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Veröffentlicht am 16.04.2020

Bunter Zauberspaß

Die Magier von Paris
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Was viele oft vergessen ist, dass Paris nicht nur die Stadt der Liebe ist. Sie ist vor allem auch eine Stadt voller Flair und Magie mit einem verrückten Touch. "Die Magier von Paris" heben genau dieses ...

Was viele oft vergessen ist, dass Paris nicht nur die Stadt der Liebe ist. Sie ist vor allem auch eine Stadt voller Flair und Magie mit einem verrückten Touch. "Die Magier von Paris" heben genau dieses besondere Lebensgefühl auf eine magische Art und Weise auf eine neue Stufe.

Denn Claire und Rafael gehören zwei verfeindeten Zauberer-Clans an und müssen sich nach dem Tod ihrer Väter zusammen raufen, um den finsteren Plan eines dritten Zauberers aufzuhalten.

Die Geschichte ist gespickt mit vielen lustigen Figuren und mit ein paar wundervollen Illustrationen verziert. Auf kindgerechte Weise entführt einen die Geschichte in die verschiedenen Ecken von Paris und eröffnet einem die verschiedenen Arten von Magie. So werden dem Leser Themen wie Individualität und Freundlichkeit näher gebracht.

Man muss sich allerdings vor Augen halten, dass die Zielgruppe eindeutig Kinder sind. Dementsprechend sollte man über einige Logiklücken und fehlende Tiefe hinwegsehen und sich einfach gut unterhalten lassen.

Letztendlich bringt das Buch alles mit, was man als Kind dank des grandiosen Covers erwartet: eine spannende, bunte Geschichte mit extravaganten Figuren.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Gelungener Neu-Einstieg

Im Schatten des Kronturms
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Wer, wie ich, noch nie etwas von Michael J. Sullivan gehört hat und sich von seiner sechsbändigen Reihe rund um die Diebe Royce und Hadrian hat abschrecken lassen, dem sei dieser Auftaktband zur neuen ...

Wer, wie ich, noch nie etwas von Michael J. Sullivan gehört hat und sich von seiner sechsbändigen Reihe rund um die Diebe Royce und Hadrian hat abschrecken lassen, dem sei dieser Auftaktband zur neuen Serie "Die Riyria-Chroniken" wärmstens ans Herz gelegt.

Während die beiden Männer in der ursprünglichen Reihe eine langjährige Freundschaft hegen und gemeinsam in verschiedene Abenteuer stolpern, beschäftigt sich "Im Schatten des Kronturms" damit, wie sich die zwei vollkommen unterschiedlichen Männer kennengelernt und zusammengerauft haben.

Das Buch eignet sich zum Einen perfekt als Einstieg, lässt sich der Autor doch genug Zeit um die Figuren sorgfältig vorzustellen und einzuführen. In verschiedenen Erzählsträngen verfolgt man das Geschehen, ohne ahnen zu können, wie sie zum Ende zusammengeführt werden könnten.

Zum Anderen handelt es sich um eine abgeschlossene Geschichte, die einen auch unterhält und fesselt, wenn man keine Vorkenntnisse hat. Das mittelalterlich-fantastische Setting ist kombiniert mit einer spannenden Raubzug-Story.

Fazit:
Insgesamt hat es Herr Sullivan geschafft, ein komplexes Gesamtpaket zu schnüren, das sowohl die Fanherzen höher schlagen lässt als auch neue Leser zu gewinnen. Ich werde mich auf jeden Fall nun näher mit seinen Geschichten um Hadrian und Royce befassen!

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Jugend-Horror

Bloom
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Dieser Jugendroman packt den Leser und lässt ihn nicht mehr entkommen.

Anaya, Petra und Seth haben mit normalen Teenagerproblemen zu kämpfen- und schweren Allergien. Als über Nacht ein seltsamer Regen ...

Dieser Jugendroman packt den Leser und lässt ihn nicht mehr entkommen.

Anaya, Petra und Seth haben mit normalen Teenagerproblemen zu kämpfen- und schweren Allergien. Als über Nacht ein seltsamer Regen fällt und am nächsten Tag überall auf ihrer Heimatinsel (und der ganzen restlichen Welt) seltsames schwarzes Gras beginnt zu wuchern, stellen sie schnell fest, dass dieses Umweltphänomen sie anders beeinflusst als den Rest der Menschheit.

Es beginnt wie ein normales Teenie-Drama und wandelt sich schnell zu einer waschechten Horror-Apokalypse, die sich auch vor den Genre-Größen nicht verstecken muss (auch wenn es sozusagen die Lightvariante darstellt).

