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Veröffentlicht am 13.01.2026

Düsterer Fall in einem gruseligen Wald

Rostiges Grab
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Leo Asker wird unverhofft eine Beförderung in höchste Polizeikreise in Aussicht gestellt, die sie aber nur erhält, wenn sie lernt, die Füße stillzuhalten. Doch dann wird der Abteilung der "verlorenen Seelen" ...

Leo Asker wird unverhofft eine Beförderung in höchste Polizeikreise in Aussicht gestellt, die sie aber nur erhält, wenn sie lernt, die Füße stillzuhalten. Doch dann wird der Abteilung der "verlorenen Seelen" ein zehn Jahre alter Fall zugespielt, indem auf mysteriöse Weise ein neuer Hinweis aufgetaucht ist. Der verschollene Finger des Opfers. Ihr Tod wies seinerzeit eindeutige Parallelen zu einer vor Jahrzehnten im Rostskogen gefundenen 2000 Jahre alten Moorleiche auf, um deren Person sich Mythen und die Gerüchte um einen Fluch ranken. Das Graumädchen. Der Täter - so vermutete man - ist in den Wald geflohen und versteckt sich seither an diesem düsteren Ort. Auch Martin Hill zieht es als Lost Place Experten im Rahmen eines Auftrages dorthin und er ermittelt auf eigene Faust, was Leo nicht gefällt. Die deckt nach und nach auf, was damals wirklich geschehen und vertuscht worden ist.

Eines muss man Anders de la Motte lassen. Er hat nicht nur mit Leonor Asker nicht nur eine besonders starke Ermittlerin zum Leben erweckt, er schafft es auch immer wieder, seine Schauplätze besonders atmosphärisch und düster zu beschreiben. Da kann einem schon mal eine Gänsehaut das Lesen versüßen. Nicht nur der dichte Wald, auch ein alter Schrottplatz und dessen leerstehende Gebäude schaffen eine ziemlich gruselige Szenerie, die seltsame, anscheinend gewalttätige Familie, der das Grundstück gehört tut ihr Übriges, dass man sich hier alles andere als willkommen fühlt. Neu ist, dass Leos Team nicht ganz so gut mit ihr zusammen arbeitet, als es von der Beförderung erfährt und auch Martin Hills Alleingänge stören Leo. Dazu hat er noch eine Auftraggeberin, die sich auch für den Rostskogen interessiert.

Als Leser*innen begleiten wir Leo bei ihren Nachforschungen und man erfährt auch, dass der Fall nicht zufällig bei ihr landet. Nicht nur im alten Fall, sondern auch bei der Zuteilung haben einige Hintermänner ihre Finger im Spiel. Leo muss unheimlich aufpassen, dass ihr die Sache nicht um die Ohren fliegt. Das altbekannte Medium, Leos "verlorene Seelen" und Martins Recherche bilden ein ganz eigenes, einzigartiges Geflecht, jedoch ist manches etwas zu viel des Guten. Am meisten muss ich aber kritisieren, dass die Auflösung des Ganzen Komplotts wieder viel zu einfach ist, da hätte man mehr rausholen können. Ich mag es lieber, wenn jemand der Täter ist, den man gar nicht auf dem Schirm hatte. Trotzdem gerade wegen der Kapitel im Wald eine spannende Lektüre, die einfach manchmal zu viel will. Die privaten Probleme von Asker spielen auch in weiten Teilen keine Rolle, dabei wollte ich so gern erfahren, wie die Sache mit ihrem Vater weitergeht. Zum Glück gibt es da wenigstens am Ende einen eindeutigen Hinweis. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Lustige Weihnachtsgeschichte um zwei krabbelnde Weihnachtsmänner

Weihnachtsspinnerei
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Allgemein hab ich es nicht so mit Krabbeltieren, vor allem mit den achtbeinigen, aber die beiden in der Geschichte sind wirklich niedliche und witzig. Auf der einen Seite gibt es Bisy, den mutigen Stubenfliegenjungen, ...

