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Veröffentlicht am 14.10.2025

Starke Protagonistin in einer männerdominierten Welt.

Blood and Steel
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Blood and Steel" von Helen Scheuerer aus dem Bramble Verlag hat mich aufgrund der Enemies-to-Lovers-Thematik angesprochen. Ich liebe dieses Trope! Als ich im Klappentext dann gelesen habe, dass eine Frau ...

Blood and Steel" von Helen Scheuerer aus dem Bramble Verlag hat mich aufgrund der Enemies-to-Lovers-Thematik angesprochen. Ich liebe dieses Trope! Als ich im Klappentext dann gelesen habe, dass eine Frau sich gegen die, zugegebenermaßen ziemlich dummen, Regeln auflehnt, wusste ich, dass ich das Buch lesen möchte. Starke Protagonistinnen sind das, was wir brauchen und Thea ist genau das.

Anzahl der Seiten: 561
Verlag: Bramble Verlag
Preis: 18,00€
ISBN: 978-3426566862

Klappentext

Nachdem ihr Tod geweissagt wurde, bleiben Althea Zoltaire nur noch drei Jahre, um zu werden, wovon sie immer geträumt hat: eine legendäre Kriegerin. Mit allen Mitteln kämpft Althea um ihren Platz in der Elitegilde, die die fünf Königreiche beschützt.

Das brutale Training und die Schikanen der anderen Rekruten enden für Althea beinahe tödlich – aber noch gefährlicher sind ihre widerstreitenden Gefühle für den ruhmreichen Schwertmeister Wilder Hawthorne, der zähneknirschend ihren Aufpasser spielen muss. Während Althea sich auf die lebensgefährliche Aufnahmeprüfung vorbereitet, werden überall um sie herum Intrigen gesponnen. Gleichzeitig zieht über den Königreichen eine dunkle Bedrohung auf, die ihren Traum zerstören könnte, bevor er überhaupt beginnt …

Meine Meinung

Das Cover mit Schwert und Schild ist super passend zu Theas Wunsch, Schwertmeisterin zu werden. Das Hauptthema wird also perfekt aufgegriffen. Die leuchtend rote Farbe sticht einem richtig in die Augen. Passend dazu ist der rote Farbschnitt, der das Cover wieder aufgreift. Es wirkt sehr dominierend.

Thea hat schon, seit sie denken kann, den Wunsch, Schwertmeisterin zu werden. In ihrer Welt ist dies aber nicht einfach möglich, da aufgrund einer Prophezeiung, Frauen verboten wurde, Waffen zu nutzen. Ironisch, da die ersten Schwertmeister Frauen waren. Thea selbst spürt aber den Ruf des Kampfes und der Schwerter in ihrem Blut und möchte deswegen unbedingt Schwertmeisterin werden. Sie ist während des gesamten Buches eine starke Protagonistin, die sich durchboxt und ihrem Traum nachstrebt. Dabei vergisst sie zwar manchmal ihr Umfeld, meint es aber nicht böse. Ich mochte ihre Willensstärke und ihr Durchsetzungsvermögen sehr.

Auch die Nebencharaktere wie Wren, Kipp und Cal haben mir sehr gut gefallen. Ich mochte ihre Arte und Weise mit Althea zu arbeiten und zu agieren. Jeder hat auf seine Art Thea unterstützt. Das war wirklich faszinierend und hat die Geschichte vorangetrieben.

Allgemein hat mich die Handlung überzeugen können. Ich mochte die Wendungen und Plottwists sehr. Die Geheimnisse, die unterschwellig brodeln und mit jeder Seite mehr offenbart werden. Das war super spannend! Ich habe es geliebt, mit Thea und Wilder tiefer in die Welt einzutauchen und Thea verstehen zu lernen.

Wilder, der berüchtigte Schwertmeister, ist Theas Begleiter, als sie sich auf den Weg zum König macht, um ihr Anliegen anzusprechen. Ab dann treffen die beiden immer wieder aufeinander und man merkt, dass es zwischen den beiden richtig knistert. Der Slow Burn ist wirklich slow, aber auch nachvollziehbar. Wilder und Thea haben eine unvergleichbare Chemie miteinander. Die hat mir wirklich sehr gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Ich bin nahezu durch die Seiten geflogen, so gut und spannend war es. Durch die kleinen Abschnitte mit Wilders Perspektive konnten wir auch ihn besser nachvollziehen. Diese Erzählwechsel mochte ich echt sehr gern.

