Profilbild von mimitatis_buecherkiste

mimitatis_buecherkiste

Lesejury Star
online

mimitatis_buecherkiste ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mimitatis_buecherkiste über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2026

Spannend und wendungsreich

Hörst du den Schrei?
0

Die Journalistin Mathilde Wold hört im Krimi-Podcast von Markus Heger von einem Fall, der sich vor fünfzehn Jahren in Fagernes, Norwegen, ereignet hat, wo sie gerade vorübergehend wohnt und arbeitet. Damals ...

Die Journalistin Mathilde Wold hört im Krimi-Podcast von Markus Heger von einem Fall, der sich vor fünfzehn Jahren in Fagernes, Norwegen, ereignet hat, wo sie gerade vorübergehend wohnt und arbeitet. Damals verschwand die siebenjährige Leah spurlos, ihr Vater Tobias Forsberg wurde für den Mord an ihr in einem Indizienprozess verurteilt. Kurz darauf verschwindet Mathilde Wold und Markus Heger begibt sich auf ihre Spur, was den Fall betrifft. Bald schon findet er Hinweise darauf, dass der verurteilte Täter wahrscheinlich nicht der Mörder war, dieser also immer noch frei herumläuft.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den Reihenauftakt einer neuen Buchreihe mit dem Podcaster Markus Heger sowie die erste Zusammenarbeit der Autoren, die beide gemeinsam mehr als zwölf Millionen Exemplare ihrer eigenen Bücher verkauft und unzählige Preise erhalten haben. Ich war gespannt auf diesen Kriminalroman und wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ruhig, oft mehr Roman als Krimi, hält aber permanent eine gewisse Spannung, die zum Schluss fast unerträglich wird, als ich ungeduldig auf die große Enthüllung warte.

Ein interessanter Fall, ein sympathischer Protagonist, überraschende Wendungen und Verdächtige, die mich immer wieder meine Meinung darüber wechseln ließen, wer die schuldige Person sein könnte. Perfekt gelegte Fährten führten in die Irre und so konnte mich die Lösung überraschen, obwohl ich zuletzt auf der richtigen Spur gewesen bin. Dies minderte jedoch nicht im geringsten meinen Lesespaß, weil es letztendlich unvermeidbar war. Ich werde diese Reihe definitiv im Auge behalten, hoffe, dass es bald weitergeht und freue mich darauf!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2026

Liebenswerte Frankie

Eine wie Frankie
0

Frances Howe ist in Schwierigkeiten, es ist das Jahr 1965, und nach einem unangenehmen Vorfall ist sie völlig mittellos und ohne Obdach in New York gestrandet. Die Großstadt gleicht einem Dschungel, besonders ...

Frances Howe ist in Schwierigkeiten, es ist das Jahr 1965, und nach einem unangenehmen Vorfall ist sie völlig mittellos und ohne Obdach in New York gestrandet. Die Großstadt gleicht einem Dschungel, besonders für ein unbedarftes und naives Mädchen aus der irischen Provinz. Wie es dazu kommt, dass aus Frances Frankie wird, sie ihr Leben an der Seite eines Künstlers verbringt und sogar ein Restaurant ihr eigen nennt, davon handelt dieses Buch.

Frankies Reise von Irland nach England, unfreiwillig nach Amerika und dann nach London zurück hat mir aufregende Lesestunden geschenkt. Von dem jungen und schüchternen Mädchen zur Geschäftsfrau mit eigenem Laden, das war kein leichtes Unterfangen, und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dabeigewesen zu sein. Frankies Leben war ein einziges Ab und Auf, ich fand es sehr spannend, ihr dabei über die Schulter zu sehen. Graham Norton versteht es wie kaum ein anderer, sogar aus banalen Situationen ein Ereignis zu machen. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und schöne Künste, aber auch ernsthafte Themen, die den damaligen Zeiten geschuldet sind, finden Eingang ins Buch. Dies war ein großer Lesegenuss. Leb wohl Frankie, es war schön mit dir, mach es gut!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2026

Rasante Action

Das Event
0

Kommissaranwärterin Maxi Adler kehrt an ihren Geburtsort zurück, ihr Aufenthalt auf Helgoland ist jedoch zeitlich begrenzt. Sie hat zugestimmt, bei Streitigkeiten in ihrer Familie zu vermitteln, was sie ...

Kommissaranwärterin Maxi Adler kehrt an ihren Geburtsort zurück, ihr Aufenthalt auf Helgoland ist jedoch zeitlich begrenzt. Sie hat zugestimmt, bei Streitigkeiten in ihrer Familie zu vermitteln, was sie bald bereut. Kommissarin Leandra Kern hingegen ist die neue Leiterin der Polizeidienststelle, auch sie hat persönliche Gründe für ihre Versetzung auf das Eiland. Als in einem seit längerem leer stehenden Hotel das Event »Horror auf Helgoland« aufgeführt werden soll, passieren seltsame Dinge und kurz darauf sehen sich beide Frauen mit der ersten Leiche konfrontiert.

