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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Sehr schwierig und traurig.

Frauen im Sanatorium
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, hatte aber auch kaum Erwartungen. Es war jedoch ziemlich langwierig für mich zu lesen. Die extrem kurzen Kapitel laden ein, es zwischendurch in die Hand zu nehmen. ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, hatte aber auch kaum Erwartungen. Es war jedoch ziemlich langwierig für mich zu lesen. Die extrem kurzen Kapitel laden ein, es zwischendurch in die Hand zu nehmen. Dadurch ist es ein gutes Wartezimmerbuch. Jedoch kommt man irgendwie nicht tief genug in die Charaktere und die Geschichten scheinen sich immer und immer wieder zu wiederholen. Das Ende hatte ich erwartet und dennoch hat es mich im Stich gelassen. Es ist eine traurige Geschichte, und obwohl ich selbst von psychischen Erkrankungen betroffen bin, fand ich es sehr schwer mich dort wiederzufinden und Sympathien zu den Charakteren zu entwickeln.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Für Menschen mit psychischer Erkrankung aufwühlend und schwer zu verdauen (persönliche Meinung). Sehr zu empfehlen.

Bittersüß
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Anfangs hatte es mich von der Dynamik zwischen Charly und Richard extrem an Cleopatra und Frankenstein erinnert. Nicht nur die Großstadt, das Kennenlernen, sein toxisches Verhalten weil er deutlich älter ...


Anfangs hatte es mich von der Dynamik zwischen Charly und Richard extrem an Cleopatra und Frankenstein erinnert. Nicht nur die Großstadt, das Kennenlernen, sein toxisches Verhalten weil er deutlich älter war und sich einfach nahm was er wollte, sondern auch ihr Verhalten damit umzugehen und ihn anzuhimmeln.
Weiter hat mich die Geschichte der Beiden und vor allem ihre Perspektive inklusive aller traumatischen und depressiven Gedanken sehr getroffen und selbst als erkrankte Person, die ebenfalls in einer toxischen Beziehung mit einem älteren Mann für knapp ein Jahr und auch unter vollkommener Verheimlichung lebte, kann alles zu hundert Prozent unterschreiben. Die kleinen Hiebe, Zwischensätze gegen sich selbst, dass sie an allem allein Schuld sei und das Augenschließen vor der Realität, die andere aber sofort erkennen und mit denen man dann ständig im Konflikt steht, all das habe ich auch so erlebt. Dementsprechend hatte auch ich eine sehr depressive Phase während der Lektüre. Und dennoch ist es (natürlich) ein Happy End. Ein bisschen pauschal, ein bisschen, "hätte ja so kommen müssen", aber irgendwie auch hoffnungsbringend, auch wenn es meiner Ansicht nach hyperfantastisch ist.
Interessant wäre dennoch gewesen, wenn es nicht nur pauschal schlechte (wie Richard und Elaine) und pauschal extrem gute Figuren, wie Ophelia, Cécile, Laura, Eddy und ihr Vater gegeben hätte. Natürlich wäre es dann tragisch gewesen, vielleicht auch zerstörerisch. Aber es hätte noch weitere Perspektiven auf die Selbstheilung gebracht.

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