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Veröffentlicht am 01.01.2026

Spannende Vergangenheit der geliebten Großmutter

Die Welt in unseren Händen
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Emily Waltons Roman ,, Die Welt in unseren Händen  " erzählt die Geschichte einer jungen Frau,  die mutig ihren Weg  in ein  selbstbestimmtes Leben geht.  Es ist die Geschichte ihrer eigenen Großmutter, ...

Emily Waltons Roman ,, Die Welt in unseren Händen  " erzählt die Geschichte einer jungen Frau,  die mutig ihren Weg  in ein  selbstbestimmtes Leben geht.  Es ist die Geschichte ihrer eigenen Großmutter,  welche die Autorin  zum  Anlass dieses großartigen Romans inspiriert hat. 

Als Emma 2012 ihre geliebte Großmutter June im Altenheim besucht und ihr dort ein altes, etwas abgegriffenes in Leder gebundenes Büchlein in die Hände gerät,  entdeckt sie darin eine liebevolle Widmung  von Ken.  Doch wer ist Ken?   Als June sieht,  was Emma in den Händen hält,  sagt sie : ,, Ich denke, es ist  Zeit , daß ich  Dir davon erzähle." 

Von diesem Satz an, taucht der Leser in das aufwühlende , spannende und berührende Leben der jungen June, beginnend im Jahr 1940 , ein.   June  wurde schon vor langem von ihrem Vater gezwungen,  im Haus  von Mr. Rankine  zu leben, den Haushalt zu führen und sich ausnutzen zu lassen.  Doch die 17 jährige will raus aus diesem Leben,  macht daher einen  Schreibmaschinenkurs . Ihr Freund Paul  unterstützt sie dabei und träumt von einer gemeinsamen Zukunft.  Da June  mehr aus ihrem Leben machen möchte, als Heim und Kinder zu versorgen,   trennt sie sich von ihm und meldet sich freiwillig bei den ,, Women's Auxillary Air Force " ( WAAF )  um etwas in diesem Krieg,  der nun auch England erreicht hat, zu unterstützen und zu bewirken.  

Bei der  harten Ausbildung lernt sie Dotty kennen,  die  ihr nach kurzer Zeit nicht nur eine  echte Freundin ist, sondern wie eine Schwester,  die sie sich schon immer gewünscht hat. Als sich June die Gelegenheit bietet , im Ausland den nächsten Schritt ihrer Karriere zu machen,  zögert sie nicht,  und übernimmt die Herausforderung an. In Ägypten  erwartet sie zwar ,, nur " eine Bürotätigkeit, doch als sie dem südafrikanischen Kameramann Ken  begegnet,  beginnt sie die Stadt Kairo mit allen Sinnen zu genießen.  Während sie die jeden Tag stärker werdende Liebe genießt,  macht sie sich um Dotty   große Sorgen , die gesundheitlich angeschlagen,  Kummer über den Verbleib ihres Verlobten hat.  Außerdem wütet in Europa der Krieg immer mehr.   Was June  bei ihrem Einsatz erleben wird, ob Dotty in  England die Kriegswirren unbeschadet überstehen kann und  warum June  Emma erst jetzt von Ken  erzählt,  müsst Ihr selber lesen.  

