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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2025

Spannend und mitreissend

Elbnächte. Schatten über St. Pauli
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Das Buch setzt nahtlos da an, wo der erste Band aufgehört hat, und es geht genauso spannend und mitreißend weiter. Obwohl Louises Mann inzwischen im Gefängnis sitzt, scheint die Gefahr noch nicht ausgestanden ...

Das Buch setzt nahtlos da an, wo der erste Band aufgehört hat, und es geht genauso spannend und mitreißend weiter. Obwohl Louises Mann inzwischen im Gefängnis sitzt, scheint die Gefahr noch nicht ausgestanden zu sein, und auch die Nachforschungen Ellas zu Joshuas Schicksals sind nicht ohne Risiko. Einmal mehr beweisen die beiden Frauen Mitgefühl und großen Mut, auch wenn sie nicht immer mit Bedacht vorgehen. Und auch das Liebesleben von Louise und Ella bekommt gewaltigen Auftrieb. Einmal mehr habe ich den zweiten Band der Elbnächte verschlungen, der eine gekonnte Mischung aus Frauenschicksal, historischem Roman und Krimi bietet. Im Laufe der zwei Bücher haben Louise und Ella einen erstaunlichen und beachtlichen Wandel vollzogen, sind selbständig und selbstbestimmt geworden. Fazit: ein fesselnder Roman über zwei starke Frauen, die ihr Schicksal selbstbewusst in die eigene Hand nehmen in einer Zeit, als das noch unerhört neu war.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Gemütliche Spannung

A Dark and Secret Magic
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Das Buch bietet eine wunderschöne Mischung aus Cozy, Fantasy und Romance. Hekate (Kate) ist eine etwas chaotische, aber liebenswerte Person, doch ihr ruhiges, gewohntes Leben wird auf den Kopf gestellt, ...

Das Buch bietet eine wunderschöne Mischung aus Cozy, Fantasy und Romance. Hekate (Kate) ist eine etwas chaotische, aber liebenswerte Person, doch ihr ruhiges, gewohntes Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie die diesjährige große Halloween-Feier ausrichten soll und dann auch noch Matthew, den sie von früher kennt, auftaucht und um Zuflucht bittet. Der er einem Orden verbotener Magie angehört, ist er aber eigentlich ein Feind - doch das wird mit jedem Moment, den die beiden verbringen, schwerer zu glauben, denn Matthew setzt alles Daran, Kate zu beschützen. Und das ist auch nötig, denn plötzlich gerät Kate in den Fokus dunkler Mächte, und sie hat keine Ahnung wieso. Gemeinsam machen sich die beiden auf eine Schnitzeljagd, das Rätsel um Kates Mutter und ihre wahre Vergangenheit zu lösen.
Die Handlung hat mich wirklich mitgerissen, allerdings hätte ich mir die Geschichte noch düsterer und gefährlicher gewünscht. Dazu im Gegensatz standen die vielen cozy Momente, in denen Kate entweder kocht oder dekoriert und beides im Detail beschreibt - das war zwar nett, hat mich aber immer wieder aus dem "Mitfiebern" herausgerissen und die Spannung somit unterbrochen. Das Ende hat mir dafür gut gefallen, hat es doch nochmal richtig Fahrt aufgenommen und ein spektakuläres Finale geboten. Fazit: tolle Geschichte, aber ich hätte mir mehr düstere Action und weniger Heimeligkeit gewünscht.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Eine erfrischend andere Weihnachtsgeschichte

Der fünfte Advent
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Das Buch bietet eine warmherzige Geschichte mit kleinen und großen Katastrophen, Überraschungen, Höhen und Tiefen wie mitten aus dem Leben. Zwar wirkte die Handlung manchmal etwas zusammengewürfelt, es ...

Das Buch bietet eine warmherzige Geschichte mit kleinen und großen Katastrophen, Überraschungen, Höhen und Tiefen wie mitten aus dem Leben. Zwar wirkte die Handlung manchmal etwas zusammengewürfelt, es wurden auch immer wieder kleine Anekdoten oder Gedanken eingestreut, die der Erzählerin beim Erleben in den Sinn kamen und so einen kurzen Abstecher von der eigentlichen Handlung machten. Aber genau das machte die Geschichte wiederum so authentisch und lebensnah. Die Schicksale der ehemaligen WG-Mitbewohner:innen waren mir insgesamt zwar zu viele Schicksalsschläge, boten damit aber auch einen guten Nährboden für Reflektion und Diskussionen unter den Freund:innen, die sonst sicher nicht so intensiv und breit gestreut gewesen wären. Besonders gut gefallen haben mir die vor allem am Ende eingestreuten kleinen Fun Facts über die Tierwelt.
Fazit: das Buch hebt sich wohltuend von den üblichen Weihnachtsromanen ab.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Leiser Horror

Zeitloses Grauen
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Das Buch fängt wie ein Krimi an: zwei Freunde nehmen an einem Motto-Wochenende im Stil der zwanziger Jahre teil. Doch irgendetwas ist merkwürdig an dem Hotel, das wie aus der Zeit gefallen scheint, und ...

