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Veröffentlicht am 08.12.2025

Coole Locked Room Idee mit einigen Schwächen

The Blackgate Invitation
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Die beiden Schwestern Ruby und Wren haben Geldsorgen. Da kommt das seltsame Angebot der mysteriösen Mrs Blackgate ncht ungelegen. Ohne groß zu überlegen, sagen sie zu, ein Wochenende lang die Enkeltöchter ...

Die beiden Schwestern Ruby und Wren haben Geldsorgen. Da kommt das seltsame Angebot der mysteriösen Mrs Blackgate ncht ungelegen. Ohne groß zu überlegen, sagen sie zu, ein Wochenende lang die Enkeltöchter der alten Dame bei einem Familientreffen aus Hegemony Manor zu spielen. Ausgestattet mit allen wichtigen Informationen tauchen die drei dort auf. Doch dann stirbt die Gastgeberin, eine echte Hexe, und ihr Geist präsentiert ihnen ein seltsames Rätselspiel um ihr Erbe. Niemand kann das Grundstück verlassen. Von nun an schweben die Schwestern in großer Gefahr, denn es ist ihnen klar, was die anderen Hexen mit ihnen machen, wenn sie den Betrug entdecken. Dabei ist gerade der Elementarmagier einer von ihnen sehr zugetan.

Die Inhaltsbeschreibung des Buch klingt einfach zu gut, um es nicht zu lesen. Dass es so hexisch und magisch zugehen würde, war mir jedoch nach diesem nicht klar gewesen. Ruby und Wren fand ich als Protagonistinnen manchmal etwas anstrengend. Sie sind sehr unterschiedlich, eine eher spontan, die andere hingegen sehr überlegt und zurückhaltend. Das sorgt manchmal für Frust unter den Schwestern. Schon die Zusage an die ihnen völlig unbekannte Mrs Blackgate, die Enkeltöchter zu spielen, empfand ich als etwas blauäugig. Dafür reagieren sie relativ kurz und fast zu ruhig auf ihre schier ausweglose Locked Room Situation und die Erkenntnis, dass die anderen alle Hexen und Hexer sind. Dass eine der Personen trotzdem vom Grundstück verschwindet sorgte bei mir aber für Neugier. Leider hatte ich viel zu früh den richtigen Riecher, denn für mich war nur eine Lösung möglich.

Trotzdem ist das Buch lesenswert, vor allem wegen der sich langsam entwickelnden Gefühle zwischen zwei Charakteren und der Rätsel, die es zu lösen gilt. Es geht um nichts weniger als die Zukunft der Hexen und um das Leben der vollkommen unmagischen Schwestern, die dummerweise in die Sache hineingeschlittert sind. Die häufigen Diskussionen und Streitgespräche unter den Familienmitgliedern waren insofern ganz gut, als dass sie die Handlung und das Rätsellösen vorangebracht haben. Nur der allzu machtgierige Onkel, der immer wieder das Erbe einfordert, war mit etwas too much. Das abwechslungsreiche Setting, die unvorhersebaren Wendungen und auch die verschiedenen Magiearten hingegen fand ich faszinierend und richtig gut geschildert. Daher gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Gelungener Auftakt einer neuen Kinder-Detektiv-Reihe

CLUE 1. Schiffbruch vor der Felseninsel
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Cecilia, deren Vater das Hotel "Perle" an der norwegischen Küste führt, findet am Strand die Leiche eines Mannes. Leo kommt ihr zu Hilfe. Er ist der Sohn der neuen Geschäftsführerin. Bald schon wittern ...

Cecilia, deren Vater das Hotel "Perle" an der norwegischen Küste führt, findet am Strand die Leiche eines Mannes. Leo kommt ihr zu Hilfe. Er ist der Sohn der neuen Geschäftsführerin. Bald schon wittern die beide mehr hinter dem Schiffbruch, bei dem der Unbekannte zu Tode kam und beginnen im Umfeld des Hotels zu ermitteln. Was wollte der Mann mit dem Salamander-Tattoo hier in der Gegend? Mit von der Partie sind auch Cecilias Freundin Une und ihr Hund Egon. Als in deren Schuppen eingebrochen wird, ist klar, dass auf dem Schiff mehr gewesen sein muss, als ihnen bisher bekannt ist.

