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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Freiheit hat seinen Preis

We Who Will Die
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Empire of Blood – We Who Will Die ist eine Romantasy/Dark-Fantasy-Geschichte mit einem brutalen und zugleich emotionalen Einstieg.

Arvelle geht als letzte Hoffnung für ihren schwerkranken Bruder einen ...

Empire of Blood – We Who Will Die ist eine Romantasy/Dark-Fantasy-Geschichte mit einem brutalen und zugleich emotionalen Einstieg.

Arvelle geht als letzte Hoffnung für ihren schwerkranken Bruder einen Schwur mit einem Vampir ein. Dafür nimmt sie an der Auslese teil – mit dem Ziel, den Imperator zu töten, einen uralten Vampir, der mit grausamer Hand über das Reich herrscht.

Das Buch bietet starke Gladiator-Vibes. Die Kampfszenen sind realistisch, roh und dramatisch geschrieben. Gleichzeitig fehlt es der Geschichte nicht an Emotionalität. In der Arena trifft Arvelle auf neue Verbündete, alte Bekannte – aber auch auf Feinde. Besonders der Primus macht ihr das Leben zur Hölle.

Der Imperator kontrolliert die Welt mit absoluter Macht und liebt es, seine Bürger in der Arena kämpfen zu lassen. Doch auch außerhalb der Arena zeigt er keinerlei Mitgefühl. Mein Hass auf ihn ist beim Lesen definitiv gewachsen. Themen wie Unterdrückung, Widerstand und Schicksal ziehen sich durch die gesamte Handlung.

Arvelle ist eine starke und entschlossene Protagonistin. Ihre Liebe zu ihren Brüdern gibt ihr die Kraft, selbst gefährlichste Situationen zu überstehen. Gleichzeitig entwickelt sie im Laufe der Geschichte neue Freundschaften, die für sie immer wichtiger werden. Ihre charakterliche Entwicklung ist deutlich spürbar.

Der Primus bleibt zunächst geheimnisvoll. Seine Beweggründe werden nach und nach enthüllt und bringen gleichzeitig Licht in Arvelles eigene Vergangenheit.

Am meisten begeistert hat mich jedoch Rorrik, der Sohn des Imperators. Brutal und grausam – und doch schimmert zwischen den Seiten eine andere, überraschend sanfte Seite durch.

Das Worldbuilding bleibt insgesamt eher zurückhaltend. Zwar erfährt man immer wieder etwas über verschiedene Regionen, doch vieles wirkt noch fern. Das Magiesystem hingegen ist spannend: Die Sigillen brauchen etwas Zeit, um vollständig verstanden zu werden, aber es lohnt sich, dranzubleiben. Auch das Machtsystem – von Vampiren über Sigillengezeichnete bis hin zu Mundies – ist interessant aufgebaut.

Der Schreibstil ist düster, brutal und emotional zugleich. Die Geschichte hat ein gutes Tempo und bleibt durchgehend spannend.

⭐ 4,5 von 5 Punkten

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Schein und Wahrheit

Illusion – A Lie Worth Believing
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Illusion – A Lie Worth Believing ist ein Romantic-Suspense-Roman, der im glamourösen Las Vegas spielt und sich mit den Themen Illusion und Realität auseinandersetzt.

Stella lebt ein trostloses Leben in ...

Illusion – A Lie Worth Believing ist ein Romantic-Suspense-Roman, der im glamourösen Las Vegas spielt und sich mit den Themen Illusion und Realität auseinandersetzt.

Stella lebt ein trostloses Leben in Seattle, bis sie Levin kennenlernt, der ihr ein scheinbar unschlagbares Angebot macht: Sie soll als Sängerin Teil seiner Magieshow Illusion werden. Doch kaum in Las Vegas angekommen, erfährt Stella, dass ihre Vorgängerin Fia spurlos verschwunden ist. Gleichzeitig geschehen immer mehr geheimnisvolle Dinge, die ihr Vertrauen auf eine harte Probe stellen.

Die Grundstimmung des Buches ist glamourös. Das Setting in Las Vegas ist atmosphärisch eingefangen, und besonders der Magie-Anteil sowie die Technik hinter der Show haben mir viel Spaß gemacht. Ich hatte stellenweise wirklich das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Gleichzeitig gibt es spannende und packende Momente, die einen gelungenen Kontrast zur schillernden Oberfläche bilden.

