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Veröffentlicht am 06.01.2026

Es fehlte etwas an Spannung

Kalt und still
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Polizistin Hanna Ahlander ist bei ihrer Dienststelle in Stockholm zu Unrecht in Ungnade gefallen, ihr Partner verlässt sie urplötzlich. Vollkommen am Boden zieht sie sich in das Ferienhaus ihrer Schwester ...

Polizistin Hanna Ahlander ist bei ihrer Dienststelle in Stockholm zu Unrecht in Ungnade gefallen, ihr Partner verlässt sie urplötzlich. Vollkommen am Boden zieht sie sich in das Ferienhaus ihrer Schwester im eiskalten Norden zurück, um sich über ihre Zukunft klar zu werden. Doch stattdessen wird sie in den Fall einer verschwundenen 18-Jährigen hineingezogen, die nach einer Party von der Mutter als vermisst gemeldet wird. Es gibt kaum Spuren und die Zeit drängt, denn bei den herrschenden Minusgraden bleibt draußen niemand lange am Leben. Zusammen mit dem Kriminalkommissar vor Ort, Daniel Lindskoog ermittelt Hanna unter Hochdruck.

Eine Ermittlerin mit Profil, ein verschwundener Teenager und ein eisiger Ort hoch im Norden, das hörte sich für mich nach einem spannenden ersten Band einer neuen Reihe von Viveca Sten an. Die Geschichte startet mit dem Abend vor dem Verschwinden von Amanda und es werden einige Andeutungen eingestreut, dass sie etwas weiß, was sie sehr verstört hat. Doch am nächsten Morgen ist sie einfach weg, ohne eine Spur zu hinterlassen. Dann wechselt die Handlung zu Hanna und ihren Problemen zu Hause. Die beste Lösung ist eine Auszeit im Ferienhaus der Schwester. Hier bekommt Hanna mit, dass ein Mädchen vermisst wird und schließt sich den Suchtrupps an. Als Neue im Ort erfährt sie einiges, was für die Ermittlungen bedeutsam sein könnte und so gerät sie immer mehr in die Ermittlungen, bis sie schließlich das Angebot erhält offiziell mitzuarbeiten. Hanna ist für mich eine Frau mit Profil, da sie vor allem für weibliche Opfer kämpft, auch wenn es für sie selbst nachteilig ist. Im Ferienort Åre verhält sie sich jedoch recht seltsam und eigentlich ist viel zu offensichtlich, wie sie die Leute aushorcht. Sie ist zurüchaltend und hinterlässt bei mir eigentlich keinen bleibenden Eindruck. Die Entwicklungen in der Truppe und auch die Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern sind dafür recht interessant. Da gibt es jede Menge Motive und Verdächtige. So richtig will aber niemand passen bzw. kommen mir die Motive etwas konstruiert vor. Am meisten aber fehlte mir die Spannung. Es gibt keine dringenden Einsätze oder einen Showdown. Der Ausgang der ganzen Ermittlung ist irgendwie unbefriedigend. Insgesamt war es ein durchschnittlicher Krimi. Daher 3 Sterne. Vielleicht wird der nächste Teil etwas besser, da das Team dann schon bekannt ist.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Monströses Fantasyabenteuer

A Monster's Heart
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Seit langer Zeit führen die Königreiche Krieg gegeneinander, die Bevölkerung leidet. Auch Xena, die als Kind von ihren Eltern in ein Waisenhaus gegeben wurde und nur überleben kann, weil sie das Diebeshandwerk ...

Seit langer Zeit führen die Königreiche Krieg gegeneinander, die Bevölkerung leidet. Auch Xena, die als Kind von ihren Eltern in ein Waisenhaus gegeben wurde und nur überleben kann, weil sie das Diebeshandwerk wie keine andere beherrscht. Bei einem ihrer Streifzüge findet sie bei einem Leichnam ein Ticket für die große Überfahrt zur Insel Azythros und heuert an, um bei dieser Jagd auf ein Monster Reichtümer anzuhäufen. Doch wie sich herausstellt, muss sie die Rolle der Monsterjägerin Cassia Raven einnehmen und mindestens eine Person an Bord weiß, dass sie ein falsches Spiel spielt. Nicht nur der Prinz hat es auf sie abgesehen, auch Halbmonster Ajax hat noch eine Rechnung mit Cassia offen.