Emily Walton nimmt den Leser durch ihren wunderbaren , absolut bildhaften Schreibstil mit auf eine unglaublich  spannende Reise in Junes Leben. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen.  Die Seiten sind nur so geflogen und ich konnte das Buch erst aus der Hand legen,  als ich  beendet habe.  Die eindrucksvolle Beschreibung  der Lebensumstände in  Romford, Essex  , bei der Ausbildung der WAAF  und das Arbeiten in Kairo und später in Italien  ist so eindrucksvoll lebendig  und realistisch.  In meinem Kopf sind sofort Bilder entstanden.  Ich habe in Gedanken mit June tatkräftig bei den Sperrballons angepackt  und bin  mit ihr durch die Straßen von Kairo gegangen.  Den Duft der Speisen  konnte ich förmlich riechen und zu gerne hätte ich mit June diese probiert.  Die Autorin hat die Charaktere so liebevoll  dargestellt,  daß mir nicht nur Emma und June, sondern auch Dotty, Peggy  und Ken  ans Herz gewachsen sind.  June hat mir mit ihrer Entschlossenheit , etwas  mehr aus ihren Leben zu machen  und ihrem Mut,  diesen Weg zu verfolgen,  imponiert.   Sie ist eine Frau,  die trotz ihrer schlechten Jahre als Kind und Jugendliche,  das Herz  für Gefühle weit öffnen kann.   In diesen schwierigen Kriegsjahren macht June eine großartige Entwicklung durch. Von einer jungen , mitunter unsicheren , wird sie eine starke  und  selbstbewusste Frau,  die sich nicht ausnutzen und unterbuttern lässt.  Sie kann sich durch ihren großartigen Mut ein  selbstbestimmtes  Leben gestalten, auf das sie mit Stolz zurück blicken kann.  Die Entschlossenheit,  mit der June  aus ihrem ihr vorbestimmten Leben ausbricht,  um ihren eigen Weg zu gehen,  hat Emily Walton äußerst eindrucksvoll und grandios  dargestellt.  

Im Nachwort geht Emily Walton auf das Leben ihrer Großmutter ein, welches sie zu zu diesem hervorragenden,  sehr gefühlvollen und packenden Roman inspiriert hat. Auch wenn manches fiktiv ist, könnte es sich genauso zugetragen haben. 

Für diesen großartigen historischen Roman kann ich  nur eine  hundertprozentige Leseempfehlung geben.  Eine eindrucksvolle , packende , aber auch sehr emotionale und berührende Geschichte einer mutigen Frau,  die mich absolut begeistert hat.  




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Veröffentlicht am 18.12.2025

Aus den wunderschönen Craven Dales in die schmutzige Stadt

Glimmende Himmel
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Nachdem mich der erste Teil ,, Der Wind von Yorkshire " der Saga,, Die Fasern der Welt " von Lia Scott absolut begeistert hat, habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Jetzt könnte ich endlich ...

Nachdem mich der erste Teil ,, Der Wind von Yorkshire " der Saga,, Die Fasern der Welt " von Lia Scott absolut begeistert hat, habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Jetzt könnte ich endlich nach dem Cliffhanger weiter lesen und erfahren, wie es June in Bradford, der Stadt der Wollspinnereien, ergeht.

Zum besseren Verständnis empfehle ich , zunächst den ersten Teil zu lesen.

Auch wenn es für June völliges Neuland ist, in einer Stadt zu leben, arrangiert sie sich zügig mit den ungewohnten Lebensumständen. In ihrer Zimmergenossin Hattie findet sie eine liebevolle Freundin, die mit ihrer erfrischenden Art die Trennung von ihren Schwestern Dahlia und Fern und ihrer Tante Eliza etwas leichter macht. Die meisten Bewohner Bradfords schuften bei viel zu wenig Lohn in dem Wollspinnereien. Auch June findet hier eine Anstellung. Die Arbeit ist hart und den Fabrikanten ist aus Profitgier die Gesundheit der Arbeiter egal. Der mickrige Lohn reicht nicht, die Familie zu ernähren, so daß schon die Kinder in den Fabriken bis zum Umfallen mitarbeiten müssen. Dauerhafte Schäden und Todesfälle sind an der Tagesordnung. Franklin , der vor über 3 Jahren die Craven Dales so plötzlich verlassen hat, begegnet June immer wieder,,zufällig " in der Stadt. Die gegenseitige Anziehung ist deutlich zu spüren, auch wenn beide wissen, daß eine Verbindung zwischen ihnen undenkbar ist. Besonders durch die Vergangenheit Franklins. Obwohl er June am liebsten wieder in die Craven Dales schicken würde, ermutigt er sie , ihre Stimme zu finden, als sie mit ihren Kenntnissen in der Heilkunde versucht, einem Kind zur Gesundung zu verhelfen. Denn sowohl Hebammen als auch Ärzte verwenden längst überholte Behandlungsmethoden, die eher schaden als helfen. Das breite Wissen, welches June sich bei der jahrelangen Unterstützung ihrer Tante Eliza angeeignet hat, möchte sie gerade den Bewohnern der Arbeiterviertel vermitteln, um ihre erbärmlichen Lebensumstände mit einfachen und kostengünstigen Mitteln zu verbessern. Kann sie sich mit Hilfe des Journalisten Jakob Ford Gehör verschaffen und etwas bewirken?

