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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2019

Lesenswert...

Die Gesandten der Sonne
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"Die Gesandten der Sonne" ist ein historischer Roman von Wolf Serno. Es geht hierbei um eine Gesandtschaft von Karl dem Großen, die sich im Jahre 798 nach Bagdad zum Kalifen durchgekämpft hat und dort ...

"Die Gesandten der Sonne" ist ein historischer Roman von Wolf Serno. Es geht hierbei um eine Gesandtschaft von Karl dem Großen, die sich im Jahre 798 nach Bagdad zum Kalifen durchgekämpft hat und dort erfolgreiche Beziehungen knüpfen konnte. Der Heimweg der Gesandten sollte jedoch aufgrund der außergewöhnlichen Geschenke des Kalifen und der zahlreichen Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellten, gefährlich, verlustreich und länger als geplant verlaufen.

Hauptperson ist Cunrad von Malmünd, der als Arzt die Gesandtschaft begleitet. Er wird im Laufe der Geschichte durch die Umstände der Reise immer mehr zum Anführer und erfüllt diese Rolle in seiner eigenen ruhigen besonnenen Art. Er muss durch viele Widrigkeiten auch unschöne Entscheidungen treffen.
Auch seine große Liebe zu Aurona - einer Langobardin, die im Harem des Kalifen lebte, wird mehrmals auf die Probe gestellt.

Der Schreibstil des Autoren hat mich anfangs etwas irritiert. Es beginnt damit, dass der Leser vom Erzähler in die Geschichte eingeführt wird. Dieser stellt sich als Cunrad von Malmünd viele Jahre später heraus. Nach jedem Kapitel schließt dieser die "Erzählung" bis zum nächsten Tag, was mich immer wieder aus der Geschichte raus katapultiert hat. Am Ende wird jedoch der Bogen, den diese Art der Erzählung nimmt, auch dem letzten Leser klar und man gewöhnt sich daran.

Ansonsten ist der Schreibstil flüssig und sehr bildhaft. Man kann sich die Widrigkeiten, mit denen die Gesandten kämpfen, am eigenen Leib vorstellen.

Teilweise wiederholt sich jedoch einiges, sodass der Spannungsbogen nicht so rund ist und es mir teilweise schwer fiel, am Ball zu bleiben.

Die Figur des Cunrad hat mir sehr gut gefallen. Sie war authentisch in ihrer Handlung und man konnte nachvollziehen, warum er jeweils welche Entscheidung traf. Auch die anderen Gesandten wuchsen einem Stück für Stück ans Herz. Leider blieb bei einer so gefährlichen Reise der ein oder andere Todesfall nicht aus. Jedoch hat man immer gehofft, dass doch noch gut ausgeht...

Fazit:
Es ist meiner Meinung nach nicht das beste Buch von Wolf Serno; jedoch auf jeden Fall des Lesens wert. Es handelt sich hierbei um einen Teil der deutschen Geschichte, der auf wahren Tatsachen beruht und schon allein deswegen spannend ist. Jedoch hätte man das Buch an manchen Ecken vielleicht etwas kürzen können, um so die Spannung besser aufrecht zu erhalten.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Wer nicht gern liest, hat nur noch nicht das richtige Buch gefunden.

Das Glück hat viele Seiten
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Handlung:
Hannah arbeitet in einer PR-Agentur in Köln und befindet sich am Ende ihrer Probezeit. Alles läuft nach Plan und sie ist auf dem Karrieresprung... Plötzlich erhält sie eine Einladung zur Testamentseröffnung ...

Handlung:
Hannah arbeitet in einer PR-Agentur in Köln und befindet sich am Ende ihrer Probezeit. Alles läuft nach Plan und sie ist auf dem Karrieresprung... Plötzlich erhält sie eine Einladung zur Testamentseröffnung - ihre Tante Marlies ist gestorben.
Dies erwischt Hannah unversehens - führt es sie doch nach Kempenich; den Ort, an dem sie aufgewachsen ist und mit dem sie einen schweren Schicksalsschlag verbindet...

Nachdem sie den Buchladen sowie die Wohnung von Tante Marlies erbt, möchte sie diese nur schnell los werden und ist sehr froh darüber, dass der Geschäftsmann Ben ihr ein scheinbar super Angebot macht...

Je mehr sie sich jedoch mit ihrer Vergangenheit und mit den Menschen in Kempenich auseinandersetzt, desto mehr kämpft Hannah darum, den Verkauf rückgängig zu machen...

Meine Meinung:
Das Cover des Buches spricht sofort an. Es ist sehr romantisch gestaltet und lädt zum Träumen ein. Der Leser kann sich sofort ein Bild von der Gemütlichkeit des Buchladens machen.

Hauptpersonen sind Hannah und Ben. Hannah ist eine junge Frau, die aufgrund eines Schicksalsschlages eigentlich nicht wieder nach Kempenich zurückkehren wollte. Sie kommt immer wieder recht naiv rüber, aber auf ihre Art auch sehr lustig... Beim Kampf um den Buchladen erkennt man die Leidenschaft, mit der sie um Dinge kämpft, die ihr wichtig sind...

Ben ist ein gewiefter Geschäftsmann, der alles daran setzt, sein Ziel zu erreichen. Dabei schreckt er auch vor der ein oder anderen "Lüge" oder falschen Darstellung nicht zurück. Der Leser erkennt jedoch schnell, dass Ben auch eine sehr sympathische und keinesfalls gewissenlose Person ist.

