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Veröffentlicht am 11.07.2025

Historischer Roman mit starker weiblicher Hauptperson

Der Ruf des Horizonts
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Der Roman spielt im 18. Jh auf der Insel Borkum und dem benachbarten Festland.
Sventje ist die Frau des Walfängers Lian und Mutter von 4 Kindern. Ihr Mann galt als tot und so hat sie sich als Seifensiederin ...

Der Roman spielt im 18. Jh auf der Insel Borkum und dem benachbarten Festland.
Sventje ist die Frau des Walfängers Lian und Mutter von 4 Kindern. Ihr Mann galt als tot und so hat sie sich als Seifensiederin eine eigene Existenz aufgebaut und ihre Familie ernährt, bis er doch noch zurückkam. Doch wieder muss sie ihn auf einen gefährliche Seefahrt ziehen lassen. Sie und ihre Familie geraten durch Neid und Misstrauen in Gefahr und der aus Band 1 bekannte Gutsbesitzer Valentin greift helfend ein.
Neben Sventje besticht der Roman noch durch weitere starke Frauen wie die Hebamme Fenna und Schwester Johanna,
Doch auch Lian und Valentin sind fürsorgliche und verantwortungsbewusste Charaktere, so dass mir alle Hauptpersonen sympathisch waren und mir ans Herz wuchsen,
Die Handlung ist gefühlvoll und spannend zugleich. Das harte Leben der Walfängerfamilien, die Grausamkeiten des Krieges und das auch nicht immer leichte Leben der Gutsbesitzer werden authentisch und gut recherchiert beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und durch Perspektivwechsel zwischen Sventje , Valentin und Lian sehr abwechslungsreich und offenbart das Gefühlsleben der Hauptcharaktere
Auch wenn ich Band 1 nicht gelesen habe, kam ich gut in die Handlung hinein und hatte kaum Verständnisprobleme. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen und freue mich schon auf Band 3 der Ostfrieslandsaga..

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Dramatischer Auftakt einer Romantasy - Dilogie

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Das Cover deutet schon den Charakter des Werkes an : dramatisch, düster, opulent und Drachen spielen eine große Rolle.
In Tir Teine auf Erisocia herrscht seit über 200 Jahren ein königliches Matriarchat. ...

Das Cover deutet schon den Charakter des Werkes an : dramatisch, düster, opulent und Drachen spielen eine große Rolle.
In Tir Teine auf Erisocia herrscht seit über 200 Jahren ein königliches Matriarchat. Doch seit 100 Jahren gibt es im Königshaus nur männliche Nachkommen, seit 100 Jahren wartet man auf eine „wahre Königin“.
Und so verbinden sich Könige und Prinzen mit den letzten noch lebenden Drachen, um ihre Magie zu stärken.
In Tir Teine ist im Gegensatz zu anderen Teilen dieser Welt Magie noch erlaubt und so arbeiten die Feuermagier. Orlagh und Padraig mit ihren Adoptivzwillingen Aemyra und Adarian und ihrem kleinen Sohn .Lachlann unbehelligt als Schmiede in der Hauptstadt Aird Lasair. Auch andere Elementmagier bleiben weitgehend unbehelligt.
Doch Aemyra birgt ein Geheimnis.
Bedroht wird die Magie durch die Verbreitung einer neuen Religion, die Magie verbietet und Frauen wieder in eine untergeordnete Rolle zwängen will. Diese findet Unterstützung auch im Königshaus.
Als der König stirbt, spitzen sich die Ereignisse zu.
Der Handlung ist sehr spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen. Die eingefügte Karte hilft, sich in der Welt zurecht zu finden und dem Handlungsverlauf zu folgen.
Ein Personenverzeichnis und ein Glossar sind allerdings nicht vorhanden
Der Schreibstil ist dramatisch und teils sehr deutlich in den Schilderungen von Grausamkeiten und sexuellen Handlungen, die beide reichlich vorkommen. Zartbesaitete Leser und Kinder sind hier fehl am Platze. Aemyra und als weitere Hauptperson Prinz Fiorean waren authentisch und sympathisch geschildert
Wer epische Fantasy mit Spannung und Dramatik liebt kommt hier jedoch voll auf seine Kosten.
Mir haben das Konzept dieser Welt und die spannende Handlung mit romantischen Elementen sehr gefallen

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Gekonnte Mischung aus Toskanafeeling und Kriegsdramatik

Zypressensommer
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Das harmonische , in Naturtönen gehaltene Cover mit der schönen Landschaft und dem Zweig passt sehr gut zur Reise von Julia Mathiesen, einer jungen Hamburger Goldschmiedin, die 1998 im Auftrag ihres ...

