es mit Becca abwärts geht und Liza dabei ist, sich selbst zu verlieren.

"Das Gewicht von Seifenblasen" ist das erste Buch, das ich von Jessica Winter gelesen habe und es hatte mich schnell in seinen Bann gezogen. Liza ist eine sympathische Protagonistin und auch ihre Schwester Becca, die an Mukoviszidose leidet, habe ich sehr gemocht. Von Geburt an hatte sich das Leben der beiden Frauen um Beccas schwere Krankheit gedreht, dennoch sind beide sehr fröhlich. Ihre positive Lebenseinstellung und die witzigen Dialoge haben mich mehr als einmal zum Lächeln gebracht und machen in meinen Augen den Zauber dieser Geschichte aus.

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, als ich einmal in den Roman hinein geschnuppert hatte, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das ernste Hintergrundthema hat die Autorin zartfühlend und sehr emotional dargestellt, so dass ich immer mit den Figuren mit empfunden habe. Lediglich die Entwicklung der Liebesgeschichte fand ich insgesamt recht unglaubwürdig und dadurch auch stellenweise wenig spannend. River war für meinen Geschmack als Figur überzogen dargestellt, sicher er ist toll, liebenswürdig und alles, was der männliche Part in einem Liebesroman sein sollte. Doch dieser Mann ist dermaßen perfekt, dass es meine Vorstellungskraft überstrapaziert, einfach einen Zacken zu gut um wahr zu sein. Weshalb mich die Geschichte dann trotz der wirklich wundervollen Schreibweise nicht restlos überzeugen konnte. Da sich aber ein großer Teil der Handlung auch um Becca und ihre Krankheit dreht, gebe ich für das gefühlsmäßig intensive Leseerlebnis gern eine Empfehlung.

Fazit: In wunderbaren Schreibstil erzählt Jessica Winter eine emotional bewegende Geschichte, lediglich der männliche Protagonist war für meinen Geschmack zu perfekt brachte damit kleine Längen in die Handlung. Für den Roman gebe ich dennoch gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.04.2021

Fantasy-Highlight voller Spannung

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Dr. Miles Singer arbeitet als Arzt in der Psychiatrie, bei seinen Patienten handelt es sich um traumatisierte Kriegsveteranen, von denen jeder glaubt, von einem bösartigen Mörder besessen zu sein. Eines ...

Dr. Miles Singer arbeitet als Arzt in der Psychiatrie, bei seinen Patienten handelt es sich um traumatisierte Kriegsveteranen, von denen jeder glaubt, von einem bösartigen Mörder besessen zu sein. Eines Tages bringt der geheimnisvolle Tristan einen Sterbenden in die Klinik, den Miles als Hexer erkennt und der auch sieht, dass Dr. Singer über eine magische Gabe verfügt. Zusammen mit Tristan versucht Miles, den Tod seines Patienten aufzuklären, der behauptete, ermordet worden zu sein.

"Witchmark" von C.L. Polk ist eine sehr spannende Fantasygeschichte, die auch Elemente aus dem Steampunk und Kriminalromanen enthält. Mich hat das Buch schnell in seinen Bann gezogen und ich wollte es bis zu letzten Seite kaum aus der Hand legen. Miles war mir von Anfang an sympathisch, obwohl sich seine Vorgeschichte erst nach und nach im Lauf der Handlung entfaltet. Ebenso Schritt für Schritt entschlüsselt sich die Welt, in der die Geschichte spielt, eher gemächlich wurde mir mehr über die Art der vorherrschenden Magie und der Umgang der Bevölkerung damit klar. Dennoch habe ich empfunden, dass sich der Spannungsbogen konsequent durch den ganzen Roman hindurch zieht, um sich kurz vor dem Ende noch einmal zu steigern.

Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr fesselnd empfunden, auch die Darstellung ihres Protagonisten, der anderen Figuren und des Hintergrunds war in meinen Augen umfassend und farbenfroh erfolgt. Und obwohl dieses Buch den Auftakt einer Trilogie bildet, waren am Schluss alle Fragen, die ich hatte, beantwortet und es gab keinen Cliffhanger sondern ein stimmiges Ende, so dass der Roman auch gut einzeln gelesen werden kann. Von dem fantastischen Leseerlebnis habe ich mich ganz wunderbar unterhalten gefühlt, so dass ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche - und mich bereits auf die Fortsetzung freue, in der eine andere Figur aus Miles´ Umfeld im Mittelpunkt stehen wird.

Fazit: Magie, Steampunk-Elemente und eine beinahe krimihaft spannende Ermittlung vermischen sich zu einem fantasievollen Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 20.04.2021

Sommerroman mit erotischen Tendenzen

Sylt auf unserer Haut
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Die langjährige Ehe von Maja und Robert ist schon lange nur noch altvertraute Gewohnheit, auch der jährliche Sommerurlaub auf Sylt bringt keine echte Abwechslung, denn Robert besteht darauf, die freien ...

Die langjährige Ehe von Maja und Robert ist schon lange nur noch altvertraute Gewohnheit, auch der jährliche Sommerurlaub auf Sylt bringt keine echte Abwechslung, denn Robert besteht darauf, die freien Tage nach dem immer gleichen Muster zu zelebrieren. Doch in diesem Jahr wird seine geliebte Routine durch Roberts Kollegen Bernd empfindlich gestört, der mit Freundin Karin in der Ferienwohnung direkt nebenan unter gekommen ist. Maja dagegen ist angetan von der fröhlichen Unterbrechung ihres langweiligen Urlaubsalltags und als es zwischen ihr und Bernd zu knistern beginnt, stellt sie erstmalig ihre eingeschliffene Ehe in Frage.

"Sylt auf unserer Haut" von Claudia Thesenfitz ist ein locker-leichter Urlaubsroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten hat. Für mich war es das zweiter Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss sagen, dass ich ihren Schreibstil sehr mag, ich bin leicht durch die Geschichte geglitten und habe das Leseerlebnis als angenehm empfunden. Maja war mir schnell sympathisch, auch Bernd und Karin habe ich gemocht. lediglich Robert war (sicherlich bewusst) als negativer Gegenpol zu Majas romantischem Wesen und Bernds Fröhlichkeit dargestellt. Natürlich haben die Figuren einige recht klischeebehaftete Eigenschaften mit auf den Weg bekommen, was dem Lesevergnügen in meinen Augen keinen Abbruch getan hat.

Wer alt genug ist, sich an den Klassiker zu erinnern, an den der Buchtitel angelehnt ist (Salz auf unserer Haut), ahnt möglicherweise schon, dass die Geschichte auch ein gerüttelt Maß an erotischen Szenen enthält, für mich hat das gut zur Handlung gepasst und die Wohlfühlatmosphäre abgerundet. Mein eigentlicher Kritikpunkt ist wieder das Ende, sicher erwarte ich bei einer Liebesgeschichte einen glücklichen Ausgang, doch wieder einmal löst Claudia Thesenfitz wirklich sämtliche bedeutenden und unbedeutenden Probleme in einer rosaroten Wolke auf, so dass für mich die Glaubwürdigkeit etwas auf der Strecke bleibt.

Fazit: Die Geschichte bringt Sommerlaune, Urlaubsgefühle und auch einen Schwung Erotik mit sich, bis auf das übertrieben perfekte Ende habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und spreche gern eine Leseempfehlung aus.