Mit der Reihe CLUE startet der norwegische Bestsellerautor Jørn Lier Horst als Kinderbuchschriftsteller durch. Die Geschichte um die jungen Ermittlerinnen Cecilia, Leo und Una startet direkt ziemlich ungewöhnlich mit einer echten Leiche. Dessen sollte man sich als Eltern der Zielgruppe unbedingt bewusst sein und auch wissen, ob die eigenen Kinder dies verarbeiten können. Für uns stellte das insofern kein Problem dar, als sehr schnell klar wird, dass es sich bei dem Mann um ein Unfallopfer handelt. Davon abgesehen gibt es in der Handlung eine kontinuierliche Festigung der Freundschaft und Zusammenarbeit der Kinder. Vor allem Cecilia ist sich anfangs nicht sicher, ob sie Leo mag, doch das gibt sich bald. Während Cecilia so etwas wie der Planer der Gruppe ist, sieht man Leo selten ohne seine Kamera. Una bringt ihren Hund Egon mit in die Ermittlertruppe. Es hat ein bisschen was von den 5 bzw. 4 Freunden. Die Ermittlungen finde ich sehr gelungen und auch an Verdächtigen mangelt es nicht. Zudem finde ich es toll, dass auch Cecilias Hintergrund und damit der Tod ihrer Mutter eine Rolle spielt. Auch von den anderen beiden Kindern erfahren wir nach und nach Privates. Es gibt auch so etwas wie moralische Bedenken, die aber immer offen zwischen den Kindern diskutiert werden. Verbotenes wird nicht einfach gemacht, es wird vorher über Nutzen und Folgen diskutiert, so dass den jungen Leserinnen immer klar ist, wo eine Grenze überschritten wird.

Der Schreibstil ist kurzweilig und auch die Gestaltung im Innenteil ist mit den wiederkehrenden Bildern am Kapitelanfang gelungen. Die Kapitellänge ist angenehm, auch für Kinder, die nicht so viel lesen. Richtig toll finden wir das Cover mit dem sich gut einprägenden Blutfleck und den düsteren Farben, das dramatisch wirkt. Ganz so dramatisch fand ich die Geschichte allerdings nicht. Es gibt natürlich ein paar gefährliche Szenen, aber für uns hätte die Geschichte gern noch etwas mehr Spannung beinhalten können. Nach vielen offenen Möglichkeiten löst sich der Fall doch etwas zu leicht auf. Neugierig sind wir jedoch, ob die persönlichen Aspekte, die hier in die Geschichte hineinspielen, in den nächsten Bänden eine Fortsetzung oder eigene Ermittlung erhalten. 4 Sterne für diesen gelungenen Auftakt, der vor allem junge Detektiv-Fans glücklich machen dürfte.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Romantischer Wohlfühlroman

Kiss me in Winter. Eine sugar coated Romance
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Um endlich einmal etwas allein hinzukriegen und enttäuscht vom Wegzug ihrer Zwillingsschwester, kauft Kira North ohne groß zu überlegen einen Hof mit zugehöriger Weihnachtsbaumplantage. Diese will sie ...

Um endlich einmal etwas allein hinzukriegen und enttäuscht vom Wegzug ihrer Zwillingsschwester, kauft Kira North ohne groß zu überlegen einen Hof mit zugehöriger Weihnachtsbaumplantage. Diese will sie jedoch nicht wiedereröffnen. Das sehen die Bewohner der Kleinstadt Dream Harbor aber anders. Zudem sind sie neugierig, rankt sich doch um die Farm der Mythos um eine Leiche und einen Schatz. Sie schicken Bennett, der gerade bei seiner Schwester Urlaub macht, um mit der Neuen zu verhandeln und die Lage zu sondieren. Kira hat jedoch genug damit zu tun, die Gebäude instand zu setzen. Da kommt Bennett mit seinem Helfersyndrom doch genau richtig.

Das Buch sieht vor allem mit dem Farbschnitt so schön aus und sorgt gleich mal für weihnachtliche Gefühle. Ich habe mich auf die Rückkehr nach Dream Harbor gefreut. Es ist eine verträumte Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und gern auch alles kommentiert, aber immer sehr freundlich und zum Wohle der Allgemeinheit. Wer die Vorgängerbände nicht kennt, der wird ein bisschen gespoilert, aber insgesamt ist das Buch gut unabhängig lesbar. Es fehlen dann nur etwas die Beziehungen unter den Nebencharakteren. Wer die anderen beiden Bände noch auf dem SuB hat, dem empfehle ich, diese zuerst zu lesen.

