Schöne Fortsetzung mit Schwächen – emotional, aber nicht ganz überzeugend
It starts with us – Nur noch einmal und für immerIt Starts with Us knüpft an die Geschichte aus It Ends with Us an und erzählt vor allem die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Lily und Atlas. Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie gewohnt sehr ...
It Starts with Us knüpft an die Geschichte aus It Ends with Us an und erzählt vor allem die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Lily und Atlas. Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie gewohnt sehr flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man schnell durch die Seiten kommt – auch wenn die Geschichte mich insgesamt nicht komplett packen konnte.
Positiv hervorzuheben ist für mich, wie die Verbindung zwischen Lily und Atlas weiter vertieft wird. Besonders schön fand ich, dass Atlas trotz aller Schwierigkeiten – vor allem im Umgang mit Ryle – konsequent für die Beziehung kämpft. Auch die Loyalität von Alyssa gegenüber Lily, obwohl Ryle ihr Bruder ist, hat mir gut gefallen. Nebenfiguren wie Marshall und Theo bringen zudem eine sympathische Leichtigkeit in die Geschichte.
Weniger überzeugend war für mich hingegen der Handlungsstrang rund um Atlas und seinen Bruder Josh. Dieser wirkte auf mich etwas konstruiert und nicht ganz ausgereift – ähnlich wie das Aufeinandertreffen mit seiner Mutter, das emotionales Potenzial hatte, aber nicht vollständig ausgeschöpft wurde.
Gut fand ich wiederum, dass nicht alles in einem klassischen Happy End mündet. Die weiterhin problematische und übergriffige Art von Ryle ist zwar schwer zu lesen, wirkt aber realistisch dargestellt und passt zur Thematik der Reihe.
Insgesamt ist das Buch eine solide Fortsetzung, die sich gut lesen lässt und einige schöne Momente bietet, mich emotional aber nicht vollständig erreichen konnte. Man kann den zweiten Teil definitiv lesen – ein echtes Highlight war er für mich jedoch nicht.