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Veröffentlicht am 15.10.2025

Retro-Bastelbuch

Wichteltanz & Kerzenglanz
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Karoline Lawson bietet in diesem Buch leicht verständliche Anleitungen für das adventliche Basteln an; je nach Geschicklichkeit würde ich einzelne schon ab 4 Jahren, sonst für Grundschüler bis zur 3.Klasse ...

Karoline Lawson bietet in diesem Buch leicht verständliche Anleitungen für das adventliche Basteln an; je nach Geschicklichkeit würde ich einzelne schon ab 4 Jahren, sonst für Grundschüler bis zur 3.Klasse einordnen. Es wird mit einfachen Materialien gearbeitet, das man fast komplett zuhause hat, beispielsweise Papier, Schere oder Zutaten für Salz-Mehl-Teig, von dem es auch eine „verbesserte Rezeptur in diesem Buch gibt, die des „Kaltporzellans“, das mit Speisestärke und Natron hergestellt wird.

Dieses Buch würde ich als Retro-Band bezeichnen, da ich fast alles Gezeigte in die 60er und 70er Jahren verorte; vielleicht bin ich einfach zu alt für dieses Buch und Jüngere kennen das alles noch nicht, freuen sich über die Nostalgie? Unter anderem finden sich Anleitungen für Zapfenbäumchen, verschiedene Adventskalender aus Papier, z.B. Häuschen, oder Walnussschalen, ein Seidenpapier-Knubbel-Bild, verschiedene, in der Größe variierende Faltdeckchen, auch im Leporelloschnitt, so dass eine Girlande entsteht, Girlande aus Papierstreifen, die zu Ringen geklebt werden (wir haben das früher auch aus Luftschlangen zu Karneval gebastelt), eine Sorte von Strohstern, kleine Papiertrommelanhänger (kann man auch gut Toilettenpapierrollenpappen für nehmen), „Span“sterne aus Papierstreifen, Flechtdeckchen aus Papierstreifen, Wachsgießen, Rund zusammengeklebte Hexentreppen als Baumanhänger und Arbeiten mit den beiden oben erwähnten Teigen.

Schade finde ich, dass eine Bastelei sogar zweimal, mit nahezu identischer Anleitung und identischen, fotografierten Bastelergebnissen, präsentiert werden: Anhänger aus metallischer Prägefolie – auf S.88/89 als Baumanhänger, auf S. 114/115 als Geschenanhänger; da hätte eine der ausführlichen Anleitungen doch genügt.

Ich muss gestehen, mich begeistert dieses Buch nicht wirklich, was, wenn Sie bis hier gelesen haben, wohl auch kein echtes Geheimnis ist. Mir fällt es sehr schwer, zu entscheiden, wieviele Sterne ich diesem Buch nun vergebe, denn für andere kann es trotz meiner Sicht interessant und hilfreich sein; genau das und viele begeisterte Leser wünsche ich diesem Buch.

Veröffentlicht am 11.10.2025

ansprechende Rezepte aus frischen Zutaten

Poppy Cooks: Voller Geschmack aus dem Airfryer
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Poppy O’Toole, Köchin und, wie ich dem Cover und Buch entnehme, TikTok-Star, stellt in diesem Buch über 100 Rezepte für den Airfryer vor. Ihre Rezepte hat sie sehr gut erklärt, durch Empfehlungen und ein ...

Poppy O’Toole, Köchin und, wie ich dem Cover und Buch entnehme, TikTok-Star, stellt in diesem Buch über 100 Rezepte für den Airfryer vor. Ihre Rezepte hat sie sehr gut erklärt, durch Empfehlungen und ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise ergänzt. Erfreulich finde ich, dass sie alles aus frischen Zutaten zubereitet; ich konnte keine Fertigprodukte finden. Gut, das dauert vielleicht ein wenig länger, hat dann aber auch eine ganz andere Qualität. Die Rezepte lassen sich gut nacharbeiten; sie wurden unterteilt in die Kapitel: Fleisch, Fisch, Kartoffeln & Beilagen sowie Süßes. Ein weiters Kapitel enthält 10 Tipps für die Heißluftfriteuse, was auch für unerfahrene Airfryernutzer sehr hilfreich ist. Unter diesen Tipps befindet sich auch der, Öl sparsam, aus einer Sprühflasche zu nutzen. Das macht Sinn, so mache ich das auch, denn ich nutze den Airfryer ja genau dehalb, weil ich Fett einsparen möchte. Da komme ich jetzt auch direkt zu einem meiner Kritikpunkte zu diesem Buch: Poppy O’Toole schwenkt regelmäßig das Frittiergut in einer Schüssel mit Öl: das ist mir eindeutig zuviel, so dass ich Pinsel oder Sprühflasche nutze. Der andere Kritikpunkt ist, dass etliche Rezepte ohne Fotos daherkommen; ich suche zur Zubereitung vorrangig nach Fotos aus, die ohne Foto haben da fast keine Chance, entdeckt zu werden.