Seit dem ersten Kriminalroman der sympathischen Journalistin und Autorin Antje Zimmermann lese ich deren Bücher, statt der erwarteten Fortsetzung ihrer Krimireihe »Frau Faust« rund um die Kriminalhauptkommissarin Kata Sismann wurde ich mit dem vorliegenden Thriller sowie zwei neuen Frauenfiguren überrascht. Ein leer stehendes Hotel, ein Event, das an »Shining«, den berühmten Horrorklassiker von Stephen King, angelehnt ist und seltsame Vorgänge auf der Insel Helgoland, kann das funktionieren? Es kann und es hat, soviel kann ich bereits vorab verraten! In knackig kurzen Kapiteln baut die Autorin eine Spannung auf und weiß auch Schockmomente richtig zu nutzen. Hierbei schießt sie zwar manchmal übers Ziel hinaus, dies sei ihr jedoch verziehen, immerhin legt sie einen Thriller und keinen Tatsachenroman vor. Ob es mit Maxi und Leandra weitergeht, bleibt am Ende offen, ich jedenfalls freue mich auf eine Fortsetzung oder einen anderen spannenden Fall. Lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2026

Von Kunst und Liebe

Im Licht der Lofoten
0

Anfang der 1930er Jahre reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864-1935) in ihre einsam gelegene Hütte auf den Lofoten, um dort endlich ein Kunstwerk zu erschaffen, das ihr die bisher ausgebliebene ...

Anfang der 1930er Jahre reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864-1935) in ihre einsam gelegene Hütte auf den Lofoten, um dort endlich ein Kunstwerk zu erschaffen, das ihr die bisher ausgebliebene Anerkennung in ihrer Heimat bringen soll. Das von ihrem Mann, dem berühmten Architekten Ferdinand Boberg, gebaute Atelier hilft Anna jeden Winter dabei, die raue Schönheit der Arktis und das besondere Licht dort auf die Leinwand zu bringen. Sie ahnt, dass diese Reise ihre letzte sein könnte.

»Je tiefgehender ich diese Häfen, diese Fjorde, diese sich ins Meer stürzenden Felsen ergründete, desto mehr bestätigte sich das Gefühl, verstärkte es sich sogar. Nach und nach begann diese Landschaft in mir zu wirken. Ich musste sie malen. Dringend.« (Seite 11)

Um Kunst und Liebe ging es im Buch, wobei die Kunst in erster Reihe stand, die Liebe blieb immer ein bisschen dahinter. Das Porträt der Malerin Anna Boberg von Sophie Van der Linden animierte mich beim Lesen dazu, mehr über diese herauszufinden. Über eine Frau, die Hosen trug, rauchte und in ungehöriger Weise Grenzen überschritt, die damals für Frauen galten. Die schwedische Künstlerin war und ist für ihre Landschaftsmalerei bekannt, sie erschuf Bilder, die wirklich faszinierend sind. Leider konnte mich das vorliegende Buch nicht so begeistern, wie es die Werke von Anna Boberg vermochten, ich habe es zwar gerne gelesen, aber der berühmte Funke wollte einfach nicht überspringen auf mich. Dennoch eröffnete es mir einen Weg in eine besondere Welt. Danke dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2026

Die Feinde deiner Feinde

Tief
0

»An manchen Tagen hasste er seinen Job, und ab morgen würde er auch diesen Strand hassen. Er war vergiftet mit einer Erinnerung an tote kleine Kinderaugen, die den Himmel anstarrten.« (Seite 20)

Ein kleiner ...

»An manchen Tagen hasste er seinen Job, und ab morgen würde er auch diesen Strand hassen. Er war vergiftet mit einer Erinnerung an tote kleine Kinderaugen, die den Himmel anstarrten.« (Seite 20)

Ein kleiner Junge wird am Ufer des Bodensees entdeckt, eine Botschaft wurde auf seinem Körper hinterlassen. Kommissar Heinzle fängt an zu ermitteln und gerät unter Zeitdruck, als das nächste Opfer auftaucht. Da ist es nicht hilfreich, dass sich der Verfassungsschutz einschaltet, der Informationen zurückhält und ziemlich mauert. Gegen alle Widerstände ermittelt Heinzle weiter und stößt bald auf eine Spur, die in ferne Länder führt.

Seit ich vor Jahren das erste Buch von Rebekka Moser gelesen habe, fiebere ich einem weiteren Werk der sympathischen Autorin entgegen. Nun war es endlich soweit und zu meiner großen Freude beinhaltet dies auch ein Wiedersehen mit dem großartigen Kommissar Heinzle aus dem ersten Buch mit dem Titel »UNTEN«, auf das nun »TIEF« folgt. Man muss das vorherige Buch nicht gelesen haben, um dieser Geschichte folgen zu können, allerdings würde man sich dann um einen Thriller bringen, der mich damals vor lauter Begeisterung ausflippen und extra Sternchen vergeben ließ. Ich meine ja nur.

Ziemlich schnell war ich mitten im Geschehen drin, erlebte Unbegreifliches, spürte Trauer und Schmerz, war entsetzt und erschüttert, kochte vor Wut und verzweifelte wegen mancher Situation. Dies hatte ich mit Heinzle gemeinsam, der gegen Windmühlen zu kämpfen schien, wie einst Don Quijote. Der Fall war hart, zimperlich darf man nicht sein, wenn es um ein totes Kind geht, das versprach bereits der Klappentext. Insgesamt war dies ein kluger, vielschichtiger, voller Überraschungen steckender Thriller, der für mich keine Wünsche offen ließ. Trotz der schweren Thematik gab es einige amüsante Momente, die die tragische Geschichte etwas leichter ertragen ließen. Das Ende war perfekt und ich hoffe sehr, dass eine Fortsetzung nicht wieder Jahre auf sich warten lässt. Fünf Sterne mit Sternchen, das hatten wir schon, deswegen sind es an extra Sternchen nun doch lieber zwei. Danke für die wunderbare Unterhaltung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere