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Veröffentlicht am 09.01.2025

Herzschmerz ist nicht nur Frauensache

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Worum geht's?
Genauso wie Hazel, Damians Jugendliebe, damals bei einer Nacht und Nebelaktion aus Ferley verschwunden ist, steht sie plötzlich wieder im Licht der Straßenlaternen vor Damian. Es ist schier ...

Worum geht's?
Genauso wie Hazel, Damians Jugendliebe, damals bei einer Nacht und Nebelaktion aus Ferley verschwunden ist, steht sie plötzlich wieder im Licht der Straßenlaternen vor Damian. Es ist schier unmöglich sich in dieser Kleinstadt aus dem Weg zu gehen. Erst recht nicht, wenn man vom Verlangen nach der verlorenen Person angetrieben wird. Doch Hazel hat so einige dunkle Schatten zu besiegen. Schafft Damian es sein Herz zu beschützen oder geht er diesmal daran zu Grunde?


Meine persönliche Meinung:
Die zartrosanen Pastellfarben des Covers sind angenehm zum Anschauen und passend zum Sonnenuntergang gewählt. Wenn man das Cover genau betrachtet, erkennt man die Wellen des Meeres vom Ferley Beach.

Der Klappentext wirkte sehr verlockend auf mich. Er hört sich nach einer emotionalen Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen an. Genau das, hat mich auch im Buch erwartet. Besonders ansprechend fand ich die Idee, dass hier die Frau dem Mann das Herz bricht. Sonst ist es in den Romanen stets umgekehrt.

Damians Beschreibung über sein Aussehen, lässt gleich auf einen Bad Boy Typ schließen. Was in Hinsicht auf die Boxkämpfe authentisch wirkt. Er überraschte mich mit seinem großen Herz.
Hazel wirkte auf mich ruhelos. Sie hat das Herz am rechten Fleck und sorgt sich um ihre Mitmenschen. Jedoch wird sie immer von einer inneren Angst angetrieben und lässt dadurch ihr Leben bestimmen.
Es gibt auch einige Nebenfiguren im Buch, die genauso authentisch wie die Hauptcharaktere sind. Trotz der vielen Figuren verliert man nicht den Überblick. Dafür hat die Autorin Jennifer Bright gesorgt, indem sie mit ihrer Geschichte einen klaren roten Faden verfolgt.

Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Damian und Hazel. Außerdem hat sie es geschafft, von Beginn an meine Neugierde zu wecken, um mich im Roman verlieren zu können. Immer wieder schaffte es Jennifer Bright mit ihrem Roman herzschmerz in mir auszulösen. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so sehr fesselte es mich.

Schön fand ich, dass die Umgebungen und Handlungen genau beschrieben wurden. Durch diesen Einblick ist man den Figuren im Buch gleich nochmal ein Stück näher.

Gut gefallen hat mir auch, das es neben der  Liebesgeschichte noch eine Geschichte gibt, welche das Leben der Protagonisten schildert. Die vereinzelten Spicy Szenen lockern das ganze noch zusätzlich auf.


Fazit:
Der Roman hat mir von Beginn an bereits gut gefallen, da hier einmal die Frau dem Mann das Herz bricht und ihr sozialer Status eher niedrig ist und nicht wie in anderen Romanen seiner. Die Liebesgeschichte kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Der Schreibstil ist angenehm gewählt und das Buch konnte mich mit den Gefühlen der Protagonisten überzeugen, da sie authentisch wirken. 

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Dark-Romance die sich leicht lesen lässt, jedoch zu oberflächlich wirkt

Pleasure and Pain - Fessle mein Herz
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Worum geht's?
Violet Santos arbeitet für das Magazin "For You Now", welches kurz vor dem Ende steht. Um das Magazin zu retten braucht es eine gute Story, um die sich die Leute reißen würden. Was würde ...

Worum geht's?
Violet Santos arbeitet für das Magazin "For You Now", welches kurz vor dem Ende steht. Um das Magazin zu retten braucht es eine gute Story, um die sich die Leute reißen würden. Was würde sich besser verkaufen als eine Enthüllungsstory über den BDSM-Club "Pleasure and Pain"? Als Violet im Club aufgenommen wurde, steht sie plötzlich vor ihrer Jugendliebe Elijah Marshall, der auch Miteigentümer des Clubs ist. Schafft Violet das Magazin zu retten, ohne sich in ihrer Vergangenheit zu verlieren?


