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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2025

Londons Nachtleben in den 1920er

Nacht über Soho
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In Nacht über Soho entführt Kate Atkinson ihre Leserinnen und Leser in das pulsierende, zugleich düstere London der 1920er Jahre – eine Welt zwischen Glanz und Abgrund.

In der britischen Metropole verschwinden ...

In Nacht über Soho entführt Kate Atkinson ihre Leserinnen und Leser in das pulsierende, zugleich düstere London der 1920er Jahre – eine Welt zwischen Glanz und Abgrund.

In der britischen Metropole verschwinden junge Frauen. Manche werden später tot aufgefunden, andere bleiben für immer verschwunden – nur wenige überleben. Inspektor Frobisher und die junge Bibliothekarin Gwendolen, die auf der Suche nach der vermissten Schwester ihrer Freundin ist, ermitteln auf ganz eigene Weise. Ihre Spuren führen sie tief in die Schattenwelt rund um Nellie Coker und deren zwielichtiges Nachtclub-Imperium.

Der Roman ist ebenso spannend wie atmosphärisch dicht erzählt. Besonders beeindruckend ist, wie sorgfältig und detailreich Atkinson recherchiert hat – das spürt man auf jeder Seite. Die eigentliche Stärke des Buches liegt jedoch in seinen vielschichtigen, glaubwürdigen Figuren, die der Geschichte Tiefe und Emotionalität verleihen.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

eine starke Frau und eine große Liebe

Olga
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Olga hat es nicht einfach im Leben. Früh wird sie Vollwaise und das Verhältnis zur strengen, kalten Großmutter lässt sie keine Geborgenheit fühlen. Kraft gibt ihr ihr Traum Lehrerin zu werden und die Freundschaft ...

Olga hat es nicht einfach im Leben. Früh wird sie Vollwaise und das Verhältnis zur strengen, kalten Großmutter lässt sie keine Geborgenheit fühlen. Kraft gibt ihr ihr Traum Lehrerin zu werden und die Freundschaft zu Herbert, dem Sohn des nahen Gutsbesitzers. Während sie ihren beruflichen Traum immer weiter vorantreiben kann, wird aus der Freundschaft zu Herbert Liebe. Die Liebe der beiden hat es aber auch nicht leicht. Zum einen ist Herberts Familie gegen die Verbindung und zum anderen ist Herbert jemand, den es immer wieder hinauszieht. Nach Afrika, nach Argentinien, in die Arktis, in die Weite.

Was mir am Buch gefallen hat ist die starke Persönlichkeit von Olga, die trotz aller Widrigkeiten ihre Träume nicht aufgibt und versucht das Beste aus allem zu machen. Obwohl mir auch die Geschichte sehr gefallen hat, hat es der eher distanzierte Schreibstil für mich schwer gemacht wirklich mitzufiebern. Für mich las es sich eher wie ein Bericht über die Liebe der beiden. Erst der Perspektivwechsel in die Briefe im dritten Teil hat mir die Personen wirklich näher gebracht.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

spannender, unterhaltsamer PageTurner

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Dawn Schiff ist bei ihren Kolleginnen und Kollegen alles andere als beliebt. Ihre pedantische, fast schon aufdringlich korrekte Art hat ihr kaum Sympathien eingebracht – und auch ihre leidenschaftliche ...

Dawn Schiff ist bei ihren Kolleginnen und Kollegen alles andere als beliebt. Ihre pedantische, fast schon aufdringlich korrekte Art hat ihr kaum Sympathien eingebracht – und auch ihre leidenschaftliche Liebe zu Schildkröten stößt eher auf Befremden als auf Verständnis. Als sie eines Tages spurlos verschwindet und in ihrem Haus eine große Menge Blut gefunden wird, fällt der Verdacht schnell auf ihre Kollegin Natalie.

Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der Gegenwart durch Natalie und rückblickend durch E-Mails, die Dawn in den Monaten vor ihrem Verschwinden an eine Freundin geschrieben hat. Diese doppelte Erzählweise fesselt von Anfang an und sorgt für eine dichte Atmosphäre. Dabei bleibt bis zum Schluss unklar, wem man eigentlich trauen kann – nicht selten widersprechen sich die beiden Perspektiven in wichtigen Details.

Doch was ist wirklich geschehen? Vielleicht bringt erst eine Leiche Gewissheit – falls sie überhaupt auftaucht.

Der Roman ist spannend, unterhaltsam und gut geschrieben. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise recht konstruiert, und besonders bei der Auflösung gab es für mich einige Punkte, die nicht ganz überzeugten. Die Kollegin ist sicherlich kein Buch, das lange nachhallt, aber als kurzweiliger Spannungsroman liefert es gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

viel Wissen und leckere Rezepte

Scheinfasten – mein Masterplan
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Das Buch bietet einen sehr ausführlichen Wissensteil zu m Thema Fasten. Sowohl die positiven Auswirkungen auf den Körper als auch die verschiedenen Fastenmethoden werden vorgestellt. Natürlich wird auch ...

Das Buch bietet einen sehr ausführlichen Wissensteil zu m Thema Fasten. Sowohl die positiven Auswirkungen auf den Körper als auch die verschiedenen Fastenmethoden werden vorgestellt. Natürlich wird auch der Vorteil des Scheinastens gegenüber anderer Fastenmethoden wird aufgezeigt.

Im Anschluss daran kommt der Rezeptteil. Für jeden Tag sind mehrere Essenpläne ausgearbeitet, so dass man sich den, der einem am meisten zusagt wählen kann.

Ich muss nun zugeben, dass ich keine Woche Scheinfasten gemacht habe. Daher kann ich leider auch nichts dazu sagen, ob das Hungergefühl wirklich ausbleibt und, ob das Scheinfasten durchzuhalten ist. Ich habe das Buch eher als Grundlage genommen, meinen Essensverhalten zu kalibrieren und einzelne der Rezepte in meinen Alltag zu integrieren. Das hat für mich sehr gut funktioniert. Die Rezepte sind ansprechend und lecker. Allerdings ist mir folgendes aufgefallen. Die Rezepte im Buch sind für zwei Personen. Mein erste Gedanke war: "Man darf ja recht viel essen". Aber wenn die Rezepte halbiert werden eher nicht. Wenn man aber alleine ist und sich an den Essenplan hält, hat man eine Menge Lebensmittel übrig, die nicht verwendet werden. Es wäre also besser, wenn es noch Familienmitglieder gibt, die nicht fasen.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Reisen auf zwei Rädern

Zwei Frauen, zwei Räder, ein Zelt
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Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Dank der vielen Fotos und Berichte von Erlebnissen während der Reise, fühlte es sich an als wäre ich selber unterwegs. Natürlich kann man in einem solchen Buch nie ...

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Dank der vielen Fotos und Berichte von Erlebnissen während der Reise, fühlte es sich an als wäre ich selber unterwegs. Natürlich kann man in einem solchen Buch nie alles zu Papier bringen, aber ich fand den Autorinnen ist es gut gelungen gerade die Charakteristika der unterschiedlichen Länder zu thematisieren.

Am besten gefallen haben mir ehrlich gesagt die ganzen Listen und genauen Aufschlüsselungen zu praktischen Fragen der Reise. Was hatte man dabei, was wurde gebraucht? Was hat man gegessen, wie teuer war alles, wie wurden die Visa geregelt und alles weitere? Auch wenn man selber nicht gerade eine solche Reise plant ist es spannend sich damit auseinander zu setzen wie wenig man eigentlich braucht und wie so eine Reise funktioniert.

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