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Veröffentlicht am 09.12.2025

Hoffnungsvoll nach dunklen Jahren

In den Scherben das Licht
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In  ihrem neuesten Roman ,, In den Scherben das Licht "  nimmt die Autorin Carnen Korn  den Leser mit in das zerstörte Hamburg. Die Stadt so stark zerstört, daß man kaum die alten Straßenzüge wieder findet, ...

In  ihrem neuesten Roman ,, In den Scherben das Licht "  nimmt die Autorin Carnen Korn  den Leser mit in das zerstörte Hamburg. Die Stadt so stark zerstört, daß man kaum die alten Straßenzüge wieder findet, wenn man eine Weile  nicht dort war. Nur wenig Wohnraum ist intakt. Als der 16 jährige Gert 1946 nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft nach Hamburg kommt, findet er im Keller des halb abgebrannten Hauses der ehemaligen Volksschauspielerin Friede Wahrlich Obdach.  Als Gisela, 14 Jahre , ebenfalls nach Hamburg zurückkehrt,  fällt sie ihm bei der Suche nach einem Schlafplatz buchstäblich in die Arme. Da beide ohne Familie sind, arrangieren sie sich und wohnen gemeinsam im Friedes Keller. Sie ist ganz  froh,  nun nicht immer alleine am Küchentisch zu sitzen.  

Während Gert sehnsüchtig über das Rote Kreuz nach seiner kleinen Schwester Barbara sucht,  ist Gisela fest davon überzeugt,  daß ihre Mutter im Hamburger Feuersturm ums Leben gekommen ist und ihr Vater als Kriegsfotograf ebenfalls nicht überlebt hat.  Schließlich hätten sie doch  nach ihrer Tochter gesucht.  Friede denkt gerne an die alten Zeiten zurück,  als sie als Schauspielerin  gefragt und gleich von 2 Männern umgarnt wurde.  Doch diese Zeiten sind vorbei.  Außerdem trägt sie ein schlechtes Gewissen mit sich  herum: sie  fühlt sich schuldig,  daß ihr früherer Liebhaber Viktor Franke als einer der ersten ins Lager nach Lodz  deportiert wurde und das wohl kaum überlebt haben kann. 

Eindrucksvoll  und sehr anschaulich beschreibt Carmen Korn das entbehrungsreiche Leben in den Nachkriegsjahren im zerstörten Hamburg.  Mit  nur wenigen Nahrungsmitteln musste man versuchen,  satt zu werden. Es ist fast eine Kunst ,aus wenigem eine schmackhafte Mahlzeit zuzubereiten.  In den Ruinen zerbombter Häuser macht Gert sich auf die Suche nach Brennholz oder noch brauchbaren Haushaltsgegenständen. Ein Ofen wäre ein großes Glück im eiskalten Winter.  Sind die 3 Hausbewohner anfangs noch eine Wohngemeinschaft,  wachsen sie im Laufe der gemeinsamen Zeit zur Wahlfamiliie zusammen.  Auch weitere Mitbewohner füllen das Haus mit Leben.  Sie geben sich gegenseitig Halt,  spenden Hoffnung und hoffen auf Glück und  bessere Zeiten.  

Die Autorin verwendet eine leichte Sprache,  mit kurzen Sätzen,, die das einfache Leben widerspiegeln.  Durch die abwechselnden Erzählperspektiven  konnte ich mich in die Protagonisten hineinversetzen,  ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen.  Auch wen  ich Friedes Verhalten manchmal nicht verstehen konnte.  Ihre Kabbeleien mit Martha ließen mich einige Male  den Kopf schütteln.  Auch wenn sie sich nicht grün sind, so ganz ohne einander geht es dann  doch nicht.  Die Kapitel sind mit Monat und Jahr gekennzeichnet,  so daß man sehr gut den Überblick über den Zeitverlauf von 1946 bis 1955 behält.  

Mir hat die Entwicklung der  authentisch beschriebenen Protagonisten sehr gut gefallen.  Aus den Jugendlichen werden junge Erwachsene,  die selbstbewusst ihren Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft gestalten können. Die Wahlfamilie hält zusammen und nimmt jeden so wie er ist . Mit Ecken und Kanten, mit  belastenden Erlebnissen aus der Vergangenheit   und gemeinsam ist  das Licht der Hoffnung zu sehen  und zu ergreifen.  