Meine persönliche Meinung:
Das Cover ist zeitlos gewählt. Die gewählten Farben mit den Blättern darauf lassen bereits vermuten, dass es sich um einen Liebesroman handelt. Die Farbkombination hat mich sehr angesprochen und so hat das Buch auch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Der Klappentext ist kurz und knapp gehalten. Genau richtig, um die Leser neugierig zu machen, eine ungefähre Ahnung über den Inhalt zu bekommen und dennoch nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Violet gibt sich als die schüchterne, graue Maus, die für ihren Job beim "For You Now" Magazin lebt. Doch sie ist das beste Beispiel für die Redewendung "Stille Wasser sind tief".
Elijah ist in der BDSM-Szene aktiv. Er ist attraktiv und hat eine starke, einflussreiche Ausstrahlung. In der Szene bezeichnet man ihn als dominant.

Gefühle und Szenen werden genau beschrieben, dennoch waren die Charaktere für mich nicht greifbar genug. Es fehlte das gewisse Etwas, um eine Verbindung zwischen den Figuren und mir als Leserin zu schaffen.
Violet war einmal so enttäuscht, dass Elijah nicht aufgetaucht war. Später im Kapitel als er dann da war, wurde das nicht kommentiert, sondern nur am Rande in einem anderen Zusammenhang erwähnt. Diese Sehnsucht wirkte somit nicht authentisch auf mich und das fehlte mir auch in vielen anderen Szenen.

Der Roman spielt zum Teil auch in der Vergangenheit. Dieser Aspekt ist wichtig, um die Gefühle und Handlungen der Hauptprotagonisten zu verstehen.

Die Autorin hat einen einfachen und lockeren Schreibstil gewählt. Dieser passt gut zum Buch, da das Thema BDSM alleine oft schon anspruchsvoll ist und so kann man sich gut in der Geschichte verlieren. Jedoch störten mich die vielen Tippfehler, welche den Lesefluss beeinträchtigten, da dadurch andere Wörter oder falsche Zeitformen entstanden.

Die Geschichte verfolgt einen klaren roten Faden und ist somit für den Leser verständlich. Jedoch dauerte es bis zur Mitte des Buches, bis der Roman in Fahrt kam. Die Dark-Romance begann erst in den letzten Kapiteln richtig lebendig zu werden. Davor langweiligte sie mich etwas.


Fazit:
Die Dark-Romance lässt sich leicht und flüssig lesen. Leider ist die Liebesgeschichte für mich zu oberflächlich gewesen. Dem Buch fehlt es an Tiefe. Wirklich sehr schade, dass mich das Buch nicht zu 100% gepackt hat, da die Geschichte potenzial hätte.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Eine Liebesgeschichte wie aus dem echten Leben

You Are My Hurricane
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Worum geht's?
Maeve studiert an der Faireview Universität in Florida Fotografie. Für ihr Studium fotografiert sie die Footballmannschaft Faireview Hurricanes. Hierbei war sie so lange unentdeckt, bis Quarterback ...

Worum geht's?
Maeve studiert an der Faireview Universität in Florida Fotografie. Für ihr Studium fotografiert sie die Footballmannschaft Faireview Hurricanes. Hierbei war sie so lange unentdeckt, bis Quarterback Carter McCoy sie am Spielfeldrand umrennt. Nun kann sich Maeve nicht mehr hinter ihrer Kamera verstecken und auch nicht von der Öffentlichkeit, nachdem der Zusammenprall viral ging und ein Spendenaufruf für eine neue Kamera auf Social Media gestartet wird. Die Mauer scheint einzustürzen und die Vergangenheit mahnt sie einzuholen, obwohl sie dafür sogar eine Flucht in einen anderen Bundesstaat in Kauf genommen hat. Kann Carter sie vor ihren Ängsten und der vergangenen Realität schützen oder verlieren sie beide den Boden unter den Füßen?


Meine persönliche Meinung:
Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Die Farben sind dezent gewählt und es sind darauf alle wichtigen Elemente abgebildet, die sich auch in der Geschichte wiederspiegeln. Alleine die zwei Figuren auf dem Cover geben bereits bekannt, um was es im Buch geht. So wie es sein soll.

Der Klappentext ist gut gewählt. Er gibt genug Preis um die Neugierde zu wecken, jedoch nicht so viel um die Geschichte zu verraten.

