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Veröffentlicht am 17.08.2019

was will das Buch uns sagen?

Falling Fast
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Achtung: Rezension enthält keine direkten Spoiler, aber doch kleine Andeutungen

In diesem Sommer hat Hailee einen mehrwöchigen Roadtrip geplant, bevor sie zu einem vereinbarten Treffen mit ihrer Schwester ...

Achtung: Rezension enthält keine direkten Spoiler, aber doch kleine Andeutungen

In diesem Sommer hat Hailee einen mehrwöchigen Roadtrip geplant, bevor sie zu einem vereinbarten Treffen mit ihrer Schwester weiterfährt. Ihr Weg führt sie dabei auch in den Heimatort ihres verstorbenen Freundes Jesper, wo sie noch ein Versprechen einlösen möchte. Doch als ihr Auto kaputtgeht, verzögert sich Hailees Weiterreise und sie lernt einige von Jespers Freunden kennen. Besonders Chase berührt etwas in ihr, doch Hailee will keine Gefühle entwickeln, schließlich wird sie den Ort bald wieder verlassen…

Da ich von der Autorin bereits viel Gutes gehört, bisher aber noch kein Buch gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf Falling Fast.

Eigentlich mochte ich die Grundgeschichte: Hailee strandet im kleinen Fairwood und lernt dort durch einen witzigen Umstand einen jungen Mann kennen, der ihr gefällt. Doch als sie später erfährt, wer er ist und in welcher Verbindung er zu ihrem verstorbenen Freund Jesper steht, will sie keine Sympathie mehr für ihn empfinden. Dennoch ist er ihre Chance, mehr über Jesper herauszufinden und so kommen die zwei sich doch näher…

Abwechselnd schildern Hailee und Chase ihre Erlebnisse und Gefühle aus der Ich-Perspektive.

Dabei fand ich Chase’ Leben ganz spannend. Er trägt viele familiäre Sorgen mit sich herum, die ihn sehr belasten. Doch er teilt seinen Kummer mit niemandem. Über seine Themen hätte ich gern mehr gelesen.

Leider kam ich mit Hailee gar nicht zurecht. Sie macht diesen Roadtrip, um Dinge zu erleben, die sie sich bisher nicht getraut hat. Sie will mutig sein, da scheinbar auch das Ansprechen von Leuten ihr Angst macht. Allerdings ist ihr Verhalten sehr widersprüchlich. Immer wieder wird sie als schüchtern und ängstlich dargestellt und muss sich zu harmlosen Dingen überwinden, um dann im nächsten Moment ohne zu zögern irgendwas total Verrücktes zu tun. Für mich passte ihr Verhalten oft nicht zusammen, Erklärungen bleiben aus, sodass ich zu Hailee einfach keinen Zugang gefunden habe.

Dadurch war es für mich auch schwierig, die beginnende Annährung zwischen ihr und Chase nachzuempfinden. Die Gefühle zwischen den beiden kamen bei mir nicht an. Das Geschehen plätschert vor sich hin. Zwischendurch gab es immer mal kleine Augenblicke, die ich ganz schön fand – z.B. das Zusammenspiel von Jespers Freunden, die an seinem Geburtstag alle zurück in die Stadt gekommen sind –, ansonsten zog sich die Geschichte sehr.

Hinzu kommt, dass für mich bereits vor der Hälfte des Buches absehbar war, worauf die Geschichte am Ende hinauslaufen wird – den Triggerhinweis am Ende des Buches hatte ich nicht gelesen. Dieser spoilert extrem, also wenn möglich vorher nicht anschauen.
Nachdem der Gedanke für den möglichen Ausgang da war, finden sich zig kleine Andeutungen, die sich in diese Richtung lesen lassen. Daher konnte mich das Ende nicht überraschen. Ich habe nur noch darauf gewartet, dass es auch wirklich passiert.