Ein wunderbarer Roman , der mich sehr berührt hat. Es ist  keine leichte Wohlfühlkost, aber eine hoffnungsvolle  Geschichte,  die das Leben schreibt.  Ich bin begeistert und empfehle sie sehr gerne weiter. 


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Veröffentlicht am 23.11.2025

Toller historischer Krimi

Aurelia und die Jagd nach dem Glück
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Von Beate Maly habe ich schon einige Romane mit Begeisterung gelesen.  ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " ist mein erster Krimi von ihr. Und auch hier bin ich absolut begeistert, die nächsten Bücher ...

Von Beate Maly habe ich schon einige Romane mit Begeisterung gelesen.  ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " ist mein erster Krimi von ihr. Und auch hier bin ich absolut begeistert, die nächsten Bücher von ihr stehen schon auf meiner Wunschliste. 

Auch wenn ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " der dritte Band der Reihe ist, konnte ich ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.  Sehr schnell ist man mit den sympathischen Protagonisten vertraut.  Grafentochter Aurelia von Kolowitz und Polizeioberinspektor Janek Pokorny  sind sich schon durch die vorherigen gemeinsam gelösten Fälle bekannt. Beide  verspüren eine gewisse Anziehung,  obwohl ihnen genauestens bewusst ist, daß aufgrund ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung eine Beziehung oder gar eine Ehe undankbar wäre.  Beate Maly entführt den  Leser ins historische Wien. Es ist Januar 1872 und die Faschingszeit wird mit auch  auf Bällen ausgiebig gefeiert.  Da es nun endlich Zeit wird, daß die fast 30jährige  Aurelia heiratet,  hat ihr Vater einen passenden Heiratskandidaten für sie ausgesucht.  Doch Aurelia hat nicht vor, zu heiraten und sich  den Anordnungen eines Mannes zu unterwerfen.  Dafür liebt sie ihre Freiheit zu sehr  und auch das Zeichnen  von Karikaturen,  die unter einem Pseudonym bei der Zeitung veröffentlicht werden. 

Als der ,, Wiener Lottokönig "  Freiherr Johann Carl von Sothen vor seinem Schloss im Cobenzl erschossen wird, soll Janek Pokorny den Täter ermitteln.  Feinde  hatte er zur Genüge,  hat er doch durch seine Lotterie und dubiose Gewinnversprechen , die nie in Erfüllung gingen,  zahlreiche Menschen um Hab und  Gut gebracht.  Nur  er wurde immer reicher.  Sehr zur Freude seiner Frau,  die ihm in Habgier allerdings in  nichts nachstand.  Zufällige Begegnungen und Gespräche  auf Veranstaltungen bringen Aurelia  mit dem Fall in Berührung.  Vom da an,  ist ihr Spürsinn geweckt und zusammen mit Janek  wird nach dem Täter und Motiv des Mörders gesucht.   Eine sehr spannende und fesselnde Ermittlung,  mit Erkenntnissen , die mich überrascht und auch entsetzt haben.  

Der äußerst flüssige und bildhafte Schreibstil lässt  die Seiten nur so fliegen.  Die Beschreibungen des historischen Wiens  sind wunderbar detailliert,  ich bin mit Aurelia und Janek durch die Straßen gegangen,  habe im Café  ein Haferl genossen  und bin bei Schnee und Kälte mit dem Fiaker gefahren.  Die Personen sind ausgezeichnet realistisch und ( die meisten) auf Anhieb  sympathisch dargestellt. In meinen Ohren höre ich  die Wiener Mundart,  die ich einfach wunderbar finde.  Die gesellschaftlichen Gepflogenheiten  sind  hervorragend authentisch beschrieben  und auch wie sehr Aurelia mit den  zu wenigen Rechten der Frauen hadert  ist  beeindruckend.  Das Persönliche kommt im Roman bei den kriminalistischen Ermittlungen nicht zu kurz.  Die Gedanken und Gefühle der Personen sind nachvollziehbar und  für jedes kleine bißchen Glück freut man sich mit ihren.  Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert,  mitgerätselt,  wer und  was  für diesen Mord verantwortlich ist.  Ich konnte das Buch erst aua der Hand legen,  als die letzte Seite beendet war. 

