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Veröffentlicht am 29.01.2026

Rettende Insel

The Second Death of Locke
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So wie die romantische Fanatsy gerade den Markt flutet, wird es immer schwerer die Perlen aus der Masse herauszupicken. Umso schöner ist es doch, mal wieder ein Buch zu erwischen, dass den Leser noch mit ...

So wie die romantische Fanatsy gerade den Markt flutet, wird es immer schwerer die Perlen aus der Masse herauszupicken. Umso schöner ist es doch, mal wieder ein Buch zu erwischen, dass den Leser noch mit einer originellen Idee überraschen kann.

Die Königreiche liegen im Krieg miteinander und kämpfen um die letzten Reste Magie, seitdem das Königreich und die Insel Locke untergegangen ist und die Quelle aller Magie mitgenommen hat. Die verbliebenen Magier sind auf die wenigen Menschen angewiesen, die ihnen noch als Quelle dienen können. Denn das ist das besondere: nur wenn zwei Menschen vertrauensvoll zusammenarbeiten, können sie Magie wirken. Kier und Grey sind ein besonders mächtiges Team und sind deshalb bisher erfolgreich im Kampf, bis sie auf eine geheime Mission geschickt werden. Während sie um ihr Leben bangen müssen, drohen gleichzeitig ihre Geheimnisse ans Licht zu kommen.

Wie gesagt: dieses Welten- und Magiekonzept ist überzeugend und mal was anderes. Die Beziehung zwischen Kier und Locke ist einfühlsam beschrieben und erfreulicherweise agieren beide auf Augenhöhe miteinander.

Hat das Buch gewisse Längen? Sicher. Und doch macht es immer wieder Spaß, mit den beiden durchs Land zu reisen, auch wenn es zeitweise ziemlich blutig und brutal wird.

Einziger Wehmutstropfen ist die Tatsache, dass die historische Sage, auf der alles beruht, etwas zu kurz kommt und mehr in den Mittelpunkt hätte gerückt werden können.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Kunststück

Mr. Saitos reisendes Kino
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Das muss ein Buch auch erst mal schaffen, mich gleichzeitig total zu fesseln und zutiefst zu langweilen!

Lita führt mit ihrer Mutter Fabiola ein eher ungewöhnliches Leben. Weil Fabiola als Findelkind ...

Das muss ein Buch auch erst mal schaffen, mich gleichzeitig total zu fesseln und zutiefst zu langweilen!

Lita führt mit ihrer Mutter Fabiola ein eher ungewöhnliches Leben. Weil Fabiola als Findelkind bei Nonnen aufwächst und schon früh eine Vorliebe für Schuhe entwickelt, kennt Lita kein "normales" Leben und wächst mit ungewöhnlichen Persönlichkeiten auf. Bis sich die kleine Familie mit den falschen Leuten anlegt und schnell das Land verlassen muss. So verschlägt es sie auf eine einsame Insel vor der Küste Neufundlands und wir entdecken die Welt durch Litas kluge und enugierige Augen.

Dieses Buch hat eigentlich alles, was es braucht, um interessant und warmherzig zu sein. Das ist es ni Teilen auch. Mir war jedoch die Verschrobenheit Litas irgendwann zu viel und wirkte sich zu sehr auf den Erzählstil aus. Damit wurde es für mich immer schwieirger am Ball zu bleiben.

Es kann eine kleine Fundgrube wunderschön erzählter und formulierter Szenen sein, wenn man ein Gespür und die richtige Stimmung dafür hat. Für mich war es das leider nicht.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Starke Frauenfigur

Die toten Katzen-Assassinen
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Solche Bücher machen einfach richtig Spaß! P. Djeli Clark schreibt ganz fantastische Geschichten, randvoll gefüllt mit orientalischer Fantastik, außergewöhnlichen Wesen und ein paar überzeugend starken ...

Solche Bücher machen einfach richtig Spaß! P. Djeli Clark schreibt ganz fantastische Geschichten, randvoll gefüllt mit orientalischer Fantastik, außergewöhnlichen Wesen und ein paar überzeugend starken Figuren. Das sind die großen Pluspunkte aller seiner Bücher. Sein größtes Talent liegt allerdings darin, all diese Elemente in packende Novellen zu gießen. Eine spannende, vielseitige Geschichte auf gerade einmal etwas über 200 Seiten zu entfalten, ohne dass man irgendetwas vermisst, kann nicht jeder. Diesmal begleiten wir Eveen, eine (un)tote Katzenassasinin, auf der Jagd nach der Erfüllung eines unmöglichen Auftrags. Ihre Motivation könnte nicht größer sein, hängt doch schließlich nicht nur ihr Leben, sondern das ihrer ganzen Gilde davon ab. Mein Loblied habe ich ja bereits gesungen: Eine große Runde interessante Figuren, jede mit individuellen Merkmalen, und eine besonders herausragende Heldin (?) mitten drin. Eine packende Story, bei der ein Eregnis das nächste jagt. Und ein Ende, das mich voll und ganz überzeugt und zufrieden gestellt hat.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Löchrige Story