Lia Scott hat mich mit ihren bildgewaltigen Erzählstil von der ersten Seite an in wieder in die Geschichte hineingezogen. Die Seiten flogen nur so dahin. Das ärmliche Leben der Familien in den viel zu engen und verkommenen Wohnhäusern, die harte Arbeit in den Wollspinnereien und die schlechten hygienischen Verhältnisse , schildert die Autorin so eindrucksvoll, daß ich das Gefühl habe, direkt mit June und den anderen in der schmutzigsten Stadt Englands zu sein. June, die aus der Not heraus, ohne zu Wissen, was sie erwartet, in Bradford für die Behandlung ihrer kranken Schwester Dahlia Geld verdienen geht, macht in den wenigen Monaten eine tolle Entwicklung zu einer selbstbewussteren Frau durch. Besonders wie sie sich dem kleinen Tommy annimmt, hat mich sehr berührt. Es macht deutlich, wie mit nur wenig Unterstützung und Willen eine ganze Familie profitieren kann. Beeindruckend finde ich auch, wie Lebensfreude und Hilfsbereitschaft , Zusammenhalt untereinander trotz der widrigen Lebensumstände, nicht unterzukriegen sind.

Die Charaktere sind wunderbar authentisch und lebendig ausgearbeitet, es ist hervorragend detailliert beschrieben, wie sie das Leben in ihren Verhältnissen meistern müssen. Ich konnte mich jederzeit sehr gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen, ihre Ängste und Sorgen , ihre Trauer , ihre Freude und Zuversicht spüren.

Mich hat auch der zweite Teil absolut begeistert, das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen, bevor ich die letzte Seite gelesen hatte. Nun warte ich wieder ganz ungeduldig, bis der nächste Teil erscheint und ich June, Franklin , ihre Schwestern und die weiteren liebgewonnenen Charaktere auf ihrem weiteren Weg begleiten kann Hoffentlich muß ich nicht allzu lange warten, ich bin doch schon so gespannt.

Von ganzem Herzen eine hundertprozentige Leseempfehlung für alle, die in hervorragend recherchierten historischen Romanen eine spannende, berührende und packende Zeitreise erleben möchten.



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Veröffentlicht am 09.12.2025

Hoffnungsvoll nach dunklen Jahren

In den Scherben das Licht
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In  ihrem neuesten Roman ,, In den Scherben das Licht "  nimmt die Autorin Carnen Korn  den Leser mit in das zerstörte Hamburg. Die Stadt so stark zerstört, daß man kaum die alten Straßenzüge wieder findet, ...

In  ihrem neuesten Roman ,, In den Scherben das Licht "  nimmt die Autorin Carnen Korn  den Leser mit in das zerstörte Hamburg. Die Stadt so stark zerstört, daß man kaum die alten Straßenzüge wieder findet, wenn man eine Weile  nicht dort war. Nur wenig Wohnraum ist intakt. Als der 16 jährige Gert 1946 nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft nach Hamburg kommt, findet er im Keller des halb abgebrannten Hauses der ehemaligen Volksschauspielerin Friede Wahrlich Obdach.  Als Gisela, 14 Jahre , ebenfalls nach Hamburg zurückkehrt,  fällt sie ihm bei der Suche nach einem Schlafplatz buchstäblich in die Arme. Da beide ohne Familie sind, arrangieren sie sich und wohnen gemeinsam im Friedes Keller. Sie ist ganz  froh,  nun nicht immer alleine am Küchentisch zu sitzen.  

