Cozy Weihnachtsroman mit Rätseln
Die geheime WeihnachtsbibliothekMirren liebt Bücher über alles. Es gelang ihr sogar schon, ein seltenes Exemplar zu entdecken, das nun sogar ausgestellt wird. Genau an diesem Ort trifft Mirren auf den schottischen Gutsherren Jamie, der ...
Mirren liebt Bücher über alles. Es gelang ihr sogar schon, ein seltenes Exemplar zu entdecken, das nun sogar ausgestellt wird. Genau an diesem Ort trifft Mirren auf den schottischen Gutsherren Jamie, der sie engagieren möchte, um das Geheimnis um ein Buch aus dem Nachlass seines Onkels zu lüften. Mirren nimmt an und trifft in Schottlands Schneechaos nicht nur auf ein großes Rätsel, sondern auch auf ihren Ex-Freund, der ebensfalls bei der Suche nach dem Buch helfen soll. Beide Männer lassen sie nicht kalt, im Gegensatz zum bald von der Außenwelt abgeschnittenen Herrenhaus.
Ich glaube, es war mein erster Roman von Jenny Colgan, der mich vor allem mit seinem Titel gelockt hat. Geheim, Weihnachten und Bibliothek... diesen Schlagworten konnte ich nicht widerstehen. Die Protagonistin Mirren gefiel mir ganz gut, sie wirkt etwas verloren, wurde von ihrem Ex geghosted und liebt Bücher. Ihr Job hingegen wirkt wie ein notwendiges Übel. Viel lieber würde Mirren wieder alte Bücher aufstöbern, denn dieses Abenteuer hatte ihr gut gefallen und etwas Leben ihr Dasein gebracht. Jamie kann man beim ersten Treffen schlecht einordnen. Das machte mich neugierig und ich dachte sofort an mögliche Gefühle. Doch dann taucht noch Mirrens Ex auf, den sie nicht vergessen konnte. Mir war er nicht immer sympathisch, passte aber gut in dieses Beziehungsgeflecht. Der Gutsherr entpuppt sich als eher verarmter Adel, das Anwesen ist recht heruntergekommen. Ein Buchfund käme gerade recht. Nur weiß niemand, ob es das Gesuchte überhaupt gibt. Die Suche danach bildet das Hauptgerüst der Geschichte, flankiert von Familienbindungen und großen Gefühlen. Die Mischung gefiel mir ganz gut. Gerade die Rätsel hatten es in sich.
Hinzu kam das traumhafte und sehr schneereiche Setting in den schottischen Highlands, das zu einigen Problemen im Haus und bei der Suche nach dem Erbe führt. Das bringt Spannung und Dramatik in die Sache. Der Druck, unter dem Jamie und auch seine Schwester stehen, ist spürbar. Alles wird sehr nachvollziehbar und bildhaft beschrieben und man kann sich einfach in diesen Wohlfühlroman fallen lassen und genießen. Am Ende wird hier vielmehr aufgedeckt, als ich erwartet hatte. Es war dann fast ein bisschen bedauerlich, dass man von den Protagonist*innen wieder Abschied nehmen musste. Da das Weihnachtsthema sehr wenig aufdringlich ist, kann man Die geheime Weihnachtsbibliothek auch sehr gut das ganze Jahr über lesen. 5 Sterne