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Veröffentlicht am 13.08.2023

Beruhigende Geschichte für ängstliche Kinder

Meck und Schneck. Ein Löwe ist kein Kuscheltier
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Schneck hat vor allem Angst und das lassen ihn die anderen Schnecken auch nicht vergessen, da sie ständig über ihn tuscheln. Leider weiß Schneck, dass die anderen nicht Unrecht haben. So beschließt er, ...

Schneck hat vor allem Angst und das lassen ihn die anderen Schnecken auch nicht vergessen, da sie ständig über ihn tuscheln. Leider weiß Schneck, dass die anderen nicht Unrecht haben. So beschließt er, dass er einen Löwen fangen möchte, denn das wäre sehr mutig. Unterweg begegnet ihm Meck, der als er vom Vorhaben hört nicht sagt, dass Schneck, das nicht schaffen kann, sondern ihn einfach bei seinem Abenteuer begleitet. Je mehr die beiden zusammen schaffen, umso weniger Angst hat die kleine Schnecke. Wird es ihr mit dem Freund auch gelingen, einen Löwen zu fangen?

Wir finden das Titelbild mit der wunderschön gestalteten Schrift und den beiden süßen Tierchen einfach toll und musste daher natürlich auch die Geschichte kennen lernen. In ganz ruhigen Worten erzählt Michael Engler, von dem wir schon so manches Bilderbuch kennen, von einer sehr ängstlichen Schnecke, die sich gern zurückzieht, wenn die anderen über sie tuscheln und sich vor allem in diesen Momenten gar nichts mehr zutraut. Sicher können sich viele ängstliche Kinder sehr gut in Schneck hineinversetzten, vor allem wenn sie auch schon mal gehänselt oder ausgelacht wurden, weil sie etwas nicht konnten oder sich nicht getraut haben. Wie im wahren Leben fehlt Schneck nur jemand, der ihn unterstützt, aufbaut und an ihn glaubt. Diesen Part übernimmt in der Erzählung Meck, ein kleines Tierchen, das noch kleiner ist als Schneck. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und vor lauter reden, fällt es der Schnecke gar nicht auf, dass sie Dinge tut, die sie sich eigentlich noch nie getraut hat. So wird sie immer selbstbewusster und mit etwas gutem Zureden schafft sie es sogar über die größten Hindernisse. Das gibt Mut und Kraft für ihren großen Plan.

Die Geschichte wird so unaufgeregt erzählt und das gefällt mir, denn man muss nicht unbedingt immer gleich zum großen Helden werden. Es reicht, offen zu sein für Neues. Auch was das Thema Freundschaft betrifft ist das Bilderbuch wertvoll, denn es zeigt, was ein wahrer Freund ist und wie gut es tut, einfach mal nicht vorverurteilt zu werden. Das allein kann schon die Angst etwas lindern, weil man sich keine Sorgen machen muss, bei einer Sache zu versagen und dafür ausgelacht zu werden. Ein bisschen abwechslungsreicher hätten hingegen die Illustrationen im Buch sein dürfen. Sie zeigen oft ähnliche Szenen in gleichen Farbtönen und manchmal stimmen für mich auch die Proportionen unter den abgebildeten Tierchen nicht. Und Karotten wachsen nicht über der Erde. Ansonsten passen sie aber recht gut zur ruhigen Geschichte. Ein Buch, das vor allem für ängstliche Kinder eine große Hilfe sein kann. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Wichtige und kindgerechte Aufklärung über das heikle Thema Müll

Wieso? Weshalb? Warum? Rund um den Müll
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In Band 74 der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? für 4- bis 7-Jährige dreht sich alles um das leidige Thema Müll, welches wohl nie an Aktualität verliert. Vor allem vor dem Hintergrund verschmutzter Flüsse ...

In Band 74 der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? für 4- bis 7-Jährige dreht sich alles um das leidige Thema Müll, welches wohl nie an Aktualität verliert. Vor allem vor dem Hintergrund verschmutzter Flüsse und Meere, Energiewende und Mikroplastik überall, ist das Thema gerade auch für Kinder von Bedeutung, da die Probleme mit dem Müll nur verringert werden können, wenn man von Klein auf weiß, was mit den einzelnen Stoffen in unserem Müll passiert und welche Folgen sie für die Umwelt und unser Leben haben. Gerade hier eignet sich die Buchreihe mit ihren altersgerechten Antworten auf Kinderfragen und den vielen Klappen, die einen genauen Blick auf die Vorgänge des Recyclings bieten, an.