Mein Fazit

Das Buch ist ein gelungener Auftakt, der mit spannenden Wendungen und einem Geheimnis überzeugen kann. Für mich hat es sich zwischenzeitlich etwas gezogen und ein paar Ereignisse waren vorhersehbar. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen und das Ende hat mich mit einigen Fragen zurückgelassen, die ich gern aufgeklärt haben möchte. Deswegen freue ich mich auf den nächsten Band, der ja schon im November erscheint. Kann euch das Buch nur ans Herz legen, wenn ihr Fantasy mit SlowBurn und eine starke Charakterin liebt.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Epischer Slow-Burn mit spannender Fantasywelt voller Monster, Intriegen und Geheimnissen

Shield of Sparrows
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"Shield of Sparrows" von Devney Perry aus dem Heyne Verlag ist ein Fantasy-Roman, den ich leider so gar nicht auf dem Schirm hatte. Dabei hat es eigentlich alles, was ein gutes Romantasy-Buch braucht: ...

"Shield of Sparrows" von Devney Perry aus dem Heyne Verlag ist ein Fantasy-Roman, den ich leider so gar nicht auf dem Schirm hatte. Dabei hat es eigentlich alles, was ein gutes Romantasy-Buch braucht: Enemies-to-lovers, moralley grey Charaktere, ein spannendes World-Building und ein abwechlungsreichen Plott. Zum Glück bin ich durch eine Leserunde auf dieses Meisterwerk gestoßen.

Meine Meinung

Das Cover erscheint recht düster und sehr urig, es erinnert mich stark an einen gefährlichen, düsteren Wald in dem so einige nicht gerade freundliche Wesen leben. Gleichzeitig hat es mich fasziniert, da man, umso länger man es betrachtet, immer mehr Details entdeckt. Mir persönlich gefällt das Cover auf seine Art irgendwie sehr. Es passt auf jeden Fall zur Geschichte, immerhin befinden wir uns die Mehrheit der Zeit in einem gefährlichen Wald, der vielen Monstern Heimat bietet.

Odessa ist die älteste Tochter des Königs von Quentis und auf gar keinen Fall darauf vorbereitet, einen Fremden aus einem anderen Königreich zu heiraten. Als aber die Abgesandten mit dem Kronprinzen des fernen Königreichs kommen und auf Basis eines heiligen Abkommens Odessa statt ihrer Schwester fordern, gerät ihre Welt ordentlich in Schieflage. Vor allem, als ihr Vater ihr ihre "Aufgaben" eröffnet, die eigentlich ihre Schwester erfüllen sollte. Odessa lässt sich aber nicht unterkriegen und tritt die Reise in das Ferne Turah an. Nicht ohne den attraktiven Kronprinzen Zavier und dem mehr als mysteriösen Hüter, der immer wieder mit Odessa aneinandergerät.

Odessa ist eine interessante und starke Hauptfigur, die sich nicht einfach unterkriegen lässt und auch mit Widrigkeiten gut umgehen kann. Sie gibt Kontra und versucht zumindest, in der ihr neuen Welt zurecht zu kommen. Dabei kämpft sie nicht nur gegen das Misstrauen der Truahner sondern auch gegen den doch sehr stoischen Hüter an. Dabei verliert sie aber nie ihre Güte aus dem Blick. Ich mochte sie wirklich gern und habe ihre Reise mit spannung verfolgt.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm und flüssig lesen. Man merkt, dass sie Erfahrung mit dem Trope "Slow Burn" hat. Für mich hätte es an der ein oder anderen Stelle doch zügiger ablaufen können. Zwischenzeitlich haben mir auch Handlungen gefehlt. Odessa handelt unglaublich viel mit sich selbst aus, wodurch lange innere Monologe mit Fragen entstehen, die teilweise etwas mühsam sind. Es ist ein Paradoxon: Man will das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend ist es und trotzdem fühlen sich manche Etappen nach vielen Buchstaben mit wenig Inhalt an. Trotzdem lohnt es sich umgemein, an der Handlung dran zu bleiben. Die Wendungen und Plottwists sind überraschend und halten die Handlung am Laufen. Ich habe am Ende noch soooo viele offene Fragen!

