Männlich geprägt, aber viel Spannung
To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)"To kill a shadow" ist ein Buch, welches das Rad nicht neu erfindet. Außergewöhnliche Protagonistin wird durch Zufall entdeckt und darf auf ein Elitecollege gehen, auf dem sie für den Krieg ausgebildet ...
"To kill a shadow" ist ein Buch, welches das Rad nicht neu erfindet. Außergewöhnliche Protagonistin wird durch Zufall entdeckt und darf auf ein Elitecollege gehen, auf dem sie für den Krieg ausgebildet wird. Tausend Mal in den letzten Jahren gelesen. Und somit war ich auch zunächst sehr skeptisch, ob mir das Buch den gewissen Kick bieten kann.
Mein größter Kritikpunkt kristallisierte sich schon sehr früh heraus. Protagonistin Kiara wird zum College eskortiert, wo sie auf Männer trifft. Ausnahmslos Männer. Denn das College bildet nur das vermeintlich starke Geschlecht aus, Frauen sind Fehlanzeige. Diese Unausgeglichenheit führte mich vor einige psychologische Probleme. Denn obwohl Kiara die einzige Frau dort ist und die Männer zudem wochenlang keine Frauen sahen, wird sie weder sexuell belästigt, noch angemacht. Völlig okay - wer möchte das schon unbedingt lesen? Aber als realistisch empfand ich das nicht. Der Love Interest betont zudem alle paar Seiten, dass es nicht ihr Geschlecht wäre, was sie so attraktiv macht. Kiara bekommt keinerlei Probleme mit der Aufnahme und wird ausgebildet.
Der positive Aspekt daran: Das College ist nur eine kurze Station in dem Buch. Schnell wird man ins Abenteuer geworfen. Eine Schlacht steht bevor. Unheil und Fabelwesen. Kiara war dabei etwas widersprüchlich. Als doch sehr gute Kämpferin, deren Künste sie als Ausnahmetalent bis in die Armee gebracht hat, trägt sie manchmal doch erstaunlich wenig zu den Kämpfen bei. Und dann wiederum gibt es Kämpfe, die sie quasi alleine regelt. Realistisch dargestellt wurden dabei ihre Gefühle. Beispielsweise nach ihrer ersten Tötung.
Überrascht hat mich das Buch in seiner Entwicklung. Ich mag ein schnelles Tempo und ich liebe es, wenn meine Theorien sich als falsch herausstellen. Unvorhersehbare Ereignisse und schonungsloses Verhalten der Autorin ließen mich durch die Seiten fliegen. Die Spannung war konstant da. Die Herausforderungen trugen letzten Endes doch eine persönliche Signatur und Band 2 wird definitiv bei mir einziehen.
Letzten Endes ist das Buch eine Leseempfehlung, überwiegt doch der grandiose Schreibstil.