Eine wunderbare Geschichte über Heimat, Fremdsein und einen hoffnungsvollen Neuanfang
Die lichten SommerLiz wird als Flüchtlingskind Anfang der 50er Jahre in Süddeutschland geboren. Schon als Jugendliche arbeitet sie in einer Batteriefabrik, Ihre Eltern wurden nach Kriegsende aus der damaligen Tschechoslowakei ...
Liz wird als Flüchtlingskind Anfang der 50er Jahre in Süddeutschland geboren. Schon als Jugendliche arbeitet sie in einer Batteriefabrik, Ihre Eltern wurden nach Kriegsende aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben. Ihre Mutter leidet noch immer stark darunter und schwelgt in Erinnerungen an ihre alte Heimat und eine längst vergangene Zeit.
Simone Kucher verwebt in "Die lichten Sommer" die zwei Erzählstänge um Liz und ihre Mutter zu einer wunderbaren Geschichte über Heimat, Fremdsein und einen hoffnungsvollen Neuanfang - Themen, die heute so aktuell sind wie damals. Die Autorin findet einen Mittelweg zwischen Hinzufügen und Weglassen, der dem Ernst der Story gerecht wird, aber trotzdem eine gewisse Leichtigkeit der Erzählung bewahrt. Einzig die Wechsel zwischen Liz' und ihrer Mutter waren für mich zu häufig und nicht immer an der passenden Stelle, das tat dem Lesevergnügen insgesamt aber keinen Abbruch. Sehr lesenswert!