Einerseits merkt man, dass mit den Figuren Rücksicht auf das jugendliche Zielpublikum genommen wurde. Die drei Teenies haben mit normalen Problemen zu kämpfen und auch der Schreibstil ist einfach, wenn auch nicht langweilig gehalten.

Andererseits scheut sich der Autor nicht davor, übliche Horror-Puzzleteile einzubauen und (Rand-)figuren zu opfern. Er schont den Leser nicht übermäßig, ohne dass man von der Lektüre Albträume bekommen würde.

Die Geschichte ist konstant spannend bzw spannungssteigernd und endet mit einem überraschenden Ende, was auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Zu oberflächlich

Der Empfänger
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"Der Empfänger" ist ein Buch mit einigen positiven Aspekten, der alles in allem aber doch enttäuscht.

Ulla Lenze erzählt von Josef Klein, einem unauffäligen Mann, der 1925 nach Amerika auswandert und ...

"Der Empfänger" ist ein Buch mit einigen positiven Aspekten, der alles in allem aber doch enttäuscht.

Ulla Lenze erzählt von Josef Klein, einem unauffäligen Mann, der 1925 nach Amerika auswandert und in New York als Hobbyfunker in die Szene deutscher und amerikanischer Nazis hineinrutscht.

Josef oder Joe, wie er dort genannt wird, ist ein zutiefst passiver Mensch ohne große politische Meinung, der sich recht antriebslos durchs Leben kämpft. Seine Beweggründe sind von Anfang immer nur das Durchschlagen, er ist nicht auf der Suche nach großem Profit oder politischem Erfolg. Und doch findet er sich bald wieder als Spionagefunker der Nazis.

Die Geschichte wird in drei Strängen erzählt, die die wichtigsten Stationen im Leben Josefs schildern. Denn von Amerika aus verschlägt es ihn zurück ins Nachkriegsdeutschland und dann später nach Buenos Aires.

Zugegeben, ich habe mir bisher nicht zuviele Gedanken über die Zeit des zweiten Weltkriegs gemacht und so waren die Informationen über Exil-Nazis in Nord- und Südamerika etwas neues und wirklich interessant.

Allerdings liegt genau hier auch das größte Problem des Romans: Frau Lenke geht einfach nicht genug in die Tiefe, reißt vieles nur an oder verliert sich in Andeutungen. Allerdings ist dem Buch eine Liste an weiterführender Literatur und anderen medien angehängt.

"Der Empfänger" wirkt auf mich ähnlich wie Würgers "Stella". Ich werde angefüttert, in ein Thema eingeführt; aber für tiefergehende Informationen muss ich mich dann doch anderen Quellen zuwenden.

Zudem hat Lenke mit ihrem Protagonisten auch noch eine Figur gewählt, die mich in keiner Weise berühren kann; weder bin ich emotional abgestoßen, noch hege ich sonderlich Sympathie für ihn. Insofern passt das Coverbild perfekt, Josef bleibt eine blassse, austauschbare Figur. Andererseits könnte das auch ein gut gewähltes Sinnbild für all die deutschen Auswanderer sein, die in der damaligen Zeit mehr ungewollt oder unwissend für Machenschaften eingespannt wurden, für die sie gar nicht die entsprechende Ideologie empfanden.

Fazit:
Über die Umsetzung muss sich jeder selbst ein Bild machen, das Thema allerdings ist gut gewählt und hat, zumindest bei mir, Interesse geweckt.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Neues Level an Unterhaltung

Ran an den Vampir
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Mit "Ran an den Vampir" hat Lynsay Sands eine neue Ebene in ihrer Reihe erreicht.

Die Geschichte um Domitian, der seit 15 Jahren darauf wartet, dass seine Lebensgefährtin Sarita endlich reif für ein gemeinsames ...

Mit "Ran an den Vampir" hat Lynsay Sands eine neue Ebene in ihrer Reihe erreicht.

Die Geschichte um Domitian, der seit 15 Jahren darauf wartet, dass seine Lebensgefährtin Sarita endlich reif für ein gemeinsames Leben mit ihm ist, ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte.

Die Rahmenhandlung bringt mit Entführung, Experimenten und einigen anderen Überraschungselementen so viel Neues, das man aus den bisherigen Büchern noch nicht kennt.

Auch wenn die gegenseitige Anziehung der beiden schon fast etwas lächerlich und unglaubwürdig klingt, nimmt die Geschichte doch so schnell an Fahrt auf, dass die Spannung auf ein ganz neues Level gehoben wird.

Insgesamt hat dieses Buch mein Interesse an der ganzen Reihe wieder geweckt.

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