Der Band beschäftigt sich mit der Entstehung von Müll, Mülltrennung, einzelnen Müllarten wie Bio-Müll samt Kompostierung, Altpapier, dem problematischen Plastikmüll, Glas, Rest- und Sperrmüll, sowie die einzelnen Wege des Sortierens und Wiederverwertens, aber auch mit wertvollen Tipps, wie man Müll einsparen kann und dafür sorgt, dass Lebensmittel (und damit Energie und Verpackungsmüll) nicht verschwendet werden. Es wirft ebenfalls einen kurzen Blick auf die Folgen, die falsch entsorgter Müll für die Umwelt und damit auch für uns hat. Hier hätte das Buch durchaus noch kritischer sein dürfen, genau wie bei den giftigen Verbrennungsresten aus Müllverbrennungsanlagen. Das Gute an dem Band ist, dass Kindern beim Thema Müll keine Angst durch den erhobenen Zeigefinger gemacht wird, sondern es sachlich aufklärt und konstruktive Tipps gibt. Gerade in diesem Band finden wir die Klappen mal wieder sehr gelungen, da unter ihnen oft interessante Details versteckt sind und uns das immer wieder neugierig auf z.B. die Vorgänge des Recyclings werden lässt. Einige beantworten Dinge, die selbst manche Erwachsene nicht wissen oder sich da ihre eigene Meinung gebastelt haben, um vor sich selbst zu rechtfertigen, warum Mülltrennung nichts bringt. Beispielsweise zeigt eine Klappe, dass das Fahrzeug, dass das Glas abholt, drei Kammern hat und nicht, wie mancher denkt, alle Glasfarben im selben Behälter landen.

Besonders gut finden wir die Tipps zur Einsparung von Müll, zum Wiederverwenden und Umgestalten (hier fehlt der Begriff Upcycling) und auch schon Kinder sonst mithelfen können, dem in der Natur Herr zu werden. Auch wenn es manchmal so rüberkommt, als hätten wir alles im Griff, ist das Buch vor allem für Kinder der empfohlenen Altersstufe eine wichtige, kindgerechte und sehr informative Aufklärung zum Thema, die durch sehr gute und detailreiche Illustrationen und Klappen das Verständnis unterstützt. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Wunderbarer Suchspaß in fantasievollen Szenen

Detektiv Samson 1
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Detektiv Samson ist für seine Ermittlerfähigkeiten in der ganzen Stadt bekannt. Nun melden sich aber gleich mehrere Bewohner derselben und bitten Samson um Hilfe bei der Suche nach vermissten Gegenständen ...

Detektiv Samson ist für seine Ermittlerfähigkeiten in der ganzen Stadt bekannt. Nun melden sich aber gleich mehrere Bewohner derselben und bitten Samson um Hilfe bei der Suche nach vermissten Gegenständen und Familienangehörigen. Ganz schön viel auf einmal! Doch als guter Detektiv weiß Samson, dass er mit Konzentration und Ruhe alles schaffen kann. Und so verfolgt er Spuren in der Stadt, im Wald, unter der Erde, am Strand und auf der grünen Campingwiese. Und du darfst ihm assistieren. Gelingt es Euch zusammen, alles Verlorene zu finden?

Von Katerina Gorelnik kannten wir schon "Schau durchs Fenster", ein Bilderbuch, das uns unheimlich gut gefallen hat. Da der Gestaltungsstil bei Samson ähnlich wirkte und wir Suchbücher total gern zusammen anschauen, mussten wir zugreifen. Eine gute Entscheidung, denn wir hatten lange nicht mehr so viel Spaß zuammen, wie bei der Suche nach den hier in den Bildern versteckten Gegenständen wie Blumen, Schuhen eines Tausendfüßlers oder Bauteilen eines Erfinders. Viele Bewohner treten an Detektiv Samson heran, der ihre Sachen wiederfinden soll. Und wir sind ganz vorne mit dabei. Zunächst zeigt eine Einführungsszene, wie den Stadtbewohnern auffällt, dass sie etwas vermissen. Eine Übersichtsseite zeigt anschließend, was alles gefunden werden muss. Das ist eine ganze Menge. Jeweils 10 Dinge vermisst jede Person. Manchmal sehen diese alle gleich aus, doch meistens sind sie nur von derselben Art, also zum Beispiel 10 Schuhe in 10 verschiedenen Designs. Klingt gar nicht so einfach, und das ist es auch nicht. Man muss schon etwas Geduld und Konzentration haben oder sich aneignen, um hier alles wiederzufinden.