Stella ist eine vielschichtige Protagonistin. Sie steckt in einem inneren Konflikt, ist mit ihrem Leben unzufrieden und sieht in der Show – und in Levin – ihre einzige Chance auf einen Ausweg. Allerdings wirkt sie teilweise auch sehr naiv, da sie viele Ungereimtheiten hinnimmt, ohne sie zu hinterfragen.

Levin selbst bleibt mysteriös und schwer greifbar. Immer wieder habe ich mich gefragt, was er wirklich plant und welche Absichten hinter seinem Verhalten stecken.

Auch die Nebenfiguren – insbesondere Cam – wirken glaubwürdig und machen es leicht, sich in sie hineinzuversetzen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Es gibt viele schöne Momente, und auch die Spannung ist vorhanden – wenn auch nicht durchgehend. Manche Passagen ziehen sich etwas, während andere Kapitel wieder richtig fesselnd sind.

Unterschwellig stellt sich beim Lesen immer wieder die Frage: Wem kann man vertrauen? Was ist Wahrheit – und was Täuschung?

Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant, und der fiese Cliffhanger sorgt definitiv dafür, dass ich zum zweiten Band greifen werde.

⭐ 4 von 5 Punkten

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Einzigartiges Magiesystem

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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In dieser spannenden Romantasy begleiten wir Nizzara, die schon in jungen Jahren von ihrem Vater eine sogenannte Vessel erhalten hat. Diese Vessels erlauben es, Geister an sich zu binden und deren Macht ...

In dieser spannenden Romantasy begleiten wir Nizzara, die schon in jungen Jahren von ihrem Vater eine sogenannte Vessel erhalten hat. Diese Vessels erlauben es, Geister an sich zu binden und deren Macht zu nutzen.

Nizzara möchte durch Duellkämpfe ihre Freiheit vor einer von ihrem Vater arrangierten Verlobung erkämpfen und zugleich die Macht, die ihr Vater über sie ausübt, eindämmen. Um dies zu erreichen, muss sie sich mit Dagen, einem Geist, zusammentun. Doch Dagen hat eine eigene Vergangenheit und versucht, diese Verbindung ebenfalls für seine Zwecke zu nutzen.

Die Geschichte beginnt spannend und gewährt einen ersten Einblick in die Welt und das einzigartige Magiesystem der Vessels. Die Welt blieb für mich jedoch bis zum Ende hin etwas unausgearbeitet — besonders über die einzelnen Königreiche hätte ich gerne mehr erfahren. Trotzdem fand ich das Magiesystem sehr faszinierend.

Auch der Romance-Anteil kommt nicht zu kurz: Die Dynamik zwischen Nizzara und Dagen ist spannend und nervenaufreibend. Die Entwicklung der Charaktere ist interessant: Nizzara ist eine taffe Thronerbin, die um ihre Rechte kämpft und sich von niemandem etwas sagen lässt. Dagen wirkt zunächst wie ein typischer „Bad Shadow Daddy“, zeigt aber nach und nach sein weiches Herz.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wodurch sich die Seiten schnell weglesen lassen. Mir hätte nur noch etwas mehr Hintergrundwissen gefehlt, um die Welt und ihre Regeln noch besser zu verstehen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr viel Spaß gemacht. Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein ganz wichtiges Thema!

Was die Nacht nie vergisst
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„Was die Nacht nie vergisst“ von Justine Pust thematisiert sexualisierte Gewalt gegen Frauen und zeigt sehr eindringlich, wie diese Gewalt erlebt, verdrängt und oft verheimlicht wird. Besonders wichtig ...

„Was die Nacht nie vergisst“ von Justine Pust thematisiert sexualisierte Gewalt gegen Frauen und zeigt sehr eindringlich, wie diese Gewalt erlebt, verdrängt und oft verheimlicht wird. Besonders wichtig finde ich, dass gezeigt wird, dass diese Gewalt nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch extrem belastend ist – und Betroffene das lange mit sich herumtragen.

