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Veröffentlicht am 02.05.2020

Wo ist die Liebe in diesem Buch abgeblieben?

Love factually (Knitting in the City 1)
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Janies Leben gleicht einem Trümmerfeld. An einem Tag verliert sie Freund, Job und Wohnung. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Quinn, der Wachmann ihres Bürogebäudes, auf den sie schön länger ein Auge ...

Janies Leben gleicht einem Trümmerfeld. An einem Tag verliert sie Freund, Job und Wohnung. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Quinn, der Wachmann ihres Bürogebäudes, auf den sie schön länger ein Auge geworfen hat. Diesen trifft sie später in einem Club wieder und die beiden kommen sich näher. Als Quinn ihr auch noch einen Job verschafft scheint alles wieder gut zu werden. Dann taucht jedoch plötzlich Janies kleine Schwester auf und auch Quinns Geheimnisse sorgen für Probleme.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da es schon unter dem Titel "Chaosqueen küsst Froschkönig" veröffentlicht wurde und schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste stand. Zudem haben mir die Bücher von Penny Reid bisher immer gut gefallen.
Leider war die Freude sehr schnell verflogen.
Der Schreibstil unterscheidet sich sehr von Penny Reids anderen Bücher, alles wirkte sehr zerhackt, die Handlung war unlogisch und auch unlustig.
Ich habe mich mit dem Lesen sehr schwer getan, denn auch die Charaktere waren mir sehr unsympathisch und ich wurde überhaupt nicht warm mit ihnen.

Janie ist eine junge Frau, die auf andere Personen angewiesen ist, zuerst auf ihren Freund und anschließend ihre Freundin Elizabeth, bei der sie unter kommt. Auch wenn sich das später ändert und sie mehr Wert darauf legt unabhängig zu werden, ist sie nie für ihre Freundinnen da und kommt nicht gut mit Nähe klar.
Auch wenn nie mehr zu ihren Neurosen gesagt wird, scheint es mir als ob sie einen leichten Autismus hat und deshalb so mit Fakten und triviales Wissen ablenkt und darüber kommuniziert. Das wurde einfach nur als Spleen abgetan, was für mich einfach zu wenig ist.

Auch mit Quinn konnte ich nicht viel anfangen. Für mich war schnell klar, dass er nicht nur Wachmann ist, sondern mehr dahinter steckt. Trotzdem hat er sich hinter dieser Mauer sehr lange und für mich unverständlicher Weise versteckt.
Zudem fand ich ihn selbstbewusst, überführsorglich und humorlos. Eine Kombination, die mir persönlich nicht gut gefällt, zudem er insgesamt auch noch recht blass geblieben ist.

Liebe habe ich zwischen Janie und Quinn wenig gespürt, gegenseitige Anziehung, Abhängigkeit und Besitzergreifung ja, aber die Taten der Beiden haben wenig zu den Gesprächen zwischen ihnen gepasst und hatten für mich nichts mit Liebe zu tun.

Der Schluss und Epilog haben meine Meinung nur gefestigt, Janie ist noch immer genauso planlos und abhängig von anderen, Quinn kann noch immer niemand trauen und will Janie nicht einmal mit deren bester Freundin Elizabeth teilen. Alles ist wie an Anfang, nur ich habe mich mühsam durch die Seiten gekämpft und bleibe nun enttäuscht zurück.

Mein Fazit:
Ich habe mit etwas ganz anderem gerechnet. Leider habe ich dafür ein Buch ohne roten Faden und komplett strukturlos, aber mit unsympathischen Hauptcharakteren bekommen. Für mich ein klarer Reinfall.

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Veröffentlicht am 01.05.2020

Ist er ein Playboy nur weil er gerne spielt?

Playboy - Wenn du dich verlierst
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Wynn ist verzweifelt: Ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, ihre Freundinnen um sie herum sind jedoch alle glücklich vergeben und gründen Familien. Eine Sache die sie auch schon immer wollte. Als ...

