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Veröffentlicht am 28.12.2023

Toller, actiongeladener Comic für Lesemuffel, Neulinge und Fans von Minecraft

Minecraft, Open World Band 01
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Sarah hat von Minecraft spielen noch nicht viel Ahnung, als ihre Mutter ihr das Spiel kauft, damit sie darin Freunde findet. Gerade sind sie umgezogen und ihre Mutter muss lange arbeiten. Gleich bei der ...

Sarah hat von Minecraft spielen noch nicht viel Ahnung, als ihre Mutter ihr das Spiel kauft, damit sie darin Freunde findet. Gerade sind sie umgezogen und ihre Mutter muss lange arbeiten. Gleich bei der ersten Erkundungstour trifft sie auf Hector und stürmt in seine Base, was er gar nicht lustig findet. Damit Sarah zeitig wieder verschwindet erklärt er ihr so kurz wie möglich die Regeln des Spiels. Doch kaum ist sie weg, fehlt ihm etwas.

Meine Tochter ist ein riesen Minecraft Fan und spielt es auch leidenschaftlich gern. Lesen ist da oft zweitrangig. Daher bin ich immer auf der Suche nach Büchern, die in der Welt von Minecraft spielen, denn die liest sie dann oft besonders gern. Hier fand ich schon das Cover super actionreich und wirklich verlockend. Tatsächlich wurde das Buch sofort in Beschlag genommen. Die Geschichte ist sowohl für Neulinge als auch für Fans geeignet, denn beide spielen in der Geschichte eine Rolle. Sarah ist die Anfängerin im Spiel und weiß noch gar nicht recht, wie alles funktioniert. Hector hingegen spielt schon länger, hat sich ein tolles Lager aufgebaut und kann Sarah einiges erklären. Allerding möchte er seine Welt aus bestimmten Gründen nicht teilen und wagt selten etwas. Auch das hat seine Gründe, die man im Comic erst etwas später erfährt. Nach der ersten Begegnung sieht es nicht so aus, als würden die beiden Freunde werden, doch beide machen eine tolle Entwicklung durch und erleben ein großes Abenteuer. Denn als Gegenleistung für seine Spieltipps möchte Hector einen Netherstern und Sarah ist gewillt ihn zu besorgen.

Die Geschichte hat mir und auch meiner Tochter gut gefallen. Einmal angefangen, konnte sie nicht mehr aufhören zu schmökern und die tollen Illustrationen anzuschauen. Diese sind genial, actiongeladen und voller gefährlicher Begegnungen. Das Spiel von Licht und Dunkel ist manchmal ziemlich gruselig, man weiß nie, was hinter der nächsten Abzweigung lauert. Die Monster sind schön schaurig und die beiden Charaktere müssen sich einiges einfallen lassen, um die brenzligen Situationen zu meistern. Der Comic ist das perfekte Zusammenspiel aus tollen Bildern, kurzen, flotten Texten in den typischen Sprechblasen und monstermäßigen Lautmalereien. Den liest man gern auch mehrmals. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.12.2023

Modern interpretierte indische Küche

Easy Indien
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Von Alex Wahi habe ich schon ein Kochbuch, nämlich Wahi, von dem ich recht begeistert war. Ich liebe die indische Küche und war begeistert, dass sich das neue Buch des Fernsehkochs und Gastronomen dieser ...

Von Alex Wahi habe ich schon ein Kochbuch, nämlich Wahi, von dem ich recht begeistert war. Ich liebe die indische Küche und war begeistert, dass sich das neue Buch des Fernsehkochs und Gastronomen dieser widmet. Trotz seiner indischen Wurzeln betont Wahi gleich im Vorwort, dass wohl kein Inder die indische Küche in ihrer Gänze kennt. Jede Region hat eigene typische Gerichte. Wahi versucht hier nun die traditionellen Gerichte modern zu interpretieren. Dabei achtet er auch darauf, dass sehr spezielle Zutaten, die man nur online erhalten kann durch einfach erhältliche ersetzt werden. Dazu packt er noch seinen eigenen Style. Heraus kommt eine etwas eigenwillige Zusammenstellung verschiedenster Gerichte von den Grundlagenrezepten über Snacks und Streetfood, Beilagen, Fleisch & Fisch, Vegetarisch & Vegan bis hin zu Drinks & Sweets. Komischerweise erfolgen Geschichten und Hinweise zu den Gerichten erst immer auf einer Themenseite nach den Rezepten, was mich anfangs etwas irritiert hat. Z. B. kommt erst das Rezept für den indischen Frischkäse Paneer, später steht im Text, dass wir herausfinden werden, wie Paneer hergestellt wird. Das ist mir zu dem Zeitpunkt aber schon bekannt.

