Cover-Bild Himmel ohne Ende
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25,00
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  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 23.07.2025
  • ISBN: 9783257073232
Julia Engelmann

Himmel ohne Ende

Charlie ist fünfzehn und vermisst ihren Vater, besonders seit ihre Mutter wieder einen Mann hat. Und als ob das nicht genug wäre, hat ihre beste Freundin gerade den Jungen geküsst, in den Charlie verknallt ist. Seitdem hat es den Anschein, als befinde sich zwischen ihr und der Welt eine Glasscheibe. Und dann kommt Pommes, der eigentlich Kornelius heißt und der aus der Glasscheibe ein Autofenster macht, das man runterkurbeln und durch das Charlie ihre Hand endlich wieder in den Himmel strecken kann.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

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Die fünfzehnjährige Charlie wächst ohne Vater auf. Als ihre Mutter einen neuen Mann kennenlernt, kommt sie sich allein vor, scheint einsamer zu sein als jemals zuvor. Als Kornelius in ihr Leben tritt, ...

Die fünfzehnjährige Charlie wächst ohne Vater auf. Als ihre Mutter einen neuen Mann kennenlernt, kommt sie sich allein vor, scheint einsamer zu sein als jemals zuvor. Als Kornelius in ihr Leben tritt, ändert sich alles, der Himmel scheint weiter und Pommes, wie Kornelius genannt wird, hat einen großen Anteil daran, dass nun alles anders wird.

»Jetzt müsste ich die richtigen Worte finden, dachte ich, Worte, die bedeuteten, was ich wirklich meinte, was ich tief innen wirklich meinte. Aber es war, als hätte mein Mund noch nie etwas gesagt, als hätte ich meine Stimme noch nie gehört, als erinnerte ich mich aus meinem gesamten Leben an keinen einzigen Satz.« (Seite 123)

Wie war das noch, jung zu sein, ein Teenager mitten in der Pubertät mit seltsamen Gedanken, verstörenden Gefühlen und Angst vor der großen, weiten Welt? Charlie ist einsam, in ihr tobt ein Sturm, so gerne würde sie darüber sprechen, aber noch traut sie sich nicht. Erst als Kornelius unerwartet an ihre Schule kommt, ändert sich das. Kornelius, der groß und blond ist, furchtlos und dennoch voller Angst. Julia Engelmann hat perfekt eingefangen, wie es ist, wenn der Himmel schwarz ist, obwohl er schimmert blau.

»Ich musterte ihre winzigen Glupschaugen und fragte mich, ob sie es auch fühlten. Dass alles Traurige, Tragische, Lustige, Schöne, das sich vor ihren Augen abspielte, hinter einer Glasscheibe passierte.« (Seite 142)

Obwohl mich die Geschichte nicht sofort in ihren Bann zog, wie ich es erwartet hatte, kam ich nicht von diesem Buch los und irgendwann konnte ich gar nicht glauben, was geschah: Der Zauber brach sich seinen Bann und ich reiste mit Charlie, kämpfte mich durch ihren Alltag, fühlte ihren Schmerz. Ihre turbulente Gefühlswelt war meine, ich litt und ich weinte, ich schmunzelte und hoffte, durchlebte den Sommer, kam mit ihr in den Herbst, fror im Winter und schöpfte Hoffnung im Frühling. In poetischer Weise, mit Sätzen, die ich am liebsten alle unterstrichen hätte, hat Julia Engelmann eine Geschichte erzählt, die trifft, und zwar mitten ins Herz. Danke dafür!

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Eines meiner Jahres-Higlights 2025

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Als Poetry Slammerin ist Julia Engelmann bekannt wie ein bunter Hund. Ich war gespannt. Kann sie auch gute Geschichten schreiben, einen ganzen Roman füllen? Ich bin positiv überrascht. Und ein wenig verliebt. ...

Als Poetry Slammerin ist Julia Engelmann bekannt wie ein bunter Hund. Ich war gespannt. Kann sie auch gute Geschichten schreiben, einen ganzen Roman füllen? Ich bin positiv überrascht. Und ein wenig verliebt. In ihren Erzählstil, ihre poetische Sprache, in diese nachdenkliche 15-jährige Ich-Erzählerin Charlie, die sie vermutlich den Verletzlichen unter uns auf den Leib geschrieben hat.

Ich konnte mich gut in Charlies Ängste, Bedürfnisse und Gedanken einfühlen, die Heranwachsende beschäftigen, wenn sich um sie herum alles verändert und einstürzt. Wir begleiten Charlie auf einem Stück ihres Weges und schauen tief in ihren Kopf und ihre Gefühlswelt. Sie lebt mit ihrer Mutter allein, der Vater hat beide verlassen. Auch ihre beste Freundin wendet sich ab und verliebt sich in denselben Jungen wie Charlie – ein weiterer schmerzhafter Bruch. Für Charlie entsteht dadurch eine große Lücke nach der anderen. Und damit auch viel Unsicherheit.

Die Protagonistin durchlebt viel auf einmal: Verlust, Selbstfindung, die ersten Schritte des Erwachsenwerdens. Neue Begegnungen, etwa mit „Pommes“, helfen Charlie, wieder Vertrauen zu fassen und das Leben zu spüren - nicht mehr wie durch eine Glasscheibe getrennt von der Welt, sondern wie durch ein Autofenster, dass sich nach Belieben öffnen lässt. Julia Engelmann nutzt diese und viele andere sprachliche Bilder. Und genau das mag ich so sehr an dem Buch. Die Gefühls- und Innenwelt von Charlie wird so greifbarer, melancholischer, echter. Wenn ich ein klein wenig Kritik üben würde, dann nur daran, dass mir persönlich die Metapher des "Himmels" etwas zu oft aufgegriffen wurde.

Insgesamt eins meiner Highlights dieses Jahr. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 02.11.2025

„Himmel ohne Ende“ So schön, so ehrlich, so voller Hoffnung.

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Hast du dich als Jugendliche immer verstanden gefühlt? Oder ging es dir wie Charlie? 
Julia Engelmann hat einfach ein unglaubliches Gespür für Worte und Gefühle. Ihre Sprache ist fein, ehrlich und auch ...

Hast du dich als Jugendliche immer verstanden gefühlt? Oder ging es dir wie Charlie? 
Julia Engelmann hat einfach ein unglaubliches Gespür für Worte und Gefühle. Ihre Sprache ist fein, ehrlich und auch poetisch, man spürt jede Emotion. Ich habe mit Charlie so sehr mitgelitten, gehofft und mich mit ihr über jeden kleinen Fortschritt gefreut.
Worum geht’s?
Charlie ist fünfzehn und fühlt sich plötzlich von allem abgeschnitten, vom Vater, der nicht mehr da ist, von ihrer besten Freundin, die den Jungen geküsst hat, in den Charlie verliebt ist und von der Mutter, die einen neuen Partner hat. Alles fühlt sich falsch an, bis Kornelius, genannt Pommes in ihr Leben tritt. Mit ihm wird aus der trennenden Glasscheibe zwischen Charlie und der Welt ein heruntergelassenes Autofenster, durch das sie endlich wieder die Hand in den Himmel strecken kann.
Eine leise, aber unglaublich kraftvolle Geschichte über Verlust, Freundschaft, Selbstfindung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
Für mich war es ein echtes Lesehighlight, so traurig, so schön, so tiefgründig und so nah dran am echten Leben.
Ein Buch, das ich am liebsten gleich noch mal lesen möchte und es erinnert uns daran, wie es war, jung zu sein und wie schön es ist, wieder Hoffnung zu spüren.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Voll aus dem Leben gegriffen

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Charlie ist fünfzehn. Sie vermisst ihren Vater. Als sich dann ihre beste Freundin einer anderen Mitschülerin zuwendet, fühlt Charlie sich noch mehr als Außenseiterin als bisher. Sie fühlt sich, als wäre ...

Charlie ist fünfzehn. Sie vermisst ihren Vater. Als sich dann ihre beste Freundin einer anderen Mitschülerin zuwendet, fühlt Charlie sich noch mehr als Außenseiterin als bisher. Sie fühlt sich, als wäre die Welt hinter einer Glasscheibe. Ein neuer Mitschüler allerdings kommt in die Klasse, Kornelius, der sofort den Spitznamen Pommes erhält. Und mit ihm erlebt Charlie jede Menge traurige, tragische, lustige und schöne Momente.

Mit ihren fünfzehn Jahren ist Charlie auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. So wie das nun mal die Aufgabe in der Pubertät ist. Das erscheint nicht immer einfach. Das Buch schildert Charlies Sicht der Dinge, es spiegelt tatsächlich die Suche dieser Jugendlichen nach allem, was Sinn gibt in ihrem Leben. Das fällt umso einfacher, da Charlie ihre Geschichte ja selbst erzählt, so dass man als Leser jeden Moment sehr intensiv mit ihr zusammen erlebt.

Diese Geschichte trifft ausgezeichnet die Gedanken der fünfzehnjährigen Charlie. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2025

Tolle Geschichte

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Das Buch erzählt auf eine leise aber doch eindringliche Art das Leben aus der Sicht einer Teenagerin. Ich konnte beim Lesen so viel nachvollziehen und fand besonders die Erzählweise sehr gelungen. Die ...

Das Buch erzählt auf eine leise aber doch eindringliche Art das Leben aus der Sicht einer Teenagerin. Ich konnte beim Lesen so viel nachvollziehen und fand besonders die Erzählweise sehr gelungen. Die Autorin schafft es einfach sehr gut das Gefühlswirrwarr eines Teenagermädchens zu erzählen.
Eine tolle Coming of Age Geschichte, die ich euch sehr ans Herz legen kann.

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