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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2026

Schöne Fortsetzung mit Schwächen – emotional, aber nicht ganz überzeugend

It starts with us – Nur noch einmal und für immer
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It Starts with Us knüpft an die Geschichte aus It Ends with Us an und erzählt vor allem die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Lily und Atlas. Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie gewohnt sehr ...

It Starts with Us knüpft an die Geschichte aus It Ends with Us an und erzählt vor allem die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Lily und Atlas. Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie gewohnt sehr flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man schnell durch die Seiten kommt – auch wenn die Geschichte mich insgesamt nicht komplett packen konnte.

Positiv hervorzuheben ist für mich, wie die Verbindung zwischen Lily und Atlas weiter vertieft wird. Besonders schön fand ich, dass Atlas trotz aller Schwierigkeiten – vor allem im Umgang mit Ryle – konsequent für die Beziehung kämpft. Auch die Loyalität von Alyssa gegenüber Lily, obwohl Ryle ihr Bruder ist, hat mir gut gefallen. Nebenfiguren wie Marshall und Theo bringen zudem eine sympathische Leichtigkeit in die Geschichte.

Weniger überzeugend war für mich hingegen der Handlungsstrang rund um Atlas und seinen Bruder Josh. Dieser wirkte auf mich etwas konstruiert und nicht ganz ausgereift – ähnlich wie das Aufeinandertreffen mit seiner Mutter, das emotionales Potenzial hatte, aber nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Gut fand ich wiederum, dass nicht alles in einem klassischen Happy End mündet. Die weiterhin problematische und übergriffige Art von Ryle ist zwar schwer zu lesen, wirkt aber realistisch dargestellt und passt zur Thematik der Reihe.

Insgesamt ist das Buch eine solide Fortsetzung, die sich gut lesen lässt und einige schöne Momente bietet, mich emotional aber nicht vollständig erreichen konnte. Man kann den zweiten Teil definitiv lesen – ein echtes Highlight war er für mich jedoch nicht.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Spannend, aber diesmal nicht komplett mindblowing

Der Insasse
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Ein klassischer Fitzek – man denkt, man hat alles durchschaut, und am Ende steht man trotzdem wieder da und hinterfragt alles.

Ich war direkt im Lesefluss und hatte kaum das Bedürfnis, das Buch aus der ...

Ein klassischer Fitzek – man denkt, man hat alles durchschaut, und am Ende steht man trotzdem wieder da und hinterfragt alles.

Ich war direkt im Lesefluss und hatte kaum das Bedürfnis, das Buch aus der Hand zu legen. Die Story ist spannend aufgebaut und lebt genau von diesem typischen Fitzek-Moment: Man glaubt, die Lösung zu kennen – und liegt (natürlich) falsch. Auch wenn ich sagen muss, dass mich der Plot Twist hier ein kleines bisschen weniger überrascht hat als in anderen Büchern von Sebastian Fitzek.

Was mir positiv aufgefallen ist: Es gab keinen verwirrenden Einstieg, wie man ihn sonst manchmal kennt, bei dem man lange nicht weiß, was das Ganze eigentlich soll. Hier war ich direkt in der Geschichte drin – das hat es für mich deutlich angenehmer gemacht.

Allerdings waren mir einige Szenen fast schon zu detailliert und brutal beschrieben. Teilweise war das so intensiv, dass ich wirklich Zeilen übersprungen habe – das hat für mich die Grenze zwischen spannend und unangenehm überschritten.

Die Charaktere fand ich insgesamt stimmig und gut ausgearbeitet, das hat gut zum Gesamtbild gepasst. Auch wenn es nicht mein Lieblingsbuch von ihm ist, gehört es definitiv auch nicht zu den schwächeren.

Für mich: ein solides, spannendes Buch – und für Fitzek-Fans sowieso ein Muss.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Schön, gleichzeitig erschreckend- aber nicht mein Highlight.

Nur noch ein einziges Mal
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Ein schönes, aber gleichzeitig erschreckendes Buch über Gewalt in Beziehungen, das ein wichtiges Thema greifbar macht – mich aber emotional nicht komplett abholen konnte.

Der Schreibstil von Colleen Hoover ...

Ein schönes, aber gleichzeitig erschreckendes Buch über Gewalt in Beziehungen, das ein wichtiges Thema greifbar macht – mich aber emotional nicht komplett abholen konnte.

Der Schreibstil von Colleen Hoover ist sehr angenehm und flüssig, sodass ich schnell in einen richtigen Leseflow gekommen bin. Besonders gut gefallen hat mir die wechselnde Perspektive sowie die Rückblicke in Form von Briefen – eine kreative und gelungene Art, die Vergangenheit einzubauen.

Was für mich allerdings schwierig war: Ryle war mir von Anfang an unsympathisch. Seine herrische, teilweise überhebliche Art beim Kennenlernen fand ich eher abturnend als anziehend, was es mir schwer gemacht hat, die spätere Entwicklung emotional wirklich nachzuvollziehen. Die Darstellung von häuslicher Gewalt ist zwar erschreckend und wichtig, hat mich aber insgesamt weniger getroffen als erwartet.

Mit Lily bin ich nicht ganz warm geworden, sie wirkte auf mich stellenweise etwas naiv. Atlas hingegen war für mich der positivste Charakter im Buch. Zusätzlich hat es mein Leseerlebnis beeinflusst, dass ich die Verfilmung bereits kannte – vor allem die Diskrepanz zwischen den jungen Figuren im Buch und den deutlich älter wirkenden Schauspielern fand ich irritierend.

