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madiko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Komplexer, tiefgründiger Geschichtsunterricht

Alma
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Das Buch "Alma" von Federica Manzon ist keine leichte Sommer Lektüre, wie man aus dem Cover schließen könnte. Die Autorin erzählt eine tiefgründige und schwierige Familiengeschichte aus dem Triest der ...

Das Buch "Alma" von Federica Manzon ist keine leichte Sommer Lektüre, wie man aus dem Cover schließen könnte. Die Autorin erzählt eine tiefgründige und schwierige Familiengeschichte aus dem Triest der 70iger Jahre des 20.Jahrhunderts. Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters , an einem Osterwochenende in ihre Geburtsstadt Triest zurück, um das Erbe ihres Vaters anzunehmen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, die Ausflüge mit dem Vater auf eine kleine Insel vor Istrien, wo sie Vili und Tito begegnet. Auch ihre Erinnerung an Vili, Sohn eines Dissidenten, der bei ihnen aufwächst und ihre erste Jugendliebe ist, kommt nicht zu kurz.
Ganz verwirrend war für mich der Teil über den Zerfall und den Krieg in Jugoslawien, den ich so nicht kannte. Über Wikipedia habe ich mich dann weiter über Triest und den Balkankrieg informiert. Eine Landkarte im Buch wäre sehr hilfreich. Alles in allem schwerer Lesestoff für den man Zeit braucht. Manche Seite habe ich zweimal gelesen, da die langen Sätze nicht sofort für einen Überblick sorgen. FAZIT: Kein leicht zu lesender Roman, aber interessant und tiefgründig. Es ist ein Roman mit Nachwirkung.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein Krimi über menschliche Abgründe

Giftiger Grund
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Das allererste, was auffällt ist das wirklich giftgrüne designte Cover des Buches. Es gefällt mir, weil es auffällig ist.
Es wird in Abschnitten von drei Personen erzählt. Der ex Jugendhäftling Joran, ...

Das allererste, was auffällt ist das wirklich giftgrüne designte Cover des Buches. Es gefällt mir, weil es auffällig ist.
Es wird in Abschnitten von drei Personen erzählt. Der ex Jugendhäftling Joran, der es schwer hat wieder Fuß zu fassen und in der Gesellschaft einzugliedern. Die Influencerin Charu , die mit der Kamera Lost Places fotografiert und ihre selbstgebastelte Glitzerkatze aufstellt. Und das zehnjährige Mädchen Edda, die von ihrem zuhause und ihrer Familie flieht. Joran sucht auf einer alten stillgelegten Tankstelle nach seiner damaligen Beute von siebenhundert Euro. Die drei treffen dort aufeinander und zuerst ist jeder dem anderen gegenüber misstrauisch. Der Krimi wird in den Abschnitten immer jeweils aus der Sicht und den Gedanken der Person geschrieben. Erst am Ende des Romanes wird klar, warum das Mädchen immer nachts im Schlafanzug an der Tankstelle zu finden ist. Jeder von ihnen hat ein Geheimnis und Schicksal und trotz der Gegensätzlichkeiten treffen sie sich immer wieder an der alten Tankstelle. Der Autor schreibt oft in kurzen Sätzen, eindrucksvoll und manchmal auch etwas düster aber immer flüssig und bildhaft.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ein solider Krimi

Die Tote von Nazaré
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Maren Berger, eine deutsche Kommissarin wird bei einem Banküberfall in Köln angeschossen. Nach dreimonatigem Koma und Krankenhausaufenthalt, entschließt sie sich in Portugal eine Auszeit zu nehmen. In ...

Maren Berger, eine deutsche Kommissarin wird bei einem Banküberfall in Köln angeschossen. Nach dreimonatigem Koma und Krankenhausaufenthalt, entschließt sie sich in Portugal eine Auszeit zu nehmen. In Portugal entscheidet sie sich für Nazaree, ein Surfer Paradies. Die Erholung ist schnell dahin, als Maren eine tote Frau am Strand entdeckt. Als die informierte Polizei eintrifft, ist die Tote verschwunden; hatte sie vielleicht doch Erinnerungslücken ??? Bei den weiteren Recherchen arbeitet sie mit dem Inspektor Ferreira zusammen, der deutsch spricht und eine zeit in Deutschland gelebt hat. Es geschehen zwei weitere Morde. Nun wird klar, das es eine Verbindung zu ihrem Fall in Köln gibt. Der Krimi ist etwas einfach aufgebaut und konstruiert. Zwischendurch werden immer wieder Fragen gestellt. Das Spannungspotential ist allerdings nicht besonders hoch. Es ist ein solider Krimi, wobei die Protagonistin mich nicht angesprochen hat. Das Cover gefällt mir, es entspricht der Natur an der Atlantik Küste mit den dortigen Azulejos.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Kampfesgetümmel

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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Dieser Roman spielt inmitten des dreißigjährigen Krieges zwischen den Katholiken und den Protestanten. Der Protagonist, Jacob, ist ein schmächtiger junger Mann, der Priesteranwärter werden möchte. Die ...

Dieser Roman spielt inmitten des dreißigjährigen Krieges zwischen den Katholiken und den Protestanten. Der Protagonist, Jacob, ist ein schmächtiger junger Mann, der Priesteranwärter werden möchte. Die Soldatentruppen von Hohenlohe töten seine gesamte Familie und Jacob wird verschleppt und als Schanzarbeiter in der Armee zwangsverpflichtet. Der Krieg mit der Belagerung von Pilsen wird sehr schonungslos realistisch und manchmal grausam detailliert beschrieben. Es geht Jacob besser, als es als Schreiber für den inneren Stab eingesetzt wird. Nun hat er genug zu essen und kann noch Anna mit Nahrungsmitteln versorgen. Ihn quält innerlich immer noch die Rache und die Vergeltung für den Tod seiner Eltern. Man erkennt daraus, das die damaligen Zeiten grausam und durch Hunger und Krankheiten geprägt waren. das Cover entspricht dem Sinnbild des dreißigjährigen Krieges. Der Autor, Matthias Soeder, schreibt oft kurze Sätze, aber flüssig und spannend, als ob man mitten im Kampfesgetümmel ist. Ich bin auf die weiteren Bände gespannt, wie der historische Roman weitergeht.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

der amerikanische Traum

Real Americans
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Der Roman von Rachel Khong ist ein Familienroman über mehrere Generationen. Der Roman widmet sich drei Zeitabschnitten. Die Zeit um 1999, als Lily, Tochter chinesischer Einwanderer in die USA, sich in ...

Der Roman von Rachel Khong ist ein Familienroman über mehrere Generationen. Der Roman widmet sich drei Zeitabschnitten. Die Zeit um 1999, als Lily, Tochter chinesischer Einwanderer in die USA, sich in Matthew, einem reichen und privilegierten Amerikaner, verliebt. Dann die Zeit 21 Jahre später, lebt Lily zurückgezogen mit ihrem Sohn Nick auf einer Insel. Der Sohn stellt Fragen nach seinem Vater, die Lily jedoch unbeantwortet lässt. Mit Hilfe eines Gentestes macht er seinen Vater Matthew ausfindig und trifft sich mit ihm. Dann die Zeit um 2030 als Nick zufällig seine Großmutter trifft und diese ihm die Geschichte ihrer Auswanderung erzählt. Der Roman behandelt sehr ausführlich die Frage nach Herkunft und Identität. Die Autorin schreibt flüssig und durchaus fesselnd. Das Cover des Buches gefällt mir nicht so gut, es passt so gar nicht zu diesem lesenswerten und interessanten Buch.

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