Profilbild von juli1997

juli1997

Lesejury Star
offline

juli1997 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit juli1997 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2020

Kein typisches Colleen Hoover Buch

Verity
0

Lowen Ashleigh ist unterwegs zu einem wichtigen Treffen, das über ihre Zukunft als Schriftstellerin entscheiden wird, als sie Jeremy auf der Straße trifft. Jeremy stellt sich auch als ihr neuer Auftraggeber ...

Lowen Ashleigh ist unterwegs zu einem wichtigen Treffen, das über ihre Zukunft als Schriftstellerin entscheiden wird, als sie Jeremy auf der Straße trifft. Jeremy stellt sich auch als ihr neuer Auftraggeber heraus, für denn sie soll die Buchreihe seiner Frau Verity zu Ende schreiben. Verity ist durch einen Unfall stark eingeschränkt und dazu nicht fähig.
So zieht Lowen Laura zu Jeremy, Verity und deren Sohn Crew, um die Notizen zu studieren und sich auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Allerdings stößt sie dabei auf ein unheilvolles Schriftstück von Verity, welches das Zusammenleben im Hause unheimlich und unangenehm macht.

Meine Meinung:
Ich habe fast alle Bücher von Colleen Hoover gelesen und mag die Autorin sehr. In den letzten Jahren sind die Themen jedoch ernster geworden und enthalten keine typischen New Adult Geschichten mehr, was mir sehr gefällt.
Dieses Buch ist eher ein Thriller, gemischt mit einer Liebesgeschichte von Lowen und Jeremy. Wie schon von ihr gewohnt, schafft Colleen Hoover es auch hier Spannung gezielt auf den Leser zu übertragen. Trotzdem hat mir die Tiefe und das Gefühls der Handlung gefehlt, etwas was ich von der Autorin bisher nicht kannte. Die Hauptpersonen Lowen, Jeremy und Verity sind irgendwie blass geblieben.

Lowen ist eine junge Schriftstellerin, die bisher um jeden Cent kämpfen muss. Trotzdem betreut sie ihre krebskranke Mutter bis zu deren Tod und so ist das Angebot die Reihe von Verity fertig zu schreiben wie ein Geschenk. Sie gibt sich schüchtern, ist oft unsicher und trotzdem nimmt sie den Auftrag an ohne Veritys Bücher überhaupt gelesen zu haben.

Schon hier hatte ich Probleme damit mich in Lowen hineinzuversetzen. Natürlich hat sie durch die Zwangsräumung ihrer Wohnung keine Wahl, aber ich denke, dass die Zusage auch dem Zusammensein mit Jeremy geschuldet ist. Schon seit der ersten Begegnung ist Lowen von ihm besessen, hat aber noch Verity als seine Ehefrau im Hinterkopf.
Auch später bleibt Lowen für mich zu oberflächlich. Sie spielt heile Familie, hat Angst vor Verity, aber spricht nichts davon laut aus. Alles passiert passiv. Wie kann sie das Tagebuch so ruhig lesen? Nie im Leben hätte ich auch nur eine weitere Nacht in diesem Haus geschlafen! Und wie wäre es mit zur Polizei gehen?
Stattdessen sitzt Lowen das alles aus, denn sie hat ihr Ziel erreicht: Eine Beziehung mit Jeremy.

Dieser ist der liebende Familienvater, der mit allen viel Geduld hat. Das war es aber auch schon. Er bleibt total blass.

Verity hat dagegen eine größere Rolle, denn das Buch im Buch ist ihre Biografie und beschreibt die vergangenen Jahre in aller Detailgenauigkeit. Schockierend, grausam und einfach nur unfassbar. Verteidigen kann sie sich durch den Unfall jedoch nicht und so glaubt Lowen alles was dort steht.
Auch eine Sache, die ich an Lowen nicht verstehe. Als Schriftstellerin sollte sie es doch gewohnt sein, Nachforschungen zu machen und sich mit allem genau auseinander zu setzten. Stattdessen wird sie mehr wie die Verity in der Biographie, was auch der Grund ist weshalb ich am Ende absolut nichts mehr von ihr gehalten habe.