Während Gert sehnsüchtig über das Rote Kreuz nach seiner kleinen Schwester Barbara sucht,  ist Gisela fest davon überzeugt,  daß ihre Mutter im Hamburger Feuersturm ums Leben gekommen ist und ihr Vater als Kriegsfotograf ebenfalls nicht überlebt hat.  Schließlich hätten sie doch  nach ihrer Tochter gesucht.  Friede denkt gerne an die alten Zeiten zurück,  als sie als Schauspielerin  gefragt und gleich von 2 Männern umgarnt wurde.  Doch diese Zeiten sind vorbei.  Außerdem trägt sie ein schlechtes Gewissen mit sich  herum: sie  fühlt sich schuldig,  daß ihr früherer Liebhaber Viktor Franke als einer der ersten ins Lager nach Lodz  deportiert wurde und das wohl kaum überlebt haben kann. 

Eindrucksvoll  und sehr anschaulich beschreibt Carmen Korn das entbehrungsreiche Leben in den Nachkriegsjahren im zerstörten Hamburg.  Mit  nur wenigen Nahrungsmitteln musste man versuchen,  satt zu werden. Es ist fast eine Kunst ,aus wenigem eine schmackhafte Mahlzeit zuzubereiten.  In den Ruinen zerbombter Häuser macht Gert sich auf die Suche nach Brennholz oder noch brauchbaren Haushaltsgegenständen. Ein Ofen wäre ein großes Glück im eiskalten Winter.  Sind die 3 Hausbewohner anfangs noch eine Wohngemeinschaft,  wachsen sie im Laufe der gemeinsamen Zeit zur Wahlfamiliie zusammen.  Auch weitere Mitbewohner füllen das Haus mit Leben.  Sie geben sich gegenseitig Halt,  spenden Hoffnung und hoffen auf Glück und  bessere Zeiten.  

Die Autorin verwendet eine leichte Sprache,  mit kurzen Sätzen,, die das einfache Leben widerspiegeln.  Durch die abwechselnden Erzählperspektiven  konnte ich mich in die Protagonisten hineinversetzen,  ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen.  Auch wen  ich Friedes Verhalten manchmal nicht verstehen konnte.  Ihre Kabbeleien mit Martha ließen mich einige Male  den Kopf schütteln.  Auch wenn sie sich nicht grün sind, so ganz ohne einander geht es dann  doch nicht.  Die Kapitel sind mit Monat und Jahr gekennzeichnet,  so daß man sehr gut den Überblick über den Zeitverlauf von 1946 bis 1955 behält.  

Mir hat die Entwicklung der  authentisch beschriebenen Protagonisten sehr gut gefallen.  Aus den Jugendlichen werden junge Erwachsene,  die selbstbewusst ihren Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft gestalten können. Die Wahlfamilie hält zusammen und nimmt jeden so wie er ist . Mit Ecken und Kanten, mit  belastenden Erlebnissen aus der Vergangenheit   und gemeinsam ist  das Licht der Hoffnung zu sehen  und zu ergreifen.  

Ein wunderbarer Roman , der mich sehr berührt hat. Es ist  keine leichte Wohlfühlkost, aber eine hoffnungsvolle  Geschichte,  die das Leben schreibt.  Ich bin begeistert und empfehle sie sehr gerne weiter. 


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Veröffentlicht am 23.11.2025

Toller historischer Krimi

Aurelia und die Jagd nach dem Glück
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Von Beate Maly habe ich schon einige Romane mit Begeisterung gelesen.  ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " ist mein erster Krimi von ihr. Und auch hier bin ich absolut begeistert, die nächsten Bücher ...

Von Beate Maly habe ich schon einige Romane mit Begeisterung gelesen.  ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " ist mein erster Krimi von ihr. Und auch hier bin ich absolut begeistert, die nächsten Bücher von ihr stehen schon auf meiner Wunschliste. 

