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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2021

Ein perfekter Thriller

Der böse Mann: Thriller
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Als am Ufer eines Sees die entstellte Leiche einer jungen Frau gefunden wird, ist für die Spezialermittlerin Laura Kern schnell klar, dass sie es mit einem äußerst bösartigen Serientäter zu tun hat. Um ...

Als am Ufer eines Sees die entstellte Leiche einer jungen Frau gefunden wird, ist für die Spezialermittlerin Laura Kern schnell klar, dass sie es mit einem äußerst bösartigen Serientäter zu tun hat. Um den Hals der Frau ist ein rostiger Stacheldraht gewickelt und in die Schulter wurde ein dreiflügliger Schmetterling tätowiert. Doch die Nachricht bei der Frau "Ich bin die Zweite" zeigt das ganze Ausmaß. Wer ist das erste Opfer? Und wie kann der Serientäter gestoppt werden?

Ich liebe die Thriller dieser Autorin einfach und habe mich deshalb wahnsinnig auf diesen neuesten Fall für Laura Kern gefreut. Obwohl es sich um eine laufende Reihe handelt, kann dieser Band auch ohne Vorkenntnisse bestens gelesen werden.
Der Schreibstil war von Beginn an absolut packend und mitreißend. Sehr lebendig und spannend wurde ich wie durch einen Sog in das Buch gezogen.
Die Charaktere wurden authentisch und lebendig beschrieben. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und empfand sie absolut passend in ihren Rollen. Laura Kern und ihr Team haben mir wieder sehr gut gefallen und ich fand die Ermittlungen richtig klasse. Ihre Weiterentwicklungen und die Einblicke ins Private waren sehr gelungen und sorgten wieder für eine besondere Bindung an diese Reihe.
Der Fall war hervorragend konstruiert und undurchsichtig. Die Spannung wurde bereits mit dem Prolog super aufgebaut und hielt sich bei mir kontinuierlich bis zum Ende. Ich hatte unheimlich viele Fragen im Kopf und konnte super miträtseln und mitfiebern. Die Perspektivwechsel brachten zusätzlich Abwechslung und Spannung und gefielen mir sehr gut. Überraschende Entwicklungen und Wendungen sowie das stimmige Ende samt Überraschung rundeten diesen Thriller perfekt ab.

Ein hervorragender und hochspannender Thriller, der von mir 5 von 5 Sternen erhält.

Veröffentlicht am 29.06.2021

Ungewöhnlich, aber lesenswert

Die Beichte einer Nacht
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Heleen befindet sich in einer Nervenklinik. Dort erzählt sie einer Nachtschwester ihre Lebensgeschichte, vom Aufwachsen, über ihren gesellschaftlichen Aufstieg bis zu ihrer großen Liebe Hannes.

Die Beschreibung ...

Heleen befindet sich in einer Nervenklinik. Dort erzählt sie einer Nachtschwester ihre Lebensgeschichte, vom Aufwachsen, über ihren gesellschaftlichen Aufstieg bis zu ihrer großen Liebe Hannes.

Die Beschreibung dieses Romans hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Zudem habe ich aus dem Diogenes Verlag schon sehr viele besondere Bücher kennengelernt. 
Der Einstieg ins Buch ist mir nicht leicht gefallen. Der Schreibstil war äußerst ungewöhnlich und brauchte recht lange, um mich daran zu gewöhnen. Im Laufe des Buches bemerkte ich dann aber, dass der Schreibstil eigentlich ganz hervorragend zu der Geschichte passte. Man muss sich also darauf einlassen, es lohnt sich. 
Der Lebensweg von Heleen war interessant zu verfolgen. Sie war das älteste Kind und musste ihre Mutter sehr viel unterstützen. Dass sie selbst so nicht leben wollte, war ihr schnell klar. Dank ihres Gespürs für Schönheit konnte sie dann einen anderen Weg einschlagen. Während der Erzählungen war ich gespannt, was Heleen letztlich in die Nervenklinik gebracht hat. Neben der Neugierde empfand ich die Erzählungen teilweise emotionslos und distanziert, sogar deprimierend. Zumal ja bekannt war, dass Heleen in der Nervenklinik landen wird. Das passte rückblickend sehr gut, machte es mir aber nicht möglich, eine Bindung zu Heleen aufzubauen. Die unvorhersehbaren Entwicklungen zum Ende hin haben mir sehr gut gefallen und sie werteten den Roman für mich nochmal auf.

Ein ungewöhnlicher und lesenswerter Roman. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.06.2021

Spannend und atmosphärisch

Nordseedunkel
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Kriminalhauptkommissar Tobias Velten genießt seine Auszeit auf Norderney. Zwischendurch nimmt er immer mal kleine Aufträge an. Doch dann wird ihm ein ganz besonderer Fall angeboten: die Tochter einer wohlhabenden ...

Kriminalhauptkommissar Tobias Velten genießt seine Auszeit auf Norderney. Zwischendurch nimmt er immer mal kleine Aufträge an. Doch dann wird ihm ein ganz besonderer Fall angeboten: die Tochter einer wohlhabenden Familie wurde entführt und Tobias soll sie retten. Aber warum hat sich die Familie an ihn gewandt statt an die Polizei? Welches Geheimnis verbirgt die Familie?