Eigenwillig finde ich die Zusammenstellung, da die Rezepte doch stark den Stempel des Verfassers tragen und oft dasselbe Gericht in mehreren Varianten enthalten ist, z. B. die Samosa in vegan, vegetarisch und mit Fleisch. Da hätte man in einem anderen Kochbuch einfach das Grundrezept und drei verschiedene Füllvarianten gefunden. Hier ist jede ein eigenes Rezept. Auch beim Naan-Brot gibt es mehrere Rezepte. Die Hauptgerichte oder die typischen Speisen, die man beim Inder gern isst, kommen hingegen etwas zu kurz. Geschmacklich kann man nicht meckern, da versteht Wahi sein Handwerk. Das Mango Malai Chicken ist ein Gedicht, ebenso die Linsen Falafeln. Auch sind die meisten Rezepte leicht verständlich und können gut nachgekocht werden. Optisch bleibt das Buch nahe am tatsächlichen Aussehen der fertigen Speisen, insofern auch authentisch, doch wirkt manches etwas lieblos angerichtet und nicht so einladend. Dabei haben wir nichts probiert, was nicht geschmeckt hat.

Der Aufbau der Rezepte beinhaltet alle nötigen Informationen: Portionsangabe, Zubereitungszeiten, Nährwertangabe, Zutatenliste, Zubereitungsanleitung in nummerierten Schritten und ggf. Tipps zu Varianten, Verfeinerungen, Feinheiten usw. Trotzdem kommt das Buch bei mir über die 3,5 Sterne nicht hinaus.

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Veröffentlicht am 27.12.2023

Unecht und aufgesetzt

Der war's
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Maries Mutter macht einfach die besten Sandwiches in total gesunden und kreativen Geschmacksrichtungen. Das findet auch Maries Mädchen-Clique. Als dann aber zum wiederholten Mal das Supersandwich gestohlen ...

Maries Mutter macht einfach die besten Sandwiches in total gesunden und kreativen Geschmacksrichtungen. Das findet auch Maries Mädchen-Clique. Als dann aber zum wiederholten Mal das Supersandwich gestohlen wird, ist Marie sauer und verlangt vom Lehrer die Aufklärung der Diebstähle. Doch der kann nichts tun. Dann gerät Konrad aus der Klasse in Verdacht. Er ist noch nicht so lange in der Klasse und obwohl er nichts zugibt, wird er zum Schuldigen auserkoren. Nur Mika äußert Zweifel und als die Situation eskaliert, beschließen die Kinder, eine Gerichtsverhandlung abzuhalten.

Eigentlich klingt die Handlung des Buches ganz gut. Jemand wird beschuldigt eine Straftat begangen zu haben, doch es gibt kaum Beweise uns so soll ein gerechter Prozess für Ordnung sorgen. Soweit, so gut. Das Cover zeigt auch schon ein großes Problem, dass es bei solchen Konflikten im Klassenzimmer gibt. Jeder meint, er könne irgendwie mitreden und so kommen schnell Gerüchte auf. Das gibt es natürlich gerade im schulischen Umfeld täglich. Was mich aber gleich von Anfang an stört sind gewisse Klischees, die hier noch extra überzogen dargestellt sind. Maries Clique zum Beispiel, die sich nicht etwa wegen verschiedener Dinge abspricht, nein, die anderen Mädchen warten, bis Marie ihnen eine Ansage macht. Ganz so wie die ätzenden cool Kids in diversen Highschool-Filmen. Es gibt noch den Stillen in der Klasse, den Vorlauten, dessen Vater zufällig Polizist ist und der dann die Rolle des Ermittlers übernimmt, den armen Referendar, der im Sportunterricht nicht das unterrichten darf, was er will, den Lehrer, den die Diebstähle eh kaum kümmern. Überhaupt kommt das Milieu Schule in dem Buch meiner Meinung nach ganz schlecht weg. Ein wenig Kritik am Schulsystem ist durchaus berechtigt, aber hier wird schon ganz schön übertrieben und das sage ich als Lehrkraft. Vor allem sind alle Behauptungen genauso platt, wie die Vorverurteilung des vermeintlich Schuldigen später.