Allgemein hab ich es nicht so mit Krabbeltieren, vor allem mit den achtbeinigen, aber die beiden in der Geschichte sind wirklich niedliche und witzig. Auf der einen Seite gibt es Bisy, den mutigen Stubenfliegenjungen, der Einzelkind ist und von seiner Mutter überbehütet wird. Dabei traut er sich sogar bei einer Spinne einen Klingenstreich zu spielen und entkommt ihr gerade noch so. Auf der anderen Seite ist da Karl-Heinz, das Netzhäkchen der Spinnenfamilie, das immer mit seinen 5 Geschwistern teilen muss und dazu noch ständig geärgert wird, weil er noch an den Weihnachtsmann glaubt. Beide Jungen gehen fest davon aus, dass die jeweils andere Krabblerart sich kein schönes Weihnachtsfest haben wird, weil der Weihnachtsmann zu so einer Familie doch nicht kommt. Beider haben eine Idee, wie sie da Abhilfe schaffen können und dabei noch ihre Familien beeindrucken können.

Uns hat diese Geschichte aus der Kinderzeit von Bisy und Karl-Heinz wirklich gut gefallen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Kinderstuben die hier vom Autor Kai Pannen gezeichnet werden und es ist sehr spannend zu verfolgen, was beide Kinder auf die Beine stellen, um Geschwister oder Cousin zu beeindrucken. Dabei begegnen sie sich zum ersten Mal und dieses Aufeinandertreffen verändert alles. An einigen Stellen ist die Geschichte auch furchtbar spannend, denn Spinnen sind für Fliegen natürlich super gefährlich. Gezeichnet ist das ganz in besonderen Illustrationen, die alles mit einem Augenzwinkern begleiten. Die Figuren sind sehr ausdrucksstark dargestellt und alles ist trotz einiger Pannen bei den Vorbereitungen sehr weihnachtlich. Ein schönes Buch, mit dem man seine Kinder und sich selbst auf unterhaltsame Weise in Weihnachtsstimmung versetzt. Durch die perfekte Kapitellänge eignet sich die Geschichte richtig gut, um sie im Advent oder an den Tagen vor Weihnachten als Betthupferl vorzulesen. Aber auch unabhängig von Weihnachten finde ich die Geschichte lustig und gerade für Fans der Reihe ist sie ein Muss. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Ziemlich cool, aber manchmal etwas too much

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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In einer Welt voller neuer Götter war es Velvets Traum, in eine Hexenzirkel aufgenommen und dort ausgebildet zu werden. Doch dann lernt sie Kash kennen und das Schicksal nimmt einen völlig anderen Verlauf. ...

In einer Welt voller neuer Götter war es Velvets Traum, in eine Hexenzirkel aufgenommen und dort ausgebildet zu werden. Doch dann lernt sie Kash kennen und das Schicksal nimmt einen völlig anderen Verlauf. Jetzt ist Vel Dämonenreiterin mit unglaublichen Kräften, die von der Liebe Abstand hält. Visionen warnen sie vor unmittelbaren Gefahren durch Dämonen. Doch dann sieht sie die Welt in Flammen und Götter die sterben. Nachforschungen lassen vermuten, dass die Götter durch ein geheimnisvolles Virus ausgelöscht werden. Ein Gegenmittel kann es nur geben, wenn Vel das Blut aller 7 Göttersöhne auftreiben kann. Einen von ihnen kennt sie und er könnte ihr helfen. Doch leider ist es Kash und sie hatte sich geschworen, ihm nie mehr zu nahe zu kommen.

Ich mag es, wenn Protagonistinnen mit schier unlösbaren Aufgaben konfrontiert werden und über ihren Schatten springen müssen. Zudem ist das Buch optisch wirklich gelungen, auch wenn das Cover erstmal nichts mit der dämonischen Geschichte zu tun hat. Der Anfang ist ziemlich actionreich, brutal und schleimig. Man merkt gleich, dass Vel keine zimperliche Frau ist. Mit Dämonen und Widersachern macht sie kurzen Prozess. Doch dafür muss sie einen ständigen Hunger bändigen. Das gibt der Geschichte eine krasse Dynamik. Bindungen geht Velvet nicht mehr ein, da sie in der Vergangenheit enttäuscht wurde und ihre Zukunftspläne vergessen musste. Was wirklich in der Vergangenheit geschehen ist, erschließt sich erst nach und nach. Es gibt zwischen den Kapiteln immer wieder Rückblicke in die Zeit, als Vel und Kash sich trafen. Überhaupt wechselt die Perspektive zwischen beiden hin und her. Das macht das Lesen spannend und man möchte unbedingt wissen, was passiert ist und gleichzeitig entwickelt sich nach dem Wiedersehen eine ganz eigene Anziehung zwischen den eigentlich verfeindeten Protagonistinnen. Einen blauäugigen Azubi hat die erfahrene Drachenreiterin auch noch an der Backe. Der ist wirklich allerliebst und ein guter Gegenpart zu der doch sehr rüden Vel.