Wynn ist verzweifelt: Ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, ihre Freundinnen um sie herum sind jedoch alle glücklich vergeben und gründen Familien. Eine Sache die sie auch schon immer wollte. Als Wynn jedoch wieder anfängt zu daten lernt sie Cullen kennen, den berühmten und auch berüchtigten Pokerspieler, der sich Playboy nennt. Zwischen ihnen fliegen nur so die Funken und als er Wynn zu einer Wette überredet könnte sogar mehr daraus werden.

Meine Meinung:
Ich habe alle Bände der MANWHORE-Serie gelesen und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Katy Evans ist eine fantastische Künstlerin, wenn es darum geht interessante Charaktere zu erschaffen und eine spannende, romantische und auch lustige Geschichte zu schreiben!
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, die Story hat mich einfach nicht losgelassen. Obwohl man meinen könnte, die Geschichte zwischen einem Playboy und einem „normalen“ Mädchen ist inzwischen abgenutzt und zu oft geschrieben worden, hat Katy Evans etwas Besonderes daraus gezaubert.
Vor allem die Protagonistin Wynn hat mir auf Anhieb gefallen. Sie ist selbstständig, freundlich und auch romantisch. Als sich Emmett von ihr trennt zerbricht ihr Herz und sie muss erkennen, dass er es nie wirklich ernst mit ihr gemeint hat. Wynn jedoch hat sich eine Hochzeit und Kinder gewünscht. Ich fand es sehr mutig, wie sie das Geschehene aufgearbeitet hat und wieder begonnen hat zu daten. Diesen Schritt zu gehen ist nach einer langen Beziehung besonders schwer.
Als sie jedoch zufällig auf Cullen trifft merkt sie schnell, dass dieser nicht an einer Beziehung interessiert ist. Auch wenn sie, und ihre Freundinnen im Besonderen, etwas abgeschreckt davon ist, geht sie auf seine Wette ein: Wer von ihnen führt das bessere Leben?
Cullen Carmichael ist ehrgeizig und selbstbewusst, jedoch nicht überheblich. Als Pokerspieler ist er sehr erfolgreich und weiß, wann es sich lohn zu Spielen. Zum Beispiel um Wynn, die ihm sofort aufgefallen ist. Auch wenn er mir zu Anfang noch etwas suspekt und zu glatt war, habe ich im mittleren Teil seine Ecken und Kanten kennen gelernt und diese haben mir sehr gefallen. Auch wie er immer um Wynn gekämpft und nie aufgegeben hat, fand ich beeindruckend und stand im totalen Kontrast zu seinen Spitznamen „Playboy“.
Wobei dieser auch eher dem Spielen an sich gewidmet ist. Das passt auch zur Wette, zu der er Wynn überredet hat. Diese ist gut im Buch eingebunden und als roter Faden durchweg präsent. Zu beginn habe ich mich gefragt, wie man denn objektiv sagen und bewerten kann, wer von den beiden das „bessere Leben“ führt. Schnell habe ich jedoch gemerkt, dass es nicht um die Wette und auch nicht um das Gewinnen geht, sondern lediglich ein Vorwand ist um Zeit miteinander zu Verbringen.
Die Beiden sind wirklich toll miteinander obwohl mich an manchen Stellen Wynns Zweifel genervt haben. Natürlich hat Emmett sie tief verletzt und Cullen wirkt nicht wie der typische Familienmensch, doch sie hätte ihm wenigstens glauben und eine Chance geben können. Aber viel schlimmer fand ich die Darstellung ihrer Freundinnen in dieser Situation, denn das passte gar nicht zu deren Verhalten in den vorherigen Bänden. Für mich haben sie wie komplett andere Charaktere gewirkt was ich sehr traurig fand.
Der Schluss hat mich jedoch wieder versöhnt, die Hochzeit von Cullens Bruder wurde schön beschrieben und war ein perfektes Ende für die MANWHORE-Serie!

