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Veröffentlicht am 11.06.2018

Ein monstermäßig gutes Buch zum Schmunzeln

Monstergrüße am Morgen
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In der Ziegelstraße Nr. 42 schlafen viele noch. Ist aber auch gerade mal 7 Uhr! Aber es sind auch schon einige wach. Frau Althaus war sogar schon unterwegs, Familie Schwertfeger sitzt am Frühstückstisch, ...

In der Ziegelstraße Nr. 42 schlafen viele noch. Ist aber auch gerade mal 7 Uhr! Aber es sind auch schon einige wach. Frau Althaus war sogar schon unterwegs, Familie Schwertfeger sitzt am Frühstückstisch, andere machen sich schick für den Tag. Doch plötzlich bebt der Boden und Wände wackeln. Ohrenbetäubendes Gebrüll erschallt! Was kann das bloß sein?

Nacheinander blicken wir in die einzelnen Wohnungen und sehen, welche Vermutungen die einzelnen Bewohner anstellen. Durch den Schreck wird Kaffee verschüttet, fliegen Eier und der Lippenstift nimmt schon mal seinen ganz eigenen Weg durchs Gesicht. Hier gibt es viel zu betrachten und zu schmunzeln. Um was es sich am Ende dann wirklich handelt, werde ich natürlich nicht verraten.

Während in der ersten Hälfte des Buchs eine ruhige morgendliche Atmosphäre herrscht, ändert sich das mit dem Monstergruß. Die Bewohner sind überspitzt dargestellt und die Monsterkandidaten einfach nur herrlich. Hier wurden auch immer die Buchstaben des Monstergebrülls gekonnt in die Gestaltung mit einbezogen.

Ihr merkt schon, dass Buch hat uns sehr gefallen. Der kleine Räuber lässt es sich nicht nur gerne vorlesen, der große Bruder macht hier auch gerne den Vorleser. Er brüllt nämlich auch gerne mal wie ein Monster und kann sich hier voll austoben. Außerdem kommt ihm als Leseanfänger natürlich entgegen, dass es nicht allzu viel Text gibt und die Schrift schön groß ist.

Eine winzige Kritik habe ich an Oma Meister im Buch: bitte Wellensittiche nicht alleine und in runden Käfigen halten. Das sind Schwarmtiere! (Sorry, aber das musste an dieser Stelle mal gesagt sein.)

Fazit: Ein monstermäßig gutes Buch zum Schmunzeln!

Veröffentlicht am 30.05.2018

"Neeeeiiin! Das darf noch nicht zu Ende sein! Das ist doch so schön."

Die Ziegenbock-Bande. Rätsel um das Pommesparadies
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Mein Sohn (8) hätte noch tagelang weiter mitfiebern wollen, mit den Zwillingen Johanne und Samuel (Jo und Sammy), den Seniorendetektiven Theo und Ottilie sowie dem tierischen Helden Napoleon, einen ganz ...

Mein Sohn (8) hätte noch tagelang weiter mitfiebern wollen, mit den Zwillingen Johanne und Samuel (Jo und Sammy), den Seniorendetektiven Theo und Ottilie sowie dem tierischen Helden Napoleon, einen ganz außergewöhnlich schlauen Ziegenbock. Aber so müssen wir uns gedulden bis ein zweites Abenteuer erscheint oder das Buch eben nochmal lesen.

Aber fangen wir am Anfang an! 60480 Minuten haben die Sommerferien. Klingt nach ganz schön viel Zeit! Und Sammy befürchtet, auch nach jeder Menge Langeweile. Die Eltern mussten den geplanten Sommerurlaub canceln und arbeiten nun stattdessen. Nun droht den Zwillingen der Kinderknast (Johannes Schimpfwort für das lokale Feriencamp, mit dem sie im letzten Jahr schlechte Erfahrungen gemacht haben). Als die Zwillinge sich wieder streiten, reicht es dem Vater. Sie dürfen alleine zu Hause bleiben, aber müssen alles zusammen machen. Für die Zwillinge, die unterschiedlich wie Tag und Nacht sind, eine echte Herausforderung.

Eine der lustigsten Szenen des Buchs ist dann die erste Begegnung der Zwillinge mit dem verrückten Ziegenbock Napoleon, vor dem sich die Zwillinge erst in Sicherheit bringen wollen, dann aber schlägt sich der Kerl selbst k.o.

Kurze Zeit später begegnen sie den Besitzern von Napoleon. Das nette Rentnerpärchen Theo und Ottilie sind Privatdetektive, aber leider im Moment gehandicapt. Napoleon ist ihr verfressener, aber hochintelligenter Assistent. Wenn diese Begegnung mal nicht die Rettung der Sommerferien bedeutet! Denn Ottilie und Theo haben einen neuen Fall, den die Zwillinge mit ihre Anleitung und Napoleons Unterstützung übernehmen sollen.