Sprachlich ist das Buch in weiten Teilen doch ziemlich derb geschrieben, was nicht nur daran liegt, dass Vel Dämonen und andere Verfolger töten muss. In ihr selbst herrscht Aufruhr und auch ihre Vergangenheit lässt sie nicht allzu positiv denken. Besonders am Anfang, wenn man noch nicht so viel darüber weiß, kann das doch ziemlich irritierend sein für Leser*innen, die eine normale Romantasy erwarten. Auch geht es sprachlich recht oft unter die Gürtellinie und vieles wird sexualisiert. Es geht manchmal gefühlt nur darum und das kann manchmal nerven, weil es schnell plump rüberkommt. Die Sexszenen sind auch sehr explizit, also nix für Zartbesaitete. Dabei ist die Grundidee der Geschichte und die Stärke der Protagonistin echt toll. Das kann ich von ihrem Ex Kash nicht immer behaupten. Der ist manchmal eine echte Red Flag, was man in Kauf nimmt, weil der Plot mitreißend ist. Leider war das Ende des eigentlich tollen ersten Bandes dann für mich eine Enttäuschung, da mir das Ganze Konstrukt plötzlich sinnlos erschien. Wie es danach mit Velvet weitergeht interessiert mich trotzdem, weshalb ich den zweiten Band trotz einiger Kritikpunkte an Band eins lesen werde. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Es fehlte etwas an Spannung

Kalt und still
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Polizistin Hanna Ahlander ist bei ihrer Dienststelle in Stockholm zu Unrecht in Ungnade gefallen, ihr Partner verlässt sie urplötzlich. Vollkommen am Boden zieht sie sich in das Ferienhaus ihrer Schwester ...

Polizistin Hanna Ahlander ist bei ihrer Dienststelle in Stockholm zu Unrecht in Ungnade gefallen, ihr Partner verlässt sie urplötzlich. Vollkommen am Boden zieht sie sich in das Ferienhaus ihrer Schwester im eiskalten Norden zurück, um sich über ihre Zukunft klar zu werden. Doch stattdessen wird sie in den Fall einer verschwundenen 18-Jährigen hineingezogen, die nach einer Party von der Mutter als vermisst gemeldet wird. Es gibt kaum Spuren und die Zeit drängt, denn bei den herrschenden Minusgraden bleibt draußen niemand lange am Leben. Zusammen mit dem Kriminalkommissar vor Ort, Daniel Lindskoog ermittelt Hanna unter Hochdruck.

Eine Ermittlerin mit Profil, ein verschwundener Teenager und ein eisiger Ort hoch im Norden, das hörte sich für mich nach einem spannenden ersten Band einer neuen Reihe von Viveca Sten an. Die Geschichte startet mit dem Abend vor dem Verschwinden von Amanda und es werden einige Andeutungen eingestreut, dass sie etwas weiß, was sie sehr verstört hat. Doch am nächsten Morgen ist sie einfach weg, ohne eine Spur zu hinterlassen. Dann wechselt die Handlung zu Hanna und ihren Problemen zu Hause. Die beste Lösung ist eine Auszeit im Ferienhaus der Schwester. Hier bekommt Hanna mit, dass ein Mädchen vermisst wird und schließt sich den Suchtrupps an. Als Neue im Ort erfährt sie einiges, was für die Ermittlungen bedeutsam sein könnte und so gerät sie immer mehr in die Ermittlungen, bis sie schließlich das Angebot erhält offiziell mitzuarbeiten. Hanna ist für mich eine Frau mit Profil, da sie vor allem für weibliche Opfer kämpft, auch wenn es für sie selbst nachteilig ist. Im Ferienort Åre verhält sie sich jedoch recht seltsam und eigentlich ist viel zu offensichtlich, wie sie die Leute aushorcht. Sie ist zurüchaltend und hinterlässt bei mir eigentlich keinen bleibenden Eindruck. Die Entwicklungen in der Truppe und auch die Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern sind dafür recht interessant. Da gibt es jede Menge Motive und Verdächtige. So richtig will aber niemand passen bzw. kommen mir die Motive etwas konstruiert vor. Am meisten aber fehlte mir die Spannung. Es gibt keine dringenden Einsätze oder einen Showdown. Der Ausgang der ganzen Ermittlung ist irgendwie unbefriedigend. Insgesamt war es ein durchschnittlicher Krimi. Daher 3 Sterne. Vielleicht wird der nächste Teil etwas besser, da das Team dann schon bekannt ist.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Monströses Fantasyabenteuer

