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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Für mich war es durchwachsen

Zeit für meine Träume
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In diesem Roman geht es um eine 38-jährige Frau, die, nach der Scheidung von ihrem Mann, Freundschaft mit drei älteren WG-Bewohnern schließt.
In Gesprächen blicken die drei Rentner auf ihre Aufs und Abs ...

In diesem Roman geht es um eine 38-jährige Frau, die, nach der Scheidung von ihrem Mann, Freundschaft mit drei älteren WG-Bewohnern schließt.
In Gesprächen blicken die drei Rentner auf ihre Aufs und Abs des Lebens zurück. Die Erfahrungsberichte sollen dazu inspirieren, nicht die selben Fehler zu machen und das eigenen Glück zu finden. Es sind Erzählungen, nach dem Motto, hinterher ist man immer schlauer, aber es ist nie zu spät. So kann die Hauptfigur, die namenlos bleibt, noch etwas daraus lernen, wenn es darum geht, was im Leben wirklich zählt.
Wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, kann etwas mit dem Roman anfangen. Die Figuren sind sympathisch, das Miteinander ist herzlich und alles wirkt idealistisch überzeichnet. Für mich war es durchwachsen. Mal mochte ich es und mal hätte ich es am liebsten abgebrochen. Die Botschaften sind schön, aber die Handlung ist flach, vorhersehbar und es wirkt, wie eine langgezogene Kurzgeschichte, ohne Zugang zur Hauptfigur. Vielleicht liegt es an den sehr offensichtlichen Lektionen. Es war mir zu einfach gestrickt, zu unoriginell und auch etwas realitätsfern. Ich bin sicher nicht die Zielgruppe. Das Buch ist wahrscheinlich für Leserinnen in den Zwanzigern oder Dreißigern interessant, die gerade in einer Lebenskrise stecken und klar erkennbare hoffnungsvolle Denkanstöße suchen. Ich vergebe daher gut gemeinte 3 Sterne.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Herzensempfehlung

Starfish
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"Starfish" ist eine Herzempfehlung, weil dieses Kinderbuch ganz viel mit mir gemacht hat und es eine besondere Erfahrung war, mit den Kindern darüber zu reden. Als jemand, der nie wegen des Körpergewichtes ...

"Starfish" ist eine Herzempfehlung, weil dieses Kinderbuch ganz viel mit mir gemacht hat und es eine besondere Erfahrung war, mit den Kindern darüber zu reden. Als jemand, der nie wegen des Körpergewichtes abgewertet wurde, hat mich Ellies Geschichte sehr bewegt. Nun habe ich eine wirkliche Vorstellung davon, wie es Kindern gehen muss, die gewichtsbezogener Diskriminierung ausgesetzt sind. Da ich selbst jemanden kenne, hat es mir geholfen, zu begreifen, was er als Kind durchgemacht hat. Für ihn hat die Geschichte unangenehme Erinnerungen aufgewühlt und er hätte sich gewünscht, in seinem Leben hätte es eine Therapeutin gegeben, wie Ellie sieht hat, die bessere Ratschläge gibt, als sich mit Wut zu wehren. Die seelischen Narben bleiben für immer. Lasst euch von der Textform nicht abschrecken. Es liest sich großartig und ist für Kinder und Erwachsene bedeutend, diese Perspektive einzunehmen und endlich etwas zu ändern, damit wir nicht die gleichen Fehler machen.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Ungewöhnliche Fahrt

Grüne Welle
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Anfänglich musste ich mich an den inneren Monolog gewöhnen, aber ich fand ihn nicht anstrengend, jedoch distanziert, aber sprachlich eindrucksvoll geschrieben. Außerdem bleibt es nicht nur dabei. Es ist ...

Anfänglich musste ich mich an den inneren Monolog gewöhnen, aber ich fand ihn nicht anstrengend, jedoch distanziert, aber sprachlich eindrucksvoll geschrieben. Außerdem bleibt es nicht nur dabei. Es ist ein ungewohnter Roman, der Aufmerksamkeit fordert, und das ist gut so. Es geht um eine anfänglich namenlose Frau, die nach einem Kinobesuch nicht den eigentlichen Plänen der Heimfahrt folgt. Sie fährt weiter, ohne Ziel, kämpft mit sich, will umdrehen, aber tut es dann nicht. Die wenigen Geschehnisse auf der Fahrt und ihre Gedanken hatten eine Sogkraft, der ich mich nicht entziehen konnte. Eine nötige Selbstreflexion aus dem Bauch heraus mit viel Raum für Interpretation enthüllt die Innenschau einer Frau und ihrem kontrollierendem Mann. Wie mag das enden? Der unerwartete Abschluss hat mir gut gefallen. „Grüne Welle“ ist interessant, gut zu lesen und ein „Was wäre, wenn…“-Gedankenspiel.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Satirisches Familienchaos

Verlorene Schäfchen
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Wenn man eine Vorliebe für Familienromane hat, dann ist "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash eine erfrischend kluge Option, die gesellschaftskritisch, dramatisch und spannend von der Familie Flynn erzählt, ...

Wenn man eine Vorliebe für Familienromane hat, dann ist "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash eine erfrischend kluge Option, die gesellschaftskritisch, dramatisch und spannend von der Familie Flynn erzählt, die im Chaos des Lebens versinkt und dabei einiges zu bewältigen hat.

Trocken und schwarzhumorigen, flott und auch ein bisschen düster geschrieben, ist es amüsant zu lesen, gleichzeitig ist es intelligent und gefühlvoll, während häufige Perspektivwechsel alle Familienmitglieder miteinbeziehen. Thematisch umfassend abwechslungsreich und überraschend tiefgründig hat es mir gut gefallen.

Es war mir nur stellenweise zu abgedreht und speziell, aber ich musste manchmal unerwartet lachen und würde es (nicht nur deshalb) weiterempfehlen, weil es so unterhaltsam war. Diese Charaktere vergisst man nicht so schnell.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Elsas Neuanfang

Moosland
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Der Roman "Moosland" handelt von 1949 und jungen deutschen Frauen, die auf isländischen Höfen den Arbeitskräftemangel beheben sollen, sowie die Bevölkerungsdichte durch Nachwuchs auf dem Land erhöhen. ...

Der Roman "Moosland" handelt von 1949 und jungen deutschen Frauen, die auf isländischen Höfen den Arbeitskräftemangel beheben sollen, sowie die Bevölkerungsdichte durch Nachwuchs auf dem Land erhöhen. Konkret geht es um Elsa und ihren Weg des in diesen Zeiten. Dieser Neustart ist für Elsa auch Flucht, den sie verlor alles und trauert in Schweigsamkeit.

Ein langsam erzählter und atmosphärischer Roman, der mit seiner Melancholie einen stimmigen Raum um Elsa bildet, die langsam heilt, irgendwann wieder spricht und Hoffnung schöpft. Nüchtern erzählt entsteht eine Distanz, die hilft, sich seine ganz eigenen Gedanken dazu zu machen. Denn nicht nur Elsa trägt Schmerz in sich.

"Moosland" ist ein Buch, dass ich auch langsam gelesen habe, was Emotionen erleben und mitfühlen lässt. Es ist nicht dramatisch oder schwer, sondern still und kraftvoll. Das beschriebenen Hofleben ließ mich ganz abtauchen und dieses Ankommen und Bleiben ein Stück miterleben. Ein sehr schöner Roman.

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