Die Welt war für mich sehr interessant. Die Beschreibung der einzelnen Monster war neu und aufregend, sodass hier nicht die typischen Monster aufgereten sind. Mir hätten Abbildungen zur Visualisierung sicherlich noch besser geholfen (findet man aber auf dem Autorenprofil bei Instagram). Das Königreich Truah war faszinierend, so natürlich und wunderbar beschrieben, dass man sich vorstellen konnte, direkt dort zu sein.

Die überraschenden Wendungen und aufgedeckten Geheimnisse halten die Geschichte durchgehend am Leben. Ich habe mit Odessa, Zavier und dem Hüter mitgefiebert, hinterfragt, wurde enttäuscht und überrascht. Fest steht, kaum einer ist wirklich das, was er sagt, bewusst oder unbewusst. Die Geschichten der Figuren sind kompex miteinander verbunden, sodass der Leser sich durchwinden muss, um selbst auf die Lösungen zu kommen, bevor sie im Buch aufgelöst werden.

Mein Fazit

Mich hat die Geschichte rund um Odessa und ihren Kronprinzen sehr überzeugt. Ich mochte die schlagfertigen Austausche zwischen Protagonisten, die Intriegen und die magische Welt, die beschrieben wurde. Ich empand die Mosnter als spannender, neuerer Ansatz, der Lust macht, mehr darüber zu erfahren. Teilweise war es mir, trotz angekündigtem Slow Burn, zu slow. Ich hätte mir auch an der ein oder anderen Stelle mehr Hartnäckigkeit bei der Aufdeckung von Geheimnissen oder Auffälligkeiten durch Odessa gewünscht. Trotzdem hat mich das Buch positiv überrascht und ich bin sehr auf den zweiten band gespannt, den die Autorin gerade im Englischen schreibt. Kann euch das Werk nur ans Herz legen! Übrigens sind es auch nicht zu viele und auf keinen Fall aufdringliche Spice-Szenen.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Leider zu langatmig und zu slow burn

The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy - Wie man sich (nicht) in seinen Erzfeind verliebt
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The irresistible Urge to Fall for Your Enemy" von Brigitte Knightley, übersetzt von Anita Nischl, erschien 2025 im Penhaligon Verlag. Da es mit dem Trope "Enemys to Lovers" geworben hat, war ich direkt ...

The irresistible Urge to Fall for Your Enemy" von Brigitte Knightley, übersetzt von Anita Nischl, erschien 2025 im Penhaligon Verlag. Da es mit dem Trope "Enemys to Lovers" geworben hat, war ich direkt fasziiert. Eine junge, schlagfertige Heilerin soll einen todkranken Mörder heilen? Das klang sehr vielversprechend, weswegen ich das Buch gern lesen wollte. Die sehr liebevolle und auffällige Gestaltung des Buches hat mich außerdem fasziniert.

Anzahl der Seiten: 480
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 22,00€
ISBN: 9783764533465

Klappentext

Wie zur Hölle kann ausgerechnet ein Assassine todkrank sein? Natürlich ist die einzige Person, die Osric noch helfen kann, die schlagfertige Heilerin Aurienne. Das Problem daran: Beide können sich überhaupt nicht ausstehen. Nachdem Aurienne sich weigert, von Osric entführt zu werden, besticht er sie erfolgreich mit Geld für ihre Forschung. Keiner ist wenig begeistert von ihrer erzwungenen Zusammenarbeit, und während ihrer gemeinsamen Zeit versuchen sie vehement ihre Anziehung zu leugnen – was die Stimmung zwischen ihnen allerdings nur noch mehr zum Knistern bringt …

Meine Meinung

Das Cover des Buches sagt mir persönlich nicht ganz so sehr zu. Der Titel und die dargestellten Personen, Aurienne und Osric, passen perfekt zum Buch, sind für mich aber etwas "sperrig", da der Titel mir zu lang und die Darstellung zu comichaft ist. Gegenteilig dazu empfinde ich aber den Buchschnitt als sehr schön und die Darstellung der Landkarte im Inneren ist unglaublich liebevoll!