Mein Fazit:
Ein packendes Buch um eine Wette, in der es nur um das Spielens willen und nicht um das Gewinnen geht. Wynn und Cullen sind toll miteinander haben mir sehr gefallen. Trotzdem finde ich schade, dass die Saints-Reihe nun zu Ende ist.

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Veröffentlicht am 26.04.2020

Eine gute Liebesgeschichte erkennt auch ein Blinder

Pinguine lieben nur einmal
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Feli ist das Chaos pur. Weder in ihrem Zimmer noch in ihrem Leben geht es ordentlich zu. Doch der perfekte Ausgleich dazu bilden die romantischen Filme, die Dienstags auf Sat1 laufen und ihre Woche versüßen. ...

Feli ist das Chaos pur. Weder in ihrem Zimmer noch in ihrem Leben geht es ordentlich zu. Doch der perfekte Ausgleich dazu bilden die romantischen Filme, die Dienstags auf Sat1 laufen und ihre Woche versüßen. Ebenso wie Janosch, der im Erdgeschoss einzieht. Doch nicht nur die erste Begegnung endet mit einer Katastrophe, sondern ebenso Felis Versuche es wieder gut zu machen. Nichts desto trotz kommen sich Feli und Janosch immer näher, gibt es für die Beiden ein Happy End wie im Film?

Meine Meinung:
Das ist mein zweites Buch von Kyra Groh und auch dieses Mal gefällt mir der Schreibstil wieder sehr gut. Sehr flüssig, humorvoll und verspielt erzählt die Autorin in fünf Akten Felis Geschichte. Allerdings fand ich diese an einigen Stellen oberflächlich und nicht ausgereift genug, weshalb mir die Handlung schon wenige Tage nach dem Lesen nicht mehr ganz vertraut ist. Irgendwie hat etwas besonderes gefehlt.

Feli ist eine lebenslustige Anglistik-Studentin, die mit Cem in einer WG wohnt und in viele Fettnäpfchen tritt. Janosch, der im Erdgeschoss einzieht ist seit Geburt an Blind und kommt damit gut zurecht. Allerdings knallt es schon beim ersten Aufeinandertreffen der Beiden, da Feli an der Tür lauscht und erschrocken alle Einkäufe fallen lässt als diese aufgeht. So in etwa laufen auch die nächsten Treffen von Feli und Janosch ab, sie geraten immer wieder aneinander. Das zieht sich über mehrere Kapitel und ist zwar lustig aber auch anstrengend zu lesen.
Feli merkt jedoch bald, dass Janosch ihr immer wichtiger wird und sucht die Nähe zu ihm. Hier hat die Autorin die Erblindung von Janosch gut eingearbeitet und nicht nur Feli macht sich Gedanken darüber wie eine Beziehung funktionieren kann sondern auch der Leser. Das hat mir sehr gut gefallen, da das Thema gut aufgegriffen wurde und sich über die gesamte Handlung hinweg zieht.

So ist es nicht nur Janoschs Exfreundin Anna, die zu Problemen zwischen den Beiden führt, sondern auch ein liegengelassener Odner, über den Janosch stolpert. Hier wird besonders deutlich, wie unterschiedlich Janosch und Feli sind und wie sehr die Beiden um die Beziehung kämpfen müssen. Die Alltagsproblematik hat Kyra Groh humorvoll und doch auch dramatisch dargestellt, auch hier wurden die verschiedenen Akte des klassischen Dramas umgesetzt.

Sowohl Feli und Janosch fand ich sehr sympahtisch. Feli, die Chaosqueen, die nichts ernst nimmt und doch etwas unsicher in der Beziehung ist ist der perfekte Gegensatz zu Janosch, der zynisch, selbstständig und selbstbewusst ist. Beide sind nicht die typischen Charaktere, die man schon aus hunderten Büchern kennt denn Kyra Groh hat es geschafft ihnen und der Geschichte eine eigene Note zu geben.
Auch die Nebencharaktere passen toll zur Geschichte und runden diese ab.

Mein Fazit:
Keine typische Liebesgeschichte, sondern etwas besonderes. Feli und Janosch lehren uns aufeinander zu achten und auch jemandem eine Chance zu geben, der nicht auf den ersten Blick zu einem passt. Eine lustige und schöne Story, die mir zumeist gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 26.04.2020

Eine unglaubliche Geschichte um den Kampf für die Gerechtigkeit

Jahrhundertzeuge Ben Ferencz
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Philipp Gut hatte die Möglichkeit eine Biographie von Ben Ferencz zu schreiben, dem Mann der als Chefankläger der Nürnberger Prozesse Bekanntheit erlangt und noch immer für Gerechtigkeit kämpft.
Dabei ...

Philipp Gut hatte die Möglichkeit eine Biographie von Ben Ferencz zu schreiben, dem Mann der als Chefankläger der Nürnberger Prozesse Bekanntheit erlangt und noch immer für Gerechtigkeit kämpft.
Dabei wird sein ganzes Leben im Buch wiedergegeben, von seiner Geburt bis zum Jahr 2019. Ein wirklich spannendes, unglaubliches und beindruckendes Leben, denn Ben Ferencz hat viele Dinge hinten angestellt um anderen zu helfen und für faire Prozesse zu sorgen.

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Philipp Gut ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, er dingt in die Geschichte von Ben ein und dem Leser kommt es so vor, als sei er selbst dabei. Auch die Abgrenzung in die einzelnen Kapitel und Unterkapitel ist sehr gelungen, so werden die einzelnen Themen und Geschehnisse jeweils gut herausgearbeitet.
Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Philipp Gut, der dort über die Gespräche mit Ben berichtet. Schon dort erkennt man den tiefen Respekt ihm gegenüber, der sich durch die gesamte Biographie zieht. Nach dem Lesen des Buchs habe ich auch verstanden wo dieser her kommt. So schlimm und traurig die Geschehnisse aus Bens leben sind, er nimmt sie ernst aber hat nie seinen Humor verloren. Dabei war er als Soldat im zweiten Weltkrieg, Chefankläger der Nürnberger Prozessen, Generaldirektor der Jewish Restitution Successor Organization und bei der Gründung des internationalen Strafgerichtshof in Den Haag beteiligt.
Ich bin beeindruckt von Bens Geschichte und seinem Kampfgeist, der stehts benachteiligte Personen in den Fokus stellt. Ben ist eine Persönlichkeit, der seine Erlebnisse nutzt um andere auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. In Deutschland ist er leider nicht sehr bekannt, dabei ist seine Geschichte eng mit der deutschen Nachkriegsgeschichte verbunden und würde sich gut für den Geschichtsunterricht der Schulen passen. Denn die Bezeichnung „Jahrhundertzeuge“ trifft auf niemanden besser zu als auf Ben Ferencz.

Mein Fazit:
Eine tolle Biographie, die einfach nur beeindruckend ist! Ben Ferencz ist eine Respektsperson und ein Vorbild, das sein gesamtes Leben auf den Kampf für Gerechtigkeit ausgerichtet hat. Lesen lohnt sich!

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Veröffentlicht am 19.04.2020

Ein Escape Game macht nicht immer Spaß, manchmal endet es auch tödlich

The Escape Game – Wer wird überleben?
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Die Banker Vincent, Jules, Sylvie und Sam arbeiten seit Jahren erfolgreich als Team zusammen und verdienen so viel Geld. Als sie die Einladung zu einem Escape Game bekommen nehmen sie diese widerwillig ...