A Monster's Heart
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Seit langer Zeit führen die Königreiche Krieg gegeneinander, die Bevölkerung leidet. Auch Xena, die als Kind von ihren Eltern in ein Waisenhaus gegeben wurde und nur überleben kann, weil sie das Diebeshandwerk ...

Seit langer Zeit führen die Königreiche Krieg gegeneinander, die Bevölkerung leidet. Auch Xena, die als Kind von ihren Eltern in ein Waisenhaus gegeben wurde und nur überleben kann, weil sie das Diebeshandwerk wie keine andere beherrscht. Bei einem ihrer Streifzüge findet sie bei einem Leichnam ein Ticket für die große Überfahrt zur Insel Azythros und heuert an, um bei dieser Jagd auf ein Monster Reichtümer anzuhäufen. Doch wie sich herausstellt, muss sie die Rolle der Monsterjägerin Cassia Raven einnehmen und mindestens eine Person an Bord weiß, dass sie ein falsches Spiel spielt. Nicht nur der Prinz hat es auf sie abgesehen, auch Halbmonster Ajax hat noch eine Rechnung mit Cassia offen.

Die Geschichte hörte sich für mich interessant an und ich habe sie als eBook gelesen. Meine Erwartungen wurden sowas von übertroffen. Schon den Anfang der Handlung fand ich sehr fesselnd. Hier lernt man Xena in ihrer gewohnten, unwirtlichen Umgebung kennen, erfährt, was sie als Diebin drauf hat und welche Bindungen sie im Waisenhaus hat. Der Fund eines goldenen Tickets weckt in ihr die Idee, die Tote, bei der die Karte lag, einfach zu ersetzen. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, denen Xena, nun Cassia Raven auf dem Schiff ohne Fluchtmöglichkeit ausgesetzt ist. Dass es für sie kein Entkommen gibt und sie ihre Rolle auf keinen Fall aufgeben darf, macht die Story äußerst spannend. Auch die anderen Mitglieder der Truppe auf dem Schiff sind vollkommen undurchsichtig und schwer einschätzbar. Jeder könnte der Mörder der echten Cassia sein und Xenas Geheimnis aufdecken. Sie muss sehr vorsichtig agieren, obwohl sie mehrfach bedrängt oder um eine Allianz gebeten wird.

Ein weiteres Highlight der Geschichte sind die monströsen, absolut tödlichen Kreaturen. Für eine Monsterjägerin kein Problem, doch Xena ist nunmal nicht Cassia. Zudem lauert Ajax, Halbmonster und Gefangener im Hintergrund. Mir gefällt die Entwicklung zwischen Xena und den anderen Beteiligten. Manche sind von Annährung geprägt, andere von Hass oder Vorsicht. Es ist nie klar, welche Entscheidung nun ratsam wäre. Das sorgt für eine angespannte Stimmung beim Lesen. Die Fähigkeiten, die die verschiedenen Monster haben und die Insel, die man schließlich erreicht, werden super beschrieben und es gibt zahlreiche Kämpfe und Angriffe mit Action und Blutvergießen. Mit der Zeit schlich sich bei mir so eine gewisse Ahnung ein und tatsächlich gibt es einiges aufzudecken. Das Buch hätte sofort die vollen 5 Sterne bekommen, wenn am Ende nicht irgendwie fast alles wieder auf Anfang wäre und ich mich gefragt habe, was die Reise nun Positives bringt. Da sind noch einige Fragen offen. Wie gut, dass Band 2 "A Hunter's Legacy" kürzlich erschienen ist. Den muss ich lesen! 4,5 Sterne

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