Es ist wirklich ein sehr wichtiger Roman, und ich finde, er sollte von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, weil es mich zum Nachdenken gebracht hat, aber gleichzeitig habe ich total mit den Figuren mitgefiebert.

Im Mittelpunkt steht Mona, eine bekannte Streamerin. Sie bewirbt sich bei einer Reality-Show, um hinter das Geheimnis ihrer Freundin Fine zu kommen, die nach der Teilnahme stark verstört und verändert zurückgekehrt ist. Was Mona dort dann erlebt, ist aber noch viel schlimmer, als sie es sich vorgestellt hat – ich war stellenweise echt geschockt.

Mona selbst ist super sympathisch und nahbar. Am Anfang wirkt sie noch ein bisschen hilflos, aber im Laufe der Geschichte macht sie eine richtige Entwicklung durch. Sie gibt nicht auf, auch wenn es schwer ist, und kämpft dafür, die Wahrheit herauszufinden. Auch die anderen Teilnehmer*innen der Show sind interessant und gut beschrieben, was die Geschichte noch spannender macht.

Der Schreibstil ist richtig mitreißend und emotional. Ich bin quasi durch die Seiten geflogen. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, und es gibt viele fast poetische Sätze, die einen nochmal zum Nachdenken bringen.

Was mir auch richtig gut gefallen hat, war der leicht zu lesende Romance-Anteil. Das war eine schöne Abwechslung zu der schweren Thematik und hat mich manchmal echt schmunzeln lassen. Außerdem finde ich es toll, wie Frauenfreundschaften im Buch dargestellt werden – der Zusammenhalt zwischen den Figuren ist echt stark und zeigt, wie wichtig gegenseitiger Halt ist.

Alles in allem würde ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Ich hoffe, dass viele Menschen es lesen und sich mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen.

Bewertung: 5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Düstere Atmosphäre

Nightweaver
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Nightweaver von R. M. Gray gehört zur Romantasy und hatte dadurch von Anfang an viele Erwartungen bei mir, vor allem an die Welt und die Figuren.

Aster lebt mit ihrer Familie als Piratin an Bord der Lightbringer. ...

Nightweaver von R. M. Gray gehört zur Romantasy und hatte dadurch von Anfang an viele Erwartungen bei mir, vor allem an die Welt und die Figuren.

Aster lebt mit ihrer Familie als Piratin an Bord der Lightbringer. Als die Nightweaver das Schiff angreifen und ihr Bruder dabei stirbt, wird ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf gestellt. Aster und ihre Familie müssen sich daraufhin nicht nur den Gefahren an Land stellen, sondern auch den Geheimnissen rund um die Nightweaver.

Die Stimmung des Buches ist überwiegend düster und geheimnisvoll. Der Schreibstil ist sehr spannungsgeladen und hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Besonders die Kampfszenen haben mir gefallen, da sie intensiv beschrieben sind und mich noch tiefer in die Geschichte gezogen haben.

Auch das Magiesystem und das Worldbuilding sind spannend aufgebaut und gut nachvollziehbar.

Aster als Hauptfigur wirkt vielschichtig und sehr emotional. Allerdings konnte ich sie nicht immer ganz greifen, vor allem ihre Hintergründe und einige Entscheidungen blieben für mich teilweise unklar. Der Love Interest ist geheimnisvoll angelegt und die Slow-Burn-Romance zwischen den beiden fand ich sehr gelungen – ich wollte ständig mehr über ihre Beziehung lesen. Der Romance-Anteil steht dabei jedoch nicht hauptsächlich im Fokus, sondern bildet ein gutes Mittelding zwischen Fantasy- und Romance-Elementen.

Die Handlung ist insgesamt fesselnd und gut strukturiert. Es gab zwar ein paar Längen, diese haben den Lesefluss aber nicht stark gestört. An manchen Stellen hätte ich mir dennoch mehr Nachvollziehbarkeit gewünscht, da Aster stellenweise recht naiv wirkt.

Trotz kleiner Schwächen konnten mich sowohl die Dynamik zwischen den Figuren als auch die Geschichte selbst überzeugen. Insgesamt hat mir Nightweaver sehr gut gefallen.

4,5 von 5 Sternen

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