Nettes Zwischenspiel, aber kein Muss
Das Reich der sieben Höfe – Frost und MondlichtFrost und Mondlicht ist eine Brücke zwischen der ursprünglichen Trilogie und den kommenden Bänden der Reihe. Es bietet einen ruhigen Einblick in das Leben der Charaktere nach den dramatischen Ereignissen ...
Frost und Mondlicht ist eine Brücke zwischen der ursprünglichen Trilogie und den kommenden Bänden der Reihe. Es bietet einen ruhigen Einblick in das Leben der Charaktere nach den dramatischen Ereignissen von Sterne und Schwerter und konzentriert sich auf Heilung, Beziehungen und den Wiederaufbau von Velaris.
Positiv hervorzuheben ist die Atmosphäre des Buches. Es fühlt sich an wie ein langer Epilog, der Fans die Möglichkeit gibt, noch mehr Zeit mit Feyre, Rhysand und den anderen liebgewonnenen Charakteren zu verbringen. Besonders schön sind die ruhigen Momente, die zeigen, wie jeder mit seinen eigenen Traumata umgeht. Auch die Winter- und Festtagsstimmung bringt eine besondere Wärme in die Geschichte.
Allerdings fehlt es dem Buch an Spannung. Die Handlung plätschert oft vor sich hin, und es gibt keine wirklich großen Konflikte oder Überraschungen. Manche Kapitel wirken eher wie Füllmaterial, und einige Charaktere, die im Hauptplot wichtig waren, bekommen hier wenig Entwicklung. Zudem fühlt es sich manchmal an wie eine Vorbereitung auf die nächsten Bände, statt eine eigenständige Geschichte zu erzählen.
Insgesamt ist Frost und Mondlicht eine schöne, aber nicht unbedingt notwendige Ergänzung zur Reihe. Wer die Charaktere liebt und einfach mehr Zeit mit ihnen verbringen möchte, wird es genießen – wer eine packende Handlung erwartet, könnte enttäuscht sein.