Ich hoffe auf weitere Fälle für Aurelia und Janek. Schon jetzt bin ich ganz gespannt,  ob es vielleicht ein persönliches Glück für die Beiden geben wird. 

Von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Liebhaber historischer Krimis mit sympathischen Charakteren und  spannenden Fällen,  geschickt verknüpft mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten,  Rechten und Pflichten  jener Zeit 


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Veröffentlicht am 19.11.2025

Ein Lesehighlight ! Geheimnisvolle und mitreißende Familiengeschichte

Die Sturmtochter
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Von dem ersten Teil  ,, Die Sturmtochter " der Triologie,, Die Frauen der Inseln " von Florence Winter  bin ich einfach nur begeistert.  Ein Lesehighlight,  das mich von der ersten Seite an so sehr  gefesselt ...

Von dem ersten Teil  ,, Die Sturmtochter " der Triologie,, Die Frauen der Inseln " von Florence Winter  bin ich einfach nur begeistert.  Ein Lesehighlight,  das mich von der ersten Seite an so sehr  gefesselt hat, daß ich das Buch nicht weglegen konnte,  bevor die letzte Seite beendet war.  Das erstes Buch , welches ich von dieser großartigen Autorin gelesen habe ,  die auch als Felicity Whitmore veröffentlicht. Die nächsten stehen nun  schon auf meiner Wunschliste.  

Auf zwei Zeitebebenen entführt die Autorin den Leser in die schottischen Highlands und auf die Inselwelt der Hebriden . Eine raue, aber dennoch wunderschöne Landschaft, die durch die bildhaften und eindrucksvollen Beschreibungen  direkt vor meinen Augen auftauchte. Obwohl ich leider noch nie dort war, konnte ich mir alles hervorragend vorstellen.  Die Erzählperspektiven  von Isla in der Gegenwart und Rosa im Jahr 1884  ziehen mich von Beginn an in den Bann. 

Die Journalistin Isla möchte für eine Reportage Kontakt zu ihrer  Tante Shelley aufnehmen,  die als junge Frau  vor 25 Jahren  nach Australien auswanderte. Seitdem spricht niemand aus der Familie von ihr.   Umso interessanter ist es für Isla etwas über ihren Verbleib herauszufinden. Nachdem ihr in London merkwürdige und unheimliche Dinge passieren,  macht Isla sich auf den Weg in die Highlands,  wo die Familie seit Generationen das Anwesen ,,Taigh-Mòr-Fraser "  besitzt.  Sie möchte dort zur Ruhe kommen und  hofft , Anhaltspunkte  zu Shelleys Aufenthalt zu finden. Auch wenn dort kein Familienmitglied mehr dauerhaft wohnt ,wird es von der Haushälterin Mrs McDonald und dem Gärtner in Ordnung gehalten.  Als sie dort entdeckt,  daß es eine familieneigene Insel auf den äußeren Hebriden gibt,  macht sie sich mit dem Bootsführer Ben auf den Weg dorthin.  Warum hat ihr nie jemand von dieser Insel erzählt?  Warum wird darum so ein Geheimnis gemacht? Immer tiefer taucht sie in die Geschichte und die Geheimnisse ihrer Familie und Vorfahren ein , erfährt Erschreckendes und gerät in größte Gefahr.  

Mit ihrem fesselnden Schreibstil erzählt Florence Winter diese atmosphärisch dichte und mystisch spannende Geschichte so packend, daß ich einfach immer weiterlesen musste.  Die Kapitel,  mit wunderschönen Blütenzeichnungen  versehen, sind  mit Namen des Protagonisten und dem jeweiligen Handlungsort versehen.  Mit jedem Kapitel steigt die Spannung,  es ist wie ein Rausch. Die kriminalistischen Elemente ließen mich mich  miträtseln und bis zum Schluss im Unklaren,  wie die Geschehnisse zusammenhängen.  