Das tolle Cover hat mich sofort angesprochen. Der Klappentext hat mich dann zusätzlich neugierig gemacht, so dass ich diesen Krimi gerne lesen wollte.
Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig und angenehm lesen. Er war lebendig und bildhaft, so dass ich alles sehr gut vor Augen hatte! Das Flair von Norderney kam durch die tollen Beschreibungen sehr gut bei mir an, insbesondere auch weil ich die Insel selbst kenne und liebe.
Die Charaktere wurden prima ausgearbeitet und wirkten authentisch und passend zu ihren jeweiligen Rollen. Tobias Velten fand ich sofort sympathisch und habe ihn bei seinen Gedanken und Ermittlungen gerne begleitet. Die weiteren Personen waren teilweise undurchsichtig beschrieben, so dass ich mir absolut nicht sicher sein konnte, ob ich Ihnen trauen kann oder nicht. Das war klasse.
Der Plot hat mir sehr gut gefallen. Es war für mich nicht durchschaubar, was hinter der Entführung steckte und ich konnte mir deshalb super meine eigenen Gedanken machen und mitfiebern. Die Ermittlungen waren authentisch und verständlich aufgebaut. Und auch die Spannung war auf einem sehr guten Level, so dass ich das Buch nicht beiseite legen wollte. Das Ende war schlüssig und hielt noch eine Überraschung parat. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ein spannender und atmosphärischer Krimi, dem ich sehr gerne 5 von 5 Sternen gebe.

Veröffentlicht am 20.06.2021

Spannend und mit tollem Setting

Bretonisch mit Aussicht
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Eine verschwundene Nonne gerät in den Verdacht, mehrere Menschen mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben. Allerdings war die Buchhändlerin Tereza Berger als Köchin engagiert und ist somit selbst eine der ...

Eine verschwundene Nonne gerät in den Verdacht, mehrere Menschen mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben. Allerdings war die Buchhändlerin Tereza Berger als Köchin engagiert und ist somit selbst eine der Verdächtigen. Als Tereza auch noch die Leiche des ehemaligen Marineadmirals findet, beginnt sie zu ermitteln.

Ich kannte schon den ersten Band um Tereza Berger, der mir bereits super gut gefiel. Deshalb war ich sehr auf diesen Band gespannt.
Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig und zügig lesen. Ich konnte direkt ins Geschehen eintauchen, insbesondere weil die Erinnerungen an den vorherigen Band schnell wieder präsent waren. Allerdings benötigt man nicht unbedingt das Vorwissen, sondern kann dieses Buch auch sehr gut alleine lesen.
Die Beschreibungen der Umgebung und der Personen waren sehr gut und bildhaft. Besonders gelungen waren wieder die tollen Beschreibungen der Örtlichkeiten und Landschaften, durch die ich mich mittendrin fühlte.
Die Charaktere wirkten authentisch und lebendig. Tereza hatte ich wieder ganz schnell ins Herz geschlossen und habe sie gerne begleitet. Es machte einfach Spaß, sie bei ihren Gedankengängen und Ermittlungen zu erleben. Sie war sehr sympathisch. 
Die Story hat mich von der ersten Seite an gepackt und mitgerissen. Dabei hat mich nicht nur der Kriminalfall gefesselt, sondern auch das Private um Tereza herum, was einen ganz besonderen Charme mitbringt. Die Spannung wurde prima aufgebaut und hielt sich bei mir durchgängig. Die lebendigen Ermittlungen und Geschehnisse hielten mich konstant am Buch fest. Das Ende war schlüssig und zudem noch mit einer Überraschung gespickt.

Ein gelungener Krimi mit Spannung und einem tollen Setting sowie einer sympathischen Protagonistin. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.06.2021

Leider nicht überzeugend

Ein letzter erster Augenblick
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Joel verfügt über eine ganz besondere Gabe: im Traum sieht er die Zukunft der Menschen, die er liebt. Er weiß also häufig schon vorher, was den Menschen um ihn herum passiert. Dann lernt er Callie kennen ...

Joel verfügt über eine ganz besondere Gabe: im Traum sieht er die Zukunft der Menschen, die er liebt. Er weiß also häufig schon vorher, was den Menschen um ihn herum passiert. Dann lernt er Callie kennen und beide verlieben sich ineinander. Bis Joel auch von Callies Zukunft träumt.

Das wunderschöne Cover und der berührende Klappentext haben mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht.
Das Buch ließ sich gut und zügig lesen. Die Perspektivwechsel haben mir sehr gut gefallen, sie brachten Abwechslung ins Geschehen. Auch dass in der Ich-Form erzählt wurde, fand ich super passend.
Joel und Callie wurden gut und anschaulich beschrieben. Ich mochte beide und war gespannt, was sie erleben und wie sie sich (miteinander) entwickeln.
Der Einstieg ist mir gut gelungen und der erste Teil gefiel mir sehr gut. Ich konnte mich in beide Personen hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Im mittleren Teil gab es dann ein paar Längen, die mich jedoch nicht allzusehr störten. Im letzten Teil des Buches fehlte mir eindeutig das Gefühl, denn ich war irgendwie nicht richtig berührt und ergriffen. Auch konnte ich nicht alle Handlungen der beiden verstehen. Das fand ich sehr schade.

Das Buch fing sehr gut an, ließ dann aber leider nach. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.