Die Rezepte finde ich ausgesprochen abwechslungsreich und manchesmal auch überraschend. Das Frittierte wird mit Beilagen gezeigt, die man in den Empfehlungen auch nachlesen kann. Etliche Zubereitungen haben mich überrascht; die Kuchen haben mich sehr erfreut. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Heißluftfriteuse vielleicht nicht unbedingt die beste Möglichkeit zur Zubereitung ist, beispielsweise bei den Reibekuchen, bei denen jeweils 2 Stück 15 Minuten in der vorgeheizten Fritteuse gebacken werde. Ich denke, solche Rezepte sind eher für diejenigen, die ausschließlich mit einem Airfryer kochen und backen.

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut; die Rezepte fallen vielfältig, abwechslungsreich und ansprechend aus, besonders, wenn ein Foto sie ergänzt. Es macht Sinn, die Rezepte manchmal nach eigenem Geschmack zu variieren; ich selber mag beispielsweise an einigen der vorgestellten Gerichten die Minzwürzung nicht. Ich denke, jeder wird hier seine neuen Lieblingsrezepte für den Airfryer finden.

Veröffentlicht am 10.10.2025

kleine kulinarische Entdeckungsreise durch Rom

Zu Gast in Rom
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Stefan Maiwald nimmt den Leser mit diesem Buch auf Entdeckungsreise durch Rom, stellt Cafés, Bars, Restaurants, Hotels… und ihre Betreiber vor, ergänzt durch Rezepte , gibt seine Geheimtipps fürs Shoppen, ...

Stefan Maiwald nimmt den Leser mit diesem Buch auf Entdeckungsreise durch Rom, stellt Cafés, Bars, Restaurants, Hotels… und ihre Betreiber vor, ergänzt durch Rezepte , gibt seine Geheimtipps fürs Shoppen, Besichtigen und Einkaufen, da wo es die Einheimischen auch machen, weiter.

Das Buch wurde sehr hochwertig und fotoreich erstellt und vermittelt dem Leser eine kleine Auszeit in Rom. Die gezeigten, bekannten Sehenswürdigkeiten wurden meist durch einen Untertitel ergänzt. Das finde ich nett um sich zu erinnern, aber meine gemachten Fotos vielfältiger und umfangreicher. Es handelt sich hier wirklich nur um eine kleine Inspiration und keinesfalls um einen Reiseführer. Eine Reise durch viele vorgestellte Gastronomiebetriebe und Vorstellen der Betreiber steht hier eindeutig im Mittelpunkt. Die Rezepte werden gut erklärt und auch durch ein Foto ergänzt; es finden sich einfache bis sehr aufwändige, bodenstängige bis Amuse Geuels, vermutlich der Sterneküche. Darunter sind, wie man es erwartet, Pasta-, Pizza- und belegte Brote-Rezepte, bekannte und unbekannte in verschiedenen Varianten. Nun kenne ich auch den Unterschied zwischen einer Pizza aus Rom oder Neapel – ich mag es nicht, wenn der Teig sich verneigt…. Auch Liebhaber von Fleisch- und Fischgerichten werden hier Abwechslung finden, sei es Polpo, Rinderzunge, Ochsenschwanz, Kutteln oder Entenkeulen und einiges mehr. Für mich waren die Gnocchis aus Brot vom Vortag spannend zu lesen. Freunde der italienischen Küche können hier insgesamt in einer großen Auswahl an vielfältigen Rezepten schwelgen und diese nachkochen.

Bei einer so bekannten Stadt wie Rom, mit unzähligen Sehenswürdigkeiten finde ich es schwierig, diesen in einem kombinierten Reisebegleiter und Kochbuch gerecht zu werden. Es handelt sich hier nur um kleine Inspirationen, die den Leser aber beim Durchblättern schon ein klein wenig durch die Ewige Stadt mitnehmen. An Gastronomiebetrieben hätten es für mich gar nicht so viele sein müssen; ich weiß auch nicht, ob es sich da um Geheimtipps handelt. Eine nette Auszeit in Rom bietet dieses Buch auf jeden Fall.

Veröffentlicht am 09.10.2025

stimmungsvolles Foto- und Rezeptebuch

Winterküche
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Julia Cawley (Rezepte sammeln), Saskia Van Deelen (Rezepte sammeln und Fotos) sowie Vera Schäper (Umsetzung des Buches) haben dieses großformatige Foto-, Stimmungs- und Kochbuch zusammen erstellt. Das ...