Inhaltlich verflolgen wir Osric, der an einer degenrativen Seith-Krankheit erkrankt ist, die sein Seith, sprich seine Magiekanäle, langsam aber sich zerstört. Er ist Teil eines Ordens, der Freyn, die für das Töten bekannt sind, Ohne seine Magie kann ist er quasi geliefert und kann kein Teil des Ordens mehr sein. In seiner Verzweiflung wendet er sich an Aurienne, die beste Heilerin weit und breit. Er erhofft sich eine Heilung seiner Seith-Kanäle durch sie. Leider ist Aurienne aber gar kein Fan von Osric, immerhin ist das Motto ihres Ordens "Schade keinem" und Osric schadet Menschen als Beruf. Trotzdem erreicht er Aurienne, indem er eine großzügige Spende an den Orden gibt, der gerade gegen eine Pockenkrankheit im Land kämpft, die nur Kinder befällt. Ausgehend davon beginnt der Heilungsversuch, der die beiden an unterschiedliche Ort und immer näher zueinander bringt.

Osric und Aurienne überzeugen durch ihren Humor und ihre schlagfertigen Gespräch, die vor allem durch das Enemy geprägt sind. Die beiden zusammen sind gegenseitig wirklich erbarmungslos. Zu Osric erfährt man im Laufe der Handlung die ein oder andere Hintergrundinformation. Ich mochte Osric tatsächlich ganz gern. Zumindest, bis er weiterhin ständig Menschen ohne jegliches schlechtes Gewissen umgebracht hat. Hier hat es mir bisschen an dem "morally grey" gefehlt, es war dann eher düster. Aurienne blieb die ganze Zeit ziemlich flach. Mit ihr bin ich nie warm geworden. Sie mag zwar eine unglaublich kluge, intelligente Wissenschaftlerin sein, aber zwischenmenschlich fehlt es ihr an einigem.

Ich bin eher schlecht in die Handlung gestartet, da es kaum World-Building gab und mich vor allem die ganzen wissenschaftlichen Begriffe und die Ordensnamen sowie Magiebegriffe super verwirrt haben. Zusätzlich ist die Handlung bis über die Hälfte sehr wiederholend und langatmig. Es gibt Heilversuche, die gleich ablaufen, kaum Abwechslung. Das ist sehr schade. Teilweise wurde mir der Humor, der mir am Anfang gut gefallen hat, dann auch zu vulgär.

Die ganze "Pockengeschichte" hatte Potential, leider wird sie ziemlich kurz abgehandelt. Hier hätte mehr Zei invesitiert werden müssen. So auch in die Entwicklung der Beziehung der beiden. Es ist eine Slow Burn Lovestory, aber für mich war es wirklich sehr sehr sehr slow. Trifft dadurch wahrscheinlich eher den authentischen Lesenden, mir war es zu langsam. Die Spicy-Szenen empfand ich aber als geschmackvoll und auch in der Ausführung passend. Man sollte hier auch bedenken, dass es es eine Dilogie ist. Man darf aber also nicht auf einen Abschluss hoffen.

Für mich ist die Handlung leider zu spät gestartet. Erst gegen Ende kommt wirklich Fahrt und Spannung auf. Das kann auch der witzige Schlagabtausch nicht mehr helfen. Die Beziehung zwischen den beiden ist zwar authentisch, aber für mich zu langsam. Schade!

Fazit

Das Buch kann durch seinen doch sehr speziellen und direkten Humor überzeugen. Für mich persönlich kann es die Längen aber nicht ausgleichen. Mir war es teilweise zu vulgär. Die Charaktere waren mir zu blass. Osric mochte ich, fand seine Morde aber teilweise auch drüber. Ich habe die Beziehung zwischen den beiden nicht gefühlt.

Mittlerweile habe ich auch rausgefunden, dass das Bch scheinbar eine "Draco-Hermine"-Fanfiction war, die man auch auf Wattpad lesen konnte (?). Man erkennt sicherlich in Osric einige Gemeinsamkeiten. Ob man das mag, muss jeder selbst entscheiden.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Drehbuchautorin und Milliardär - ein Deal - viel Chaos

Summer in the City
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"Summer in the City: EIn Deal, keine Gefühle" ist der neue Roman aus der von "Lightlark" bekannten Autorin Alex Aster. Mit dieser Sommerromanze entführt sie uns in das wunderschöne New York City im Sommer. ...