Auch wenn ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " der dritte Band der Reihe ist, konnte ich ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.  Sehr schnell ist man mit den sympathischen Protagonisten vertraut.  Grafentochter Aurelia von Kolowitz und Polizeioberinspektor Janek Pokorny  sind sich schon durch die vorherigen gemeinsam gelösten Fälle bekannt. Beide  verspüren eine gewisse Anziehung,  obwohl ihnen genauestens bewusst ist, daß aufgrund ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung eine Beziehung oder gar eine Ehe undankbar wäre.  Beate Maly entführt den  Leser ins historische Wien. Es ist Januar 1872 und die Faschingszeit wird mit auch  auf Bällen ausgiebig gefeiert.  Da es nun endlich Zeit wird, daß die fast 30jährige  Aurelia heiratet,  hat ihr Vater einen passenden Heiratskandidaten für sie ausgesucht.  Doch Aurelia hat nicht vor, zu heiraten und sich  den Anordnungen eines Mannes zu unterwerfen.  Dafür liebt sie ihre Freiheit zu sehr  und auch das Zeichnen  von Karikaturen,  die unter einem Pseudonym bei der Zeitung veröffentlicht werden. 

Als der ,, Wiener Lottokönig "  Freiherr Johann Carl von Sothen vor seinem Schloss im Cobenzl erschossen wird, soll Janek Pokorny den Täter ermitteln.  Feinde  hatte er zur Genüge,  hat er doch durch seine Lotterie und dubiose Gewinnversprechen , die nie in Erfüllung gingen,  zahlreiche Menschen um Hab und  Gut gebracht.  Nur  er wurde immer reicher.  Sehr zur Freude seiner Frau,  die ihm in Habgier allerdings in  nichts nachstand.  Zufällige Begegnungen und Gespräche  auf Veranstaltungen bringen Aurelia  mit dem Fall in Berührung.  Vom da an,  ist ihr Spürsinn geweckt und zusammen mit Janek  wird nach dem Täter und Motiv des Mörders gesucht.   Eine sehr spannende und fesselnde Ermittlung,  mit Erkenntnissen , die mich überrascht und auch entsetzt haben.  

Der äußerst flüssige und bildhafte Schreibstil lässt  die Seiten nur so fliegen.  Die Beschreibungen des historischen Wiens  sind wunderbar detailliert,  ich bin mit Aurelia und Janek durch die Straßen gegangen,  habe im Café  ein Haferl genossen  und bin bei Schnee und Kälte mit dem Fiaker gefahren.  Die Personen sind ausgezeichnet realistisch und ( die meisten) auf Anhieb  sympathisch dargestellt. In meinen Ohren höre ich  die Wiener Mundart,  die ich einfach wunderbar finde.  Die gesellschaftlichen Gepflogenheiten  sind  hervorragend authentisch beschrieben  und auch wie sehr Aurelia mit den  zu wenigen Rechten der Frauen hadert  ist  beeindruckend.  Das Persönliche kommt im Roman bei den kriminalistischen Ermittlungen nicht zu kurz.  Die Gedanken und Gefühle der Personen sind nachvollziehbar und  für jedes kleine bißchen Glück freut man sich mit ihren.  Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert,  mitgerätselt,  wer und  was  für diesen Mord verantwortlich ist.  Ich konnte das Buch erst aua der Hand legen,  als die letzte Seite beendet war. 

Ich hoffe auf weitere Fälle für Aurelia und Janek. Schon jetzt bin ich ganz gespannt,  ob es vielleicht ein persönliches Glück für die Beiden geben wird. 

Von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Liebhaber historischer Krimis mit sympathischen Charakteren und  spannenden Fällen,  geschickt verknüpft mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten,  Rechten und Pflichten  jener Zeit 


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Veröffentlicht am 19.11.2025

Ein Lesehighlight ! Geheimnisvolle und mitreißende Familiengeschichte

Die Sturmtochter
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Von dem ersten Teil  ,, Die Sturmtochter " der Triologie,, Die Frauen der Inseln " von Florence Winter  bin ich einfach nur begeistert.  Ein Lesehighlight,  das mich von der ersten Seite an so sehr  gefesselt ...

Von dem ersten Teil  ,, Die Sturmtochter " der Triologie,, Die Frauen der Inseln " von Florence Winter  bin ich einfach nur begeistert.  Ein Lesehighlight,  das mich von der ersten Seite an so sehr  gefesselt hat, daß ich das Buch nicht weglegen konnte,  bevor die letzte Seite beendet war.  Das erstes Buch , welches ich von dieser großartigen Autorin gelesen habe ,  die auch als Felicity Whitmore veröffentlicht. Die nächsten stehen nun  schon auf meiner Wunschliste.  

