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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Bestie oder Bestie?

Bestie
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Ich bin großer Fan von Joana, ihrem YouTube-Kanal und ihrer Buchempfehlungen. Für mich war klar, dass ich auch ihr Debüt lesen muss. Eine Geschichte von Freundschaft, dem Weg zu sich selber und der großen ...

Ich bin großer Fan von Joana, ihrem YouTube-Kanal und ihrer Buchempfehlungen. Für mich war klar, dass ich auch ihr Debüt lesen muss. Eine Geschichte von Freundschaft, dem Weg zu sich selber und der großen Frage, wer man eigentlich ist und auch wer man sein möchte.

Und es ist definitiv ein gelungenes Debüt!

Beide Protagonistinnen sind mir nicht wirklich sympathisch, was aber wahrscheinlich auch die Intention der Autorin gewesen ist. Dass die Welt der Influencerin Anouk mehr Schein als Sein ist, war keine große Überraschung. Das Verlangen von Lilly Teil dieser Welt zu sein, kann ich nicht so wirklich nachvollziehen. Vielleicht ziehe ich aus diesem Grund auch einen Stern ab, diese Ganze Welt ist eben nicht meins. An einigen Stellen hat mir auch die Tiefe etwas gefehlt, ich hatte das Gefühl, dass zu viel gleichzeitig passiert.

Der Schreibstil hat mich sehr überzeugt. Prosa und Lyrik zwischen Träumen und Trümmern der Wahrheit.

Den Roman würde ich eher einer jüngeren Zielgruppe (17-22 Jahre) empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Farben und Gefühle

Was du siehst
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Ich sehe was, was du nicht siehst... Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft, Vergangenheit und Zukunft - all das bringt der Roman von Laura Maaß mit.
Ein sehr schöner Aufbau des Buches, jedes Kapitel hat eine ...

Ich sehe was, was du nicht siehst... Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft, Vergangenheit und Zukunft - all das bringt der Roman von Laura Maaß mit.
Ein sehr schöner Aufbau des Buches, jedes Kapitel hat eine Farbe als Titel. Dieser Stil wird auch in den Texten selber fortgeführt. Den verschiedenen Zeitsprüngen war einfach zu folgen, die Charaktere so geschrieben, dass man ihre Gedanken und Taten nachvollziehen konnte.
Anfangs war ich von den vielen Namen und Charakteren ein wenig verwirrt, das hat sich dann aber nach einigen Kapiteln gelegt. Obwohl das Buch nicht außergewöhnlich lang ist, hatte ich das Gefühl, dass sehr viel passiert. Und doch war es nicht zu viel, es hat alles irgendwie gepasst. Das Erzähltempo ist angenehm, teilweise etwas zu langsam.
Zum Ende hin zieht es sehr an, was ich dann doch etwas schade finde, da hätte ich mir mehr gewünscht. Ansonsten ein tolles Buch.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Das Leben nach einem Amoklauf

Die Ausweichschule
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Ich muss gestehen, vor diesem Buch noch nichts von Kaleb Erdmann gehört zu haben. Die Leseprobe und den Klappentext fand ich sehr interessant und aussagekräftig. Das Buch im Ganzen hat mich dann leider ...

Ich muss gestehen, vor diesem Buch noch nichts von Kaleb Erdmann gehört zu haben. Die Leseprobe und den Klappentext fand ich sehr interessant und aussagekräftig. Das Buch im Ganzen hat mich dann leider nicht mehr so sehr abgeholt.
Der Ich-Erzähler erlebt 20 Jahre später einen Amoklauf an seiner Schule aus einer neuen Perspektive. Er ist jetzt erwachsen und möchte ein Buch schreiben. Auf der Spur nach Antworten durchlebt er einen prägenden Teil seiner Jugend noch einmal. Klingt eigentlich super spannend, jedoch fand ich es teilweise sehr langatmig und fast schon langweilig beschrieben. Mir hat etwas an Persönlichkeit, an Trauma und Verarbeitung gefehlt, gerade weil der Autor seine eigenen Geschichte erzählt.
Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben, aber habe mir irgendwie mehr erhofft, die Brutalität der Situation wird in dem Roman "Die Ausweichschule" meiner Meinung nach zu sehr verschleiert.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Zwischen Zugehörigkeit, Identität und Liebe

Wohin du auch gehst
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Ein gelungenes Debüt. Christina Fonthes erzählt von zwei Frauen, die auf eine besondere Art und Weise verbunden sind. Mira wächst im Kongo auf, verliebt sich und muss Entscheidungen treffen. Oder werden ...

Ein gelungenes Debüt. Christina Fonthes erzählt von zwei Frauen, die auf eine besondere Art und Weise verbunden sind. Mira wächst im Kongo auf, verliebt sich und muss Entscheidungen treffen. Oder werden die Entscheidungen viel mehr für sie getroffen?
Zwei Jahrzehnte später steht Bijoux vor einer ähnlichen Entscheidung. Die Kongolesin lebt mittlerweile in London, doch wird immer noch sehr von ihrer religiösen Familie geprägt.
Die Autorin bringt die Gefühlslagen der Protagonisten sehr angenehm rüber, nicht zu aufdrängend, aber trotzdem aussagend. Auch die Themen des Buches haben mich angesprochen, Identität, Zugehörigkeit, Abgrenzung der Familie, Liebe und Freundschaft. "Wohin du gehst" hat mir gut gefallen.
Ich kenne das von einigen anderen PoC-Autor:innen, dass Wörter aus der afrikanischen Sprache verwendet werden, hier hat das meinen Lesefluss aber überhaupt nicht beeinflusst, sondern hat die ganze Geschichte einfach nur ein Stückchen authentischer gemacht.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein Buch, welches ich gerne mit 15 gelesen hätte

Himmel ohne Ende
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Wow, mit Sicherheit eines der schönsten Geschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe. Julia Engelmann schreibt wahnsinnig poetisch (aber wer hat etwas anderes erwartet?), mit Gefühl für Emotionen und ...

Wow, mit Sicherheit eines der schönsten Geschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe. Julia Engelmann schreibt wahnsinnig poetisch (aber wer hat etwas anderes erwartet?), mit Gefühl für Emotionen und der Schmerz der Protagonistin Charlie ist auf angenehme Art und Weise so präsent, dass der eigene jugendliche Schmerz ein bisschen hochgekommen ist.
"Eine Geschichte über Freundschaft und die Frage, wer wir sein können" - so einfach wie dieser Satz klingen mag, das Buch war viel mehr als das. Ich habe viele Passagen markiert, weil sie so mitten ins Herz getroffen haben. Und wer hätte gedacht, dass die 15-jährige Charlie so tolle Lebensweisheiten verteilen kann?
Das abtauchen ihres Vaters, Schwierigkeiten in der Schule, Freundschaften, die vielleicht gar keine Freundschaften sind und keine Freundschaften, die dann doch Freundschaften sind. Das Gefühl des aneckens, von Erwachsenen-nicht-verstanden-werden, das nicht dazugehören - all dieses Gefühle fühlt Charlie. Und all diese Gefühle verarbeitet Charlie in dem Roman "Himmel ohne Ende" ganz wunderbar.

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