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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Tolle Romantasy mit überzeugenden Charakteren

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Dieser erste Band einer Romantasy-Dilogie ist genau so großartig, wie ich es mir erhofft hatte. Schon das wunderschön gestaltete Cover und der herrliche Farbschnitt stimmen den Leser darauf, was ihn im ...

Dieser erste Band einer Romantasy-Dilogie ist genau so großartig, wie ich es mir erhofft hatte. Schon das wunderschön gestaltete Cover und der herrliche Farbschnitt stimmen den Leser darauf, was ihn im Buch erwartet nämlich eine Welt, die zwischen Schönheit und Schmerz existiert. Was ich daran besonders spannend finde ist, dass diese Welt unserer Welt ähnelt, sich allerdings durch eine alternative Geschichtsschreibung deutlich von unserer unterscheidet. Um genauer zu sein, wird England seit mehr als 350 Jahren von einer Feenkönigin regiert. Die industrielle Revolution hat nicht stattgefunden, aber die Sitten entsprechen weitgehend denen des Jahres 1848, in dem die Geschichte spielt. Daher ist das größte Ziel eines jeden Mädchens, einen wohlhabenden Mann zu finden, wobei den jungen Frauen jedes Mittel recht ist. Besonders als plötzlich der Fae-Prinz auf der Suche nach einer Braut ist, ist der Kampf um seine Hand eröffnet. Auch wenn dies erst einmal nach einer recht vorhersehbaren Geschichte klingt, ist sie alles andere als das. Mir gefällt an dem Buch daher, wie es Erwartungen unterläuft, was sich z.B. daran zeigt, dass im Lauf der Handlung auch die Sichtweisen und Motivationen von vermeintlichen Nebencharakteren geschildert werden, so dass die Geschichte noch mehr Tiefe gewinnt und etliche Entwicklungen viel besser nachvollziehbar werden.
Der Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt, schafft es perfekt, die bedrohliche und angespannte Atmosphäre einzufangen, unter der die Charaktere leiden. Die Ursache dafür sind die immer wiederkehrenden, z.T. grausamen Gefahrensituationen, mit denen die Charaktere konfrontiert werden und die für Spannung sorgen. Dadurch dass bis in die Nebenfiguren viel Wert auf die Charaktere gelegt wird, ist die Wahl zwischen Pflicht und Herz, die sich langsam herauskristallisiert, sehr glaubhaft beschrieben, so dass sie mich emotional sehr berührt hat. Kombiniert mit den Ereignissen am Ende des Buches, die einen komplett neuen Handlungsstrang für das nächste Buch versprechen, kann ich es überhaupt nicht erwarten kann, die Fortsetzung zu lesen.
Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der Romantasy mag, denn ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2026

tolle, ungewöhnliche Charaktere und jede Menge Action

Violet – Die Wasserhexe und der Totengott
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Dieses Buch ist ein Urban-Fantasy-Buch der anderen Art, was ich extrem erfrischend finde. Das zeigt sich schon auf dem Cover, denn wo bitte sieht man sonst einen Gott mit Brille?
Anstatt allein auf Handlung ...

Dieses Buch ist ein Urban-Fantasy-Buch der anderen Art, was ich extrem erfrischend finde. Das zeigt sich schon auf dem Cover, denn wo bitte sieht man sonst einen Gott mit Brille?
Anstatt allein auf Handlung zu setzen (von der es trotzdem reichlich gibt), liegt das Augenmerk stark auf den Charakteren und ihrem Seelenleben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Buch gelesen zu haben, in der die Neurodivergenz der Charaktere und die daraus resultierenden Probleme so überzeugend, einfühlsam und trotzdem unterhaltsam geschildert worden wären. Allein das macht das Buch herausragend. Die Charaktere überzeugen, weil sie sich "echt" anfühlen, gerade weil sie weit davon entfernt sind, perfekt zu sein. Gerade deswegen ist die Beziehung, die sich in diesem Buch anbahnt, auch mit die realistischste, die ich seit langer Zeit gelesen habe, auch wenn sie eine Hexe und einen Gott betrifft.
Aber neben der Emotionsebene gibt es in diesem Buch auch mehr als genug Handlung, da die Hauptperson permanent von einem magischen Notfall zum nächsten hetzen muss und dabei reihenweise mit Zombies konfrontiert wird. Für genügend Action und Spannung ist also gesorgt.
Offenbar haben die Charaktere eine Vorgeschichte, die in einem anderen Buch geschildert wurde, aber auch so kommt man sehr gut in die Geschichte hinein und versteht alles. Hilfreich dabei ist, dass die Handlung in Berlin spielt und man sich deswegen nicht in einer komplett anderen Welt zurechtfinden muss.
Der Schreibstil passt sich der Situation an und changiert in der Wortwahl zwischen leicht respektlose und einfühlsam, schafft es aber immer der Situation gerecht zu werden und den gelegentlichen Wahnsinn der Lage in Worte zu fassen.
Wer ungewöhnliche, tiefgründige Charaktere sowie eine rasante und etwas abgedrehte Handlung mag, wird in diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Ich habe es jedenfalls sehr genossen und kann die Fortsetzung nicht erwarten.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Tolle Romantasy mit überzeugenden Charakteren