Die Autorin erzählt die Geschichte in einem einfachen und flüssigen Schreibstil. Es wird aus der Perspektive von den Hauptcharakteren Maeve und Carter erzählt.

Maeve war mir von Beginn an sehr sympathisch. Sie zeigte ihre Gefühle offen und das macht sie als Figur authentisch.
Carter wurde am Anfang als arroganter Footballspieler und Mädchenschwarm dargestellt. Jedoch zeigte er ziemlich schnell, dass er sein Herz am rechten Fleck hat und eroberte neben Maeves Herz auch meines im Sturm.

Emily Aves hat die Gefühle sehr passend eingefangen. Genauso hat man eine neue Liebe selbst im Gefühl und kann sich mit den Gefühlen identifizieren.
Die einzelnen Handlungen sind detailliert beschrieben, was das Kopfkino anregt.
In der Geschichte werden keine unnötigen Dramen herbeigeführt. Das macht den Roman realistisch.

Die Autorin vermittelt in dem Buch auch wunderbar, dass keine Familie das perfekte Leben hat. Jeder hat seinen Rucksack zu tragen.


Fazit:
Die Geschichte von Maeve und Carter lässt sich durch den angenehmen Schreibstil mit einer Leichtigkeit lesen. Die Autorin Emily Aves hat es geschafft nah an der Realität zu bleiben, indem sie die Gefühle und Szenen lebensecht gehalten hat und die Handlungen nicht künstlich aufgeputscht hat. Maeve und Carter sind zwei sympathische Hauptcharaktere in deren Geschichte man sich mühelos verlieren kann.

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Die dunklen Seiten des Internets

Was wir nicht kommen sahen
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Worum geht's?
Ada war froh, dass es das Internet gab. So konnte sie vor der Realität entfliehen. Sie hat sich durchs Onlinezocken eine zweite Welt, mittels Account, aufgebaut, bei der ihr zahlreiche Follower ...

Worum geht's?
Ada war froh, dass es das Internet gab. So konnte sie vor der Realität entfliehen. Sie hat sich durchs Onlinezocken eine zweite Welt, mittels Account, aufgebaut, bei der ihr zahlreiche Follower beim Gamen zuschauten. Es war für sie ein wunderbarer Rückzugsort, bis sie auch dort von der Realität eingeholt wurde. Jenny, Adas Mutter, kann das Ausmaß dieser virtuellen Welt noch immer nicht fassen und sucht verzweifelt darin nach Antworten für Adas Schicksal.


Meine persönliche Meinung:
Da es ein Buch mit einem sehr heiklen Thema ist, finde ich es gut, dass die Autorin und der Verlag zu Beginn des Buches nochmal darauf hinweisen. Ebenso wertvoll ist es, dass im Buch alle enthaltenen Themen extra angeführt sind. So kann jeder nochmal auf Nummer sicher gehen, ob er die Geschichte psychisch zu lesen schafft. Passend dazu findet man Anlaufstellen, falls jemand Hilfe benötigt.

Das Buch beinhaltet unterschiedliche Kapitel, welche aus der Sicht von Ava ,den Eltern, Jenny und Dominik, und von anonymen Personen erzählt wird.
Die Autorin hat für das Buch die Sichtweise der dritten Person und einen einfachen, leicht lesbaren Schreibstil gewählt.

Die einzelnen Szenen werden mit ihrem Drumherum beschrieben. So bekommt man einen Einblick in das Leben der Familie und deren Umfeld.

Obwohl man schon durch den Klappentext weiß um was es ihn diesem Buch geht, hat Katharina Seck es geschafft, durch das Einfangen der elterlichen Instinkte, den Beginn der Geschichte mitreißend und emotional zu machen. Wie sagt man so schön? Die Luft ist zum Schneiden dick. Genau dieses Gefühl bringt die Autorin hier bereits zu Beginn zu Papier.

Ada, eine Außenseiterin, die gern in die virtuelle Welt des Internets mit ihrer Community floh, wenn es im echten Leben zu eng für sie wurde. Zu Beginn war ich der Meinung, dass Ada bei manchen Szenen überreagiert hat und unnötig ein Drama veranstaltet hat. Im Laufe der Geschichte wurden ihre Reaktionen dann stimmiger und glaubwürdiger.
Jenny, Adas Mutter, ist eine Person, die immer von einer inneren Unruhe angetrieben wird. So verkriecht sie sich nach dem Tod ihrer Tochter nicht, sondern fragt nach dem Warum. Sie wirkte die ganze Zeit auf mich total unzufrieden und mit der Welt überfordert.
Dominik, Adas Vater, unterstützt seine Frau voll und ganz im Alltag. Jedoch trauert er ganz anders als Jenny. Er trauert still und schluckt die Trauer hinunter. Er wird als Mann dargestellt, auf den man sich immer verlassen kann.