Eine turbulente, witzige und spannende (es gibt einige falsche Fährten) Geschichte mit sympathischen Charakteren. Meike Haberstock hat diesen Ferienroman für Kinder ab 8 Jahren nicht nur geschrieben, sondern auch mit vielen Bildern ausgestattet. Wie schon oben berichtet, hatten wir sehr viel Spaß beim Lesen. (Psst! Wir haben sogar heimlich im Dunkeln weitergelesen, obwohl längst Schlafenszeit war und am nächsten Tag Schule.) Einerseits wollten wir immer wissen, was als nächstes passiert, andererseits hieß es beim Großen am Ende: "Neeeeiiin! Das darf noch nicht zu Ende sein! Das ist doch so schön." Wir hoffen, dass wir nicht allzu lange auf ein neues Abenteuer mit der liebgewonnenen Ziegenbock-Bande warten müssen.

Veröffentlicht am 18.05.2018

Eine rasante Detektivgeschichte als moderner Comicroman

Die Schule der Detektive, Band 01
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John kommt neu in die Baker-Street-Schule. Nach einer Begrüßung durch die Schulleiterin wird er von Martha im Schulgebäude herumgeführt und lernt so seine Klassenkameraden kennen, zu denen auch der Überflieger ...

John kommt neu in die Baker-Street-Schule. Nach einer Begrüßung durch die Schulleiterin wird er von Martha im Schulgebäude herumgeführt und lernt so seine Klassenkameraden kennen, zu denen auch der Überflieger Sherlock Holmes gehört. Als die Klasse einen Ausflug ins Museum macht, kommt es zu einem Flashmob. Im Moment dieser Ablenkung wird ein wertvoller Diamant gestohlen. Ein Fall für die drei Freunde Sherlock, Martha und John!

Obwohl sich das Buch der berühmten Romanfiguren bedient und es auch viele Parallelen und Anspielungen gibt, spielt der Roman in der Gegenwart. Sherlock Holmes und John Watson gehen zur Schule, ebenso wie Sherlocks Gegenspieler Moriarty. Sherlock Holmes ist der geniale Überflieger und es fiel mir als Leser nicht leicht seinen Gedanken zu folgen. Allerdings war ich da nicht allein. John Watson ist regelrecht überfordert, aber Martha beruhigt ihn, dass er sich schon daran gewöhnen würde.

Smartphones, Internet, Flashmob und die Form eines coolen Comicromans sollen Sherlock Holmes für die Zielgruppe ab 9 Jahren zeitgemäß machen. So 100% zufrieden bin ich mit der Umsetzung nicht. Auf manchen Seiten ist für mich nicht ganz klar welches Bild/welche Sprechblase in welcher Reihenfolge gelesen werden soll. Das störte mich etwas im Lesefluss. Genauso brauchte ich lange, mich mit der Schriftart des Haupttextes anzufreunden. Während mich das bei kurzen Texten in z.B. Sprechblasen oder Doodles nicht weiter stören würde, in längeren Texten fand ich es recht anstrengend zu lesen.

Fazit: Eine rasante Detektivgeschichte als moderner Comicroman für Kinder ab 9 Jahren.

Veröffentlicht am 18.05.2018

Witzig und spannend!

Mäc Mief und das Gruselgewusel im Spukschloss
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Mäc Mief hat furchtbare Angst vor der Schafschur. Dieses unangenehme Kitzeln, die Maschinen und das Festgehalten werden machen ihm total Angst. Aber die Wolle muss ab! Finden zumindest die Menschen, aber ...

Mäc Mief hat furchtbare Angst vor der Schafschur. Dieses unangenehme Kitzeln, die Maschinen und das Festgehalten werden machen ihm total Angst. Aber die Wolle muss ab! Finden zumindest die Menschen, aber nicht Miefi. Als er von Bonnie in seinem Versteck aufgestöbert wird, weiß er, dass er noch weiter weg muss und ergreift (begleitet von Hütehündin Bonnie) die Flucht.

Allerdings hat Miefi wirklich keinen guten Tag erwischt, denn es braut sich ein Gewitter zusammen. Noch so ein Angstgegner von unserem Lieblingsschaf. Da entdecken die Ausreißer eine alte Burgruine und suchen darin Schutz. Aber so ganz mit rechten Dingen geht es in dem alten Gemäuer nicht zu. Wer da spukt und ob Miefi seine Wolle doch noch lassen muss, bleibt unser Geheimnis. Es geht auf jeden Fall turbulent zu.

Unser schottisches Lieblingsschaf Mäc Mief und seine Hundefreundin Bonnie sind ein tolles Detektivduo und dürfen sich im neuen Abenteuer mal so richtig gruseln. Die Geschichte ist wieder witzig und spannend geschrieben. Für den erwachsenen Vorleser ist es sicher etwas vorhersehbar. Testweise habe ich meinem Sohn immer mal ein paar Fragen gestellt, was er denkt, aber er tappte meist im Dunkeln. Daher würde ich den Spannungsfaktor für die Zielgruppe als gut gewählt erachten.

Ina Krabbe hat die Geschichte wieder ganz toll illustriert. Auf jeder Doppelseite gibt es ihre schönen Bilder zu bewundern. So ist das Buch nicht nur für fortgeschrittene Leseanfänger ab etwa 2. Klasse geeignet, sondern auch zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren.

Fazit: Witzig und spannend gruseln sich Mäc Mief und Bonnie durch dieses tolle Abenteuer!

Veröffentlicht am 07.05.2018

Action, Situationskomik und spritzige Dialoge

Supermops und der schrille Schurkenalarm
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Helge und Supermops sind wieder da! Nachdem uns der 1. Band begeistern konnte, waren wir sehr auf den neuen Band gespannt. Supermops hat sich im ersten Band nach Verzehr eines ominösen Gammelwürstchens ...

Helge und Supermops sind wieder da! Nachdem uns der 1. Band begeistern konnte, waren wir sehr auf den neuen Band gespannt. Supermops hat sich im ersten Band nach Verzehr eines ominösen Gammelwürstchens ungeklärter Herkunft von einem trägen Gammelmops in einen Superhelden verwandelt. Und so ein Superheld braucht natürlich einen Assistenten. Helge, der comicbegeisterte Mitbewohner, ist der ideale Kandidat, aber leider nicht ganz zufrieden mit den Kostümvorschlägen, die Supermops organisiert hat. Zum Glück gehen in diesem Moment interessantere Dinge vor dem Haus vor sich. Eine neue Nachbarin zieht ein. Supermops wittert das nächste Abenteuer. Helge soll die Neue observieren.

Zum Glück hat Helges Vater die „glorreiche“ Idee, die neue Nachbarin über die Wichtigkeit der korrekten Mülltrennung zu informieren – DIE Gelegenheit für Helge! So erzählt Madame Magenta auch gleich, dass sie für eine Telefongesellschaft arbeitet (wer hätte das bei diesem Namen nicht gedacht?) und Vater und Magenta geraten in eine Handydiskussion, die Helge nutzt, um sich im Haus umzusehen. Hier entdeckt er auch ein geheimes Labor. Leider wird er von Magenta ertappt und sein Vater wurde bereits außer Gefecht gesetzt. Zeit für Supermops! Übrigens hat auch Madame Magenta ein Superhaustier. Ihre Katze Marylin verwandelt sich in den Katinator 3000!

Bei allem Spaß wird hier ein durchaus alltägliches Thema angesprochen. Der Vater tippt beim Essen auf seinem Handy und erhält zurecht einen Rüffel von der Mutter. Wie viele Menschen schauen denn hypnotisiert auf ihr Smartphone und bekommen vom Rest der Welt nicht mehr viel mit? Die Namenswahl Madame Magenta war sicher auch kein Zufall. Auch wenn dies der Zielgruppe vielleicht eher selten bewusst wird, aber der erwachsene Vorleser versteht die Anspielung schon und amüsiert sich köstlich.

Die kurzen Kapitel und Sätze, große Schrift und Bilder auf jeder Doppelseite machen das Buch für fortgeschrittene Leseanfänger zu einer machbaren Aufgabe. Thema, Spannung und Witz sollten sehr motivierend wirken. Allerdings gilt es in diesem Buch auch schwierige Wörter zu bewältigen. Ich sage nur „Hypnosewellenverstärkungssender". Einige Wörter werden auch am unteren Seitenrand erklärt. Nach meiner Einschätzung würde ich das Buch für Selbstleser ab 8 Jahren und zum Vorlesen ab 6 Jahren empfehlen.

Nicolas Gorny hat wieder eine temporeiche Geschichte vorgelegt, in der es (wie es sich für Superhelden gehört) um nichts anderes geht, als die ganze Welt vor einem Superschurken zu retten. Action, Situationskomik und spritzige Dialoge lassen uns mitfiebern und mitlachen. Die Illustrationen im Comicstil von Pascal Nöldner passen wie die Heldenfaust aufs Schurkenauge!