In wahnsinnig tollen, fantasievollen Szenen geht es dann auf die Suche. Der Stil der Illustrationen von Katerina Gorelik ist einmalig. Vielleicht nicht etwas für jeden, aber uns gefallen die ausgefallenen Szenen die vorwiegend in warmen Farben und in Erdtönen gestaltet sind. Außerdem sind sie ziemlich wimmelig, so dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Und nebenbei hoffentlich auch ein paar der gesuchten Sachen. Die sind in diesen Ton in Ton Illustrationen gar nciht so einfach zu finden. Samson reist mit uns durch den Wald, in unterirdische Höhlen und Gänge, auf den Campingplatz, an den Strand und in die Berge. Neben tollen Landschaften trifft man dort auch lustige Figuren, oft sind sie total witzig für die Kinder, z.B. ein Hund mit Meerjungfrauenschwanz, der eine Wurstkette im Maus hat, aber manchmal auch monstermäßig gruselige Typen wie Drachen und Ungeheuer. Da Buch ist einfach herrlich abwechslungsreich. Wem es anfangs noch nicht genug Aufträge waren, der bekommt am Ende sogar nochmal Nachschub. Auf den letzten Seiten sind alle Gegenstände in kleinen Abbildungen der Seiten in unterschiedlichen Farben eingekringelt, so dass man notfalls in der Lösung nachsehen könnte, wenn man etwas gar nicht findet. Wir sind begeistert von dem Buch, das wirklich Suchspaß für uns alle bietet und besonders geeignet ist, um zusammen Zeit zu verbringen. Außerdem wird das Auge und die Konzentration trainiert und es gibt genug Szenen, zu denen man sich lustige und gruselige Geschichten ausdenken kann. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.08.2023

Lesenswerter historischer Roman

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter
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Frühjahr 1899: Die junge Nora, Tochter aus adligem Hause, lebt auf dem Gut der Familie in Travemünde, wo sie viele Freiheiten genießt. Ihr Vater weilt in Italien, die Mutter ist schwermütig, deshalb kümmert ...

Frühjahr 1899: Die junge Nora, Tochter aus adligem Hause, lebt auf dem Gut der Familie in Travemünde, wo sie viele Freiheiten genießt. Ihr Vater weilt in Italien, die Mutter ist schwermütig, deshalb kümmert sich ihr Bruder um sie. Als dieser geschäftlich nach Lübeck geht, muss quartiert er Nora dort kurzerhand in einem Pensionat für höhere Töchter ein. Diese steht dem skeptisch gegenüber, bis sie die Mitschülerinnen der Abschlussklasse kennenlernt. Fanny, die ein Stipendium hat, Lotte und Agnes wachsen ihr sehr schnell ans Herz und es gefällt Nora dort, auch wenn das Pensionat eher konservative Erziehungmethoden bevorzugt und sie Stallburschen Karl vermisst. Zum Glück werden die Mädchen von Gesche Petersen unterstützt, einer jungen, modernen Lehrerin, die auch das Herz von Noras Bruder im Sturm erobert. Immer wieder stoßen die jungen Frauen jedoch an die Grenzen gesellschaftlicher Konventionen.

Historische Romane lese ich nur selten, habe aber so viel Gutes über das Buch gehört, dass es auf meine Leseliste gewandert ist. Außerdem waren Internatsbücher früher meine Lieblingsbücher. Protagonistin Nora hat mir mit ihrer ungestümen, wissbegierigen Art auch gleich gefallen. Sie hat bei ihrem Bruder freien Zugang zur Bibliothek und hält auch zum Personal nicht die übliche Distanz. Auch die spannende Einführung von Gesche Petersen, die unbedingt eine Stelle als Lehrerin braucht, war fesselnd. Ganz anders als die engagierte Lehrerin ist die Leiterin des Pensionats, die hier oft aus finanziellen Gründen oder wegen des Rufs Entscheidungen trifft und Gesche kritisch gegenübersteht. Die Entwicklungen der Charaktere und die Wendungen haben mich sehr gut unterhalten und als vor allem als Leserin fiebert man hier mit den jungen Frauen mit, die immer wieder an die Grenzen der gesellschaftlichen Konventionen stoßen.