Die Autorin Katharina Seck bringt die Emotionen wunderbar zu Papier. Ich hatte das Gefühl, Mitten in der Geschichte zu stecken. In den einzelnen Szenen kommt die Trauer und der Umgang damit gut zur Geltung. Ebenso wird die Beziehung zwischen Jenny und Dominik immer wieder aufgegriffen und die Veränderung zwischen ihnen, durch die Trauer über ihre Tochter, sichtbar gemacht.

In der Mitte des Buches begann sich die Geschichte etwas wie ein Kaugummi in die Länge zu ziehen. Katharina Seck trieb hier nicht nur den Auslöser des Suizids von Ada heran, sondern füllte mir persönlich zu viele Lücken, um die Geschichte auszuweiten.

Am Ende des Buches waren die Emotionen nicht mehr ganz so stimmig für mich. Im einen Moment wird von Antriebslosigkeit und ausgelaugt sein geschrieben und im nächsten Satz folgt ein Witz und lachen. Die Gefühle haben sich für mich hier manchmal viel zu schnell abgelöst, waren zu sprunghaft und dadurch fehlte es an Authentizität.


Fazit:
Das Thema der Geschichte hat mir in ihrer Umsetzung gut gefallen. Die Autorin verfolgte stets einen roten Faden und die Zusammenhänge waren stimmig. Ich war mir zuerst unsicher, wie sehr mich das Buch belasten könnte und ob es zu nah an wahren Begebenheiten ist. Für mich persönlich ist jeder Thriller schlimmer. Also wenn man nicht gerade selbst einen Schicksalsschlag zu den im Buch erwähnten Themen erlitten hat, lässt es sich bestimmt gut lesen.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Nette Geschichte

Widder Willi will aber!
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Worum geht's?
Widder Willi lebt gemeinsam mit seiner Familie inmitten einer Schafherde. Er ist sehr widderwillig und möchte, dass alles nach seinem Kopf geht. Dabei geht einiges schief und er verärgert ...

Worum geht's?
Widder Willi lebt gemeinsam mit seiner Familie inmitten einer Schafherde. Er ist sehr widderwillig und möchte, dass alles nach seinem Kopf geht. Dabei geht einiges schief und er verärgert seine Familie. Bei einem neuerlichen Trotzanfall lernt er den Steinbock Hörnchen kennen, der ebenso "keinbock" hat. Gemeinsam lernen sie nun über ihren Schatten zu springen.


Meine persönliche Meinung:
Das Buch ist sehr schön illustriert und die Grafiken sind nicht mit Details überladen. Auch das Cover ist ansprechend gestaltet.

Anhand des Klappentextes hab ich mir jedoch einen anderen Inhalt erwartet. Das Buch wird als Buch für die Trotzphase/Autonomiephase beworben. Der Gedanke hinter der Geschichte ist sehr süß, genauso wie Willi Widder und sein Freund Hörnchen der Steinbock. Durch die Verbindung zu Hörnchen kommt jedoch mehr das Thema Freunde finden in den Vordergrund.

Sprachlich ist das Buch mit den Wortwitzen gut durchdacht. Jedoch aus meiner Ansicht, als Elementarpädagogin, eher ungeeignet für das angegebene Alter von 3 Jahren. Die Wortspiele brauchen viel Erklärung und somit ist das Sprachniveau eher für Kinder ab 6 Jahre. Wo dann hierbei das Thema der Trotzphase fehl am Platz ist, da diese bereits im angegebenen Alter von 3 Jahren ihren Mittelpunkt hat.


Fazit:
Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, jedoch hat mich der Klappentext etwas anderes erwarten lassen. Es kommt vielmehr das Thema Freundschaft in den Vordergrund als die Trotzphase. Ebenso ist es vom Sprachniveau weniger für Kinder ab 3 Jahren geeignet, sondern eher vor Vorschulkinder beziehungsweise für Kinder ab dem 6. Lebensjahr.

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