"Summer in the City: EIn Deal, keine Gefühle" ist der neue Roman aus der von "Lightlark" bekannten Autorin Alex Aster. Mit dieser Sommerromanze entführt sie uns in das wunderschöne New York City im Sommer. Wir begleiten Elle, eine erfolgreiche Drehbuchautorin dabei, wie sie durch einen Deal mit ihrem verhassten Milliardär-Nachbarn nicht nur über sich selbst, sondern auch über ihre Vergangenheit hinauswächst.

Anzahl der Seiten: 400
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Preis: 16,00€
ISBN: 978-3596711758

Klappentext:

Auf der Suche nach Inspiration zieht Elle für den Sommer zurück nach New York, wo der Film spielen wird. Dass ihr Nachbar ausgerechnet Parker Warren, der Tech-Milliardär ist, hat Elle nicht erwartet – und noch viel weniger, dass Parker sie bittet, über den Sommer sein Fake-Date zu spielen. Er braucht ihre Hilfe, um sein Image vor dem Verkauf seines Unternehmens zu verbessern und bietet Elle im Gegenzug an, sie für das Drehbuch der RomCom zu inspirieren. Ein Sommer. Eine Fake-Beziehung, von der sie beide profitieren, und keine Gefühle. Was kann da schon schiefgehen?

Meine Meinung:

Das Cover des Werkes passt durch die Apfel-Abbildung und die Skyline sowie das händchenhaltende Paar gut zur Handlung der Geschichte. Im Original ist das Buch pink, sodass auch das pastell-rosa hier passt, das sich auch im Farbschnitt widerspiegelt. Mir persönlich ist es aber zu unauffällig und zu "New Adult"-mäßig. Ich hätte mir gern etwas Ausdrucksstärkeres für das Cover gewünscht.

Elle ist eine erfolgreiche Drehbuchautorin, die eine dringende Deadline für einen erfolgreichen Film einhalten muss. Dazu ist sie in New York, denn dort soll gedreht werden. Passenderweise wohnt nebenan Parker, der Milliardär, den sie vor einigen Jahren schon auf einer Party kennengelernt hat. Damals hat es zwischen den beiden sehr gefunkt, aber ein Missverständnis (?) hat dafür gesorgt, dass Elle ihn jetzt absolut nicht leiden kann. Umso schlimmer, dass er nun neben ihr wohnt. Als er auch noch den Vorschlag macht, dass die beiden sich daten sollen, damit sie gute Ideen für den romantischen Film bekommt und er mit der Fake-Beziehung eine Ablenkung von Medienrummel um seinen Unternehmensverkauf, scheint alles ganz leicht zu sein. Wären da nicht doch die Gefühle...

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, da ich schon ihre Lightlark-Reihe gelesen und geliebt habe. Nachdem ich "Enemies to lovers" und New York gelesen habe, wusste ich, dass ich das Buch lesen muss!

Elle ist eine spannende Figur. Als erfolgreiche Drehbuchautorin lebt sie trotzdem recht zurückgezogen, hat kaum Freunde und lässt ihren Erfolg auch nicht raushängen. Sie ist schon irgendwie speziell, manchmal lustig, oft verwirrend und folgt ihren Prinzipien recht gründlich. Parker dagegen ist ein Milliardär, der durch sein tech-Unternehmen viel Geld verdient hat, das er auch gern ausgibt. Die beiden zusammen sind ein recht unterschiedliches Paar, das aber gemeinsam eine besondere Chemie hat.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, baut aber gleichzeitig ein gewisses Tempo auf, sodass man durch die Seiten eigentlich nur so fliegt. Ich habe das Buch sehr schnell beendet, muss aber sagen, dass es mich emotional nicht wirklich gefangen hat. Es war spannend und trotzdem habe ich mit den Figuren nicht mitgefühlt. Dafür war mir die ganze Geschichte nicht komplex genug.

Ein großes Problem war dabei für mich, dass die Handlung recht vorhersehbar ist. Schon ab der Mitte hat man ein recht klares, offenes Bild davon, was noch passieren wird. Elle ihre Handlungen beginnen zunehmen unauthentisch zu werden. Sie ist wütend auf Parker, dass er sie damals in eine Schublade gesteckt, wobei sie mit ihm genau das gleiche gemacht hat? Auch ihre Abneigung gegen Parker und sein Geld sind für mich sehr an den Haaren herbeigezogen. Da hätte für mich persönlich ein tiefgreifenderes Problem auftauchen müssen, um das hier zu rechtfertigen.

Auch hat mich sehr gestört, dass Parker mit seinem Geld einfach ständig versucht, Probleme zu lösen. Natürlich ist das sicherlich ein Reflex für jemanden mit viel Geld. Nachdem er aber doch Elle kennengelernt hat, müsste es ihm klar sein, dass es so nichts werden kann. Mir hat es dann auch einfach an der Entwicklung der Figuren gefehlt. Beide bleiben in ihren Mustern hängen und entwicklen sich nicht weiter. Oder sie werden sehr unnachvollziehbar und werfen für den anderen quasi alles über Bord?

Das Drama am Ende empfand ich grundsätzlich als unterhaltsam, da es für mich vorher echt nicht dramatisch genug war, wobei auch hier dann wieder ziemlich viel drüber war (Juwelier, Jet). Das Ende hat dann auch viel zu gehetzt und gepresst gewirkt. Ich verstehe Elles Beweggründe, aber gleichzeitig sind sie einfach drüber. Hier wäre es mal nötig gewesen, dass Elle den Mund aufmacht und einfach sagt, was ihr nicht passt. Leider findet das nicht statt. Lieber rennt sie weg und Parker jammert. Für mich ware hier einige Logikbrüche auch dabei, die das Buch zerstört haben (Basketball, Jet)

Elles Schwester mochte ich bis zum Ende auch gar nicht. Also so wirklich überhaupt nicht. Dagegen empfand ich die neuen Freunde von Elle als wirklich klasse und ihr wohltuenden.

Mein Fazit:

Das Buch ist eine nette Sommerlektüre, wenn man nicht allzuviel erwartet und mit Klischees und vorhersehbaren Handlungen leben kann. Beide Charaktere bleiben für mich zu blass und entwicklen sich nicht wirklich weiter. Gern hätte ich noch mehr New York gehabt. Das hätte mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Zwischen toxischen Männern, griechischer Mythologie und morbiden Humor - Liebe!

Blood of Hercules
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"Blood of Hercules" von Jasmine Mas ist der erste Band der "Villians of Lore"-Dulogie, die bei Fischer Tor erscheint. Das Werk wird mit u.a. folgenden Tropes "Antike Götter, why choose, reverse harem, ...

"Blood of Hercules" von Jasmine Mas ist der erste Band der "Villians of Lore"-Dulogie, die bei Fischer Tor erscheint. Das Werk wird mit u.a. folgenden Tropes "Antike Götter, why choose, reverse harem, morally grey love interest, villain gets the girl, touch her and die" beworben. Ich bin ganz ehrlich: Ich habe "Hercules" und "Antike Götter" gelesen und wusste sofort, dass ich dieses Buch lesen möchte und muss. Am Ende habe ich es innerhalb von 2 Tagen komplett durchgesuchtet. Woran das liegt, erfahrt ihr jetzt.


Meine Meinung

Das Design des Buches überzegt auf ganzer Liniee. Die Mamoroptik des Covers, verziehrt mit den silber/goldenen Rosen und der goldenen Figur und Schrift, ist ein echter Hingucker. Der Farbschnitt erinnert an die griechische Mythologie, da sie an die Bemalung antiker Töpfe angelehnt ist. Auch unter dem Schutzumschlag verbergen sich tolle Illustrationen, die sich sehen lassen können.

Im Buch selbst begleiten wir Alexis. Wir erfahren, dass sie in einem heruntergekommenen Trailerpark mit ihrer "Familie" lebt und eigentlich nicht besonders viele schöne Momente im Leben hat. Nachdem die Titanen vor Jahren den Angriff auf die Menschen gestartet haben, geht es der Menschheit teilweise nicht besonders gut. Gerettet werden sie nur von den Spartanern, die in die olympische und chthionische Fraktion unterteilt werden. Beide sehr klug, aber gegen die Titanen kämpfen nur die Kinder aus dem chthionischen Häusern, da sie besonders brutale und gefährliche Gaben haben.