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Dieser erste Band einer Romantasy-Dilogie ist genau so großartig, wie ich es mir erhofft hatte. Schon das wunderschön gestaltete Cover und der herrliche Farbschnitt stimmen den Leser darauf, was ihn im ...

Dieser erste Band einer Romantasy-Dilogie ist genau so großartig, wie ich es mir erhofft hatte. Schon das wunderschön gestaltete Cover und der herrliche Farbschnitt stimmen den Leser darauf, was ihn im Buch erwartet nämlich eine Welt, die zwischen Schönheit und Schmerz existiert. Was ich daran besonders spannend finde ist, dass diese Welt unserer Welt ähnelt, sich allerdings durch eine alternative Geschichtsschreibung deutlich von unserer unterscheidet. Um genauer zu sein, wird England seit mehr als 350 Jahren von einer Feenkönigin regiert. Die industrielle Revolution hat nicht stattgefunden, aber die Sitten entsprechen weitgehend denen des Jahres 1848, in dem die Geschichte spielt. Daher ist das größte Ziel eines jeden Mädchens, einen wohlhabenden Mann zu finden, wobei den jungen Frauen jedes Mittel recht ist. Besonders als plötzlich der Fae-Prinz auf der Suche nach einer Braut ist, ist der Kampf um seine Hand eröffnet. Auch wenn dies erst einmal nach einer recht vorhersehbaren Geschichte klingt, ist sie alles andere als das. Mir gefällt an dem Buch daher, wie es Erwartungen unterläuft, was sich z.B. daran zeigt, dass im Lauf der Handlung auch die Sichtweisen und Motivationen von vermeintlichen Nebencharakteren geschildert werden, so dass die Geschichte noch mehr Tiefe gewinnt und etliche Entwicklungen viel besser nachvollziehbar werden.
Der Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt, schafft es perfekt, die bedrohliche und angespannte Atmosphäre einzufangen, unter der die Charaktere leiden. Die Ursache dafür sind die immer wiederkehrenden, z.T. grausamen Gefahrensituationen, mit denen die Charaktere konfrontiert werden und die für Spannung sorgen. Dadurch dass bis in die Nebenfiguren viel Wert auf die Charaktere gelegt wird, ist die Wahl zwischen Pflicht und Herz, die sich langsam herauskristallisiert, sehr glaubhaft beschrieben, so dass sie mich emotional sehr berührt hat. Kombiniert mit den Ereignissen am Ende des Buches, die einen komplett neuen Handlungsstrang für das nächste Buch versprechen, kann ich es überhaupt nicht erwarten kann, die Fortsetzung zu lesen.
Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der Romantasy mag, denn ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Fantasy mit indischem Touch

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, denn es ist perfekt für die Zielgruppe (Kinder ab 10 Jahre) geeignet. Die Sprache ist klar und bildgewaltig wie das wunderschöne Cover ...

