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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2025

Ein neuer Bestseller von Mechtild Borrmann

Lebensbande
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Mein erstes Buch, das ich von der Autorin Mechtild Borrmann gelesen habe, hieß „Feldpost“ und hat mich total begeistert. Daher war ich nun gespannt, wie mir dieser Roman, der ebenfalls über zwei Zeitebenen ...

Mein erstes Buch, das ich von der Autorin Mechtild Borrmann gelesen habe, hieß „Feldpost“ und hat mich total begeistert. Daher war ich nun gespannt, wie mir dieser Roman, der ebenfalls über zwei Zeitebenen verfügt, gefällt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Die Autorin hält die Spannung durch die zwei sich ständig wechselnden Zeitebenen in denen die Geschichte erzählt wird. Die erste Zeitebene beginnt kurz nach der Öffnung der innerdeutschen Mauer im Jahr 1991 bzw. 1993 und die Ich-Erzählerin Nora wird von der Vergangenheit eingeholt, als sie einen Brief ihres Neffen in den Händen hält. Seine Mutter hatte vor ihrem Tod einen Suchdienst beauftragt. Nora kauft sich daraufhin ein Schulheft und schreibt ihr Leben zwischen 1932 und 1954 auf. Die zweite Zeitebene beginnt im Jahr 1931 als Lene den jungen Holländer Joop kennen und lieben lernt. Die beiden werden getrennt und schließlich heiratet Lene einen anderen und gebärt ein geistig behindertes Kind mit Namen Leo, der in eine Heil- und Pflegeanstalt kommt. Dort arbeitet ihre Cousine Nora. Mir hat die Erzähltechnik, eine Szene einmal aus der Erinnerung von Nora (60 Jahre später) und dann aus der Sicht von Lene in der damaligen Zeit zu beschreiben, sehr gut gefallen.
Mit einer gewissen Distanz erzählt die Autorin von dieser brutalen Zeit, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, da es mir zwar nahe, aber nicht zu nahe ging.
Im Nachwort erläutert die Autorin, dass die Ereignisse auf wahre Begebenheiten beruhen, die Ereignisse jedoch fiktional verarbeitet und literarisch verdichtet sind.
Fazit:
Es ist ein historisch wichtiges Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Der siebenjährige Krieg zwischen Friedrich II und Maria Theresia

Sieben Jahre
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Dies ist mein erstes Buch von der Bestsellerautorin Tanja Kinkel und ich freute mich, dass ich dieses Buch bei lovelybooks gewonnen hatte. Als ich die Buchsendung öffnete und das Buch betrachtete, war ...

Dies ist mein erstes Buch von der Bestsellerautorin Tanja Kinkel und ich freute mich, dass ich dieses Buch bei lovelybooks gewonnen hatte. Als ich die Buchsendung öffnete und das Buch betrachtete, war ich sofort sehr positiv überrascht. Das Buchcover mit dem reliefartigen Aufdruck und dass alle drei Buchseiten passend zum Buchcover mit der „vergilbten“ Farbe, hat mich gleich begeistert, da es sehr „historisch“ aussah.
Ganz am Anfang des Buches gibt es eine Kurzbeschreibung der königlichen Familie sowie ein ausführliches Personenregister der wichtigsten Personen. Dieses Goodie sowie das Nachwort der Autorin fand ich sehr hilfreich und für mich war es auch notwendig.
Mir hat der Prolog mit den drei Tagen im August noch sehr gut gefallen. Es war eine interessante Zeitraffung mit historisch wichtigen Szenen. Der „Kampf“ mit dem Roman begann jedoch direkt danach, als es um den Vorkrieg zum 7jährigen Krieg ging, umfasste das Kapitel „Berlin, Januar 1756“ mehr als 50 Seiten und die einzelnen Szenen waren nur durch eine (unscheinbare) Leerzeile getrennt. Hätte man dieses „Monsterkapitel“ in mehrere Unter-Kapiteln mit beschreibenden Überschriften aufgeteilt, wäre mir das Lesen viel leichter gefallen und ich hätte das ein oder andere Unterkapitel dann auch noch gelesen. Für mich zog sich der Roman wie ein Kaugummi. Sobald die Kapiteln deutlich kürzer waren, hatte ich dann auch mehr Seiten am Stück gelesen, mit erhöhtem Lesespaß.
Der Schreibstil war für mich nicht immer durchgehend flüssig zu lesen, die historischen Hauptprotagonisten wirkten jedoch immer glaubhaft dargestellt. Ich fand die Informationen, die ich in diesem Buch über Friedrich II, seinen Bruder Heinrich, über Maria Theresia sowie über den Siebenjährigen Krieg erhalten habe, immer sehr interessant. Ich empfehle daher dem Verlag um eine strukturelle Überarbeitung dieses Romans.
Fazit:
Ich habe für die strukturelle Darstellung und vereinzelte Durchhänger jeweils einen Punkt abgezogen und vergebe daher noch 3 von 5 Sternen und eine bedingte Kaufempfehlung für alle Fans von historischen Romanen, die gerne auch mal mehr als 800 Seiten lesen.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Nach dem Nordwind folgt das Nordlicht

Im Nordlicht
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„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten ...

„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten Teil lesen, ich persönlich habe mich entschieden, vorab sogar noch einmal den ersten Teil zu lesen.
Diese historische Roman-Saga, die in den Jahren 1913 und 1914 spielt, erzählt auf sehr unterhaltsame Weise die Geschichte einer Verlorenen, die sich von ihrem brutalen Mann scheiden lassen und dabei auch noch das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter erstreiten will. Der reiche Anwalt John Reeven ist bereit, für ihre Rechte zu kämpfen und sie verlieben sich ineinander, obwohl ihnen bewusst ist, dass er verlobt ist und bald heiraten wird.
Der zweite Band fügt sich nahtlos an das Ende des ersten Bandes an und die Autorin ist dabei ihrer Linie des ersten Bandes treu geblieben. Ich war auch von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält weiterhin die Spannung durch zwei Zeitebenen, in denen die Geschichte von Christina/Alice erzählt wird. Beide Zeitebenen sind jeweils chronologisch erzählt. Es gibt immer wieder portionsweise Rückblicke von Christina/Alice aus ihrem früheren Leben und es werden immer mehr Geheimnisse preisgegeben.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen. Diese sind sehr facettenreich und realistisch beschrieben. Die wunderschöne, starrköpfige Alice und der Ruhe ausstrahlende John sind liebevoll gezeichnet und ich fand sie weiterhin durchgehend sehr sympathisch. Von Johns Familie fand ich nur seine Schwester Blanche sehr sympathisch und ich freute mich über ihre Weiterentwicklung. Die Ehe von Johns Bruder Julius und Marlies hat sich in eine Richtung weiter entwickelt, die mich einerseits überrascht und andererseits entsetzt hat.
Fazit:
Ich kann die Nordwind-Saga uneingeschränkt weiterempfehlen, da ich auch dieses zweite Band innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Die Zweisteins sind einmalig gut

Die Zweisteins – Familie formt den Charakter
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Ich habe dieses Buch zufällig im Urlaub an der Nordsee entdeckt. Da ich von der Autorin Regine Kölpin vor allem ihre historischen Romane kenne, gelegentlich auch ihre Oma-Reihe lese, war ich auf dieses ...

Ich habe dieses Buch zufällig im Urlaub an der Nordsee entdeckt. Da ich von der Autorin Regine Kölpin vor allem ihre historischen Romane kenne, gelegentlich auch ihre Oma-Reihe lese, war ich auf dieses Buch ganz gespannt.
Die Mutter Juna Zweistein hat im Dorf Tulpenboom von ihrer verstorbenen Tante Tant Mine ein heruntergekommenes Hotel mit dem notwendigen Geld für die Renovierung geerbt, unter der Voraussetzung, dass sie dieses auch betreiben wird. Es gibt nicht nur familiäre Widerstände, die sie bewältigen muss.
Regine Kölpins Humor hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Angefangen mit dem Familienname Zweistein (Anspielung auf den Physiker Einstein) sowie andere witzige Wortspielereien, die mir sehr gut gefallen haben.
Die Charaktere der einzelnen Familienmitglieder sind liebevoll ausgestaltet und in Szene gesetzt. Die Dorfbewohner sind ähnlich facettenreich und schrullig interessant geschildert. Der alte Dorfbewohner Johann van der Broken spricht auch hin und wieder Dialekt, den man problemlos verstehen kann.
Im Nachwort nennt die Autorin ihre Motivation dieses Familien-Buch zu schreiben. Die Fortsetzung dieser Bücher-Reihe der Familie Zweisteins ist geplant und die Thematik für diese Fortsetzung bereits auch schon angedeutet.
Fazit:
Es ist ein heiterer Familienroman, den ich ganz gerne im Strandkorb gelesen habe und somit auch sehr gerne weiterempfehle

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Wichtiges Thema genial umgesetzt

Die Verlorene
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Die Autorin Miriam Georg verarbeitet in diesem Roman die Traumata der letzten Jahre während des zweiten Weltkrieges, unter anderem in Schlesien und auf der Krim und die Auswirkungen auf die spätere Generation. ...

Die Autorin Miriam Georg verarbeitet in diesem Roman die Traumata der letzten Jahre während des zweiten Weltkrieges, unter anderem in Schlesien und auf der Krim und die Auswirkungen auf die spätere Generation. Im Nachwort erwähnt sie, dass dies ihr bisher persönlichstes Buch sei, auch wenn der Roman fiktionalisiert und nicht autobiographisch ist.
Das Buchcover ist passend gewählt und gefällt mir sehr gut. Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte gekommen und war von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält die Spannung durch zwei Zeitebenen.
In der historischen Zeitebene werden die Erzählstränge von Karl, der als Soldat auf der Krim 1941 kämpft und Änne bzw. ihrer Schwester Luise, die auf dem Pappelhof in Schlesien 1943 leben, geschickt miteinander verknüpft.
In der aktuellen Zeitebene forschen Ännes Tochter Ellen und deren Tochter Laura nach Ännes Geheimnissen und Lebenslügen. Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse preis gegeben. Ich fand die Auflösung schlüssig und tragisch.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen, sowohl die Protagonistinnen der Gegenwart als auch die Protagonisten der Vergangenheit. Mir hat der damalige Zusammenhalt der Familie, die Änne schützen, sehr gut gefallen. Ich finde, dass die Autorin mit diesem Roman ein sehr wichtiges Thema angesprochen hat.
Fazit:
Ich habe das Buch verschlungen. Ich wünsche mir, dass es mehr Bücher von dieser Art gibt. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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