So verbringt Alexis ihre ersten Jahre in der Angst vor Titanen, ihren Pflegeeltern und dem Hunger, der ständig an ihr naht. Nur Nyx, die unsichtbare Schlange, die ihre Freundin ist und ihr "Bruder" Charlie, geben ihr etwas Hoffnung. Als sie 19 Jahre als ist, nimmt sie an einem Eignungstest teil, in dem herauskommt, dass sie scheinbar spartanisches Blut in sich hat. Damit ändert sich ihr ganzes Leben, da sie nun den spartanischen Initationstest überleben muss und anschließend in eine Akademie gesteckt wird, die noch mehr Hunger, Schmerz und Grauen verspricht. Weder ihre Mentoren, Patro und Achilles, noch ihre Professoren Kharen und Augustus scheinen eine große Hilfe zu sein...

Ich persönlich habe Alexis aufgrund ihres morbiden Humors sehr geliebt. Ich konnte mich mit ihrer trockenen, sarkastischen Art sehr identifizieren. Ihre Gedeankengänge waren für mich sehr gut nachvollziehbar und super lustig. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass sie die Sachen auch sagt, die sie denkt. "Memo an mich selbst: Körperliche Betätigung weckt Mordgelüste in mir. Alles vermeiden, was über einen flotten Spaziergang hinausgeht" (S.182). Man kann jede beliebige Seite aufschlagen und findet immer etwas Witziges.

Alexis und ihr Humor sowie ihre Faszination für Mathematik (FanFic zu Carl Gauß? Feier ich sehr!) und ihre Schlange Nyx haben für mich das ganze Buch getragen. Ich habe die Dialoge super gern gelesen und mich jedes Mal gefragt, wie es wohlt weiter gehen wird. Da die Geschichte überwiegend aus ihrer Perspektive erzählt wird, konnte ich sie gut nachvollziehen. Die kleinen Ausblicke in andere Perspektiven empfand ich als erfrischend!

Die Welt der Spartaner ist echt richtig toxisch und altbacken. Frauen sollten beschützt werden, da sie ehrbare Wesen sind und eigentlich am Besten nur zu Hause eingesperrt sitzen, damit ihnen auch ja nichts passiert. Dies könnte auf der Tatsache basieren, dass die Spartaner ein Fruchtbarkeinsproblem haben (vielleicht sind sie aber auch nur übertiebene Machos?). Alexis hat es überhaupt nicht leicht, weder in der menschlichen Welt, noch in der spartanischen: Überall ist sie Anfeindungen wegen ihrer Herkunft und ihrem Geschlecht ausgesetzt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie für sich eintritt. Gerade gegen Ende hätte sie unbedingt laut werden dürfen und die Art der Männer nicht mehr akzeptieren sollen.

Die Akademie ist eine Folteranstalt für sich- Respekt an jeden, der das überlebt. Es war "interessant" den Alltag dort mitzuverfolgen, für mich war die Menagerie der Tiere besonders spannend. Hier hätte gern mehr beschrieben werden können.

Die Geschichte ist wirklich hochgradig brutal, dunkel und toxisch - eben Dark. Es wird als Dark Romantasy betitelt, sodass man damit rechnen kann. Eine Triggerwarnung gibt es zu Beginn auch. Fürmich hat aber der Romantasy-Teil gefehlt. Sowohl ihre Mentoren Patros und Achilles als auch die Professoren Augustus und Kharen werden als superheiß beschrieben, aber wirklich romantische Gefühle werden im Buch nicht geweckt. Absolute Psychos, die wirklich drüber sind. Der Spice ist auch eher unterschwellig. Für mich kein Problem, aber für Romantasy sollten für mich offensichtliche Zuneigungen erkennbar sein. Klar sorgen sich die Männer (irgendwie?) um Alexis, aber dies meist eher brutal und ihr gegenüber sogar übergriffig. Das hat mit Konsens dann wenig zu tun. Für mich lieb also die Chemie zwischen den Figuren echt auf der Strecke. Gerade auch gegen Ende war das für mich sehr deutlich. Ich hoffe, dass Alexis im zweiten Band dann ordentlich Kravall macht!

Mein Fazit

Für mich lebt dieses Buch von Alexis und ihrer Art, mit tramatischen Erlebnissen umzugehen. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen und wollte immer wissen, wie es weiter geht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Ich bin gespannt wie es im nächsten Band weiter gehen wird und hoffe, dort eine mustige und taffe Protagonistin kennenzulernen, die sich nicht mehr alles gefallen lässt. Das Potential hat Alexis auf jeden Fall.

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