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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Ein bildgewaltiger Start in eine feurige Fantasywelt

Lucia 1. Flüsterin der Flammen
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„Lucia – Flüsterin der Flammen“ ist ein spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe für Kinder. Der ganze Look des Buches ist perfekt auf den Inhalt abgestimmt. Auch der Einstieg in die Geschichte ist gelungen: ...

„Lucia – Flüsterin der Flammen“ ist ein spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe für Kinder. Der ganze Look des Buches ist perfekt auf den Inhalt abgestimmt. Auch der Einstieg in die Geschichte ist gelungen: Sizilien, brodelnde Vulkane, verbotene Feuermagie und ein Mädchen, in dem plötzlich echte Flammen erwachen – das ist spannend, geheimnisvoll und macht sofort Lust auf mehr. Die Welt ist sehr bildhaft beschrieben und lädt zum Träumen ein, sodass es besonders jungen Leserinnen leichtfallen dürfte, sich mitten hineinzuversetzen.

Lucia als Protagonistin ist grundsätzlich sympathisch, auch wenn ich sie stellenweise weniger mutig als vielmehr etwas leichtsinnig empfunden habe. An ihrer Seite glänzt dafür eindeutig der freche Feuersalamander Yuki, der für Witz und Auflockerung sorgt. Auch das Feuerland Flammaris, die Nebelwesen und die Feuerakademie sind tolle Ideen, die viel Potenzial haben.

Leider verliert die Geschichte im Mittelteil etwas an Fokus. Nach dem starken Beginn wirkt die Handlung zeitweise unausgereift und scheint kurz den roten Faden zu verlieren.

Trotz dieser Schwächen ist „Lucia – Flüsterin der Flammen“ ein solides Kinder-Fantasybuch mit einer starken Grundidee, einem tollen Setting und viel Feuerzauber. Besonders für Leser
innen ab 10 Jahren, die magische Wesen, verborgene Welten und feurige Heldinnen lieben, ist dieses Buch definitiv einen Blick wert.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Ein Buch, um selbst zur Ruhe zu kommen

Mathilde und Marie
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Torsten Woywood führt uns mit „Mathilde und Marie“ in das kleine belgische Dorf Redu, das wie aus der Zeit gefallen wirkt. Durch eine zufällige Begegnung auf der Flucht aus dem hektischen Paris landet ...

Torsten Woywood führt uns mit „Mathilde und Marie“ in das kleine belgische Dorf Redu, das wie aus der Zeit gefallen wirkt. Durch eine zufällige Begegnung auf der Flucht aus dem hektischen Paris landet die junge Marie dort. In dieser ländlichen Ruhe findet sie nach und nach wieder zu sich selbst. Besonders schön fand ich, wie der Autor die Natur als stillen Gegenpol zur Getriebenheit der Stadt einsetzt. Die Kapitel sind angenehm kurz und auch der Schreibstil ist gut zu lesen.

Die Handlung wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Marie erwacht in Redu mit all ihren Sinnen neu: Sie sieht die Natur bewusst, lauscht den Vögeln in der Stille, riecht den Wald und genießt irgendwann auch den Geschmack von einfachen Dingen. Gleichzeitig öffnet sie sich wieder für andere Menschen – so wie Jonína ihr zugehört hat, wird Marie später selbst zu einer wichtigen Zuhörerin für Mathilde. Man spürt auf jeder Seite, dass der Autor Bücher und Natur liebt, und das überträgt sich auf die Geschichte.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich, dass die weiblichen Figuren emotional etwas distanziert wirken und mir nicht ganz so nahegekommen sind, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem habe ich den Roman sehr gern gelesen. Wenn man bereit ist, Tempo herauszunehmen und sich auf die ruhige Atmosphäre einzulassen, wird man mit einer warmen, stillen Geschichte belohnt.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Etwas schwerfällig dafür interessante Einblicke in die Welt der Medizin

Die Rückseite der Wahrheit
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Mir hat das Cover das Buches sehr gut gefallen und auch der Klappentext hörte sich interessant an. Die Abläufe in einem Krankenhaus aus Sicht eines Arztes und vor allem die menschliche Seite in Form einer ...