Trotzdem – oder auch gerade deswegen – finde ich das Ende, welches sehr offen gehalten ist, ziemlich unbefriedigend. Auf der einen Seite mag ich das Ende, weil es anders ist. Ich bräuchte auch überhaupt keine Forsetzung, da ich mir ohnhin keinen Fortgang vorstellen kann, wie ein nochmal 400-seitiges Buch dazu spannend werden könnte. Aber auf der anderen Seite ist der Schluss so gar nicht mit dem vereinbar, was zuvor vermittelt wird, wodurch die Aussage des Buches wirklich fragwürdig wird.

Fazit

Das war leider gar nicht mein Buch. Ich fand die Geschichte zäh, streckenweise wirklich langweilig. Die Geschichte hat mich nicht berührt, da die Gefühle der Figuren bei mir nicht ankamen. Chase’ Sorgen fand ich ganz spannend, mit Hailee bin ich aber nicht zurechtgekommen. Ihr Verhalten ist so widersprüchlich, wird allerdings auch nicht aufgeklärt. Den Ausgang des Buches fand ich extrem vorhersehbar, sodass Überraschungen für mich ausbleiben. Zudem gibt das offene Ende den Lesern eine sehr eigenwillige Botschaft mit. Vermutlich hätte ich es sogar gemocht, wenn es nicht aufgrund der vorherigen Ereignisse und Aussagen so einen bitteren Beigeschmack hätte.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Emotionsgeladen, aber das letzte Quäntchen fehlt

Idol - Gib mir deine Liebe
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Achtung: 3. Band der Reihe. Vorwissen ist nicht zwingend notwendig, da die Liebesgeschichte in sich abgeschlossen ist, aber dennoch hilfreich, weil die bekannten Figuren und bereits entwickelten Beziehungsgeflechte ...

Achtung: 3. Band der Reihe. Vorwissen ist nicht zwingend notwendig, da die Liebesgeschichte in sich abgeschlossen ist, aber dennoch hilfreich, weil die bekannten Figuren und bereits entwickelten Beziehungsgeflechte eine Rolle spielen.

Auf Jax‘ Geschichte war ich nach den ersten beiden Bänden super gespannt. Er hat eine schwere Zeit hinter sich, die ihn nach wie vor beschäftigt. Obwohl sein Selbstmordversuch sowie seine andauernde Therapie thematisiert werden, kam mir dieser ganze Aspekt insgesamt zu kurz, dafür dass es ihn und sein Leben immer noch so sehr prägt. Jax‘ Wunsch, nicht nur als der Rocker, der sich umbringen wollte, gesehen zu werden, ist verständlich und nachvollziehbar dargestellt. Er ist ein sympathischer, fürsorglicher Mann, der sich allerdings schwer tut, sich zu öffnen und andere an sich heranzulassen.

Auch Stella fällt es schwer, Vertrauen zu jemandem zu fassen, obwohl sie sich pausenlos um die Menschen um sich herum sorgt und kümmert.

So ist das Aufeinandertreffen der zwei auch nicht ganz problemlos. Kleine Kabbeleien, aber auch Missverständnisse und verletzter Stolz sind an der Tagesordnung. Es entwickelt sich eine manchmal witzige, oft emotionsgeladene Geschichte, die allerdings meiner Meinung nach nicht ihr volles Potential ausschöpft. Manche Probleme, die sich andeuten, verlaufen sich im Sand. Zudem empfand ich das letzte Drittel als etwas langwierig, worunter auch die Übertragung der Gefühle leidet. Wie schon angedeutet, sind mir auch Jax‘ Themen nicht ausführlich genug geschildert, sodass für mich am Ende durchaus noch Fragen offen bleiben. Allerdings gäbe es ja noch zwei bis drei Bandangehörige, die ein eigenes Buch bekommen und in der Nebenhandlung die letzten Antworten liefern könnten.