Der Schreibstil ist an die damalige Zeit angepasst, lässt sich aber dennoch leicht und flüssig lesen. Langeweile kam hier nicht auf. Insgesamt ist das Buch eine gute Mischung aus historischen Hintergründen, einer bewegenden Freundschaftsgeschichte unter jungen Frauen, die unterschiedliche Träume für ihre Zukunft haben und gefühlvoller Liebesbeziehungen, die jedoch in dieser Zeit auf Kritik stoßen. Vor allem die Zwänge und die Fremdbestimmtheit, unter denen die weiblichen Charaktere leiden und gegen die sie zunächst leise ankämpfen, sind sehr gut geschildert und rufen bei mir Mitgefühl hervor. Ich bin jetzt neugierig auf den zweiten Band der Reihe und hoffe, dass sich die fünf Frauen im darin noch etwas mehr von all dem lösen und selbst verwirklichen können. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.08.2023

Flotte Geschichte mit witzigen Ideen

Plötzlich wach! 1: Mit der Queen ne Kutsche kapern
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Annemie, die seit neuestem mit ihren Eltern bei Oma Fritz in der Stadt wohnt, nimmt sich täglich nur eine Sache vor: Nicht vor Langeweile zu sterben. Gerade ist die letzte Ferienwoche angebrochen und sie ...

Annemie, die seit neuestem mit ihren Eltern bei Oma Fritz in der Stadt wohnt, nimmt sich täglich nur eine Sache vor: Nicht vor Langeweile zu sterben. Gerade ist die letzte Ferienwoche angebrochen und sie vermisst ihr früheres Zuhause am Meer und ihre beste Freundin. Der einzige Trost sind die Wachsfiguren in Omas Museum, mit denen sie oft spricht. Bis sich die Ereignisse dort plötzlich überschlagen. Denn an diesem Morgen trifft sie nicht nur unverhofft auf den nervigen Leo, sondern es fehlt auch noch die Wachsfigur von Queen Elizabeth II im Ausstellungraum. Notgedrungen macht sie sich mit Leo auf die Suche nach den Dieben und entdeckt dabei ein lang gehütetes Familiengeheimnis.

Das Cover mit dem Guckloch ist schon so witzig gemacht. Statt in einer Vitrine zu stehen, sieht man die Queen winkend in einer Kutsche sitzen. Die Geschichte beginnt dann aber erstmal damit, dass man Annemie und ihre neue Umgebung kennenlernt. Das Setting im Wachsfigurenmuseum fanden wir super interessant und sind gedanklich mit der etwas geknickten Protagonistin durch die verschiedenen Ausstellung gestreift. Das Aufeinandertreffen von Annemie und Leo, sowie die Dialoge zwischen den beiden sind wirklich witzig. Zunächst ist Annemie skeptisch und ziemlich genervt, doch nachdem klar wird, dass die Wachsfigur der Queen verschwunden ist, tut sie sich notgedrungen mit Leo zusammen, um den vermeintlichen Diebstahl aufzuklären. Neugierig macht das mysteriöse Verhalten von Oma Fritzi, die mehr zu wissen scheint, als sie zugibt. Die Suche endet mit einer unglaublichen Erkenntnis und von da an ist es eher eine Flucht.

Besonders gefallen hat uns an dem Buch das hohe Erzähltempo, das so ein bisschen den Charme eines Roadtrips hervorruft. Zudem baut die Autorin viele witzige Ideen in die Handlung ein, wobei der Titel des Buches wörtlich zu nehmen ist. Die Queen ist einfach würdevoll und auch lustig, hier und da sind ein paar englische Ausrufe, Begriffe und royale Sitten eingeflochten, die sie recht authentisch wirken lassen. Wir mochten sie total gern. Spannend ist die Geschichte auch, da natürlich nicht nur Annemie hinter das Geheimnis von Oma Fritz kommen möchte, sondern auch wir als Leser*innen. Nicht zuletzt ist das Buch auch noch eine sehr schöne Freundschaftsgeschichte, bei der wir gespannt sind, wie sie im nächsten Band weitergeht.

Neben der einfallsreichen Story finden wir die Illustrationen toll, ganz besonders in Verbindung mit der noch recht große Schrift und der Einteilung der Kapitel, die genau die richtige Länge haben. So eignet sich das Buch auch perfekt für Kinder, die gerade erst dem Erstlesebuch entwachsen. Wir hatten viel Spaß daran. 5 Sterne

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