Kiss me in Winter lebt vom Grumpy x Sunshine Trope, wobei hier erfrischenderweise die weibliche Protagonistin mal der Charakter ist, der arrogant, abweisend und eben mürrisch rüberkommt. Das liegt vor allem an Kiras Biographie, aber auch an ihrem Ankommen in der Realität der Farm, die so gar nicht ihrer cozy Vorstellung entspricht. Bennet ist der Sunshine, immer nett, immer hilfsbereit, was nicht immer sofort akzeptiert wird. Aber auch hinter ihm steht eine Geschichte, die im Laufe des Buches näher erklärt wird. Auch wenn Kira manchmal etwas kantig wirkt, fand ich die Entwicklung der Gefühle wirklich schön. Das Buch enthält dann für meine Begriffe auch jede Menge Spice, auf den eingie Leserinnen nicht verzichten können. Etwas subtiler gefällt mir immer besser, aber es war zwischen den beiden schon ziemlich heiß. Durch die Probleme und Päckchen, die die Protagonistinnen tragen, gibt es aber auch sowas wie Tiefgang und es wird nicht zu oberflächlich.

Schön finde ich, dass auch die Charaktere aus den anderen Bänden wieder vorkamen und man etwas über den weiteren Verlauf ihrer Beziehungen erfahren hat. Alles in allem konnte die Geschichte in mir schon weihnachtliche Gefühle wecken, auf jeden Fall trägt das Setting dazu bei. Ein schöner, romantischer Wohlfühlroman, den man auch in jeder anderen Jahreszeit weglesen kann. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Spannend, viel Wissenschaft, wenig Symbolik

The Secret of Secrets
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Zusammen mit seiner Freundin Katherine Solomon weilt Symbolforscher Robert Langdon im altehrwürdigen Prag, wo sie einen Vortrag über das Bewusstsein halten soll. Dieses wird auch das Thema in Katherines ...

Zusammen mit seiner Freundin Katherine Solomon weilt Symbolforscher Robert Langdon im altehrwürdigen Prag, wo sie einen Vortrag über das Bewusstsein halten soll. Dieses wird auch das Thema in Katherines Buch sein, in dem sie ihre bahnbrechenden Entdeckungen vorstellen will. Doch nach seltsamen Vorkommnissen und einem Feueralarm, der Robert in Erklärungsnot bringt, gerät er auch noch ins Visier der hiesigen Polizei, als die Leiche einer anderen Wissenschaftlerin gefunden wird. Gleichzeitig verschwindet Katherines Manuskript vom Verlagsserver und in Prag tritt ein Wesen auf den Plan, dass als Mythos gilt.

Seit Sakrileg und Illuminati verfolge ich die Reihe um Symbolforscher Robert Langdon, den sympathischen Professor, der immer wieder in zwielichtige Konflikte hineingerät, bei dem ihm seine Kenntnisse immer wieder sehr zu Hilfe kamen. Besonders, weil die Handlung diesmal in Prag spielt, habe ich mich auf das Buch gefreut. Das Setting mit all seinen historischen Orten und Gebäuden wird auch wirklich gut in Szene gesetzt. Man erfährt so einige Facts, die nicht so bekannt sind. Daran, dass Robert Langdon jetzt mit Freundin unterwegs ist, musste ich mich erst gewöhnen, so richtig passt es nicht zu ihm, wirkte er auf mich dadurch auch nicht mehr ganz so souverän. Trotzdem bieten die Fragen nach dem brisanten Inhalt des Buches, dem Einfluss einer gewissen Organisation und dem Wesen, das sich als Golem von Prag entpuppt, jede Menge spannende Aspekte und die Suche nach der Wahrheit ist wieder eine aufregende Jagd durch Teile der Stadt.