Die Einbindung der Band und bisherigen, bereits bekannten Paare fand ich toll. Gerade die Jungs sind aufeinander eingespielt. Sie necken sich am laufenden Band, sind aber auch kompromisslos füreinander da.

Fazit

Irgendwas hat mir gefehlt. Die Figuren sind toll. Die Story ist, bis auf ein paar Längen, interessant, witzig und gefühlvoll, dennoch konnte mich das Buch nicht komplett packen. Gerade Jax‘ Geschichte und seine Krankheit hätte ich mir ausführlicher gewünscht.

Veröffentlicht am 17.08.2019

wie immer super spannend

Verfolgte der Vergangenheit (Seday Academy 8)
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Achtung: 8. Band, inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Da ich Band 7 gerade erst beendet hatte, habe ich schnell in die Handlung hineingefunden.
Die Geschichte an sich wird allerdings immer ...

Achtung: 8. Band, inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Da ich Band 7 gerade erst beendet hatte, habe ich schnell in die Handlung hineingefunden.
Die Geschichte an sich wird allerdings immer komplexer und verworrener. Denn nicht nur Cey tüftelt komplizierte Pläne aus, auch ihr Gegner scheint bereits immer etliche Schritte im Voraus zu Planen, sodass es im Verlauf zu einigen Überraschungen kommt.

Auch in diesem Band gibt es neue Einblicke in Ceys grausame Vergangenheit, die sie emotional noch sehr beschäftigen. So ist der erste Teil des Buches geprägt von einer etwas ruhigeren Stimmung mit vielen Blicken auf ihr Innenleben, dem Schmieden von Plänen und der Vorbereitung der Truppe, bevor die Figuren im zweiten Teil aktiver werden und sich neuen Aufgaben und Gefahren stellen müssen.

Inzwischen sind es zahlreiche agierende Charaktere, sodass es manchmal etwas unübersichtlich wird, wer wo mit wem unterwegs ist. Allerdings ist die Entwicklung jedes Einzelnen total spannend. Bereits in den vorherigen Bänden haben sich die Seday mit Ceys Verbündeten, besonders ihren Brüdern, angenährt. Jede weitere gemeinsame Aktion verlangt neues Vertrauen. Gerade für die uneingeweihten FBI-Agenten, die ihre Mission unterstützen, wirkt das Zusammenspiel der Gruppe manchmal befremdlich und nicht jeden Befehl können sie kommentarlos hinnehmen, was dramatische Ereignisse zur Folge haben kann…

Das Ende ist wieder komplett offen. Daher hoffe ich, dass die Reihe bald fortgesetzt wird.

Fazit

Eine meiner Lieblingsreihen! Die Zusammenarbeit der Dämonen, Wächter und J’jajal sorgt immer wieder für spaßige Momente in einer ansonsten spannenden, oft überraschenden, teils dramatischen Handlung.

Veröffentlicht am 17.08.2019

ereignisreiche Fortsetzung

Bloody Marry Me 4: Morgenstund hat Blut im Mund
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Achtung: 4. Teil. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Nach dem Cliffhanger von Band 3 war ich sehr gespannt, wie es weitergeht. Auch diesmal konnte die Geschichte mit einer ereignisreichen ...

Achtung: 4. Teil. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Nach dem Cliffhanger von Band 3 war ich sehr gespannt, wie es weitergeht. Auch diesmal konnte die Geschichte mit einer ereignisreichen Handlung mit einigen Überraschungen bei mir punkten. Machthungrige und rachsüchtige Vampire sorgen für etliche Schwierigkeiten und undurchsichtige Intrigen.

Holly empfand ich nun emotional gefestigter. Zwar stehen ihr einige Situationen bevor, die sie ängstigen oder zum Zweifeln bringen, und es gibt auch hier ein paar viele hin- und hergerissene innere Monolog, allerdings weiß sie im Großen und Ganzen, was sie will und agiert teilweise sogar überraschend mutig, manchmal aber auch überraschend leichtsinnig.

Besonders gefallen haben mir die vielseitigen Nebencharaktere. Ray hat tolle Freunde, die Band ist ein eingespieltes Team, das sich jederzeit unterstützt. In seiner Familie treffen recht unterschiedliche Charaktere aufeinander, von denen einige im Verlauf zu überraschen wissen.

Am Ende des Buches sind die wichtigsten Handlungsstränge abgeschlossen. Genug Raum für eine mögliche Fortsetzung bleibt aber, besonders ein Aspekt ist noch offen, sodass ich hoffe, dass es bald noch weitergeht.

Fazit

Anfangs war ich bei dieser Reihe skeptisch, doch sie hat mir total gut gefallen. Holly entwickelt sich deutlich weiter und verbringt nun nicht mehr ganz so viel Zeit mit Zweifeln und Hadern. Im Gegenteil, sie will Probleme aktiv mit bekämpfen. Das Zusammenspiel der sehr unterschiedlichen Figuren und der teilweise Wandel ihrer Einstellungen haben mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 17.08.2019

nicht ganz so stark wie die Vorgänger

HOLD
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3. Band der Mills-Brothers-Reihe (wobei Pierce überhaupt kein Mills-Brother ist…?!)
Vorwissen ist nicht notwendig. Tatsächlich konnte ich mich an Pierce aus den bisherigen Bänden nicht mehr erinnern. Die ...

3. Band der Mills-Brothers-Reihe (wobei Pierce überhaupt kein Mills-Brother ist…?!)
Vorwissen ist nicht notwendig. Tatsächlich konnte ich mich an Pierce aus den bisherigen Bänden nicht mehr erinnern. Die vorherige Hauptfigur, seine Schwester Amalie, kommt in dieser Geschichte zwar auch vor, die Handlung ist aber komplett eigenständig.

Die ersten zwei Bände der Reihe mochte ich sehr gern. Beide hatten einen schrägen Beginn und so verwundert es nicht, dass auch das Kennenlernen von Pierce und Rian recht ungewöhnlich abläuft.

Rian wohnt mit ihrer Zwillingsschwester Marley zusammen. Die beiden sind Markerlinnen und sparen auf ein ganz besonderes Projekt. Ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Vergangenheit hat Rian sehr vorsichtig gemacht. Sie gibt nur wenig über sich preis und möchte sich nicht fest binden.
Bei der ersten Begegnung bekommt Pierce von Rian direkt einen Stempel verpasst. Doch der Anwalt ist unglaublich aufdringlich, auf eine sympathische Art, sodass Rian ihre Vorurteile mit der Zeit überdenken muss.

Von Anfang an fühlen Pierce und Rian sich zueinander hingezogen. Ein prickelt gewaltig. Doch beide tragen ihre Problemchen mit sich herum, sodass es ein ziemliches Hin und Her zwischen ihnen wird – eine große Priese Sex und einige kleine Dramen inklusive. Manche Situationen waren mir etwas too much, aber vielleicht sind die Amerikaner ja wirklich so…

Rian und Pierce schildern abwechselnd das Geschehen in der Ich-Perspektive und geben dabei ausführliche Einblicke in ihre Gedanken – manchmal etwas zu ausführlich, sodass sich einige Gedankengänge im Verlauf der Geschichte wiederholen.

Trotzdem fand ich die zwei insgesamt sehr unterhaltsam. Die Geschichte bietet immer wieder kleine Überraschungen, auch wenn der Verlauf im Großen und Ganzen vorhersehbar ist. Die Vorgänger haben mir allerdings etwas besser gefallen.

Fazit

Sympathische Figuren, angenehmer Erzählstil und nette Story, die mit einigen kleinen Wendungen und gut gehüteten Geheimnissen immer wieder für interessante Momente sorgt, auch wenn insgesamt nicht soooo viel passiert. Bettgeschichten gibt es dafür umso mehr – wobei die zwei es oft gar nicht bis zum Bett schaffen.