Auf zwei Zeitebebenen entführt die Autorin den Leser in die schottischen Highlands und auf die Inselwelt der Hebriden . Eine raue, aber dennoch wunderschöne Landschaft, die durch die bildhaften und eindrucksvollen Beschreibungen  direkt vor meinen Augen auftauchte. Obwohl ich leider noch nie dort war, konnte ich mir alles hervorragend vorstellen.  Die Erzählperspektiven  von Isla in der Gegenwart und Rosa im Jahr 1884  ziehen mich von Beginn an in den Bann. 

Die Journalistin Isla möchte für eine Reportage Kontakt zu ihrer  Tante Shelley aufnehmen,  die als junge Frau  vor 25 Jahren  nach Australien auswanderte. Seitdem spricht niemand aus der Familie von ihr.   Umso interessanter ist es für Isla etwas über ihren Verbleib herauszufinden. Nachdem ihr in London merkwürdige und unheimliche Dinge passieren,  macht Isla sich auf den Weg in die Highlands,  wo die Familie seit Generationen das Anwesen ,,Taigh-Mòr-Fraser "  besitzt.  Sie möchte dort zur Ruhe kommen und  hofft , Anhaltspunkte  zu Shelleys Aufenthalt zu finden. Auch wenn dort kein Familienmitglied mehr dauerhaft wohnt ,wird es von der Haushälterin Mrs McDonald und dem Gärtner in Ordnung gehalten.  Als sie dort entdeckt,  daß es eine familieneigene Insel auf den äußeren Hebriden gibt,  macht sie sich mit dem Bootsführer Ben auf den Weg dorthin.  Warum hat ihr nie jemand von dieser Insel erzählt?  Warum wird darum so ein Geheimnis gemacht? Immer tiefer taucht sie in die Geschichte und die Geheimnisse ihrer Familie und Vorfahren ein , erfährt Erschreckendes und gerät in größte Gefahr.  

Mit ihrem fesselnden Schreibstil erzählt Florence Winter diese atmosphärisch dichte und mystisch spannende Geschichte so packend, daß ich einfach immer weiterlesen musste.  Die Kapitel,  mit wunderschönen Blütenzeichnungen  versehen, sind  mit Namen des Protagonisten und dem jeweiligen Handlungsort versehen.  Mit jedem Kapitel steigt die Spannung,  es ist wie ein Rausch. Die kriminalistischen Elemente ließen mich mich  miträtseln und bis zum Schluss im Unklaren,  wie die Geschehnisse zusammenhängen.  

Die Zeitstränge , die Geschichten von den 3 Frauen, die auf der Suche nach der Wahrheit und ihrem eigenen Weg sind , werden auf hervorragend und mitreißende Weise im Laufe der Erzählung miteinander verwoben. Die Personen sind liebevoll und authentisch dargestellt.  In ihre Gedanken und Gefühle konnte ich mich jederzeit hineinversetzen. Die Denk-und Verhaltensweisen im endenden 19. Jahrhundert sind eindrucksvoll veranschaulicht, für heutige Zeiten kaum vorstellbar.  Die großartigen Beschreibungen der rauen Inselwelt der Hebriden und der Highlands , laden zum Träumen ein und machen mich  neugierig auf eine Reise dorthin.  Ich möchte den Wind spüren, die Wellen des tosenden Atlantiks und die Macht des  Meeres erleben,  genauso wie die Autorin es beschreibt.  

Diesen großartigen ersten Teil der Triologie kann ich voller Begeisterung von ganzem Herzen allen empfehlen,  die dramatische , bewegende und auch romantische Geschichten voller Spannung und mit wunderbarer Atmosphäre lieben. Schon jetzt warte ich ganz ungeduldig auf den zweiten Teil ,, Die Gezeitentochter " , der im  März 20026 erscheinen wird, sowie ,, Die Wellentochter" im August 2026. 




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