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, denn es ist perfekt für die Zielgruppe (Kinder ab 10 Jahre) geeignet. Die Sprache ist klar und bildgewaltig wie das wunderschöne Cover und zieht den Leser sofort in die Handlung hinein. Da das Buch allerdings auch direkt mit einem schrecklichen Ereignis beginnt, ist es nicht schwer, sofort Spannung zu erzeugen und die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Die große Kunst des Autors zeigt sich darin, dass er es schafft, die Spannung vom Anfang des Buches nicht nur zu halten sondern im Lauf der Geschichte immer weiter zu steigern. Dies geschieht durch unerwartete Wendungen wie z.B. plötzliche Angriffe und Rettungen in letzter Sekunde. Als erwachsener Leser kommt einem dies zwar zum Ende hin etwas konstruiert vor, da es etwas zu viele Zufälle gibt, aber der dadurch erzeigten Spannung tut das keinen Abbruch.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Geschichte eindeutig in der Fantasy-Version des indischen Subkontinents spielt. Dies zeigt sich in den Gebräuchen und der Kleidung der Menschen im Buch, aber auch an vielen anderen Details. So wird z.B. der König im Buch Maharadscha genannt und es werden Elemente der indischen Mythologie aufgegriffen. Auf diese Weise werden Kinder mit anderen Kulturen vertraut gemacht und lernen andere Erzähltraditionen kennen, die über das in Fantasy-Büchern oft vertretene Mittelalter-Setting hinausgehen.
Schön ist an der Geschichte auch, dass die weibliche Hauptperson behindert ist, aber trotzdem eine starke Heldin wird. Ihre Behinderung wird immer wieder thematisiert und ebenso die Einschränkungen, denen sie dadurch unterliegt. Als Leser hat man trotzdem nie den Eindruck, dass sie deswegen schwach oder unselbstständig wäre, auch wenn sie mehr kämpfen muss.
Die unterschwelligen Lehren des Buches sind nicht nur, dass man mit der Hilfe von Freunden auch Einschränkungen überwinden kann, sondern auch dass man Menschen nicht gleich in eine Schublade stecken sollte. Erstens sollte man sich die Zeit nehmen, jede Person wirklich kennenzulernen und zweitens sollte man jedem zugestehen, dass er lernen und sich entwickeln kann, so wie es die zweite Hauptperson im Buch tut.
Auch wenn es auf der Rückseite des Einbands heißt, dass dies der erste Band einer Reihe wäre, so ist die Geschichte doch in sich abgeschlossen und endet ohne Cliffhanger.
Aufgrund all dieser Aspekte hat mir das Buch extrem gut gefallen und ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen, der sich nicht scheut, vielleicht mal einen unbekannten Begriff wie Salwar Kamiz nachzuschlagen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Solider Science-Fiction-Thriller

Das Ganymed-Fragment
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Dieser Science-Fiction-Thriller verwirrt mit mehreren falschen Fährten. Dies betrifft vor allem die Frage, worum es sich bei dem titelgebenden Ganymed-Fragment überhaupt handelt. Wie das schlichte Cover, ...

Dieser Science-Fiction-Thriller verwirrt mit mehreren falschen Fährten. Dies betrifft vor allem die Frage, worum es sich bei dem titelgebenden Ganymed-Fragment überhaupt handelt. Wie das schlichte Cover, das eine der Schlüsselszenen des Buches einfängt, und auch der Titel schon andeuten, spielt der größte Teil der Handlung auf dem Jupitermond Ganymed. Dadurch verdichtet sich die Geschichte auf einen einzigen Ort und entwickelt mit fortschreitender Handlung immer mehr den Eindruck eines Kammerspiels, auch wenn der Beginn eher die typische Atmosphäre einer Science-Fiction-Horror-Geschichte ausstrahlt und etwas später stark an Blade Runner erinnert. Dies liegt zum einen am Stil, der das Leben im All mit seinen Abgründen und Zumutungen detailreich beschreibt, aber zum anderen vor allem am Hauptcharakter Alan Bishop, der zwar als Ermittler herausragend und zäh ist, aber doch das Leben eines einsamen Wolfes führt. Obwohl fast das gesamte Buch (mit Ausnahme des Prologs) konsequent aus Bishops Sicht geschrieben ist, bleibt der Ermittler als Charakter aus meiner Sicht allerdings relativ blass. Man erfährt im Lauf der Geschichte zwar etwas mehr zu seiner Vergangenheit, die in gewissem Maße auch relevant für den Fall ist, aber eine große emotionale Verbundenheit stellt sich nicht ein. Dies mag auch daran liegen, dass Bishop, der zum Ganymed geschickt wird, um einen Mordfall aufzuklären, immer tiefer in einen Strudel aus Intrigen und Verrat gezogen wird, so dass ein Notfall den nächsten jagt und der Fokus ganz klar auf der Handlung und nicht auf den Charakteren liegt. Dies ist für mich auch die größte Schwäche des Buches, denn so spannend auch die Handlung ist, fehlt für mich dadurch ein entscheidendes Moment, um wirklich mitzufiebern. Obwohl das Buch mit der Aufklärung des Mordfalls abgeschlossen ist und es keinen Cliffhanger gibt, bleiben etliche Fragen frustrierend offen und werden vermutlich in der angekündigten Fortsetzung aufgegriffen.
Insgesamt gesehen bietet das Buch einen soliden Science-Fiction-Thriller mit einer Menge Spannung an einem Ort am Rande der Zivilisation.

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