Sehr lustig sind die Damen vom Buchclub, zu denen früher auch Tante Marlies gehörte. Diese unterstützen Hannah tatkräftig beim Kampf um den Buchladen und entlocken dem Leser das ein oder andere Lächeln. Sie dürften im Buch keinesfalls fehlen...

Auch die zahlreichen Begegnungen mit den Dorfbewohnern und dem damit vermittelten Eindruck des "typischen" Dorfs, wo jeder jeden kennt und man somit auch einiges unter der Hand vereinbaren kann, ist herrlich geschrieben... Man fühlt sich gleich hineinversetzt und kann es sich bildlich vorstellen...

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man kann das Buch in einem Rutsch wunderbar weg lesen - es wird nicht langweilig.

Der Spannungsbogen ist aufgrund des Genres nicht unendlich gespannt. Man kann sich bereits am Anfang des Buches denken, wohin die Reise ungefähr geht... Am Ende freut es den Leser trotzdem, wie die Geschichte ausgeht und die Lösung überrascht...

Fazit:
Ein sehr gelungenes Buch zum Träumen und Sich-Wohl-Fühlen. Eine klare Leseempfehlung von mir für alle, die gern lesen und in fremde Welten abtauchen und gleichzeitig auch gegen ein bisschen Romantik nichts einzuwenden haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Lesespaß
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 10.07.2019

Manchmal ist der Tod besser...

Friedhof der Kuscheltiere
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Handlung:
Der Arzt Louis Creed zieht mit seiner Familie in das beschauliche Örtchen Ludlow in Maine, um dort eine neue Stelle als Arzt an der Universität anzunehmen. Ihr neues Haus liegt direkt an der ...

Handlung:
Der Arzt Louis Creed zieht mit seiner Familie in das beschauliche Örtchen Ludlow in Maine, um dort eine neue Stelle als Arzt an der Universität anzunehmen. Ihr neues Haus liegt direkt an der Schnellstraße Route 15.
Das Örtchen Ludlow und seine Einwohner bergen ein gruseliges Geheimnis direkt in den angrenzenden Wäldern, in denen ein ehemaliger Begräbnisplatz der Micmac-Indianer liegt und in denen angeblich der "Wendigo" umgeht...
Die Kinder des Dorfes begraben ihre toten Haustiere auf dem "Haustier-Fritof" - der Pfad beginnt unweit des neuen Hauses von Louis und seiner Familie.

Zur Familie gehören außerdem noch seine Frau Rachel, die Tochter Elli (5) und sein Sohn Gage (2). Kater Church ist der Liebling der Tochter...

Als der Kater an Thanksgiving tot beim Nachbarn Jud auf dem Rasen liegt, weiht dieser Louis in das gruselige Geheimnis der alten Begräbnisstätte ein, die hinter dem Haustierfriedhof zu finden ist... Angeblich kommen dort begrabene Tiere lebendig wieder zu ihrem Herrchen zurück... Als die beiden den Kater tatsächlich dort begraben, nimmt das Unheil seinen Lauf...

Charaktere:
Stephen King zeichnet alle Personen sehr real und nachvollziehbar... Vor allem mit Louis Creed und seinen Gedanken und Beweggründen kann der Leser sich identifizieren...
Man taucht regelrecht in die ländliche Idylle und deren Bewohner ein und folgt den Protagonisten mit jeder neuen Zeile...

Meinung:
Das Buch hat von Beginn an einen roten Faden, der sich ohne Unterbrechung durchzieht. Jedoch finde ich, dass es sich zu langsam aufbaut und schlussendlich zu abrupt und schnell zu einem Ende kommt. Von einem Horrorroman hätte ich mehr "Grusel" erwartet...
Die Sprache ist sehr flüssig und gut zu lesen... Die Gedanken- und Gefühlswelt der Personen kann der Leser gut nachempfinden. Für mich fehlt jedoch der letzte Schliff...
Das offene Ende des Buches lässt den Leser mit einem großen Fragezeichen zurück, was meiner Meinung nach recht gut gelungen ist... Jeder kann sich so selbst überlegen, wie er die Geschichte weiterdenken würde...

Veröffentlicht am 18.05.2018

Wieder sehr spannend

Passagier 23
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Wie immer hat mich Fitzek von der ersten Seite an gefesselt. Eine Geschichte auf einem Kreuzfahrtschiff zu schreiben, die wieder bis zum Schluss ihre Rätsel aufwirft, hat mich des öfteren erschauern lassen... ...

Wie immer hat mich Fitzek von der ersten Seite an gefesselt. Eine Geschichte auf einem Kreuzfahrtschiff zu schreiben, die wieder bis zum Schluss ihre Rätsel aufwirft, hat mich des öfteren erschauern lassen... Die Protagonisten sind teilweise skurrile Typen, was das Buch noch sympathischer macht... Ich werde mir jedenfalls nun 2 mal überlegen, ob ich auf eine Kreuzfahrt gehe...

Veröffentlicht am 18.05.2018

Aufwühlend...

Der Hexenschöffe
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Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein historisches Buch in die Hand genommen und muss sagen, dass mich bei der Lektüre von "Der Hexenschöffe" nicht nur einmal die Gänsehaut überkommen hat. Dieses Buch ...

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein historisches Buch in die Hand genommen und muss sagen, dass mich bei der Lektüre von "Der Hexenschöffe" nicht nur einmal die Gänsehaut überkommen hat. Dieses Buch beschreibt unglaublich intensiv und ohne Umschweife wie schnell man in der damaligen Zeit in die Fänge der Hexenrichter geriet und keine Chance hatte zu entkommen... Es fällt einem teilweise schwer die Grausamkeiten zu lesen, doch gleichzeitig kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sehr empfehlenswert!!!