Die Geschichte hörte sich für mich interessant an und ich habe sie als eBook gelesen. Meine Erwartungen wurden sowas von übertroffen. Schon den Anfang der Handlung fand ich sehr fesselnd. Hier lernt man Xena in ihrer gewohnten, unwirtlichen Umgebung kennen, erfährt, was sie als Diebin drauf hat und welche Bindungen sie im Waisenhaus hat. Der Fund eines goldenen Tickets weckt in ihr die Idee, die Tote, bei der die Karte lag, einfach zu ersetzen. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, denen Xena, nun Cassia Raven auf dem Schiff ohne Fluchtmöglichkeit ausgesetzt ist. Dass es für sie kein Entkommen gibt und sie ihre Rolle auf keinen Fall aufgeben darf, macht die Story äußerst spannend. Auch die anderen Mitglieder der Truppe auf dem Schiff sind vollkommen undurchsichtig und schwer einschätzbar. Jeder könnte der Mörder der echten Cassia sein und Xenas Geheimnis aufdecken. Sie muss sehr vorsichtig agieren, obwohl sie mehrfach bedrängt oder um eine Allianz gebeten wird.

Ein weiteres Highlight der Geschichte sind die monströsen, absolut tödlichen Kreaturen. Für eine Monsterjägerin kein Problem, doch Xena ist nunmal nicht Cassia. Zudem lauert Ajax, Halbmonster und Gefangener im Hintergrund. Mir gefällt die Entwicklung zwischen Xena und den anderen Beteiligten. Manche sind von Annährung geprägt, andere von Hass oder Vorsicht. Es ist nie klar, welche Entscheidung nun ratsam wäre. Das sorgt für eine angespannte Stimmung beim Lesen. Die Fähigkeiten, die die verschiedenen Monster haben und die Insel, die man schließlich erreicht, werden super beschrieben und es gibt zahlreiche Kämpfe und Angriffe mit Action und Blutvergießen. Mit der Zeit schlich sich bei mir so eine gewisse Ahnung ein und tatsächlich gibt es einiges aufzudecken. Das Buch hätte sofort die vollen 5 Sterne bekommen, wenn am Ende nicht irgendwie fast alles wieder auf Anfang wäre und ich mich gefragt habe, was die Reise nun Positives bringt. Da sind noch einige Fragen offen. Wie gut, dass Band 2 "A Hunter's Legacy" kürzlich erschienen ist. Den muss ich lesen! 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Cozy Weihnachtsroman mit Rätseln

Die geheime Weihnachtsbibliothek
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Mirren liebt Bücher über alles. Es gelang ihr sogar schon, ein seltenes Exemplar zu entdecken, das nun sogar ausgestellt wird. Genau an diesem Ort trifft Mirren auf den schottischen Gutsherren Jamie, der ...

Mirren liebt Bücher über alles. Es gelang ihr sogar schon, ein seltenes Exemplar zu entdecken, das nun sogar ausgestellt wird. Genau an diesem Ort trifft Mirren auf den schottischen Gutsherren Jamie, der sie engagieren möchte, um das Geheimnis um ein Buch aus dem Nachlass seines Onkels zu lüften. Mirren nimmt an und trifft in Schottlands Schneechaos nicht nur auf ein großes Rätsel, sondern auch auf ihren Ex-Freund, der ebensfalls bei der Suche nach dem Buch helfen soll. Beide Männer lassen sie nicht kalt, im Gegensatz zum bald von der Außenwelt abgeschnittenen Herrenhaus.