Insgesamt ein Buch mit einer wichtigen Botschaft und leicht zugänglichem Schreibstil, aber für mich eher ein „Kann man lesen“ als ein absolutes Must-Read. Besonders geeignet für Leser:innen, die eine eher leichte Lektüre mit tiefgründigem Thema suchen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Eine fantasievolle Geschichte über Mut, Freundschaft und Kreativität

Heute fahren wir nach Anderswo
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Das Kinderbuch erzählt eine fantasievolle und liebevoll gestaltete Geschichte über Abenteuer, Freundschaft und die Kraft der eigenen Kreativität. Von der ersten Seite an lädt es junge Leserinnen und Leser ...

Das Kinderbuch erzählt eine fantasievolle und liebevoll gestaltete Geschichte über Abenteuer, Freundschaft und die Kraft der eigenen Kreativität. Von der ersten Seite an lädt es junge Leserinnen und Leser dazu ein, in eine Welt einzutauchen, in der aus Langeweile spannende Ideen entstehen und scheinbar große Herausforderungen zu besonderen Begegnungen führen.

Besonders hervorzuheben ist die außergewöhnliche Gestaltung des Buches. Die Illustrationen wirken lebendig, bunt und voller Ausdruck. Ein ganz besonderer Aspekt dabei: Die Bilder wurden von Kindern für Kinder gestaltet. Dadurch wirken sie authentisch, verspielt und sprechen junge Leserinnen und Leser auf eine sehr natürliche Weise an.

Neben der spannenden Handlung vermittelt das Buch auch mehrere schöne Botschaften. Es zeigt, dass aus Langeweile Kreativität entstehen kann, dass Freundschaft etwas sehr Wertvolles ist und dass Dinge, die zunächst beängstigend erscheinen, oft ganz anders sind, als man denkt – manchmal kann sogar ein Riese freundlich sein.

Insgesamt ist es ein liebevoll gestaltetes Buch mit einer warmen Botschaft, das sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistert und zum gemeinsamen Lesen und Entdecken einlädt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ehrlich statt dramatisch konstruiert

No Longer Yours - Mulberry Mansion
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Dieses Buch erzählt die Geschichte von Avery, die einen der begehrten Plätze in der Mulberry Mansion erhält – einem universitären Wohnprojekt, in dem Studierende eine alte englische Villa renovieren. Was ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Avery, die einen der begehrten Plätze in der Mulberry Mansion erhält – einem universitären Wohnprojekt, in dem Studierende eine alte englische Villa renovieren. Was nach einem Neuanfang klingt, wird jedoch emotional kompliziert, als sie feststellt, dass ihr Mitbewohner ausgerechnet Eden ist – ihr Ex-Freund, der ihr vor zwei Jahren das Herz gebrochen hat.

Was folgt, ist keine oberflächliche Second-Chance-Romance, sondern eine feinfühlige, ehrliche und bemerkenswert realistische Liebesgeschichte.

Zwischenzeitlich hatte ich die Sorge, dass es sich um ein typisches Young-Adult-Muster handeln könnte: viel unausgesprochene Gefühle, unnötige Missverständnisse und künstlich erzeugtes Drama. Doch genau das passiert hier nicht.

Die Kommunikation zwischen Avery und Eden ist (als sie einmal einsetzt) greifbar, erwachsen und nachvollziehbar. Beide Figuren tragen ihre Verletzungen sichtbar mit sich – und genau das macht sie so authentisch. Ihre Entwicklung ist nicht sprunghaft oder überdramatisiert, sondern leise, stetig und emotional tiefgehend.

Ich hatte beim Lesen häufig Tränen in den Augen – nicht, weil das Buch laut oder dramatisch ist, sondern weil es so ehrlich ist.

Es gab immer wieder Absätze, die ich mir markieren musste, weil die Worte Gefühle so präzise eingefangen haben. Der Schreibstil ist gefühlvoll, aber nie kitschig.

Ein Aspekt, den ich besonders geliebt habe, ist die Thematisierung der Liebe zu Büchern. Literatur wird hier nicht nur als Hobby dargestellt, sondern als Zufluchtsort, als Verbindung, als Spiegel der eigenen Gefühle.

Was das Buch für mich endgültig besonders gemacht hat, ist das Ende. Es gibt kein klassisches „Und dann war alles perfekt“. Stattdessen steht etwas viel Wertvolleres im Mittelpunkt:

Die Bewohner der Mulberry Mansion finden Freundschaft. Sie finden Zusammenhalt. Sie finden eine Wahlfamilie.

Und genau das macht die Geschichte so realistisch und so schön. Nicht jeder Traum erfüllt sich exakt so, wie man es sich wünscht – aber manchmal gewinnt man etwas, das viel wichtiger ist.

Eines der ehrlichsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Wenig Spice – dafür umso mehr Gefühl.
Eine Second-Chance-Geschichte, die nicht auf Klischees setzt, sondern auf emotionale Reife und echte Entwicklung.

Dieses Buch hat mich berührt, überrascht und nachhaltig beeindruckt. Es hat einfach Spaß gemacht, es zu lesen – und gleichzeitig hat es mein Herz ein kleines bisschen schwer und gleichzeitig sehr warm gemacht.

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