Das Buch fängt wie ein Krimi an: zwei Freunde nehmen an einem Motto-Wochenende im Stil der zwanziger Jahre teil. Doch irgendetwas ist merkwürdig an dem Hotel, das wie aus der Zeit gefallen scheint, und auch das Personal wirkt irgendwie unheimlich. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Manu und Dorian werden in einen fortwährenden Kampf kosmischen Ausmasses hineingezogen. Dabei ist lange Zeit unklar, wer die Fäden zieht und was das Motiv sein soll.
Cosmic Horror ist normalerweise nicht mein Genre, auch wenn mir der Urvater H.P. Lovecraft natürlich nicht unbekannt ist. Doch meist habe ich so meine Probleme mit den verschiedenen Dimensionen, Zeiten und Parallelwelten, die oft sehr verwirrend sein können. Und ich muss zugeben, so ging es mir über weite Strecken auch in diesem Buch. War der erste Teil noch ein glatter 5-Sterne Anfang, der mich sofort mitgerissen hat, wurde es im Mittelteil diffus und schwer greifbar, wer was wie denn jetzt genau vor sich geht. Mir wurden auch zu viele, zugegebenermaßen aber gut durchdachte Elemente hineingepackt, die das ganze sehr unübersichtlich und verworren machten und meine Wertschätzung auf 3 Sterne sinken ließen. Dafür hat der Schluß, der nicht nur dem Freund von Dorian, sondern auch mir eine ausführliche Erklärung der Geschehnisse lieferte, das ganze noch einmal herumgerissen und mich mit den vielen offenen Fragen, die vorher in meinem Kopf schwirrten, ausgesöhnt. Letztlich fühlte ich mich von der Komplexität der Geschichte sowohl überfordert/genervt als auch mitgerissen, da ich doch immer unbedingt begreifen wollte was denn genau hier los ist. Genau dieses diffuse Gefühl hält mich üblicherweise davon ab, zu Cosmic Horror zu greifen, aber wie schon gesagt hat die Auflösung am Ende des Buches die vorherrschende Verwirrung gut aufgelöst und ich bleibe diesmal nicht auf einem Haufen offener Fragen sitzen. Daher vergebe ich letztlich vier kosmische Sterne für diesen zugleich herausfordernden und beeindruckenden Roman.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Schonungslos

Regnum
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Was uns im zweiten Passus der Animals Lane Reihe erwartet, ist noch schonungsloser und abstoßender als Band eins. Und trotzdem kann man nicht wegschauen, sondern wird in einen Sog aus Grauen und Leid gezogen, ...

Was uns im zweiten Passus der Animals Lane Reihe erwartet, ist noch schonungsloser und abstoßender als Band eins. Und trotzdem kann man nicht wegschauen, sondern wird in einen Sog aus Grauen und Leid gezogen, der seinesgleichen sucht - und ihn doch tagtäglich in der Realität der Zucht- und Schlachthöfe findet. Hier wird ein ungefilterter Blick hinter die Kulissen geworfen, der einem ganz genüsslich den Magen umdreht und die Ekelskala sprengt, immer im grausamen Bewusstsein dass dies gar keine Fiktion ist. Fiktion ist nur die hoffnungslose Hoffnung, die der Autor mit dem Verschwörungsschwein, das als einziges die Wahrheit erkennt, und den anderen verblendeten Schweinen, die einem vermeintlichen Paradies zustreben, schürt. Und so liest man hilflos mit, wie das Schicksal einmal mehr seinen Lauf nimmt und die Tiere zur Schlachtbank geführt werden. Oder sollte diesmal vielleicht alles anders kommen, gibt es vielleicht doch eine Chance dem Schicksal zu entkommen und Rache zu nehmen für das zugefügte Leid? Wieder hat mich die virtuos bildhafte Sprache, die das Kopfkino heißlaufen lässt, die spielend leichte, selbstverständliche Vermenschlichung tierischen Gehabes, die wie eine gelungene Reminiszenz an die Farm der Tiere anmutet, und die Umkehrung des Gefüges zwischen Mensch und Tier zutiefst beeindruckt. Und dies ist - leider, zum Glück - noch lange nicht das Ende der Animals Lane. Bist Du gewillt, den qualvollen Weg bis zum bitteren Ende zu gehen? Das Buch hat mir ziemlich zugesetzt, und wie beim ersten Teil bin ich hin- und hergerissen, offene Begeisterung ob dieses Werkes zu zeigen, das einen derart grausamen und allzu realen Inhalt vermittelt. Fazit: Horror in Reinform.

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