Mein Fazit:
Ein schockierendes Buch um eine Familientragödie, die von einer jungen Autorin nochmals aufgemischt wird. Außer Verity, nach der das Buch benannt ist, bleiben alle Figuren blass. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, leider fehlt es an Gefühl und ist kein typisches Colleen Hoover-Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

Der Abschluss der Reihe, in dem es um Vertrauen und Zweifel in einer Beziehung geht

More Than This
0

Grace hat in Sachen Liebe bisher nie Glück gehabt. Das fast alle ihrer Freunde einen Partner gefunden haben und sie sich das jeden Tag anschauen muss, schweißt den Rest der Truppe, also Grace und Zayn ...

Grace hat in Sachen Liebe bisher nie Glück gehabt. Das fast alle ihrer Freunde einen Partner gefunden haben und sie sich das jeden Tag anschauen muss, schweißt den Rest der Truppe, also Grace und Zayn immer näher zusammen. Ihre Freunde halten die Beiden für das perfekte Paar, doch da sie sehr unterschiedlich sind, hat Grace ihre Zweifel daran. Nichts desto trotz kommen sich Zayn und Grace näher, bis etwas passiert, das ihre Liebe zu zerbrechen droht.

Meine Meinung:
Das Cover passt perfekt zu den beiden anderen Teilen der Reihe und ist mit den Pastellfarben wieder wunderschön geworden!
Auch den Schreibstil von April Dawson habe ich in den Vorgängern kennen gelernt und ist wie gewohnt sehr flüssig, leicht und angenehm zu Lesen. Mit Grace und Zayn bekommen hier die letzten übrigen Freunde der Truppe ihr eigenes Happy End, auf welches ich mich schon seit dem letzten Band gefreut habe.

Grace ist eine sehr sympathische Person, die freundlich und liebevoll anderen Menschen gegenüber auftritt. Sie ist sehr empathisch und so kommt es, dass sie vieles an der Körpersprache der anderen Menschen ablesen kann, was ihr den lustig gemeinten Spitznamen Sherlock eingebracht hat.
Allerdings ist sie sehr unsicher und hat große Zweifel, ob sie jemals die richtige Person für sich finden wird. Diese Gedankengänge haben mir sehr gefallen, denn das kennt jeden Single. Leider wird das in vielen Büchern zu selten beachtet und der Traummann fällt quasi vom Himmel.
Das ist auch hier anders, den Zayn ist zu Beginn des Buchs keineswegs der Traummann von Grace. Die Beiden sind sehr unterschiedlich und obwohl sie schon seit einigen Jahren befreundet sind, schein Grace fast nichts über Zayn zu wissen.
Dieser ist sehr selbstbewusst, hat keine Probleme eine Frau für eine Nacht zu finden und hasst seinen Job.
Seit seine Mutter einen Unfall hatte ist er sehr zurückgezogen und teilt seine Probleme mit niemandem, sondern versucht sich mit Frauengeschichten abzulenken.

Obwohl sich die Grace und Zayn näher kommen erfährt Grace erst durch einen Zufall davon. Das fand ich sehr schade, denn obwohl die Beziehung frisch ist sind die Beiden schon lange befreundet und da schmerzt das fehlende Vertrauen natürlich. Zudem hatte ich als Leserin das Gefühl, dass Grace der Kummerkasten der Truppe ist und eine absolute Vertrauensperson für alle. Ich habe zwar ein Stück weit Verständnis für Zayn, aber irgendwann hätte er Grace davon erzählen sollen.

Das fehlende Vertrauen beeinflusst aber auch Grace und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Beide können sich so nicht richtig auf die Beziehung einlassen und so kommt es auch zu einem Bruch.
Das hat mich irgendwann etwas genervt und war einfach zu viel.
Außerdem war es mir nach der Versöhnung viel zu harmonisch, alle Zweifel und Probleme waren Plötzlich wie weggefegt. Das ging mir viel zu schnell und wirkte unglaubwürdig, denn leider ist in der Realität nicht plötzlich alles gut.

Was mir jedoch gefallen hat, sind die Ecken und Kanten, die Grace in dieser Zeit entwickelt hat. Sie ist nicht mehr das schüchterne und unsichere Mädchen, sondern eine junge Frau die für ihre Meinung einsteht. Das fand ich sehr gelungen und hat mir gut gefallen!

Fazit:
Ein toller Abschluss der Reihe, in dem es um Grace und Zayn geht. Das ungleiche Paar ist sehr süß zusammen zeigt jedoch auf, dass fehlendes Vertrauen in einer Beziehung zu Problemen führt. Wer die beiden Vorgänger gelesen hat wird auch dieses Buch mögen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

Eine magische Geschichte mit besonderen Charakteren

Das Flüstern der Magie
0

Fallon ist die Besitzerin eines Antiquariats in Edinburgh, das jedoch ihre wahre Berufung zur Archivarin der Magie deckt. Während sie tagsüber Antiquitäten verkauft, ist Fallon Nachts als Diebin unterwegs ...

Fallon ist die Besitzerin eines Antiquariats in Edinburgh, das jedoch ihre wahre Berufung zur Archivarin der Magie deckt. Während sie tagsüber Antiquitäten verkauft, ist Fallon Nachts als Diebin unterwegs und spürt magische Gegenstände auf, was niemand mitbekommen darf.
Als sie eines Abends Reed in einer Bar kennenlernt, funkt es sofort zwischen ihnen und die Beiden gehen über Umwege zu Fallon nach Hause. Allerdings ist Reed am Morgen mit einem magischen Set Tarotkarten verschwunden. Nun muss Fallon sich auf die Suche nach beiden machen, denn in den falschen Händen können die Karten großen Schaden verursachen.

Meine Meinung:
Ich habe bisher nur die New Adult Romane von Laura Kneidl gelesen, welche mir nicht so gut gefallen haben. Dieses Buch hat mich jedoch positiv überrascht, da es ganz anders als ihre bisherigen Bücher ist!
Der Schreibstil ist leicht und angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden und die Magie hat sich als roter Faden durch das gesamte Buch gezogen, ebenso wie der Schlagabtausch zwischen Fallon und Jess.
Ich fand die Handlung tiefgründig, humorvoll, spannend und einfach magisch!

Fallon konnte ich zu Beginn des Buchs nur schlecht einschätzen. Zwar ist sie mit ihren 19 Jahren noch sehr jung, agiert trotzdem sehr erwachsen und bedacht. Ein paar Seiten weiter verändert sich das jedoch. Sie nutzt die Magie wie es ihr passt und geht nicht sehr verantwortungsvoll damit um. So sehr sie sich bemüht, ist sie doch sehr mit der Situation überfordert, denn der Druck durch ihre Eltern ist sehr groß.
Ihr bester Freund Jess unterstützt sie jedoch in allen Situationen und versucht es Fallon so einfach wie möglich zu machen.
Jedoch ändert sich Fallons Leben komplett, als sie Reed begegnet. Dieser ist sehr humorvoll, selbstbewusst und mysteriös. Er hat seine Familie verloren und lebt seit einigen Jahren auf der Straße. Er lässt sich jedoch durch nichts unterkriegen und bleibt in jeder Situation entspannt und optimistisch, was mir sehr gut gefallen hat. Seine mögliche Immunität gegen die Magie finde ich sehr spannend, denn sie wirkt sich stark auf Reeds Handlungen und seinen Umgang mit Fallon aus, hier hat mir die Detailgenauigkeit sehr gefallen!

Das er ihr das Set mit den Tarotkarten gestohlen hat, führt zu einem Bruch zwischen Reed und Fallon. Das kann ich gut nachvollziehen, denn wenn ich jemanden zu mir nach Hause einlade und merken würde, dass anschließend etwas fehlt, wäre ich wie Fallon sehr wütend und enttäuscht.
Das sie Reed trotzdem so weit vertraut, um mit ihm gemeinsam nach den Karten zu suchen, hat sie mir noch etwas sympathischer gemacht. Andererseits fand ich es schade, dass sie sich erst so spät Jess anvertraut hat, der ihnen schon von Anfang an hätte weiterhelfen können.

Jedoch habe ich im Laufe der Handlung gemerkt, wie Fallon sich weiterentwickelt. Sie lässt sich von anderen Menschen helfen und merkt, dass sie nicht alles allein durchstehen muss. Zudem wird sie selbstbewusster und kann besser mit ihrer Verantwortung der Magie gegenüber umgehen. Das wirkt sich auch positiv auf die Beziehung zu ihren Eltern aus.

