Platzhalter für Profilbild

maggiem

Lesejury Star
offline

maggiem ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit maggiem über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Nach dem Nordwind folgt das Nordlicht

Im Nordlicht
0

„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten ...

„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten Teil lesen, ich persönlich habe mich entschieden, vorab sogar noch einmal den ersten Teil zu lesen.
Diese historische Roman-Saga, die in den Jahren 1913 und 1914 spielt, erzählt auf sehr unterhaltsame Weise die Geschichte einer Verlorenen, die sich von ihrem brutalen Mann scheiden lassen und dabei auch noch das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter erstreiten will. Der reiche Anwalt John Reeven ist bereit, für ihre Rechte zu kämpfen und sie verlieben sich ineinander, obwohl ihnen bewusst ist, dass er verlobt ist und bald heiraten wird.
Der zweite Band fügt sich nahtlos an das Ende des ersten Bandes an und die Autorin ist dabei ihrer Linie des ersten Bandes treu geblieben. Ich war auch von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält weiterhin die Spannung durch zwei Zeitebenen, in denen die Geschichte von Christina/Alice erzählt wird. Beide Zeitebenen sind jeweils chronologisch erzählt. Es gibt immer wieder portionsweise Rückblicke von Christina/Alice aus ihrem früheren Leben und es werden immer mehr Geheimnisse preisgegeben.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen. Diese sind sehr facettenreich und realistisch beschrieben. Die wunderschöne, starrköpfige Alice und der Ruhe ausstrahlende John sind liebevoll gezeichnet und ich fand sie weiterhin durchgehend sehr sympathisch. Von Johns Familie fand ich nur seine Schwester Blanche sehr sympathisch und ich freute mich über ihre Weiterentwicklung. Die Ehe von Johns Bruder Julius und Marlies hat sich in eine Richtung weiter entwickelt, die mich einerseits überrascht und andererseits entsetzt hat.
Fazit:
Ich kann die Nordwind-Saga uneingeschränkt weiterempfehlen, da ich auch dieses zweite Band innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2025

Die Zweisteins sind einmalig gut

Die Zweisteins – Familie formt den Charakter
0

Ich habe dieses Buch zufällig im Urlaub an der Nordsee entdeckt. Da ich von der Autorin Regine Kölpin vor allem ihre historischen Romane kenne, gelegentlich auch ihre Oma-Reihe lese, war ich auf dieses ...

Ich habe dieses Buch zufällig im Urlaub an der Nordsee entdeckt. Da ich von der Autorin Regine Kölpin vor allem ihre historischen Romane kenne, gelegentlich auch ihre Oma-Reihe lese, war ich auf dieses Buch ganz gespannt.
Die Mutter Juna Zweistein hat im Dorf Tulpenboom von ihrer verstorbenen Tante Tant Mine ein heruntergekommenes Hotel mit dem notwendigen Geld für die Renovierung geerbt, unter der Voraussetzung, dass sie dieses auch betreiben wird. Es gibt nicht nur familiäre Widerstände, die sie bewältigen muss.
Regine Kölpins Humor hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Angefangen mit dem Familienname Zweistein (Anspielung auf den Physiker Einstein) sowie andere witzige Wortspielereien, die mir sehr gut gefallen haben.
Die Charaktere der einzelnen Familienmitglieder sind liebevoll ausgestaltet und in Szene gesetzt. Die Dorfbewohner sind ähnlich facettenreich und schrullig interessant geschildert. Der alte Dorfbewohner Johann van der Broken spricht auch hin und wieder Dialekt, den man problemlos verstehen kann.
Im Nachwort nennt die Autorin ihre Motivation dieses Familien-Buch zu schreiben. Die Fortsetzung dieser Bücher-Reihe der Familie Zweisteins ist geplant und die Thematik für diese Fortsetzung bereits auch schon angedeutet.
Fazit:
Es ist ein heiterer Familienroman, den ich ganz gerne im Strandkorb gelesen habe und somit auch sehr gerne weiterempfehle

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2025

Wichtiges Thema genial umgesetzt

Die Verlorene
0

Die Autorin Miriam Georg verarbeitet in diesem Roman die Traumata der letzten Jahre während des zweiten Weltkrieges, unter anderem in Schlesien und auf der Krim und die Auswirkungen auf die spätere Generation. ...

Die Autorin Miriam Georg verarbeitet in diesem Roman die Traumata der letzten Jahre während des zweiten Weltkrieges, unter anderem in Schlesien und auf der Krim und die Auswirkungen auf die spätere Generation. Im Nachwort erwähnt sie, dass dies ihr bisher persönlichstes Buch sei, auch wenn der Roman fiktionalisiert und nicht autobiographisch ist.
Das Buchcover ist passend gewählt und gefällt mir sehr gut. Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte gekommen und war von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält die Spannung durch zwei Zeitebenen.
In der historischen Zeitebene werden die Erzählstränge von Karl, der als Soldat auf der Krim 1941 kämpft und Änne bzw. ihrer Schwester Luise, die auf dem Pappelhof in Schlesien 1943 leben, geschickt miteinander verknüpft.
In der aktuellen Zeitebene forschen Ännes Tochter Ellen und deren Tochter Laura nach Ännes Geheimnissen und Lebenslügen. Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse preis gegeben. Ich fand die Auflösung schlüssig und tragisch.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen, sowohl die Protagonistinnen der Gegenwart als auch die Protagonisten der Vergangenheit. Mir hat der damalige Zusammenhalt der Familie, die Änne schützen, sehr gut gefallen. Ich finde, dass die Autorin mit diesem Roman ein sehr wichtiges Thema angesprochen hat.
Fazit:
Ich habe das Buch verschlungen. Ich wünsche mir, dass es mehr Bücher von dieser Art gibt. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2025

Das Lied des Vogelhändlers Tandaradei

Das Lied des Vogelhändlers
3

Ich habe inzwischen mehrere Romane von Ralf H. Dorweiler gelesen und alle haben mir sehr gut gefallen. Ein Bonus der besonderer Art in diesem Roman „das Lied des Vogelhändlers“ ist, dass jede Kapitelüberschrift ...

Ich habe inzwischen mehrere Romane von Ralf H. Dorweiler gelesen und alle haben mir sehr gut gefallen. Ein Bonus der besonderer Art in diesem Roman „das Lied des Vogelhändlers“ ist, dass jede Kapitelüberschrift einen anderen Vogelnamen trägt und dieser Vogel auch in dem jeweiligen Kapitel erwähnt wird. So klingt Filomena im Kapitel „die Krähe“ wie eine Krähe. Mir gefällt der Humor von Ralf H. Dorweiler und sein flüssig zu lesender Schreibstil sehr gut.
Die Geschichte um die Hauptprotagonistin Franziska beginnt im Jahr 1190 und es geht um den dritten Kreuzzug mit Kaiser Friedrich Barbarossa als Anführer, den sie sich angeschlossen hatte. Als dieser im Fluss Saleph ertrinkt, will Franziska wieder in ihre Heimat zurück.
Der zweite Erzählstrang ist 10 Jahre später angesiedelt und es geschehen während des großen Turniers auf Burg Hachberg mehrere Mordanschläge. Der bekannte Dichter und Sänger Walther von der Vogelweide wurde ebenfalls auf diesem Fest eingeladen, freundet sich mit dem Vogelhändler Wigbert an und spielt als Gesandter des Königs Friedrich eine gewisse gewichtige Rolle. Nebenbei erfahren wir auch wie - in der Fantasie des Autors - das Gedicht „Tandaradei“ entstanden ist. Mir haben beide Erzählstränge gleich gut gefallen und die Verknüpfung dieser beiden Erzählstränge fand ich schlüssig und raffiniert.
Ich habe jede Seite des - für einen historischen Romans - relativ dünnen Buches genossen und habe mit den Haupt-Protagonisten Franziska und Wigbert mitgefühlt und auch mitgelitten.
Fazit:
Ich war bis zum Ende von diesem großartigen Roman gefesselt und spreche eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Historisch
Veröffentlicht am 20.07.2025

Empfehlenswerter Comic

Idefix und die Unbeugsamen 08
0

Als Asterix-Fan lese ich auch ganz gerne die Idefix-Comics. Das Buchcover von „Idefix und die Unbeugsamen: die Jagd nach dem grünen Fläschchen“ ist wieder sehr kunstvoll gestaltet. In diesem achten Band ...

Als Asterix-Fan lese ich auch ganz gerne die Idefix-Comics. Das Buchcover von „Idefix und die Unbeugsamen: die Jagd nach dem grünen Fläschchen“ ist wieder sehr kunstvoll gestaltet. In diesem achten Band gibt es wieder drei kurzen Geschichten „Die Jagd nach dem grünen Fläschchen“, „Dertutnix braucht Vitamine“ und „ Mit Laib und Seele“ in denen die tierischen Helden mit Idefix als Anführer, Kontakt zur Hündin Vitamine haben, die ebenfalls geruchsempfindlich wie ihr Herrchen Homöopatix, der Parfümhersteller, ist. In der ersten Geschichte verfeinert der Uhu Weissnix das Parfum mit ungeahnten Wirkungen. Mir hat die Szene besonders gut gefallen, als der verliebte Dertutnix ein Stelldichein mit Vitamine hat.
Prinzipiell gefällt mir die Idee ganz gut, Idefix, den Hund von Asterix als Held für diesen Comics zu wählen und dass auch immer wieder Figuren aus der Asterix-Reihe in diesen Comic eingeflochten werden. In diesem Band habe ich diese Figuren aus der Asterix-Reihe vermisst und die dritte Geschichte hat mich nicht ganz überzeugt, auch wenn ich die prinzipielle Idee, eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, ganz gut finde. Daher vergebe ich 4 von 5 Sterne. Die Bilder sind alle kunstvoll gestaltet und die weiteren Figuren sind die tierischen Adaptionen von den bekannten Asterix-Comic Figuren. So lebt der Uhu Weissnix beim Druiden Amnesix und auch hier gibt es einen uralten Täuberich, Astmatix. Wie immer sind die römischen Hunden und die Römer die Dummen. Idefix und seine Freunde sind die intelligenten Tiere.
Fazit:
Kauf- und Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf Band 9 von Idefix und die Unbeugsamen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere