Genial durchdacht und emotional aufwühlend
Stalker – Er will dein Leben.Endlich läuft für Eric Sanders alles rund. Neben seinen Auftritten am Residenztheater brilliert der Mittvierziger in einer wichtigen Nebenrolle im Münchner Tatort und wird über Nacht berühmt. Die Zahl ...
Endlich läuft für Eric Sanders alles rund. Neben seinen Auftritten am Residenztheater brilliert der Mittvierziger in einer wichtigen Nebenrolle im Münchner Tatort und wird über Nacht berühmt. Die Zahl seiner Follower in den sozialen Medien steigt stündlich, und ihm winkt eine weitere wichtige Filmrolle. Er könnte am Ziel seiner Träume sein, wäre da nicht dieser Unbekannte, der scheinbar jeden seiner Schritte überwacht, seinen Facebook-Account kopiert hat und nun in seinem Namen Posts veröffentlicht, die Eric in ein übles Licht rücken. Doch damit nicht genug, dieser Eindringling droht Eric damit, ihn zu vernichten, wenn der nicht bis zum Ablauf einer kurzen zeitlichen Frist in allen Medien verkündet, dass er als Elfjähriger einen neunjährigen Jungen grausam ermordet hat. Das Problem ist nur, Eric hat keine Erinnerung an diese Zeit. Und noch während er um eine Lösung für dieses massive Problem ringt, schlägt der Widersacher zu. Nun muss Eric handeln. Und zwar sehr schnell.
„Stalker“ ist ein emotional aufwühlender und hochspannender Thriller. Jedes einzelne Kapitel hat mich mitgerissen. Mir war von Anfang an klar gewesen, dass die letztendliche Lösung des Falles sensationell sein würde. Tatsächlich gibt der Autor erst auf den allerletzten sechs Seiten die ultimative Wahrheit, die hinter den Geschehnissen steckt, preis. Und die hat mich umgehauen.
Auch wenn mich persönlich dieses Ende nicht glücklich gemacht hat, erkenne ich an, dass „Stalker“ ein genial durchdachter Albtraum ist. Man sollte ihn lesen.