Leider wird diese sehr oft durch wissenschaftliche Erklärungen zur Bewusstseinsforschung und anderen Teilgebieten der Hirnforschung etc. unterbrochen, die sehr viel Raum einnehmen. Sie sind so verständlich wie möglich für die breite Masse erklärt, dennoch hatte ich manchmal Schwierigkeiten, mir das große Ganze vorzustellen. Dan Brown muss hier wirklich sehr akribisch recherchiert haben. Dass die Bombe der wissenschaftlichen Erkenntnis aus Solomons Buch immer weiter hinausgezögert wird, ist schon irgendwie logisch, trotzdem hätte ich mir manchmal mehr Bewegung und weniger Wissenschaftliches gewünscht. Sehr gekonnt ist dagegen wieder das Verwirrspiel um die Motive und Personen. Man hofft immer nur, dass das doch nicht alles so nah an der Wirklichkeit ist, wie der Autor es eingangs schildert. Insgesamt hätte das Buch stellenweise etwas kurzweiliger sein können. Mir kam Roberts Spezialgebiet zu kurz und gerade das mochte ich bei Illuminati und Sakrileg gern. Vielleicht lag es auch daran, dass es hier um Aktuelles und nicht so sehr um Historisches geht. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Für Fans von magischen Hexengeschichten

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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Cassandra Morgan wurde als Kind von ihrer Mutter in ein Internat gebracht und ward seitdem nicht mehr gesehen. Darunter leidet Cassie sehr und wird viel gehänselt. Doch dann wird Rose Morgan für tot erklärt ...

Cassandra Morgan wurde als Kind von ihrer Mutter in ein Internat gebracht und ward seitdem nicht mehr gesehen. Darunter leidet Cassie sehr und wird viel gehänselt. Doch dann wird Rose Morgan für tot erklärt und ihre Tochter soll in ein Waisenhaus umsiedeln. Ihr bleibt nur die Flucht, die sie schließlich zu ihrer Tante in Hagley führt, von der sie nichts wusste. Die verschlossene Haghexe möchte Cassie nicht bei der Suche nach der Mutter helfen, doch Cassie muss wissen, was mit ihr passiert ist. Hat der Goblinkönig sie in Faerie gefangen genommen?

Die Ausstattung dieses Kinderbuches aus dem Hause Ravensburger ist wirklich absolut gelungen und ein echter Hingucker. Sogar die Innenseiten wurden aufwändig gestaltet und jede Seite mit Blumen und Blättern gerahmt. Auch die Kapitelanfänge sind besonders dekoriert. Das macht schon etwas her und sorgt beim Zielpublikum für leuchtende Augen und Motivation, denn die Kapitel bleiben so schön luftig.

Zu Beginn lebt Cassie in einem Internat, wo nicht über die magische Welt gesprochen werden darf. Sobald Cassie die Schule verlässt, entdeckt sie gemeinsam mit den Leser*innen, dass es durchaus Zauber gibt, dazu sowohl freundliche als auch gefährliche Kreaturen, die sich auf sie stürzen. Vieles erinnert bei Cassies Hintergrund, Ankunft und Hexenausbildung an die Harry Potter Reihe, die jedoch viel hintergründiger ist. Die Geschichte hier ist leichter erzählt, bietet aber auch so düstere Momente und interessante Zauber. Eine Hexenausbildung ist hier jedem möglich. Diese übernimmt Cassies Tante in kleinen Zirkeln. Das Hexenvokabular macht die Handlung authentischer. Hier wird mit Besen, Runen und Kräutern hantiert und das gefiel mir ganz gut. Dass es hier einige Stereotype gibt, z. B. das Mädchen, das immer die Beste sein will und deshalb versucht, die anderen klein zu machen oder die mobbende Klassenkameradin ist noch zu verschmerzen. Vieles in der Handlung wird durch den Charakter der wortkargen Tante Cassies bedingt, denn da sie keine Infos über die Mutter rauslässt, muss ihre Nichte auf eigenen Faust auf die Suche gehen.

Besonders spannend sind die Abschnitte, die den Hag als Setting haben. Einen düsteren Wald, der die normale Welt von der magischen, also von Faerie trennt. Hier gibt es nicht nur seltene Pflanzen, sondern auch sonderbare mitunter gefährliche Wesen, von denen Cassie noch keine Ahnung hat. Eine große Rolle spielen auch Cassies Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. Die Geschichte spitzt sich zu, da in der Gegend immer mehr Kinder verschwinden, vermutlich verschleppt von Goblins. Da gibt es genug für die Junghexen zu erforschen und so folgt man gespannt der Handlung. Je weiter diese fortschritt, umso besser gefiel sie mir. Das Ende bildet einen schönen Abschluss, doch einige Fragen bleiben offen und eine Leseprobe am Ende des Buches verrät schon, dass es eine Fortsetzung geben wird. Die werde ich auf jeden Fall lesen müssen. 4 Sterne

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