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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2018

Ein Wahnsinnswerk

The Crown's Game
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Die talentierte Vika kann den Schnee beschwören und Asche in Gold verwandeln. Der Einzelgänger Nikolai kann durch Wände sehen und Brücken aus dünner Luft zaubern. Sie sind Magier – die beiden ...

Die talentierte Vika kann den Schnee beschwören und Asche in Gold verwandeln. Der Einzelgänger Nikolai kann durch Wände sehen und Brücken aus dünner Luft zaubern. Sie sind Magier – die beiden einzigen in Russland. Und erbitterte Gegner, denn nur einer von ihnen kann der neue Magier des Zaren werden. Der Verlierer muss sterben. Und so treten Vika und Nikolai im 'Spiel der Krone' gegeneinander an, in dessen Verlauf sie sich gefährlich nahe kommen. Kann ihre Liebe den Verlauf des Spiels verändern und den Tod verhindern?

Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Setzung in St Petersburg im neunzehnten Jahrhundert war ein Traum. Man muss aber vielleicht wissen, ich liebe alles was mit Zar Nikolai zu tun hat und ich liebe die russische Geschichte.
Den Schreibstil fand ich sehr gut zu lesen, die Geschichte hätte die nötige Spannung und war für mich einfach magisch.

Ich fand das Buch einfach grandios und kann es nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 17.09.2018

Einfach nur toll

Hazel Wood
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Seit Alice denken kann wird sie vom Unglück verfolgt. Als dann noch ihre Großmutter stirb und ihre Mutter spurlos verschwindet ist Alice auf sich alleine gestellt. Zurück bleibt nur eine Nachricht ...

Seit Alice denken kann wird sie vom Unglück verfolgt. Als dann noch ihre Großmutter stirb und ihre Mutter spurlos verschwindet ist Alice auf sich alleine gestellt. Zurück bleibt nur eine Nachricht mit den Worten "Halt dich fern von Hazel Wood".
Alice will ihre Mutter retten und macht sich daher mit dem geheimnisvollen Ellery Doch auf den Weg nach Hazel Wood, dem tief in den Wäldern verborgenen Anwesen ihrer Großmutter.
Hier haben alle Märchen ihren Anfang ...

Alleine schon das Cover ist sehr mysteriös und wunderschön. Ein Blickfang. Die Geschichte hat ein wenig gebraucht bis ich darin ankam, aber dann hatte sie mich im Bann und ich war gefesselt.
Alice erlebte so unglaubliche Dinge, ich liebte ihre Geschichte von Beginn an.
Ich mochte den Schreibstil und die Aufmachung des Buches sehr gerne. Für mich war dies ein absolutes Highlight. Einfach topp.

Veröffentlicht am 11.09.2018

Noch Luft nach oben

Ein Teil von ihr
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Andrea weiß alles über ihre Mutter. Sie ist überzeugt, dass keine Geheimnisse zwischen ihnen stehen. Bis ein Besuch im Einkaufszentrum in einer brutalen Attacke endet, bei der ihre Mutter Laura ...

Andrea weiß alles über ihre Mutter. Sie ist überzeugt, dass keine Geheimnisse zwischen ihnen stehen. Bis ein Besuch im Einkaufszentrum in einer brutalen Attacke endet, bei der ihre Mutter Laura ins Visier gerät. Plötzlich lernt Andrea eine Seite von ihr kennen, die nichts mit dem ruhigen, gutmütigen Charakter der Frau gemein hat, die sie aufgezogen hat. Wenige Stunden später wird Laura von skrupellosen Verfolgern heimgesucht. Auf der Suche nach einer Antwort folgt Andrea verzweifelt den Spuren in die Vergangenheit. Denn sie muss die verborgene Identität ihrer Mutter ans Licht bringen. Sonst kann es für keine von ihnen eine Zukunft geben.

Zu Beginn war es für mich sehr verwirrend, ich fand Andrea furchtbar träge, fast schon unsympathisch. Mit kam sie teilweise vor, als wäre sie noch ein kleines Kind.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal 1986, dann 2018. Auf den ersten Blick haben die Geschichten nichts miteinander zu tun, aber es wäre keine Karin Slaugther wenn es nicht zusammengefügt würde.
Nur dies war teilweise so langatmig und langweilig, dass es schwierig war am Ball zu bleiben.

Die letzten zwei, drei Kapitel konnten das Buch meiner Meinung nach dann auch nicht mehr retten, obwohl es da dann doch spannend wurde.

Schade, für mich hätte die Story definitiv noch Luft nach oben gehabt.

Veröffentlicht am 14.08.2018

Mich konnte es fesseln

Der Schatten
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„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr ...

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab, eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens, wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?

Wie immer gehen bei einem Melanie Raabe Buch die Meinungen sehr auseinander. Mir allerdings hat auch dieses Buch sehr gut unterhalten.
Ich möchte das Seting in Wien, ich mag ihren Schreibstil und ich fand es sehr spannend und fesselnd.
Was mich allerdings etwas irritierte, war der Titel. Es erschien schonmal ein Buch einer österreichischen Autorin, welches Schatten heißt und in Österreich spielt, aber egal. Dieses war ganz anders.

Mir gefiel die Verbissenheit, aber auch das Verworrene, mit dem die Autorin bzw. die Protagonistin an den Fall ranging. Für mich war das Buch absolut fesselnd und sehr unterhaltsam.

Veröffentlicht am 12.08.2018

Schwieriges Thema

Ohne ein einziges Wort
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Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. ...

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Dies war mein erstes Buch der Autorin, daher hatte ich keine Ahnung, wie ihr Schreibstil so ist. Jetzt muss ich gestehen, ich brauchte furchtbar lange, um mich überhaupt in die Geschichte einzufinden. Ich fand sie unglaublich verwirrend, mal wurde drei Wochen später erzählt, mal Tag eins, nächstes Kapitel war der letzte Tag und so weiter ...
Aber nachdem ich mich auf ihre Art zu erzählen eingelassen hatte, konnte ich dem Geschehen viel besser folgen und das Buch entpuppte sich zu einem Pageturner.
Am Ende war ich froh, dass ich durchgehalten hatte, denn die Geschichte hat mich sehr berührt und fasziniert.
Ein durchaus empfehlenswertes Buch, keine nullachtfünfzehn Liebesgeschichte, sondern sehr ernst.