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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Für mich leider eine Enttäuschung

Das White Octopus Hotel
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Eigentlich klang die Zusammenfassung total vielversprechend, und auch der klare Schreibstil (Leseprobe) hat mich sofort gefesselt. Leider wurde das Buch aber mit jeder Seite, die ich las, uninteressanter ...

Eigentlich klang die Zusammenfassung total vielversprechend, und auch der klare Schreibstil (Leseprobe) hat mich sofort gefesselt. Leider wurde das Buch aber mit jeder Seite, die ich las, uninteressanter für mich und ich fand einfach keinen Zugang zu den Charakteren und zur Handlung. Eve Shaw fand ich oft sehr herablassend und unfreundlich und konnte ihre (Re-)Aktionen oft nicht nachvollziehen. Die Idee rund um das Hotel und die magischen Objekte fand ich zwar faszinierend, aber die Umsetzung war mir irgendwann zu planlos und ich stolperte durch das Geschehen, ohne es recht zu erfassen. Die Verknüpfung der verschiedenen Zeitebenen, die Eve im Hotel durchlebt, waren zwar spannend, wirkten aber auf mich zu sprunghaft und letztlich nicht rund. Inzwischen glaube ich, dass Zeitreisen einfach nicht mein Genre sind, da ich hier häufiger meine Probleme habe, auch wenn ich es schlecht in Worte fassen kann. Zumeist hadere ich mit der Logik, aber hier hat mich auch einfach das Geschehen aussen vor gelassen. Fazit: konnte mich leider gar nicht fesseln, aber das nehme ich in diesem Fall mal persönlich.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Anders gut

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Im zweiten Band der Prinzessin der tausend Diebe geht es um Soras Schwester Jia. Jia reist in die Vergangenheit, um den Angriff der Monster und dessen tödlichen Ausgang zu verhindern. Somit wird hier eine ...

Im zweiten Band der Prinzessin der tausend Diebe geht es um Soras Schwester Jia. Jia reist in die Vergangenheit, um den Angriff der Monster und dessen tödlichen Ausgang zu verhindern. Somit wird hier eine völlig andere Geschichte erzählt, die aber dennoch auch vertraut wirkt. Die Themen Zeitreise und der Ursprung und das Auftauchen der Monster werden hier sehr spannend in Szene gesetzt, aber das Hauptaugenmerk liegt wohl auf der Entwicklung von Jia. War sie am Anfang von Band eins noch die verhasste Schwester, hat sich das am Ende gewandelt - und jetzt wird Jia regelrecht menschlich und entwickelt echte Gefühle, die nicht nur sie selbst verwirren. Auch wenn mir manche Momente zu gefühlsduselig waren, haben die spannende Handlung und die action-geladenen Kämpfe diese kleinen Schwächen wieder wett gemacht. Und auch wenn mir das Ende zu happy und kitschig war, hat mich das Buch doch wieder sehr begeistert entlassen. Fazit: nicht ganz so rund wie Band eins, aber dafür ganz anders und wieder voller faszinierender Wendungen.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 02.03.2026

Was kann ich für Ihr Ableben tun?

Whispers of Destiny
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Die Idee hinter dem Buch fand ich sehr originell, und die Autorin hat viele faszinierende Themen eingewoben, die auch zum Nachdenken anregen. Die Umsetzung hat mir persönlich allerdings nicht so ganz zugesagt. ...

Die Idee hinter dem Buch fand ich sehr originell, und die Autorin hat viele faszinierende Themen eingewoben, die auch zum Nachdenken anregen. Die Umsetzung hat mir persönlich allerdings nicht so ganz zugesagt. Zum einen war mir der Schreibstil zu locker und manchmal gewollt komisch, was aber nicht meinen Humor traf. Zum anderen fehlten mir einige Hintergrundinformationen, vieles wurde zu schnell eingeworfen und abgehandelt, vor allem gegen Ende ging es Schlag auf Schlag, während vorher manche Szenen vor sich hin dümpelten. Die Hauptperson Blue war mir mäßig sympathisch, da sie oft sehr egoistisch und fast ein bisschen patzig wie ein Kleinkind rüberkam. Insgesamt konnte mich die ungewöhnliche Handlung aber immer wieder überraschen und durchweg gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Dramatisch, spannend, gut

Giftiger Grund
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Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Lost Places finde ich cool, aber sobald ein Roman Social Media Themen beinhaltet bin ich normalerweise raus. Doch ...

Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Lost Places finde ich cool, aber sobald ein Roman Social Media Themen beinhaltet bin ich normalerweise raus. Doch hier stand die Nutzung zum Glück nicht so sehr im Vordergrund, dass es mich vergrault hätte, sondern Charus fotografische Ambitionen, Lost Places in Bild und Video einzufangen, bot einen sehr interessanten Einstieg ins Geschehen. Und so finden sich in der alten Waschstraße drei verlorene Seelen und trotz anfänglichen Misstrauens helfen sie sich schliesslich gegenseitig - und das auf zum Teil sehr drastische Weise. Überhaupt ist die Handlung nicht zimperlich und nimmt dabei einige fast schon komische Wendungen, die mich immer wieder neu überraschen konnten. Oft wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte, denn gerade Joran schien das Pech magisch anzuziehen, während die Geschichte von Edda einfach nur tieftraurig war, und Charu lag wohl irgendwo dazwischen. Mehrfach konnte ich nur hilflos zusehen, wie das Schicksal unausweichlich und erbarmungslos zuschlägt, und wollte gleichzeitig wegsehen, die Protagonisten warnen, ihnen helfen oder einfach nur schreien. Virtuos dirigiert der Autor das Geschehen, das einem die Protagonisten trotz aller Fehler und Schwächen ans Herz wachsen lässt, nur um ihnen dann ein ums andere Mal das Schicksal gnadenlos um die Ohren zu hauen - das war total fies, gleichzeitig genial spannend und trotz aller ernsten Untertöne perfekte Unterhaltung. Am besten hat mir Joran gefallen, der trotz aller blöden Entscheidungen im Verlauf der Handlung zu wachsen und seinem früheren Ich endlich zu entkommen scheint. Edda habe ich sofort ins Herz geschlossen und bewundert und gleichzeitig betrauert, wie erwachsen und tapfer sie für ihr junges Alter schon ist und leider auch sein muss. Charu war mir nicht ganz so sympathisch, sie erschien mir ein wenig zu selbstgerecht. Das Ende war dann nochmal ein echter Hammer, und restlos begeistert habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt. Fazit: kein typischer Krimi, sondern ein ganz besonderer der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Amüsant

Agency for Scandal
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Äusserst kurzweilig präsentiert sich die Geschichte um Izzy Stanhope, die im Geheimen für das Finkennest arbeitet - eine Agentur von Frauen für Frauen, die diesen aus prekären Situationen hilft in einer ...

Äusserst kurzweilig präsentiert sich die Geschichte um Izzy Stanhope, die im Geheimen für das Finkennest arbeitet - eine Agentur von Frauen für Frauen, die diesen aus prekären Situationen hilft in einer Zeit, in der Frauen als Eigentum ihrer Ehemänner gelten und keinerlei Rechte haben. Doch dieses Mal geht es nicht nur um das Wohlergehen einer Frau, sondern um eine große politische Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise reicht.

Die Geschichte ist charmant erzählt - Izzy ist gleichzeitig genial als Schlossknackerin und ebenso unbeholfen naiv, wenn es um ihre Gefühle geht. Insgesamt war mir die Erzählweise allerdings trotz aller Abenteuer und gefährlicher Situationen - die aber immer gleich ein gutes Ende nahmen - etwas zu gefällig, vielleicht sogar seicht. Insofern weniger ein spannender Krimi als leichte romantische Unterhaltung, was aber kein Manko sein muss. Fazit: amüsante und auf jeden Fall originelle Unterhaltung.

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