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Veröffentlicht am 10.09.2022

Dieses Buch ist anders - anders schön

Das Fragment des Schicksals
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Cover
Das Cover gefällt mir wirklich gut und hat mich direkt neugierig gemacht. Ich mag die Farbe und wenn man genauer hinschaut, kann man viele kleine Details entdecken, die nach dem Lesen total viel ...

Cover
Das Cover gefällt mir wirklich gut und hat mich direkt neugierig gemacht. Ich mag die Farbe und wenn man genauer hinschaut, kann man viele kleine Details entdecken, die nach dem Lesen total viel Sinn ergeben.

Inhalt
»Wo bei allen drei Höllen bist du?
Die Antwort ist mir natürlich klar: unterwegs, wie immer. Auf Schatzsuche, auf Abenteuer, versteckt zwischen den Fugen dieser Stadt, in Hinterzimmern und Ballsälen.«

Seit du verschwunden bist, lebe ich dein Leben, und niemand, weder Prinz noch Verbrecherboss, ahnt, wer ich bin. Bis ich ihr begegne - der Frau mit Silber in den Augen. Sie führt mich auf deine Spur, in unsere Vergangenheit und quer durch Tiara, diese schrecklich schöne Stadt am Meer. Hier hat sich der Aberglaube auch nach eintausend Jahren gehalten. Hier, so heißt es, sei die Macht der Fragmente noch real.
Hier gibt es noch Geister, und sie warnen mich: Der Preis für Zauberei wird in Blut gezahlt.

Meine Meinung
Aus dem Klappentext wird man nicht wirklich schlau und beim Lesen (zumindest am Anfang) geht es einem ähnlich, denn dieses Buch ist anders. Man wird direkt in die Geschichte von Osian reingeworfen, ohne viele Erklärungen zu bekommen. Hinzu kommt ein etwas anderer Erzählstil. Osian erzählt die Geschichte seinem Bruder Amian, der seit einer Weile verschwunden ist.
Die Stadt Tiara hat ihre eigenen Regeln und alles dreht sich um die geheimnisvollen „Fragmenten“. All das lernen wir als Leser Stück für Stück kennen, genau wie den Prota Osian, der sich immer weiter in Probleme verstrickt. Es herrscht meist eine düstere, drückende Atmosphäre, die durch Nebencharaktere, wie Tempest, an den richtigen Stellen aufgeheitert wird.
All das zeigt, dass dieses Buch besonders ist, aber auch anders. Daher hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten wirklich in die Geschichte reinzukommen und auch mit Osian bin ich nicht so wirklich warm geworden. Es gibt viele Rätsel und immer wieder neue Fragen, die sich bis zum Ende nur teilweise auflösen.

Fazit
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne mal ein etwas anderes Buch lesen will, abseits der Standardromane. Isabel Aust hat einen besonderen Erzählstil und die Geschichte zieht einen langsam Stück für Stück in ihren Bann. Immer wieder gibt es Überraschungen und unvorhergesehene Twists und das bis zur letzten Seite. Zwischendurch hat mir etwas der „rote Faden“ gefehlt, da kein „Buchziel“ zu erkennen war, aber ich glaube auch das zeichnet dieses Buches aus. Nach dem Ende denkt man sich jedenfalls nur: WOW – das wars?
Ich persönlich möchte unbedingt wissen, wie Osians Geschichte weitergeht.

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Veröffentlicht am 25.08.2022

Ein Buch mit toller Grundidee

Amelia
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Cover
Das Cover gefällt mir gut. Diese Kontraste zwischen schwarz und weiß und dazu noch die Engelsflügel, da durch sieht es echt edel aus.

Inhalt
Amelia konnte ihren neuen Lebensabschnitt kaum erwarten: ...

Cover
Das Cover gefällt mir gut. Diese Kontraste zwischen schwarz und weiß und dazu noch die Engelsflügel, da durch sieht es echt edel aus.

Inhalt
Amelia konnte ihren neuen Lebensabschnitt kaum erwarten: endlich raus aus der Kleinstadt und hinaus in die große, weite Welt. Sie genoss das Studentenleben in vollen Zügen, musste jedoch bald feststellen, dass nichts war, wie es schien.

Verwickelt in den übernatürlichen Kampf zwischen Engeln und Gefallenen befand sie sich inmitten zweier mächtiger Fronten. Gemeinsam mit ihrem Beschützer erwartete sie ein Leben auf der Flucht, doch Amelia gab sich nicht kampflos geschlagen.

Meine Meinung
Die Idee der Geschichte gefällt mir sehr gut. Ich bin kein großer Fan von Engelsgeschichten, weil sie mir meist zu „überheblich“ und „erhaben“ sind. Hier wird aber eine gute Brücke zwischen realer Welt und den Engeln geschaffen. Auch die Protagonistin Amelia war mir echt sympathisch. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive und als eine Art „Rückblick“, da alles in Vergangenheit geschrieben ist und sie manchmal auch schon Wendungen vorweggreift und gewisse Kommentare einstreut. Und da kommen wir auch schon zu meinem Problem: der Schreibstil (gerade zu Beginn). Also an die Vergangenheitsform musste ich mich erst gewöhnen, aber umso mehr man liest, desto weniger merkt man es. Die „Minispoiler“ durch die Erzählerin selbst haben mich mehr gestört, da so gewisse Wendungen einfach nicht mehr überraschend waren und das der Geschichte ihre Spannung nimmt. Hinzu kommt, dass gerade zu Beginn sehr schnell erzählt wird und man das Gefühl hat, dass einfach nur eine Szene nach der anderen abgearbeitet wird. Da durch fällt es schwer sich die Umgebung und auch die Personen wirklich vorzustellen. Auch die Gespräche kommen einfach zu kurz, obwohl sie toll geschrieben sind und zwischen den Figuren eine interessante Dynamik herrscht.

Aber ab der Hälfte des Buches verändert sich der Schreibstil positiv. Die Szenen werden länger und die Beschreibungen detaillierter, sodass mir das Ende vom Buch wirklich sehr gut gefallen hat.

Ich durfte „Amelia“ als Teil einer Leserunde mit der Autorin lesen und sie ist wirklich sympathisch. Der Austausch mit ihr war sehr hilfreich und konnte einige Unstimmigkeiten erklären.

Fazit
Selten ist es mir so schwer gefallen eine Rezension zu schreiben, weil ich wirklich Hin und Her gerissen bin. Da mir der Schreibstil zum Ende hin wirklich gut gefallen hat und ich auch die Geschichte sehr interessant fand, werde ich auf jeden Fall nochmal ein anderes Buch der Autorin lesen. Aber „Amelia“ konnte mich leider nicht immer überzeugen.

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Eine romantische Regency Geschichte

Die Ladys von London - Lady Prudence und der verwegene Lord
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Cover:
Das Cover hat mich direkt angesprochen, vor allem die Farbwahl und die Blumen. Man sieht auch sofort, dass es sich um einen Regency Roman handeln muss und darauf hatte ich echt Lust. Ich persönlich ...

Cover:
Das Cover hat mich direkt angesprochen, vor allem die Farbwahl und die Blumen. Man sieht auch sofort, dass es sich um einen Regency Roman handeln muss und darauf hatte ich echt Lust. Ich persönlich bin kein großer Fan von „realen“ Personen auf Covern, hier ist es aber sehr passend.

Inhalt:
Prudence lebt am liebsten in der Welt ihrer Liebesromane und erwartet die große Liebe auch für ihr eigenes Leben. Als sie dann herausfindet, dass ihre Schwester den „verwegenen“ Lord Knave heiraten will, obwohl sie sich nicht lieben, geschweige denn überhaupt kennen. Prudence muss handeln, sie will den beiden helfen sich zu verlieben. Doch dabei hat sie nicht mit ihren eigenen Gefühlen gerechnet…

Meine Meinung:
Schon der Klappentext und die Leseprobe haben mich an eine Mischung aus Jane Austen und Bridgerton erinnert und genau das bekommen wir Leser:innen.
Die Geschichte spielt in einer kleinen englischen Lordschaft nicht unweit von London. Es gibt einige spezielle Charaktere, Dorftratsch, liebevolle Familienbindungen und langsam wachsende Gefühle.
Die beiden Protagonisten, Prudence und Lord Knave, gefallen mir sehr gut. Vor allem Lord Knave ist verständnisvoll und offen, wodurch einige unangenehme Situationen verhindert werden können. Die etwas „naive“ Prudence entwickelt sich innerhalb des Buches weiter, wird „erwachsener“. Vor allem das Einbauen ihres Schreibhobbys fand ich sehr gut.
Meine einzigen Kritikpunkte: Die Handlung war relativ vorhersehbar, es gab keine großen Überraschungen. Und das Ende war vielleicht zu schnell und zu perfekt. Aber das hat mich persönlich nicht stark gestört, da ich trotzdem sehr gut unterhalten wurde und einfach in die lockerleichte Geschichte abtauchen könnte.

Fazit:
Ein wirklich gutes und unterhaltsames Regency Buch, denn Prudence ist offen, erfrischend, hoffnungslos romantisch und ehrlich. Ein Muss für alle Fans von Jane Austen und Bridgerton.

Ich freue mich auf die Fortsetzungsbände mit den anderen „Ladys von London“.

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Veröffentlicht am 30.07.2022

Ein dunkles Steampunkmärchen

SPIEGELKRISTALLE - Über schwarze Schatten und Metallherzen (Band 1)
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Cover
Das Cover passt einfach perfekt zur Geschichte. Schon auf dem ersten Blick erkennt man, dass es sich um Steampunk handeln muss. Die Farben passen perfekt zum verfluchten Reich und auch das Herz in ...

Cover
Das Cover passt einfach perfekt zur Geschichte. Schon auf dem ersten Blick erkennt man, dass es sich um Steampunk handeln muss. Die Farben passen perfekt zum verfluchten Reich und auch das Herz in der Mitte ergibt total Sinn.

Inhalt
Vor langer Zeit wurde die Insel Yumaj durch einen Fluch in zwei Teile gespalten – den gesegneten und den verfluchten. Wer einmal im verfluchten Reich ist, kann es nicht wieder verlassen. Der Spiegelkönig möchte seine Freiheit zurück, seine einzige Chance ist es Akkrésmos freizulassen: Ein Monster, das die Welt ins Chaos stürzen soll.
Die Schattentänzerin Eira und ihre Freunde leben ebenfalls im verfluchten Reich und wollen den Spiegelkönig aufhalten. Doch dieser scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Zu dem tauchen neue "Mitspieler" auf. Was ist der eigentliche Plan und wer zieht die Fäden?

Rezension
"In dieser Geschichte gibt es keine Prinzessin, die aus einem hohen Turm gerettet werden muss – denn dies ist kein Märchen!"
Dieser Anfangssatz hat mich schon neugierig gemacht. Ich bin ein totaler Märchenfan und obwohl die Geschichte von Eira und ihren Freunden ausdrücklich kein Märchen ist, gibt es doch viele märchenhafte Anspielungen in der Geschichte. Vor allem für Alice im Wunderland und Aschenputtel Fans ist hier einiges dabei.
Schon mit dem ersten Kapitel wird man direkt ins Geschehen geworfen, was angesichts der vielen ungewöhnlichen Namen und Informationen etwas verwirrend sein kann. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wovon ich persönlich immer ein großer Fan bin. Allerdings führt das hier auch zu vielen offenen Fragen und man aufmerksam lesen, um das Puzzle Stück für Stück zu lösen. Da durch und durch den flüssigen Schreibstil will man immer weiter lesen. Die Kapitel sind relativ kurz und es gibt viele Perspektivwechsel, wodurch einem nie langweilig wird. Immer wieder kommen neue Geheimnisse und Verbindungen ans Licht, die für die ein oder andere überraschende Wendung sorgen. Eigentlich hat man permanent das Gefühl, den ersten Teil verpasst zu haben, weil schon alleine die komplizierten und tragischen Vorgeschichten der Charaktere ein ganzes Buch füllen könnten.
Hinzu kommen noch viele Steampunk-Elemente, die die Welt besonders machen, deren Funktionsweisen man aber auch erstmal verstehen muss. Von selbstgebauten Wasserkochern bis zu bösartigen Metallmonstern ist alles dabei.

Fazit
Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne düstere Fantasy und Märcheninterpretationen lesen und auch Steampunk mögen. Man muss sich erstmal in die Geschichte einlesen, der Anfang ist wirklich verwirrend, vor allem, weil viele Erklärungen zu Personen erst im Laufe des Buches erfolgen oder gar nicht gemacht werden. Wenn man aber einmal drin ist, lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Ich habe jedenfalls mit Eira und ihren Freunden mit gefiebert und bin echt gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht, denn es sind noch einige Fragen offen.

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Veröffentlicht am 02.07.2022

Eine zuckersüße Sommerlektüre

Tweet Cute
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Tweet Cute hat mich schon in der Leseprobe begeistert und der erste Eindruck hat sich beim Weiterlesen bestätigt.
Es ist genau das Buch, was man erwartet, wenn man den Klappentext gelesen hat. Eine locker ...

Tweet Cute hat mich schon in der Leseprobe begeistert und der erste Eindruck hat sich beim Weiterlesen bestätigt.
Es ist genau das Buch, was man erwartet, wenn man den Klappentext gelesen hat. Eine locker leichte RomCom.

Inhalt
Pepper hat ihr Leben voll im Griff. Sie ist beliebt, Kapitänin des Schwimmteams - und die Burgerkette ihrer Familie boomt. Doch als ein kleines Deli ihre Eltern beschuldigt, das gut gehütete Rezept für die besten Käsesandwiches gestohlen zu haben, gerät das Image der Fastfoodkette ins Wanken. Pepper, die den Twitter-Account des Restaurants betreut, geht in die Offensive. Ist der erste Tweet noch harmlos, artet das Ganze schnell in einem regelrechten Twitter-Krieg aus. Was Pepper jedoch nicht weiß: Am anderen Ende sitzt ihr Mitschüler Jack, Sohn der Deli-Besitzer. Und während sie sich online an die Gurgel gehen, beginnt es offline zwischen den beiden zu knistern. Das kann ja nur schief gehen!

Rezension
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Pepper und Jack erzählt, was ich persönlich sehr gerne mag, weil man so die Charaktere besser kennenlernt und Situationen besser einschätzen kann. Sie sind mir beide auch direkt ans Herz gewachsen. Gerade die Dialoge zwischen den beiden mochte ich sehr. Je nach „Plattform“ waren sie unterschiedlich (Twitter, Weasel, reales Leben) und haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Ein Hobby von Pepper sind verrückte Backkreationen, die echt lecker klingen. Sie spielen eine ganz besondere Rolle im Buch und auch in der Beziehung zu Jack.

Es gibt keine besonders tiefen Abgründe oder große Überraschungen, aber das braucht die Handlung für mich auch nicht. Es ist eine reine Wohlfühlgeschichte mit tollen sympathischen Charakteren und einem flüssigen Schreibstil. Ein bisschen wie ein modernes Romeo und Julia, nur weniger Drama (zum Glück). Ich bin jedenfalls ein großer Fan von PepperJack und kann die Geschichte jedem der auf der Suche nach einer romantischen und unterhaltsamen Lektüre ist, nur empfehlen.

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