Julia Cawley (Rezepte sammeln), Saskia Van Deelen (Rezepte sammeln und Fotos) sowie Vera Schäper (Umsetzung des Buches) haben dieses großformatige Foto-, Stimmungs- und Kochbuch zusammen erstellt. Das Buch hat 162 Seiten, die schön mit sehr vielen Fotos illustriert wurden, zu Rezepten, Zutaten, Landschaft, Hütten Häusern, Fenster…. Manche Fotos und Kurztexte zwischendurch sind mir, ehrlich gesagt, etwas zuviel; für mich rücken die Rezepte etwas in den Hintergrund. Insgesamt werden 71 Rezepte vorgestellt, unterteiltin die Kapitel Klasiker, Aus dem Topf, Querbeet, Wintersalate sowie Kaffeepause.

Die Rezepte werden gut erklärt, haben eine Spannbreite im Arbeitsaufwand von ganz einfach bis etwas aufwändig, lassen sich gut, auch von Ungeübteren; nachkochen. Eigentlich liegt der Schwerpunkt darauf, Saisonales frisch zusammen zuzubereiten. Manchesmal fallen die Kombinationen dadurch ungewohnt, aber durchaus sinnvoll aus. Vieles sehe ich auch als Anregung, einfach nach diesem Prinzip eine Gemüsepfanne, Eintopf oder einen Auflauf zusammenzustellen, vielleicht die Würzung manchen Rezepte einfach auszuprobieren. Es kommt vor, dass das oder die rezeptbegleitenden Rezepte nicht ganz korrekt sind, schade, so wird beispielsweise auf S.66/7 ein deftiger Eintopf mit weißen Bohnen und Käsetoastecken, mit verschiedenen Gemüsen zubereitet, , die vermutlich auf den Tellern auf dem Foto enthalten sind. Allerdings entdecke ich dort auch etliche Maisrippchen, die im Rezept gar nicht vorkommen. Mir haben besonders folgende Rezepte gefallen: Knuspriger Veggie-Bacon (aus Reispapier mit Würztopping), Bohnenbuletten, Weißkohl-Rouladen mit Couscous-Walnussfüllung und Senfsauce, , Mandel-Lauch-Suppe mit Knoblauch und Röstzwiebeln, Spitzkohl-Päckchen mit Safran-Zitronen-Zabayon sowie die schwedische Torte mit gerösteten Mandeln. Auch wenn ich finde, dass man etliche Rezepte einfach kreativ mit anderen Gemüsen zubereiten kann, hätte ich doch gerne mehr als nur 71 Rezepte in diesem Buch entdeckt, gerne dafür auf ganzseitige Fotos von Holzbrettern, Holzstapeln oder einem fremden, essenden Menschen, auf einem Stuhl, in einem Lokal, auf der Straße, einem Schaf, einem Fenster …. verzichtet. So ist das Buch doch etwas hinter dem geblieben, was möglich hätte sein können.

Veröffentlicht am 06.10.2025

bis zum Schluss spannender, humorvoller Cozy-Crime

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Richard Osman lässt den Donnerstags Mordclub bereits zum fünften Mal ermitteln:

Joyce steckt in Hochzeitsvorbereitungen; ihre Tochter Joanne und Paul werden heiraten; auf eben dieser Feier sucht NIck ...

Richard Osman lässt den Donnerstags Mordclub bereits zum fünften Mal ermitteln:

Joyce steckt in Hochzeitsvorbereitungen; ihre Tochter Joanne und Paul werden heiraten; auf eben dieser Feier sucht NIck Silver, der Trauzeuge, ein Gespräch mit Elizabeth, möchte Hilfe von ihr, da sein Leben bedroht wird. Es geht um den Verkauf einer von Bitcoins ein einer enormen Höhe, was mehrere Verdächtige hervorbringt, die abgeklopft werden müssen. Zudem finden sich in diesem Roman noch weitere Handlungsstränge, die abwechselnd erzählt und miteinander verknüpft wurden.

Richard Osmans Schreibstil sowie Humor gefallen mir sehr gut. Die Kapitel und damit verbundenen Perspektivwechsel bedingen kurze Kapitel, die Spannung aufbauen, schnell in die Geschichte kommen und zügig weiterlesen lassen. Ermittelt wird in viele Richtungen; es finden sich viele Spuren und die Aufklärung wirklich erst zum Schluss.

In diesem Cozy-Crime ermittelt der Donnerstags Mordclub bereits zum fünften Mal; allerdings war ich zum ersten Mal mit Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim auf Ermittlungstour. Es ist nicht notwendig, hierfür die vorangeggangenen Bücher dieser Serie gelesen zu haben, was aber vermutlich den Lesespaß doch erhöhen wird. Für mich waren nun alle Beteiligten neue Bekannte, manchesmal habe ich mich schon gefragt, welche Informationen es wohl vorher gab, die hier mit einbezogen wurden, beispielsweise Stephans Leben und Tod. Aber nachdem mir dieser Band sehr gut gefallen hat, werde ich seine Vorgänger nun