Platzhalter für Profilbild

kirsche98

Lesejury Profi
offline

kirsche98 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kirsche98 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Eine andere Geschichte der Peggy Guggenheim

Peggy
0

Der Name Peggy Guggenheim ist bekannt, jedoch wusste ich so gut wie nichts mit ihm anzufangen, außer ihn mit Kunst zu assoziieren. Ich war sehr gespannt auf die Ausarbeitung der Autorin und ans sich hat ...

Der Name Peggy Guggenheim ist bekannt, jedoch wusste ich so gut wie nichts mit ihm anzufangen, außer ihn mit Kunst zu assoziieren. Ich war sehr gespannt auf die Ausarbeitung der Autorin und ans sich hat mir das Buch auch gefallen. Ein sehr flüssiger Erzählstil, überhaupt nicht langgezogen erzählt und definitiv viele interessante Einblicke in das Leben der Kunstmäzenin. Aber leider hat mir auch viel von ihrem Leben gefehlt. Wer war sie als Person?
Der erste Teil hat ihren Charakter ziemlich schön eingefangen, die Trauer um ihren verstorben/verschollenen Vater und der Wunsch aus dem gesellschaftlichen Konstrukt ihres Nachnamens auszubrechen. Später hatte ich teilweise vermehrt das Gefühl, dass eher belanglose Unterhaltungen porträtiert wurden, die eigentlich eher nichts-sagend zu ihrer Person gewesen sind. Auch habe ich nicht ganz verstanden, warum die Romanbiografie über Peggy Guggenheim nicht ihr ganzes Leben erstreckt, mir fehlt das sehr viel zu der Person. Dennoch eine Leseempfehlung, allerdings mit dem Disclaimer, dass die Geschichte der Peggy nicht vollständig erzählt wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2025

Wir sind alle Kinder unserer Eltern

Die Summe unserer Teile
0

Ein wahnsinnig schönes Buch, an dem mir wirklich nichts nicht-gefallen hat. Das Cover und generell die ganze Aufmachung des Buches sind schön gestaltet. Und der Inhalt hat mir noch viel besser gefallen: ...

Ein wahnsinnig schönes Buch, an dem mir wirklich nichts nicht-gefallen hat. Das Cover und generell die ganze Aufmachung des Buches sind schön gestaltet. Und der Inhalt hat mir noch viel besser gefallen: Eine Geschichte von drei Frauen, über drei Frauen. Sie alle sind Töchter, und Paola Lopez beschreibt ganz wunderbar, was es heisst, die Tochter der eigenen Mutter zu sein, die wiederum doch auch nur die Tochter ihrer Mutter ist.
Lucy begibt sich auf eine Reise, die viel in ihrem Leben verändert. Und ich hatte wirklich Spaß dabei, sie zu begleiten. Auch das Eintauchen in die Geschichte und Perspektive ihrer Mutter und Großmutter fand ich toll. Und dabei habe ich gemerkt, dass es wie bei so vielen Dingen im Leben um das verstehen geht. Und dass dies nicht immer einfach ist. Paola Lopez hat es in Wörter gepackt, in wahnsinnig schöne Wörter sogar.
Eine definitive Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2025

Eine lebendige Geschichte

Erdbeeren und Zigarettenqualm
0

Für mich ist 'Erdbeeren und Zigarettenqualm' eine Geschichte aus dem Leben.

Nicht nur der Titel hat mich verzaubert, auch die Protagonist:innen. Wir begleiten die Erzählerin durch intensive Jahre, mit ...

Für mich ist 'Erdbeeren und Zigarettenqualm' eine Geschichte aus dem Leben.

Nicht nur der Titel hat mich verzaubert, auch die Protagonist:innen. Wir begleiten die Erzählerin durch intensive Jahre, mit vielen Höhen und Tiefen und allem was zu den 20-ern dazu gehört: eine besondere Freundschaft, Liebschaften, die kommen und gehen, das Hinterfragen des eigenen Handelns (oder eben das genaue Gegenteil), der Umgang mit einer Krankheit, die gesellschaftlich viel ignoriert wird... Viele wichtige Themen auf knapp 250 Seiten, ich bin überrascht, wie gut Madeline Docherty dies hinbekommen hat.

Der Schreibstil hat mich komplett überzeugt, die direkte Ansprache an die Leser:innen war mir fremd und vielleicht gerade deswegen noch ein bisschen fesselnder, ohne aber zu intensiv zu sein. Ich bin gespannt auf alles weitere der Autorin und kann diesen Debütroman von ganzem Herzen nur empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2025

Ein tolles Debüt!

Wenn wir lächeln
0

Eine Geschichte über Freundschaft, etwas besonderem und einzigartigem. Ich habe die 250 Seiten verschlungen und doch kann ich nicht so wirklich sagen, was in diesem Buch passiert. Denn es ist so viel und ...

Eine Geschichte über Freundschaft, etwas besonderem und einzigartigem. Ich habe die 250 Seiten verschlungen und doch kann ich nicht so wirklich sagen, was in diesem Buch passiert. Denn es ist so viel und doch so wenig, aber genau das macht es so besonders. Den Schreibstil von Mascha Unterlehberg habe ich als besonders wahrgenommen, sehr lyrisch und doch auch wieder direkt. Fast schon magisch. Ich hatte wahnsinnig viel Spaß, habe viele Textpassagen mehrmals gelesen, nicht weil ich sie nicht verstanden habe, sondern weil sie mich regelrecht verzaubert haben.
Und doch hat mir eine Sache an dieser Geschichte gefehlt: Jara und Anto waren für mich nicht wirklich greifbar. Weder als einzelne Personen, noch die Freundschaft zwischen den beiden. Das finde ich im Nachhinein etwas schade, das Leseerlebnis hat es aber für mich nicht verändert - eine klare Empfehlung also!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2025

Fühlt sich an wie eine therapierende Umarmung

Das Lieben danach
0

Ein nicht einfaches Thema, die Verarbeitung eines Traumas und das Teilen der Geschichte. Helene Bracht erzählt von frühem Missbrauch, vom aufwachsen in einer Gesellschaft, die gerne wegschaut und ignoriert. ...

Ein nicht einfaches Thema, die Verarbeitung eines Traumas und das Teilen der Geschichte. Helene Bracht erzählt von frühem Missbrauch, vom aufwachsen in einer Gesellschaft, die gerne wegschaut und ignoriert. Das herangehen an das lieben, das doch niemals aufhören soll...
Dieses Buch ist kein klassischer Ratgeber für 'danach' und trotzdem wird den Leser:innen gezeigt, wie es doch funktionieren kann. Mit harten und zugleich einfühlsamen Worten erzählt die Autorin von ihrem Leben und eben dem lieben. Auf den knappen 180 Seiten gibt sie einen Einblick in ihr Leben und ihr Herz, zeigt sich verletzlich und vor allem aber mutig. Sie gibt sich selber eine Stimme und trägt damit auch ganz viel zur Traumabewältigung anderer Missbrauchsopfer bei. Eine klare Leseempfehlung, auch für Menschen, die von der Thematik nicht direkt betroffen sind!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere