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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2022

Nette Sommerlektüre

Kein Sommer ohne dich
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Poppy und Alex sind seit dem College beste Freunde. Obwohl sich beide sehr voneinander unterscheiden, verstehen sie sich beide richtig gut miteinander und ihr Humor ist definitiv auf der gleichen Wellenlänge. ...

Poppy und Alex sind seit dem College beste Freunde. Obwohl sich beide sehr voneinander unterscheiden, verstehen sie sich beide richtig gut miteinander und ihr Humor ist definitiv auf der gleichen Wellenlänge. Da sie geografisch weit entfernt voneinander leben, besteht ihre einzige Chance, sich persönlich zu treffen, darin, jedes Jahr gemeinsam eine Sommerreise zu unternehmen. Aber vor zwei Jahren kam passierte etwas während ihrer gemeinsamen Reise, was sie voneinander trennte und seitdem haben Poppy und Alex nicht mehr miteinander gesprochen. Jetzt will Poppy noch eine Reise mit Alex unternehmen, um ihre Freundschaft wiederherzustellen.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht Poppys und abwechselnd zwischen Rückblenden und der Handlung im Jetzt erfahren die Leser*innen, wie sich ihre Freundschaft bzw. ihre Gefühle füreinander über die Zeit und während der verschiedenen Urlaubsreisen entwickelt hat bzw. haben. Beim Lesen kam bei mir jedoch leider keine so richtige romantische Stimmung auf, ich habe die Chemie zwischen den Poppy und Alex nicht richtig gespürt. Als Freunde waren sie toll, aber sie fühlten sich für mich nicht wie ein Liebespaar an, meiner Meinung nach wären beide in einer platonischen Beziehung besser aufgehoben. Auch störte mich, dass beide nicht so richtig offen über ihre Gefühle füreinander reden konnten. Hätten sie sich beide früher ihre Gefühle für den jeweils anderen, wäre es zu weniger Missverständnissen und Konflikten gekommen.

Hingegen gut gefallen hat mir der leicht humorvolle und locker leichte Schreibstil sowie die Szenen, in denen beide einfach tolle Freundschafts- und Reisemomente miteinander erlebt haben, frei von irgendwelcher Fehlkommunikation.

Mein Fazit: Netter und unterhaltsamer Liebesroman über zwei Freunde, die zu Liebenden werden, die vielleicht als Freunde besser zueinander gepasst hätten.

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Veröffentlicht am 23.06.2022

Was ist Wahrheit und was nicht?

His Dark Whisper
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Zu Beginn von „His Dark Whisper“ begegnen die Leser*innen Keegan, der er es bis jetzt nicht leicht in seinem Leben hatte. Er ist von Zweifeln und pessimistischen Gedanken geprägt und auch nicht ohne Hass. ...

Zu Beginn von „His Dark Whisper“ begegnen die Leser*innen Keegan, der er es bis jetzt nicht leicht in seinem Leben hatte. Er ist von Zweifeln und pessimistischen Gedanken geprägt und auch nicht ohne Hass. Als Keegan sich an einem absoluten Tiefpunkt in seinem Leben befindet, wird Lark, die Stimme in seinem Kopf, zu einer realen Person und nimmt ihn auf die Reise in eine andere Welt voller Gefahren und Abenteuer und auch auf eine Reise zu sich selbst. Doch wieso erscheint Lark genau zu diesem Zeitpunkt? Was ist Fiktion und was ist Realität?

Das Buch ist spannend von Anfang bis zum Ende und voll von überraschenden Wendungen. Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive Keegans mit Ausnahme einiger Kapitel, die aus Sicht von Paro erzählt werden. Es ist ein Mix aus Fantasyroman und Elementen aus anderen Mythologien. Von den ersten Seiten an ist mir besonders Keegan ans Herz gewachsen, auch wenn er im Verlauf der Geschichte nicht immer einfach war zu mögen. Keegans persönliche Charakterentwicklung ist nachvollziehbar und authentisch, er ist nicht perfekt und hat seine guten wie schlechten Seiten, aber er gibt nicht auf und kämpft weiter.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut, er ist atmosphärisch und leicht poetisch. Was mir nicht so gut gefiel, war, dass es mir teilweise etwas zu schnell ging, wodurch die Geschichte an manchen Stellen leicht verwirrend war. Auch war es nicht immer leicht zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden.

„His Dark Whisper“ ist kein leichtes Buch und keines, das man so nebenbei liest, man muss sich auf die behandelten Themen (Triggerwarnungen im Buch) und die Handlung einlassen können, doch wenn man dazu bereit ist, wird man mit einer gut erzählten und außergewöhnlichen Geschichte belohnt, die einem zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Die destruktive Kraft des Hasses

Die dunkle Leidenschaft
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In „Die dunkle Leidenschaft“ behandelt Prof. Dr. med. Reinhard Haller, Gerichtspsychiater und Psychotherapeut, in fünfzehn Kapiteln die dunkle Emotion Hass in all seinen Facetten. Er geht darauf ein wie ...

In „Die dunkle Leidenschaft“ behandelt Prof. Dr. med. Reinhard Haller, Gerichtspsychiater und Psychotherapeut, in fünfzehn Kapiteln die dunkle Emotion Hass in all seinen Facetten. Er geht darauf ein wie Hass entsteht, wie er geschürt wird, was Hass mit Zorn, Wut, Narzissmus und Empathiemangel zu tun hat und welchen Einfluss die Erziehung und das soziale Umfeld auf das Entstehen von Hass haben. Ebenso zeigt er Wege auf, wie jeder Einzelne den eigenen Hass überwinden kann und was die Gesellschaft gegen Hass tun kann.