Das harmonische , in Naturtönen gehaltene Cover mit der schönen Landschaft und dem Zweig passt sehr gut zur Reise von Julia Mathiesen, einer jungen Hamburger Goldschmiedin, die 1998 im Auftrag ihres kurz vorher verstorbenen Großvaters in dessen Heimatdorf Lucignano in der Toskana reist. Über dessen Vergangenheit vor seinem Leben in Hamburg weiß sie nur wenig und so klingen die ihr hinterlassenen kurzen Zeilen ziemlich geheimnisvoll für sie.
Doch sie begibt sich eifrig auf Spurensuche, bald unterstützt von Matteo, einem jungen attraktiven Dorfbewohner und dessen Familie.
In einem 2. Handlungsstrang der 1943 beginnt erfahren wir viel über das Schicksal von Julias Großvater Gianni Conti in Hamburg und dessen Familie in der Toskana.
Beide Handlungsstränge sind spannend und einfühlsam geschrieben , wechseln sich ab und bringen viel Abwechslung, im Kriegsgeschehen ist auch noch durch unterschiedliche Erzähler ein Perspektivwechsel eingebaut. Der Wechsel zwischen Kriegselend und Gefahren im Widerstand und fast Urlaubsfeeling in der Gegenwart in der Toskana lässt das Elend noch deutlicher werden.
Die Hauptfiguren Julia, Gianni und Giulia , Giannis Jugendliebe, waren mir sehr sympathisch.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig, durch die Kapitelüberschriften wusste man immer sofort um Zeit und Erzähler
Beide Handlungsstränge konnten mich fesseln, mit ihren unerwarteten Wendungen kam keine Langeweile auf.
Ich habe viel Neues über das Schicksal der italienischen Soldaten erfahren, die im 2. Weltkrieg von Verbündeten zu Feinden wurden und ein schweres Schicksal erlitten.
Gleichzeitig brachte der 2. Handlungsstrang mir Sonne und Urlaubsfeeling.
Eine sehr interessante Mischung die mich sehr gut unterhalten hat.
Von mir gibt es begeisterte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Schöne Mischung aus Krimi und Urlaubsfeeling

Das Schweigen der Kanarienvögel
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Die Freundinnen Amalia Fink und Lydia Denk verbringen gerade schöne Urlaubstage in einer Finca auf Teneriffa. Beide sind schon Rentner und geniessen die Erholung in der Sonne, Amalia ist Ornithologin, ...

Die Freundinnen Amalia Fink und Lydia Denk verbringen gerade schöne Urlaubstage in einer Finca auf Teneriffa. Beide sind schon Rentner und geniessen die Erholung in der Sonne, Amalia ist Ornithologin, war früher Professorin, Lydia eine Bäckersfrau mit Hang zur Philosophie, was ihr im Internet den Spitznemen "die Philosophin" eingebracht hat. Amalias Hobby ist, alle Bekannten mit Vogelnamen zu belegen. Während die beiden gemütlich in einem Strassencafe sitzen, begegnet ihnen Katie, eine ehemaligie Studentin von Amalia, von ihr nur das Rotkehlchen genannt . Sie verabreden sich für den nächsten Tag. Als Katie weder erscheint, noch sich meldet geraten die beiden in Sorge und beginnen zu ermitteln.

So beginnt ein spannender Kriminalfall, der aber auch immer wieder Urlaubsfeeling vermittelt, sei es durch Naturbeschreibungen oder das Vorstellen kulinarischer Spezialitäten aus Teneriffa.

Das Geschehen wird aus 2 verschiedenen Perspektiven geschildert, was zusätzlich für Abwechslung sorgt.

Die Hauptpersonen Amalia und Lydia waren mir sehr sympathisch und auch die Nebenfiguren waren liebevoll originell und authentisch geschildert (bis auf die im Krimi natürlich unerlässlichen Bösewichte).

Mir hat dieser Teneriffakrimi sehr gut gefallen und ich hoffe auf einen weiteren Fall mit diesem sympathischen Ermittlerduo.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Die Kunst des Briefeschreibens liebevoll näher gebracht

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Die junge Hatoko (Ende 20)hat von ihrer „Vorgängerin“ (wie wir im laufe des Buches erfahren ihrer Großmutter) einen Schreibwarenladen in einem japanischen Dorf geerbt. Mit dem Laden ist auch die Aufgabe ...

Die junge Hatoko (Ende 20)hat von ihrer „Vorgängerin“ (wie wir im laufe des Buches erfahren ihrer Großmutter) einen Schreibwarenladen in einem japanischen Dorf geerbt. Mit dem Laden ist auch die Aufgabe des Briefeschreibens im Auftrag verbunden.
Diese Aufträge erledigt Hatoko sehr gewissenhaft, Papier,Schreibgerät und Schreibstil, Schriftfarbe ja sogar Briefmarke werden liebevoll und sorgfältig ausgewählt, dem Charakter des Auftrags entsprechend.
Die Verschiedenheit der Aufträge bringt viel Abwechslung
Hatoko ist eine sehr ruhige, gewissenhafte Person, die erst im Laufe der Handlung mehr und mehr Freunde gewinnt und mehr erlebt.
Die Briefe sind stets in original japanischen Schriftzeichen abgebildet, mit nachfolgender Übersetzung, so dass der Leser gut in die Kultur eintauchen kann. Auch im gesamten Roman wird viel von japanischer Kultur vermittelt,über Speisen und Getränke, Tempel und Schreine und Gebräuche, der Leser erfährt sehr viel über Japan quasi nebenbei im Laufe der Handlung
Die Roman ist unaufgeregt, doch nicht langweilig..Der Schreibstil ist sehr entspannt, fast ein bisschen meditativ.
Die handelnden Personen, besonders Hatoko und ihre Nachbarin Barbara waren mir sehr sympathisch.
Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht, mich gut unterhalten und mich viel über Japan und insbesondere die Kunst des Briefeschreibens gelehrt, ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

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