Die Zeitstränge , die Geschichten von den 3 Frauen, die auf der Suche nach der Wahrheit und ihrem eigenen Weg sind , werden auf hervorragend und mitreißende Weise im Laufe der Erzählung miteinander verwoben. Die Personen sind liebevoll und authentisch dargestellt.  In ihre Gedanken und Gefühle konnte ich mich jederzeit hineinversetzen. Die Denk-und Verhaltensweisen im endenden 19. Jahrhundert sind eindrucksvoll veranschaulicht, für heutige Zeiten kaum vorstellbar.  Die großartigen Beschreibungen der rauen Inselwelt der Hebriden und der Highlands , laden zum Träumen ein und machen mich  neugierig auf eine Reise dorthin.  Ich möchte den Wind spüren, die Wellen des tosenden Atlantiks und die Macht des  Meeres erleben,  genauso wie die Autorin es beschreibt.  

Diesen großartigen ersten Teil der Triologie kann ich voller Begeisterung von ganzem Herzen allen empfehlen,  die dramatische , bewegende und auch romantische Geschichten voller Spannung und mit wunderbarer Atmosphäre lieben. Schon jetzt warte ich ganz ungeduldig auf den zweiten Teil ,, Die Gezeitentochter " , der im  März 20026 erscheinen wird, sowie ,, Die Wellentochter" im August 2026. 




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Veröffentlicht am 14.11.2025

Großartige Zeitreise ins faszinierende Meran

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Mit dem ersten Teil ,,Die Welt in Meran -Walzerblut " ihrer ,,Meran-Saga " nimmt die großartige Autorin historischer Romane, die auch unter Grit Landau und Angela Lund veröffentlicht, den Leser mit in ...

Mit dem ersten Teil ,,Die Welt in Meran -Walzerblut " ihrer ,,Meran-Saga " nimmt die großartige Autorin historischer Romane, die auch unter Grit Landau und Angela Lund veröffentlicht, den Leser mit in die Passerstadt im Jahr 1872. Zur Faschingszeit reist die junge Helen als Gesellschafterin ihrer Tante Lady Greviille in den Kurort, in dem schon im Februar der Frühling Einzug hält. Bei Gesellschaften wie einem Faschingsball sollen Kontakte geknüpft werden und bestenfalls für Helen ein potentieller Ehemann gefunden werden. Mit Max von Montalban und dem Korsen Jean Benedetti lernt sie gleich zwei interessante Männer kennen. Käme einer von ihnen in Frage ?
Beim Lesen taucht man aber nicht nur in die Welt des Adels und der gehobenen Gesellschaftsschichten ein, sondern auch in das Leben der Bediensteten und Arbeiterinnen , die für ihren kargen Lohn schwer schuften müssen. So wie die kleine Rosa, die als Waisenmädchen aus den Bergen zu ihrer Tante nach Salurn kommt, um in der Spinnerei und zusätzlich im Gasthaus ihren ärmlichen Lebensunterhalt zu verdienen. Auch das Schicksal des Zimmermädchen Anna hat mich sehr berührt.
Mit ihrem äußerst bildhaften und lebendigen Schreibstil hat mich Angela Marina Reinhardt von der ersten Seite an in die faszinierende Welt von Meran ,der Umgebung und den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten mit all seinen Facetten entführt. Das Leben der verschiedenen Protagonisten ist authentisch und eindrucksvoll beschrieben, jede einzelne Person ist liebevoll ausgearbeitet. Die hervorragende Recherche und die Liebe der Autorin zu der Geschichte der Region ist deutlich spürbar. Während man zunächst die Protagonisten kennenlernt ,werden im Verlauf des Romans die Handlungsstränge miteinander verknüpft und mit jedem Kapitel steigt die Spannung. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen , bevor die letzte Seite beendet war. Die Seiten flogen nur so dahin. Jedes Kapitel beginnt mit einem, historisch belegten, interessanten Zeitungsartikel oder einem Brief passend zu den kommenden Geschehnissen.
Das persönliche Nachwort, ein Personenregister und Glossar der womöglich unbekannten Wörter und Ausdrücke am Ende des Buches haben mir sehr gut gefallen, genauso wie die Landkarte und der Stadtplan am Anfang.
Mich hat die fesselnde Geschichte begeistert und ich bin nun schon ganz gespannt, wann und wie es mit der Saga weitergeht. Ich möchte doch unbedingt wissen, wie es im Leben von Helen, Max, Jean und Rosa weitergehen wird. Auf das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Personen freue ich mich schon jetzt.
Liebhaber von historischen Romanen kommen bei diesem Auftakt zur Saga voll auf ihre Kosten. Von ganzem Herzen gibt es von mir eine hundertprozentige Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Besinnliche Weihnachtszeit? Von wegen !