Das einzige was ich etwas schade fand, war die Geschwindigkeit an einigen Stellen des Buchs. Es ging mir einfach zu schnell und so konnte sich die Atmosphäre von Edinburgh nicht auf mich als Leser auswirken. Besonders wenn Fallon in der Stadt unterwegs war ist mir das aufgefallen. Hier hätte etwas mehr zur Magie von Edinburgh selbst erzählt werden können.

Mein Fazit:
Das romantische Fantasyabenteuer hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen! Es punktet mit außergewöhnlichen Charakteren und einer Welt voller Magie. Innen und außen ein absolutes Schätzchen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2020

Wo ist die Liebe in diesem Buch abgeblieben?

Love factually (Knitting in the City 1)
0

Janies Leben gleicht einem Trümmerfeld. An einem Tag verliert sie Freund, Job und Wohnung. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Quinn, der Wachmann ihres Bürogebäudes, auf den sie schön länger ein Auge ...

Janies Leben gleicht einem Trümmerfeld. An einem Tag verliert sie Freund, Job und Wohnung. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Quinn, der Wachmann ihres Bürogebäudes, auf den sie schön länger ein Auge geworfen hat. Diesen trifft sie später in einem Club wieder und die beiden kommen sich näher. Als Quinn ihr auch noch einen Job verschafft scheint alles wieder gut zu werden. Dann taucht jedoch plötzlich Janies kleine Schwester auf und auch Quinns Geheimnisse sorgen für Probleme.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da es schon unter dem Titel "Chaosqueen küsst Froschkönig" veröffentlicht wurde und schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste stand. Zudem haben mir die Bücher von Penny Reid bisher immer gut gefallen.
Leider war die Freude sehr schnell verflogen.
Der Schreibstil unterscheidet sich sehr von Penny Reids anderen Bücher, alles wirkte sehr zerhackt, die Handlung war unlogisch und auch unlustig.
Ich habe mich mit dem Lesen sehr schwer getan, denn auch die Charaktere waren mir sehr unsympathisch und ich wurde überhaupt nicht warm mit ihnen.

Janie ist eine junge Frau, die auf andere Personen angewiesen ist, zuerst auf ihren Freund und anschließend ihre Freundin Elizabeth, bei der sie unter kommt. Auch wenn sich das später ändert und sie mehr Wert darauf legt unabhängig zu werden, ist sie nie für ihre Freundinnen da und kommt nicht gut mit Nähe klar.
Auch wenn nie mehr zu ihren Neurosen gesagt wird, scheint es mir als ob sie einen leichten Autismus hat und deshalb so mit Fakten und triviales Wissen ablenkt und darüber kommuniziert. Das wurde einfach nur als Spleen abgetan, was für mich einfach zu wenig ist.

Auch mit Quinn konnte ich nicht viel anfangen. Für mich war schnell klar, dass er nicht nur Wachmann ist, sondern mehr dahinter steckt. Trotzdem hat er sich hinter dieser Mauer sehr lange und für mich unverständlicher Weise versteckt.
Zudem fand ich ihn selbstbewusst, überführsorglich und humorlos. Eine Kombination, die mir persönlich nicht gut gefällt, zudem er insgesamt auch noch recht blass geblieben ist.

Liebe habe ich zwischen Janie und Quinn wenig gespürt, gegenseitige Anziehung, Abhängigkeit und Besitzergreifung ja, aber die Taten der Beiden haben wenig zu den Gesprächen zwischen ihnen gepasst und hatten für mich nichts mit Liebe zu tun.

Der Schluss und Epilog haben meine Meinung nur gefestigt, Janie ist noch immer genauso planlos und abhängig von anderen, Quinn kann noch immer niemand trauen und will Janie nicht einmal mit deren bester Freundin Elizabeth teilen. Alles ist wie an Anfang, nur ich habe mich mühsam durch die Seiten gekämpft und bleibe nun enttäuscht zurück.

Mein Fazit:
Ich habe mit etwas ganz anderem gerechnet. Leider habe ich dafür ein Buch ohne roten Faden und komplett strukturlos, aber mit unsympathischen Hauptcharakteren bekommen. Für mich ein klarer Reinfall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2020

Ist er ein Playboy nur weil er gerne spielt?

Playboy - Wenn du dich verlierst
0

Wynn ist verzweifelt: Ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, ihre Freundinnen um sie herum sind jedoch alle glücklich vergeben und gründen Familien. Eine Sache die sie auch schon immer wollte. Als ...