Ich glaube, es war mein erster Roman von Jenny Colgan, der mich vor allem mit seinem Titel gelockt hat. Geheim, Weihnachten und Bibliothek... diesen Schlagworten konnte ich nicht widerstehen. Die Protagonistin Mirren gefiel mir ganz gut, sie wirkt etwas verloren, wurde von ihrem Ex geghosted und liebt Bücher. Ihr Job hingegen wirkt wie ein notwendiges Übel. Viel lieber würde Mirren wieder alte Bücher aufstöbern, denn dieses Abenteuer hatte ihr gut gefallen und etwas Leben ihr Dasein gebracht. Jamie kann man beim ersten Treffen schlecht einordnen. Das machte mich neugierig und ich dachte sofort an mögliche Gefühle. Doch dann taucht noch Mirrens Ex auf, den sie nicht vergessen konnte. Mir war er nicht immer sympathisch, passte aber gut in dieses Beziehungsgeflecht. Der Gutsherr entpuppt sich als eher verarmter Adel, das Anwesen ist recht heruntergekommen. Ein Buchfund käme gerade recht. Nur weiß niemand, ob es das Gesuchte überhaupt gibt. Die Suche danach bildet das Hauptgerüst der Geschichte, flankiert von Familienbindungen und großen Gefühlen. Die Mischung gefiel mir ganz gut. Gerade die Rätsel hatten es in sich.

Hinzu kam das traumhafte und sehr schneereiche Setting in den schottischen Highlands, das zu einigen Problemen im Haus und bei der Suche nach dem Erbe führt. Das bringt Spannung und Dramatik in die Sache. Der Druck, unter dem Jamie und auch seine Schwester stehen, ist spürbar. Alles wird sehr nachvollziehbar und bildhaft beschrieben und man kann sich einfach in diesen Wohlfühlroman fallen lassen und genießen. Am Ende wird hier vielmehr aufgedeckt, als ich erwartet hatte. Es war dann fast ein bisschen bedauerlich, dass man von den Protagonist*innen wieder Abschied nehmen musste. Da das Weihnachtsthema sehr wenig aufdringlich ist, kann man Die geheime Weihnachtsbibliothek auch sehr gut das ganze Jahr über lesen. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Lesenswert durch neuartige Magiewirkung

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Nhika hat einzigartige Fähigkeiten, doch diese machen ihr Leben nicht nur gefährlich, sondern auch einsam. Als letzte Bloodcarver kann sie zwar durch eine Berührung eine Verbindung zu jedem menschlichen ...

Nhika hat einzigartige Fähigkeiten, doch diese machen ihr Leben nicht nur gefährlich, sondern auch einsam. Als letzte Bloodcarver kann sie zwar durch eine Berührung eine Verbindung zu jedem menschlichen Körper aufnehmen und heilen, doch in Theumas darf sie ihre Magie nicht offen zeigen. Trotzdem wird sie eines Tages erwischt und an den meistbietenden versteigert. Bei der unsagbar reichen Familie Congmi soll sie den Zeugen des Mordes am Familienoberhaupt behandeln. Immer tiefer wird sie in diesen Fall hineingezogen. Vor allem der Assistent eines angesehenen Professors kommt ihr gefährlich nah und gibt ihr Rätsel auf. Der Mörder scheint ganz nah zu sein.

Diesmal bin ich ehrlich gesagt durch das wunderschöne Äußere auf das Buch aufmerksam geworden und dann hat mich die Leseprobe sofort gepackt. Nhikas Leben und ihre Fähigkeiten werden so eindrücklich beschrieben und es wird auch sofort spannend. Vor allem die Magie, die Nhika wirken kann, ist neuartig und hat mich in ihren Bann geschlagen. Jedesmal wenn sie "in einen Körper reist" war ich fasziniert und gespannt, was sie vorfindet, wie sie an die Sache herangeht und was sie ausrichten kann. Dazu muss sie ihr Können vor dem Großteil der Welt geheim halten, da sie sonst Gefahr läuft, wie alle anderen Bloodcarver getötet zu werden. Dass sie von einer reichen Adelsfamilie gekauft wird, eröffnet ihr ganz neue Möglichkeiten und es ist eine interessante Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchläuft.

Spannend ist das Buch natürlich nicht nur wegen der drohenden Gefahr. Auch der Kriminalfall sorgt für einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Warum wurde der reiche Adlige mit den modernen Vorstellungen und innovativen Ideen getötet und wer steckt dahinter? Wird es Nhika gelingen, den Zeugen zu heilen? Hinzu kommen ein paar schwer einschätzbare Nebencharaktere. Also eigentlich ist alles ganz toll, wenn nur manchmal diese zähen, sich auch wiederholenden Gedankengänge von Nhika nicht wären, die sich meist um ihre Herkunft, Fähigkeit oder den Assistenten des Professors im Kreis drehen. Diese bremsten manchmal die Spannung aus und ließen Längen entstehen. Das leicht asiatisch wirkende Umfeld kam für mich nur an manchen Stellen, z.B. bei den Namen und Gepflogenheiten, durch. Viel interessanter war die Mischung aus veraltet wirkenden Elementen und neuesten technischen Errungenschaften, die durchaus ein paar Steampunk-Vibes einfließen ließ. Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall schon allein wegen der neuartigen Magiewirkung lesenswert und auch das Ende war eine echte Überraschung. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Herzerwärmende Geschichte im weihnachtlichen Bergen

Schneezauber in Norwegen
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Nina kündigt kurz vor Weihnachten unüberlegt ihren Job. Auch sonst ist ihr Leben eher auf Sparflamme. Ihre Eltern kamen um, als sie noch ein Kind war. Von den Großeltern, die sie zu sich nahmen, ist nur ...

Nina kündigt kurz vor Weihnachten unüberlegt ihren Job. Auch sonst ist ihr Leben eher auf Sparflamme. Ihre Eltern kamen um, als sie noch ein Kind war. Von den Großeltern, die sie zu sich nahmen, ist nur noch ihr Opa übrig. Als dieser im Fernsehen einen Bericht über eine Lebkuchenstadt in Bergen sieht, erkennt er darin seine Jugendliebe Ingrid aus Norwegen, die er gezwungenermaßen ohne Abschied verlassen hatte. Sein schlechtes Gewissen und die Neugier plagen ihn und weil sie gerade nichts Besseres zu tun hat, fliegt Nina mit ihm und ihrem Mitbewohner Alex nach Norwegen, wo sie bald selbst Lebkuchenhäuser gestalten und die weihnachtliche Kulisse genießen. Der attraktive Pensionbesitzer sorgt bei Nina für Herzklopfen.

Das cozy Cover passt perfekt zu diesem winterlich-weihnachtlichen Wohlfühlroman, der zwei Liebesgeschichten miteinander verbindet. Zum einen geht es um Nina, die vom Leben gezeichnet selten Bindungen eingeht, weil sie Angst vor einem erneuten Verlust hat, seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben. Ihre Oma hat sie an den Krebs verloren. Geblieben sind ihr Opa und ihr schwuler Mitbewohner Alex. Obwohl ihr Pensionsbetreiber Magnus sofort gefällt, ist sie unsicher, ob eine Liebe in von Frankfurt weit entfernten Bergen eine gute Idee ist. Auf der anderen Seite ist da Uwe, Ninas Opa, der unbedingt nach Norwegen fliegen wollte, um sich bei seiner Jugendliebe Ingrid für sein Verschwinden zu entschuldigen. Über die Hilfe am Bau der Lebkuchenstadt trifft er sie wieder und traut sich aber nicht, ihr seine wahre Identität zu offenbaren. Dabei gefällt Ingrid ihm noch immer.

Die Autorin zeichnet hier liebenswerte und lebensechte Figuren, die man schnell ins Herz schließt und deren Zweifel man deutlich spürt. Man versteht sehr gut, warum sie handeln und manchmal auch weniger gute Enscheidungen treffen. Während man mit Nina, Alex, Uwe und Magnus unterwegs ist, erhält man ein wunderbares Bild des weihnachtlich verschneiten Bergens. Ob in der Lebkuchenstadt, auf einem Wichtelweg für Kinder oder dem Weihnachtsmarkt. Alles stimmt im Buch festlich auf die stade Zeit ein. Die Beschreibung der Orte und dekorativen Kleinigkeiten war mir gelegentlich zu viel gegenüber der Handlung, die eher langsam voranschreitet. Dennoch passte das im hektischen Weihnachtsalltag doch recht gut. Gegen Ende hin passieren noch einige unvorhersehbare Dinge, die für Aufregung sorgen. Gerade die herzerwärmende Geschichte um die alte Liebe von Opa Uwe, hat mich berührt. Besonders eine Szene auf dem Friedhof hat mich ein paar Tränchen verdrücken lassen. Ein toller gefühlvoller Roman, nicht nur zur Weihnachtszeit. 4,5 Sterne

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