Immer muss man selber feiern
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Schon am toll gestalteten Cover erkennt man : Juchu,  ein neues Buch von Ellen Berg.  Meine Freude ist riesig,  erwartet mich doch eine neue turbulente Geschichte  von  der großartigen Autorin.  Beste ...

Schon am toll gestalteten Cover erkennt man : Juchu,  ein neues Buch von Ellen Berg.  Meine Freude ist riesig,  erwartet mich doch eine neue turbulente Geschichte  von  der großartigen Autorin.  Beste Unterhaltung ist garantiert.  

Mit den 3 Freundinnen Nele,  Fiona  und Hermine, die ich schon in  ,, Alles muss man selber machen " kennengelernt  und ins Herz geschlossen habe, geht's in die  Advents-und Weihnachtszeit.   Nele ist inzwischen mit ihren Kindern Alisa und Ben mit ihrem Freund Nick in eine gemeinsame Wohnung gezogen.  Das erste gemeinsame Weihnachtsfest steht vor der Tür.  Dafür muß ordentlich und ausgiebig das traute Heim dekoriert werden, bis es in jedem Raum leuchtet und blinkt.  Blöd nur, daß Nick jede Lichterkette eine zuviel ist.  Da treffen zwei Welten aufeinander,  Stress ist im Anmarsch.  Besonders als Nick auch noch  seine  Eltern zum Weihnachtsbesuch inklusive Sauerbraten  einlädt.   Seine Mutter Gisela das ,, Schwiegermonster "  zu 100% verkörpert. Mit all den üblichen  traditionellen Terminen  und Veranstaltungen der Kinder in der Schule hat Nele neben iihrer gut ausgebuchten Kosmetikpraxis  mehr als genug Streß.  Beziehungsstress kann da keiner gebrauchen.   Und dann verschwinden auch noch die Pakete mit den Weihnachtsgeschenken. Zum  Glück hat Nele ihre Freundinnen,   die zwar selbst viel um die Ohren haben,  ihr aber  sofort mit einem Plan zu Hilfe eilen. 

Ellen Berg zaubert mit ihrem hervorragend bildhaften Schreibstil eine tolle weihnachtliche Atmosphäre. Die Beschreibungen lassen die dekorierte Wohnung, den Weihnachtsmarkt und die Schneelandschaft vor meinen Augen auftauchen. Die Plätzchen duften  und der Glühwein wärmt.  Die Seiten fliegen nur so dahin und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, ob und wie bei Nele das Weihnachtsfest gefeiert wird. Sitzt sie womöglich ganz alleine und ohne Geschenke unter ihrem Tannenbaum? 

Mit den witzigen Wortkreationen im Genderwahn  hat Ellen Berg mich zum herzhaften Lachen gebracht. Neben den bekannten liebgewonnenen Protagonisten , bereichern weitere interessante Personen das Geschehen.  Die Geschichte hält aufregende und überraschende Situationen und Wendungen parat,  so daß es durchgehend  spannend bleibt. Auch die Gefühle kommen nicht zu kurz.  

Eine großartige Geschichte,  turbulent und witzig.  Die aber auch aufzeigt, daß es gut ist, fest eingefahrene Traditionen  zu überdenken und womöglich abzuändern,  sich seinen Gefühlen zu stellen und auszusprechen,  was einem auf dem Herzen liegt.  Dann kann Weihnachten die schönste Zeit im Jahr sein. 

Von  ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung,  ganz viele zauberhafte Glitzersterne  und allen eine tolle (  Vor-) Weihnachtszeit.  Mit diesem großartigen Roman gelingt die Einstimmung perfekt! 


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