House of the Beast
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Das Äußere ist bei einem Buch nun mal nicht alles. Auch wenn ich auf diese hübschen Hüllen immer wieder hereinfalle. Dabei macht es einem dieses Buch besonders schwer, verlockt es doch zusätzlich noch ...

Das Äußere ist bei einem Buch nun mal nicht alles. Auch wenn ich auf diese hübschen Hüllen immer wieder hereinfalle. Dabei macht es einem dieses Buch besonders schwer, verlockt es doch zusätzlich noch durch hübsche Illustrationen auf fast jeder Seite. Das tröstet mich jedoch nur unzureichend über die löchrig gestrickte Handlung hinweg.

Alma wächst bei ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf, bbis diese eines Tages schwer krank wird und Alma nix anderes übrig bleibt, als ihren bis jetzt unbekannten Vater um hilfe zu bitten. Der lässt nix anbrennen und holt seine ungewollte Tochter zu sich, um sie als Gefäß für seinen Gott einzusetzen (Arm abschlagen inklusive, denn was ist ein gläubiges Gefäß ohne fehlende Gliedmaße?!). Alma scheint sich in ihr Schicksal zu fügen, bastelt aber insgeheim schon an ihrer Rache, gemeinsam mit dem mächtigen Wesen, das nur sie sehen und hören kann.

Die Story klingt fantastisch, mächtige Götter und Menschen, die als deren Gefäße ihre Macht übernehmen und ausüben. Es ist düster und fast schon brutal. Und doch fehlt etwas, das Tempo schwankt zwischen stürmisch und kriechend wie eine Schnecke.

Und auch der Weltenbau ist mehr als dürftig, darüber kann auch die hübsche Gestaltung nicht hinwegtäuschen. Es gibt mehrere Karten, bei denen ich mich immer noch frage, wozu ich sie brauchen könnte. Denn die meiste Zeit bewegt sich Alma kaum von der Stelle. Wie diese Welt wirklich funktioniert, wird bis zum Schluss nicht so wirklich erklärt und jeder Versuch, das zu ändern, lässt mich mit mehr Fragezeichen zurück.

Vielleicht hätte man sich etwas mehr Zeit nehmen sollen, die Komplexität des Weltenbaus mit Inhalt zu füllen, statt die Seiten mit kleinen netten, wenn auch unnötigen, Zeichnungen vollzustopfen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Genau was ich erwartet habe

Rabid
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Ich habe lange keine Spicy Werwolffantasy mehr gelesen, obwohl ich solche Geschichten eine zeitlang förmlich verschlungen habe. "Rabid" bietet mir genau das, was ich früher geliebt habe, eine ordentliche ...

Ich habe lange keine Spicy Werwolffantasy mehr gelesen, obwohl ich solche Geschichten eine zeitlang förmlich verschlungen habe. "Rabid" bietet mir genau das, was ich früher geliebt habe, eine ordentliche Portion Action, fantastische Figuren und eine Menge Spice, ich meine wirklich eine Meeeeeeeenge!

Seneca ist in ihrem Rudel nicht mehr glücklich, seit der neue Alpha übernommen und damit begonnen hat, die Frauen zur Beute zu erklären. Als ihre Initiation schief läuft und sie sich zum ersten Mal gegen ihn wehrt, verbannt er sie und setzt sie im Revier des verfeindeten Rudels mit dem übelsten Ruf aus. Und wir wissen alle, wie es ab da weitergeht.

Wer hier Tiefe und Figurenentwicklung erwartet, ist mit Sicherheit falsch. Auch die emotionale Bandbreite ist nicht sonderlich tief.

Und sind wir ehrlich, auch die Handlung kann nur wenig überraschen. Aber das ist ja auch nicht der Grund, warum man zu so einem Buch greift.

Es soll unterhalten, fesseln, einen durch die Seiten fliegen lassen und die eher tieferen Bedürfnisse befriedigen. Und genau das hat es hervorragend erreicht- zumindest bei mir!

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