Die Banker Vincent, Jules, Sylvie und Sam arbeiten seit Jahren erfolgreich als Team zusammen und verdienen so viel Geld. Als sie die Einladung zu einem Escape Game bekommen nehmen sie diese widerwillig an. Als der Aufzug in einem Neubau jedoch stecken bleibt und sich herausstellt, dass das Spiel genau hier stattfindet ist die Stimmung schnell geladen. Statt zusammen zu arbeiten, kämpfen sie gegeneinander an. Auch die Rätsel verschlimmern die Situation nur. Als einer der Banker seine Waffe hervor zieht wird aus dem schnell ernst. Schafft es überhaupt jemand den Aufzug lebendig zu verlassen?

Meine Meinung:
Ich hatte vor dem Lesen schon vieles von Megan Goldin gehört und war sehr gespannt auf ihr neues Werk.. Escape Games sind gerade sehr in Trend und ich kann mir gut vorstellen, dass diese in der ein oder anderen Runde etwas ausarten. Die Umsetzung der Idee ist Megan Goldin auch zumeist gelungen und das Lesen des Buchs war angenehm, jedoch nicht wirklich flüssig.
Das lag daran, dass sich die Kapitel im Aufzug mit Kapiteln aus der Sicht von Sara Hall abwechseln und so zwei Geschichten parallel erzählt werden.
Zu Beginn macht das noch wenig Sinn, da Sara sich nicht mit den anderen im Aufzug befindet aber scheinbar einmal Teil des Teams war.
Ihre Geschichte war sehr interessant dargestellt, von ihren Bewerbungen bei Stanhope begonnen, über die Arbeit mit dem Team und ihr gesamtes Privatleben. Sie ist ein interessanter Charakter, der innerhalb des Buchs eine extreme Entwicklung durchmacht, was mir gut gefallen hat, da die Gründe dafür detailliert dargestellt wurden. So wurde Sara vom schüchternen Kleinstadtmädchen, zur verzweifelten Angestellten bis zur rachsüchtigen Frau. Ihr Schicksal ist eng Verbunden mit den Handlungen von Vincent, Jules, Sylvie und Sam.

Diese vier sind nun im Aufzug eingeschlossen. Da schon zu Beginn keiner motiviert war ist die Stimmung seit der ersten Sekunde angespannt und der Leser merkt gleich, dass sich die vier nicht besonders gut verstehen. Jeder ist auf seine eigene Art und Weise von sich eingenommen, egoistisch und unsympathisch.
Schon nach wenigen Seiten stellte sich mir die Frage, wie die vier seit Jahren so eng zusammenarbeiten konnten. Sie scheinen sich gegenseitig nichts zu gönnen, kommen kaum mit dem normalen Leben klar und haben viele Geheimnisse voreinander.
Ich fand es sehr gelungen wie diese Problematik aus der Sicht von jeder der vier Personen thematisiert wurde, sodass der Leser immer im Klaren darüber war, weshalb der einzelne so handelt.
Leider ist dabei das Escape Game während der Handlung immer unwichtiger geworden, die Gruppendynamik hat einen großen Teil der Seiten aufgefressen. Auf das Lösen der Aufgaben wurde nur nebenbei hin und wieder hingewiesen, das fand ich viel zu wenig, denn aus der Idee hätte noch viel mehr gemacht werden können.

Der große Knall am Ende und die Auflösung fand ich hingegen sehr gelungen, wenn auch etwas zu schnell abgehandelt. Hier wird aufgelöst, in welcher Verbindung Sara Hall zum Ecape Game steht und wer dieses überlebt hat. Hier fügen sich die Geschehnisse perfekt zusammen und überraschen den Leser dennoch.

Mein Fazit:
Ein spannender Thiller um vier Banker, die in einem gefährlichen Escape Game gefangen sind, gemischt mit der Geschichte um das Leben einer jungen Frau, die früher Teil des Teams war. Das Buch ist durchweg spannend und interessant, jedoch an einigen Stellen schwierig zu lesen. Außerdem finde ich es schade, dass das Thema "Escape Game" über weite Phasen des Buchs zu wenig Beachtung gefunden hat.

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