Durchweg hatte ich das Gefühl, dass die Kinder sich nicht entscheiden können, zwischen ihrem Dasein als kleine Einsteins und ihrer Vorliebe für Vorurteile, schlechtes Benehmen und Überheblichkeit. Da meint der eine Sechsklässler "Sport ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwirksamkeitserfahrung". Ja, klar! So reden meine Schüler auch täglich. Hingegen hat keiner ein Problem damit ein Foto des vorverurteilten Konrad nicht nur weiterzuleiten, sondern vorher auch noch per Bildbearbeitung ins Lächerliche zu ziehen. Dass das Verboten ist, wissen bei uns alle Schüler. Als sie Konrad an einem Schulranzen erwischen lassen sie ihn auch sofort gehen. Erst viel später verprügeln sie ihn, bis die geschädigte dazwischen geht. Es passt einfach nicht. Der Lehrer kommt vollkommen inkompetent rüber. Zuerst ist er dauernd krank, dann will er mit dem Smartboard arbeiten, weiß aber nicht, dass das schon ewig kaputt ist und hat auch außer dem Online-Quiz nichts Anderes vorbereitet. Am nächsten Tag versucht er es mit dem Laptop, aber dann ist der Akku leer und das Netzteil ist nicht auffindbar... und so geht es weiter. Der Referendar darf die Kinder im Unterricht nicht Fußball spielen lassen - zu kompetitiv! Und die Vertretung der Vertretung ist eine ehemalige Fußpflegerin, die nun als Quereinsteigerin Bio unterrichtet. Viel zu übertrieben, zu geballt und wenig glaubwürdig, was sich Juli Zeh und Elisa Hoven hier zusammenreimen. Auch nicht authentisch, weil das einzige Mädchen mit Migrationshintergrund in der Klasse natürlich erstklassig Deutsch spricht, weil es auf einer deutschen Schule war. Dabei hatten alle sich schon in ihren Köpfen zurechtgelegt, dass sie nichts versteht. So könnte man ewig weitermachen. Die Gerichtsverhandlung ist zwar ziemlich witzig, aber auch hier wurde ich nicht überzeugt. Zudem kann sich ein schlaues Kind doch schon nach ein paar Seiten ausmalen, wer die Pausenbrote, pardon Supersandwiches, gemopst hat.

Während der Handlung löst sich nicht nur das Problem Diebstahl, sondern es werden auch alle Missstände unter den Kindern gelöst. Sogar Marie traut sich ihrer Mutter ein Geständnis zu machen. Das ist doch schön. Was man dem Buch allerdings zugute halten kann, sind die ansprechenden Illustrationen und vor allem das Kapitel "Nachgefragt" nach der eigentlichen Geschichte. Hier werden viele Fragen zum Strafverfahren wirklich kindgerecht beantwortet, Begriffe geklärt und voneinander abgegrenzt und wirklich wichtige Dinge vermittelt. Mit einem Sachbuch zum Thema wären die beiden Autorinnen meines Erachtens besser gefahren. Von dieser unechten und aufgesetzten Geschichte bin ich mehr als enttäuscht, hatte ich mir doch eine gute Lektüre zum Thema für den Unterricht erhofft. Das wird aber leider nichts. 2 Sterne

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Veröffentlicht am 26.12.2023

Tolle Einstimmung auf Weihnachten für Kleinkinder

Weihnachtszeit! Bald ist’s so weit
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Weihnachtszeit! Bald ist's so weit... Doch bis es eben soweit ist, haben die Tiere noch einiges vorzubereiten. Kiki Kaninchen möchte noch Papiersterne basteln, Doro Dachs muss noch den Baum aufstellen ...

Weihnachtszeit! Bald ist's so weit... Doch bis es eben soweit ist, haben die Tiere noch einiges vorzubereiten. Kiki Kaninchen möchte noch Papiersterne basteln, Doro Dachs muss noch den Baum aufstellen und auch Igel, Eichhörnchen und Eule sind beschäftigt. Leider finden sie im Weihnachtstrubel die passenden Utensilien nicht. Nun ist es an den kleinen Leserinnen den Tieren bei der Suche zu helfen, damit am Ende ein tolles, gemeinsames Weihnachtsfest gefeiert werden kann.

Schon das Cover ist sehr einladend und stimmt weihnachtlich. Vor allem die Glanzeffekte ziehen uns magisch an. Zudem zeigt die Szene schon, was an Weihnachten so wichtig ist: Dass alle gemeinsam feiern. Die Geschichte im Buch zeigt zunächst, wie alle Tiere einzeln ihre Vorbereitungen treffen, wozu sie aber die Hilfe der kleinen Zuhörer
innen benötigen. Das Kaninchen sucht Schere, Schleifen und Buntpapier, die Dachsfrau braucht Maßband, Säge und Handschuh. Kurze, für Kleinkinder angemessene Texte schildern kurz, was die Tiere tun möchten und was fehlt. Dann können die Kinder aktiv werden und unter vielen Klappen nach den vermissten Gegenständen suchen. Meiner Tochter macht es immer wieder Spaß, das Buch zu lesen und unter die Schranktüren, Taschen und anderen Türchen zu spitzen. Die Illustrationen gefallen uns besonders. Sie sind stimmungsvoll und mit Liebe bis ins kleinste Detail gestaltet. Es gibt jede Menge zu entdecken und zu benennen, was ganz nebenbei den Wortschatz erweitert. Toll ist auch, dass die Leser*innen mit Fragen direkt angesprochen werden. So verging die Zeit bis Weihnachten wie im Flug und die Kleine wusste durch die letzte Szene, wie schön das gemeinsame Fest sein wird. Am Ende dürfen noch Geschenke ausgepackt werden, doch für wen die wohl sind. Wer gut aufgepasst hat, der wird das schnell herausfinden.

Große Empfehlung, 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.12.2023

Weiteres magisches Abenteuer in Grauers Fantasy-Welt

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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In Valentinas Familie erben die weiblichen Mitglieder eine besondere Gabe: Sie haben die Fähigkeit toten Seelen bei ihrem Weg ins Jenseits zu begleiten. Doch bevor Valentina an ihrem 18. Geburtstag zu ...

In Valentinas Familie erben die weiblichen Mitglieder eine besondere Gabe: Sie haben die Fähigkeit toten Seelen bei ihrem Weg ins Jenseits zu begleiten. Doch bevor Valentina an ihrem 18. Geburtstag zu einer Catrina wird, stirbt ihre Mutter und der Vater nimmt sie und ihren Zwillingsbruder Emiliano mit nach Irland, wo sie in Dublin studieren sollen. Valentina ist mit dieser Entscheidung nicht glücklich. Doch schnell findet sie in Irland, wo sich gerade die Drachen der Welt offenbaren, Freunde und lernt auch die Hexe Lily kennen, ohne zu ahnen, dass diese ihr nicht zufällig über den Weg gelaufen ist. Gleichzeitig driftet ihr Bruder immer mehr in eine Gruppe radikaler Drachengegner ab.

Der erste Band dieser neuen Dilogie von Sandra Grauer ist sehr schön gestaltet. Das Cover zeigt typische Motive, die man mit dem traditionellen Tag der Toten in Mexiko in Verbindung bringt und auch die Inhaltsbeschreibung bezieht sich vornehmlich darauf. Allerdings macht schon das Vorwort klar, dass es sich wieder um eine Geschichte handelt, die in der Welt spielt, die die Autorin in ihren beiden vorangegangenen Dilogien aufgebaut hat. Es geht also nicht nur um die Catrina, sondern auch um viele andere magische Wesen und die menschlichen Antipathien gegen sie. So gibt es eine radikale Gruppe, die die magischen Wesen bekämpfen möchte und das Thema nimmt sehr viel Raum ein. Es ist wie eine Übertragung von Rassismus in eine Fantasiegesellschaft. Eine große Rolle spielen auch Personen, die schon aus Flame & Arrow und Clans of London bekannt sind. Es sind nicht nur Nebencharaktere. Ich fand es sehr hilfreich, dass ich wenigstens Flame & Arrow gelesen hatte, denn darin erfährt man, warum sich die Drachen der Welt überhaupt zeigen.

Vom Schreibstil her ähnelt das Buch ebenfalls den vorherigen Werken und dürfte daher vor allem Jugendliche ansprechen. Die Mischung ist zwar durch die verschiedenen Charaktere abwechslungsreich, allerding erwartet man sich als Leser wegen des Covers wohl eine etwas andere Geschichte. Die Verwandlung in eine Catrina spielt keine größere Rolle als Drachen, Hexen oder Menschen. Das hat mich dann doch etwas enttäuscht. Fans von Grauers Welt wird aber auch dieser Band wieder gut gefallen. Für mich war diesmal der Anfang etwas zu lang gezogen, das Ende hingegen dann doch recht spannend, dazu hielt es die ein oder andere Überraschung parat. Alles in allem würde ich das Buch eher als einen Band 5 und weniger als eine neue Dilogie ansehen. 3,5 Sterne

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