Wynn ist verzweifelt: Ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, ihre Freundinnen um sie herum sind jedoch alle glücklich vergeben und gründen Familien. Eine Sache die sie auch schon immer wollte. Als Wynn jedoch wieder anfängt zu daten lernt sie Cullen kennen, den berühmten und auch berüchtigten Pokerspieler, der sich Playboy nennt. Zwischen ihnen fliegen nur so die Funken und als er Wynn zu einer Wette überredet könnte sogar mehr daraus werden.

Meine Meinung:
Ich habe alle Bände der MANWHORE-Serie gelesen und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Katy Evans ist eine fantastische Künstlerin, wenn es darum geht interessante Charaktere zu erschaffen und eine spannende, romantische und auch lustige Geschichte zu schreiben!
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, die Story hat mich einfach nicht losgelassen. Obwohl man meinen könnte, die Geschichte zwischen einem Playboy und einem „normalen“ Mädchen ist inzwischen abgenutzt und zu oft geschrieben worden, hat Katy Evans etwas Besonderes daraus gezaubert.
Vor allem die Protagonistin Wynn hat mir auf Anhieb gefallen. Sie ist selbstständig, freundlich und auch romantisch. Als sich Emmett von ihr trennt zerbricht ihr Herz und sie muss erkennen, dass er es nie wirklich ernst mit ihr gemeint hat. Wynn jedoch hat sich eine Hochzeit und Kinder gewünscht. Ich fand es sehr mutig, wie sie das Geschehene aufgearbeitet hat und wieder begonnen hat zu daten. Diesen Schritt zu gehen ist nach einer langen Beziehung besonders schwer.
Als sie jedoch zufällig auf Cullen trifft merkt sie schnell, dass dieser nicht an einer Beziehung interessiert ist. Auch wenn sie, und ihre Freundinnen im Besonderen, etwas abgeschreckt davon ist, geht sie auf seine Wette ein: Wer von ihnen führt das bessere Leben?
Cullen Carmichael ist ehrgeizig und selbstbewusst, jedoch nicht überheblich. Als Pokerspieler ist er sehr erfolgreich und weiß, wann es sich lohn zu Spielen. Zum Beispiel um Wynn, die ihm sofort aufgefallen ist. Auch wenn er mir zu Anfang noch etwas suspekt und zu glatt war, habe ich im mittleren Teil seine Ecken und Kanten kennen gelernt und diese haben mir sehr gefallen. Auch wie er immer um Wynn gekämpft und nie aufgegeben hat, fand ich beeindruckend und stand im totalen Kontrast zu seinen Spitznamen „Playboy“.
Wobei dieser auch eher dem Spielen an sich gewidmet ist. Das passt auch zur Wette, zu der er Wynn überredet hat. Diese ist gut im Buch eingebunden und als roter Faden durchweg präsent. Zu beginn habe ich mich gefragt, wie man denn objektiv sagen und bewerten kann, wer von den beiden das „bessere Leben“ führt. Schnell habe ich jedoch gemerkt, dass es nicht um die Wette und auch nicht um das Gewinnen geht, sondern lediglich ein Vorwand ist um Zeit miteinander zu Verbringen.
Die Beiden sind wirklich toll miteinander obwohl mich an manchen Stellen Wynns Zweifel genervt haben. Natürlich hat Emmett sie tief verletzt und Cullen wirkt nicht wie der typische Familienmensch, doch sie hätte ihm wenigstens glauben und eine Chance geben können. Aber viel schlimmer fand ich die Darstellung ihrer Freundinnen in dieser Situation, denn das passte gar nicht zu deren Verhalten in den vorherigen Bänden. Für mich haben sie wie komplett andere Charaktere gewirkt was ich sehr traurig fand.
Der Schluss hat mich jedoch wieder versöhnt, die Hochzeit von Cullens Bruder wurde schön beschrieben und war ein perfektes Ende für die MANWHORE-Serie!

Mein Fazit:
Ein packendes Buch um eine Wette, in der es nur um das Spielens willen und nicht um das Gewinnen geht. Wynn und Cullen sind toll miteinander haben mir sehr gefallen. Trotzdem finde ich schade, dass die Saints-Reihe nun zu Ende ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere