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Veröffentlicht am 24.07.2023

Gelungene Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte

Here With Me
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Da ich bisher noch nichts aus der Feder von Samantha Young kannte, bin ich ohne große Erwartungen an dieses Buch heran gegangen. Zuerst einmal ist anzumerken, dass es sehr geschmackvoll daher kommt, besonders ...

Da ich bisher noch nichts aus der Feder von Samantha Young kannte, bin ich ohne große Erwartungen an dieses Buch heran gegangen. Zuerst einmal ist anzumerken, dass es sehr geschmackvoll daher kommt, besonders überzeugt der farbenfrohe Schnitt, es war immer wieder eine Freude, es zur Hand zu nehmen! Was mir nicht so gut gefallen hat, war der englische Titel, da ich der Meinung bin, ein ins Deutsche übersetzte Buch darf durchaus einen ebenso deutschen Titel haben! Auch wenn leider momentan offenbar Anderes im Trend liegt. Im Mittelpunkt steht Robyn, eine junge Frau, die nach Schottland reist, um nach einem Zerwürfnis mit ihrem Vater in der Vergangenheit, sich diesem wieder anzunähern versucht. Eben dieser Vater Mac lebt mit Hollywoodstar Lachlan Adair in einer Art Resort für die Reichen und Schönen. Wir als Leser erfahren die ganze Geschichte Kapitel weise wechselnd aus der Sicht von Robyn und Lachlan, was das Ganze abwechslungsreich gestaltet. So arrogant wie die junge Frau den Schauspieler anfänglich findet, fühlt sie sich doch auf magische Weise zu ihm hin gezogen. Als jemand es auf ihn und seine Familie abgesehen hat, kommen zu der eigentlichen Liebesgeschichte kriminalistische Elemente hinzu, was das Buch zusätzlich spannend macht. Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin hat mir wirklich extrem gut gefallen, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, wie ich finde. Auch habe ich mit Freude gelesen, dass es auf jeden Fall einen weiteren Teil geben wird. An dieser Stelle gibt es erstmal eine absolute Leseempfehlung und die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

Dieses Buch hat mich zutiefst bewegt

Und morgen ein neuer Tag
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In "Und morgen ein neuer Tag", dem Debütroman von Claire Alexander lernen wir Meredith kennen, die seit über drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen hat. Auf den ersten Blick ist daran überhaupt nichts ...

In "Und morgen ein neuer Tag", dem Debütroman von Claire Alexander lernen wir Meredith kennen, die seit über drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen hat. Auf den ersten Blick ist daran überhaupt nichts Schlimmes, auch wenn es einem als Leser natürlich seltsam anmutet. Die junge Frau hat sich arrangiert, die Lebensmittel kommen per Lieferdienst, alles andere besorgt ihre beste Freundin Sadie für sie. Ansonsten hat sie sich in ihren vier Wänden eingerichtet, scheint auf den allerersten Blick mit ihrem Kater Fred recht zufrieden. Ihr Job als Werbetexterin lässt sich gut online erledigen. Doch natürlich beginnen wir als Leser ziemlich schnell hinter die Kulissen zu blicken. Vor allem als Tom in ihr Leben tritt, der von einer sozialen Einrichtung geschickt wird, um Meredith aus ihrer Selbstisolation zu holen. So erfahren wir in gut strukturierten kurzen Kapiteln, von denen man immer noch eines lesen möchte, wie es dazu kam, dass unsere Protagonistin nicht mehr außer Haus geht, welches Trauma dem zu Grunde liegt, was sich in Meredith' Vergangenheit abgespielt hat. Wie ein Puzzle fügt sich alles zusammen, so ist es wohl auch ein Bildnis, das eins von den Hobbies der jungen Frau das Legen von 1000-Teile Puzzles ist. Aufgewachsen mit ihrer Schwester Fee ist Meredith bei ihrer alleinerziehenden Mutter, zu der das Verhältnis alles andere als gut ist und war. Stetig wechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit lernen wir die Protagonistin und alle anderen Personen, die zu Meredith' Umfeld gehören, immer besser kennen. Die Familie, ihre wenigen Freunde, alle extrem authentisch skizziertr. Es handelt sich um eine sympathische, liebenswerte Person, mit der ich gelitten, ja extrem gelitten habe, bei allem, was sie erleben musste, was sie zu dem Menschen gemacht hat, der nicht mehr in der Lage ist, vor die eigene Haustür zu treten. Wie sie dennoch den Wunsch hat, dies zu ändern, sich dabei von Freunden unterstützen lässt, hat mich unendlich berührt. . Dieses Buch hat mich bewegt, ich habe gelacht und geweint, dass es eine absolute Leseempfehlung und natürlich fünf Sterne gibt, versteht sich von selbst. Ich hoffe so sehr, wir können bald mehr von dieser vielversprechenden Autorin lesen!

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Sympathischer und vor allem humorvoller Kommissar am Werk

Der Bojenmann
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Thies Knudsen hat schon so einiges gesehen in seiner Polizeilaufbahn! Doch was auf der Hamburger Alster passiert, lässt auch ihn das Blut in den Adern gefrieren. Die hölzerne lebensgroße Figur, die dort ...

Thies Knudsen hat schon so einiges gesehen in seiner Polizeilaufbahn! Doch was auf der Hamburger Alster passiert, lässt auch ihn das Blut in den Adern gefrieren. Die hölzerne lebensgroße Figur, die dort auf dem Wasser schwimmt, eine Art Wahrzeichen, und Bojenmann genannt, ist ersetzt worden durch eine plastinierte Leiche à la "Körperwelten". Was steckt dahinter? Die Polizei, Kommissar Knudsen und sein Team, ermitteln auf Hochtouren, schnell gibt es eine weitere Leiche, ist etwa ein Serienmörder am Werk? Schnell gilt es noch Schlimmeres zu verhindern! Thies Knudsen, Dörte Eichhorn und "Spusi" Diercks sind ein sehr originelles Ermittlerteam, das Kester Schlenz mit Liebe zum Detail und einer gewissen Kauzigkeit ausstattet, die ich so lange nicht erlebt habe. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir Mops Günther, der Hund von Knudsens Kollegin, von dem sich sein Frauchen fragt, ob er lieber woanders leben würde als ausgerechnet bei ihr. Der Kommissar holt sich regelmäßig, wohl nicht nur bei diesem Fall Hilfe bei seinem Freund Oke "La Lotse" Andersen, ein früherer Schiffslotse, der unglaublich intelligent und dabei sehr sympathisch daher kommt, und zu dessen Lieblingsbeschäftigungen das Nachdenken gehört. Tatsächlich kann er auch hier Licht ins Dunkel bringen, sprich so einiges zur Auflösung des Falls beitragen. Viele Fäden laufen zusammen in einer Seemannsmission namens Duckdalben, die Schilderungen über diese Institution fand ich besonders interessant und aufschlussreich. Überhaupt war es für mich ungeheuer interessant, neben der Krimihandlung so einiges über die Welt der Seemänner zu erfahren. Alles in allem ein spannender Krimi mit einer ordentlichen Prise Humor, der mich sehr gut unterhalten hat, und für den ich eine absolute Leseempfehlung ausspreche. Ich wünsche mir zeitnah noch mehr Bücher mit diesem Team!

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Veröffentlicht am 10.07.2023

Grandioser Trilogie Auftakt

Refugium
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Bereits die Leseprobe hatte mich nach kürzester Zeit in ihren Bann gezogen! Wie sollte es anders sein? Erfährt der Leser doch gleich am Anfang, dass es hier um eine Krimiautorin und Expolizistin geht, ...

Bereits die Leseprobe hatte mich nach kürzester Zeit in ihren Bann gezogen! Wie sollte es anders sein? Erfährt der Leser doch gleich am Anfang, dass es hier um eine Krimiautorin und Expolizistin geht, die die Mikael Blomqvist/Lisbeth Salander Geschichten weite schreiben möchte, nachdem David Lagercrantz hierzu keine Lust mehr hat. Wenn man wie ich ein großer Fan der Millenium Trilogie ist, wird man natürlich sofort hellhörig. Die besagte Krimiautorin namens Julia Malmros ist zwar bereits recht erfolgreich, doch verfügt sie über keinerlei intensivere Computererfahrungen,und so wird ihr durch ihren Buchverlag der Hacker Kim Ribbing an die Seite gestellt. Die beiden verbindet von Anfang an eine gewisse Anziehungskraft, mehr will ich gar nicht verraten. Der Hacker ist speziell, sehr speziell, 20 Jahre jünger als Julia und blickt auf eine traumatische Kindheit zurück. Als dann mehrere Morde auf einer Schäreninsel passieren, beginnen Julia und Kim zu ermitteln, eine Rolle spielt hierbei auch Julias Exmann Johnny, der nach wie vor Polizist ist. Schwedische Krimis haben es ja erfahrungsgemäß oftmals in sich, aber hier hat John Ajvide Lindqvist einen Thriller der Extraklasse geschrieben, der mich extrem gefesselt und in seinen Bann gezogen hat. Schwer zu knapsen hatte ich zugegebenermaßen an der thematisierten Gewalt gegen Kinder, ich kann mit so etwas überhaupt nicht umgehen. Es macht mich traurig und wütend zugleich, und normalerweise meide ich Bücher, in denen so etwas vorkommt. Hier konnte ich jedoch aufgrund des für mich extrem authentischen und originellen Protagonisten Paares und interessanten Plots einmal angefangen nicht mehr wirklich aufhören zu lesen. Ich freue mich bereits jetzt auf die weiteren Bände der Reihe und spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 04.07.2023

Franziska Fischer konnte mich schon zum zweiten Mal überzeugen

Unsere Stimmen bei Nacht
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Bereits "In den Wäldern der Bieber" hatte ich sehr gerne gelesen, und nun konnte mich Franziska Fischer mit "Unsere Stimmen bei Nacht" gleich ein zweites Mal überzeugen! Gleich zu Beginn ziehen wir mit ...

Bereits "In den Wäldern der Bieber" hatte ich sehr gerne gelesen, und nun konnte mich Franziska Fischer mit "Unsere Stimmen bei Nacht" gleich ein zweites Mal überzeugen! Gleich zu Beginn ziehen wir mit der jungen Lou in die WG in Berlin-Zehlendorf, wo Gloria und Herbert in einer großen Villa, nachdem ihre Kinder ausgezogen sind, nach neuen Mitbewohnern suchen, um nicht einsam zu sein. Alle alten Kinderzimmer werden neu belegt, eine originelle Idee irgendwie, auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich das tatsächlich so handhaben wollte. Aber der Plot dieses Romans hat mich komplett überzeugt, von der ersten Seite an hat mich die Autorin mitgenommen, sie hat einen extrem unaufgeregten sehr angenehmen Schreibstil und entspinnt anhand der unterschiedlichen Protagonisten, die allesamt sehr authentisch von ihr skizziert werden, eine tolle Geschichte einer Zufallsgemeinschaft von unterschiedlichen Charakteren, die zu Schicksalsgenossen werden. Von Menschen, die sich entwickeln und ihren Weg gehen, ein Stück weit gemeinsam. Mich hat das sehr gut unterhalten, ich vergebe dafür die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung!

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