Mir hat das Cover das Buches sehr gut gefallen und auch der Klappentext hörte sich interessant an. Die Abläufe in einem Krankenhaus aus Sicht eines Arztes und vor allem die menschliche Seite in Form einer Liebesgeschichte aus zwei Perspektiven klangen absolut lesenswert. Leider habe ich mir beim Lesen des Buches sehr schwer getan, da die Sprache schwerfällig und langatmig wirkt. Die Sätze sind so genau konstruiert, als ob ein Arzt sie mit einem Skalpell in Feinarbeit zusammengefügt hätte. Hierbei ging m. E. etwas an Lebendigkeit und Authentizität verloren. Ich konnte mich auch schlecht in die Protagonisten hineinfühlen, um mich wirklich ganz auf das Geschehen einzulassen. Man merkt, dass in dem Buch viel Arbeit steckt, aber manchmal braucht es vielleicht auch etwas Leichtigkeit um die Geschichte in einen natürlichen Fluss übergehen zu lassen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Ein Spiel aus Angst und Täuschung

Der Dunkelläufer
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„Der Dunkelläufer“ von Tobias Grabeck ist ein atmosphärisch dichter Psychothriller, der von der ersten Seite an packend ist. Schauplatz ist das scheinbar beschauliche Hafenstädtchen Hainhaven – doch von ...

„Der Dunkelläufer“ von Tobias Grabeck ist ein atmosphärisch dichter Psychothriller, der von der ersten Seite an packend ist. Schauplatz ist das scheinbar beschauliche Hafenstädtchen Hainhaven – doch von Idylle kann keine Rede sein. Ein brutaler Serienmörder geht um, der bereits fünf Menschen auf grausame Weise getötet hat. Die Medien taufen ihn den „Schlitzer“, während die Polizei im Nebel tappt und dringend nach Spuren sucht.

Besonders spannend wird es, als plötzlich der Radiomoderator Eric Solberg ins Zentrum der Ermittlungen rückt. Ist er Täter, Opfer oder nur ein Spielball dunkler Mächte? Grabeck versteht es hervorragend, Zweifel zu säen und Erwartungen gezielt zu unterlaufen. Immer wieder streut er Hinweise, rätselhafte Botschaften und scheinbar logische Fährten, die sich kurz darauf wieder im Nichts auflösen.

Ich habe beim Lesen permanent mitkombiniert, Theorien aufgestellt und sie genauso schnell wieder verworfen. Gerade wenn ich dachte, den Durchblick zu haben, kam die nächste überraschende Wendung. „Der Dunkelläufer“ ein spannender, clever konstruierter Thriller, der Fans psychologischer Spannung definitiv empfohlen sei.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Ein fesselnder Dark-Fantasy-Mix

Ein Pakt aus Asche und Blut – Sonderausgabe
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„Ein Pakt aus Asche und Blut“ verbindet die düstere Vergangenheit der Stadt Ratingen mit rätselhaften Ereignissen in der Gegenwart.

Besonders berührt hat mich Melanie, deren innerer Konflikt sehr eindringlich ...

„Ein Pakt aus Asche und Blut“ verbindet die düstere Vergangenheit der Stadt Ratingen mit rätselhaften Ereignissen in der Gegenwart.

Besonders berührt hat mich Melanie, deren innerer Konflikt sehr eindringlich beschrieben wird. Jahrelang wurde ihr vermittelt, sie sei krank, müsse Medikamente nehmen und therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Gleichzeitig häufen sich die unerklärlichen Erlebnisse, die sie an ihrem eigenen Verständnis zweifeln lassen. Schritt für Schritt setzt sie das Puzzle rund um das geheimnisvolle Vermächtnis ihrer Mutter zusammen.

Auch die Verbindung zwischen dem mittelalterlichen Fluch und den aktuellen Geschehnissen ist gelungen. Die Abschnitte um die Heilerin Helene, die im Jahr 1460 um ihre der Hexerei bezichtigte Schwester kämpft und einen folgenschweren Pakt eingeht, verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe. Beide Zeitebenen greifen atmosphärisch ineinander, wobei immer wieder leicht gruselige Momente für Gänsehaut sorgen.

Wenn sich die Erzählstränge schließlich vereinen, entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das sowohl spannend als auch emotional mitreißend ist. Kleine Längen gibt es zwar, insgesamt aber bietet der Roman eine faszinierende Dark-Fantasy-Erfahrung mit historischen Nuancen.

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