Hass war, ist und wird immer ein aktuelles Thema und Phänomen bleiben. In kurzen gut strukturierten Kapiteln schafft es Reinhard Haller trotz der Verwendung von Fachbegriffen aus den Bereichen der Hirnforschung und der Psychologie, auf verständliche Art und Weise das Thema Hass den Leser*innen näher zu bringen. Die konkreten Fallbeispiele aus seiner psychiatrischen Praxis sowie die Besprechung bekannter Taten, die auf Hass beruhen, sorgen für zusätzliche Anschaulichkeit. Ebenso wird auf aktuelle Ereignisse wie z.B. der Ukraine-Krieg und Phänomene wie Incels, Hate-Speech im Netz oder Amoktäter eingegangen. Der Autor macht deutlich, dass Hass eine destruktive Kraft und Emotion. Um ihn zu überwinden ist Empathie und Mitgefühl und Verständnis für den Anderen nötig.

„Die Dunkle Leidenschaft“ ist ein informatives und aufschlussreiches Sachbuch über Hass, dass sich lohnt zu Lesen.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

When all hell breaks loose...

City on Fire
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„City on Fire“ spielt Ende der 1980er Jahre in Providence, Rhode Island, und es braut sich ein Krieg zwischen den irischen und italienischen Familien zusammen, ausgelöst durch eine schöne Frau. Achtzehn ...

„City on Fire“ spielt Ende der 1980er Jahre in Providence, Rhode Island, und es braut sich ein Krieg zwischen den irischen und italienischen Familien zusammen, ausgelöst durch eine schöne Frau. Achtzehn Monate später wird sich für alle Beteiligten alles geändert haben.
Hauptcharakter von „City on Fire“ ist Danny Ryan und er ist der perfekte Antiheld wie er im Buche steht, aber was für ein liebenswerter. Danny ist voller Fehler aber als Leserin fühlt man sich zu ihm hingezogen und man hofft, dass er Heil aus der ganzen Sache herauskommt.

Was die Geschichte richtig zum Leben erweckt und ihr Tiefe verliehen hat, sind die vielen verschiedenen Perspektiven, aus denen sie erzählt wird und die ständig wechseln ohne dabei zu verwirren. Der Autor hat es dabei geschafft jeden Charakter seine eigene Stimme zu geben, sie waren nicht nur Handlungselemente, sondern Personen mit eigenen Gedanken und Gefühlen, die mal mehr oder weniger sympathisch rüberkommen, dabei aber nie ihre Authentizität verliere.

„City on Fire“ ist ein Page-Turner, der von der ersten Seite an die Leser
innen fesselt und von dem man mit seinen düsteren und authentischen Dialogen und Charakteren nicht genug bekommen kann. Er ist atmosphärisch und spannend geschrieben und wie es sich für einen guten Gangster- bzw. Mafia-Thriller auch gehört voller Blut und Gewalt. Lesenswert!

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Eine Liebesaffäre erzählt in Versen

Verheizte Herzen
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Ana ist eine erfolgreiche Anwältin in einer britischen Anwaltskanzlei, die sich routinemäßig mit Familienstiftungen und Testamenten befasst. Obwohl sie die Frau eines Schullehrers und Mutter von zwei kleinen ...

Ana ist eine erfolgreiche Anwältin in einer britischen Anwaltskanzlei, die sich routinemäßig mit Familienstiftungen und Testamenten befasst. Obwohl sie die Frau eines Schullehrers und Mutter von zwei kleinen Kindern ist, beginnt Ana eine leidenschaftliche Affäre mit einem unglücklich verheirateten Kunden namens Connor, einem Architekten, der mit seiner Frau Rebecca drei Söhne im Teenageralter hat. Während das Buch nicht gerade für die Affäre spricht oder sie als eine gute oder positive Sache darstellt, können einige der kurzen Einblicke in Anas Leben ihre Handlungen erklären, ohne sie zu entschuldigen. Connor stirbt dann bei einem Verkehrsunfall und befindet sich Ana nun in engem Kontakt mit der plötzlich verwitweten Rebecca aufgrund Connors Testament. Ana wird dann nach und nach Teil von Rebeccas Leben, um irgendwie mit Connors Tod umgehen zu können. Ana ist nicht gerade die sympathischste Hauptfigur aber sie ist nicht böswillig. Sie ist fehlerhaft und in einem seelisch schlechten Zustand nach Connors Tod.

Der Roman wird aus der Sicht Anas und im Prosastil, was dem Tempo und dem Erzählfluss der Geschichte geholfen hat und auch die Einzigartigkeit des Romans ausmacht. Es verleiht bestimmten Wörtern mehr Kraft und Prägnanz und versetzt die Leser*innen in den Geist einer Frau, die nach dem Tode eines geliebten Menschen nicht mehr klar denken kann. Die Prosa war herzzerreißend und ich fühlte mich Ana so nahe, dass ich ihren Kummer und ihre Besessenheit miterlebte. „Verheizte Herzen“ ist ein außergewöhnlicher und bewegender Roman, der einen nicht so schnell loslässt. Lesenswert!

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