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Veröffentlicht am 08.07.2023

Glückskekse schmecken nicht immer

Ziemlich bester Schurke
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Der brave, gesetzestreue Steuerberater Josef Müller schreibt im Roman seine Lebensgeschichte auf.

Gebürtiger Bayer, katholisch wie die meisten seiner Landsleute, nach einem Unfall querschnittsgelähmt ...

Der brave, gesetzestreue Steuerberater Josef Müller schreibt im Roman seine Lebensgeschichte auf.

Gebürtiger Bayer, katholisch wie die meisten seiner Landsleute, nach einem Unfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl, gerät er auf ziemliche Abwege, oft auch nicht aus eigener Schuld. Wenn man in den Kreis der Münchner Schickimicki-Szene gerät, kann schon passieren, dass man auf Anstand und Ehre vergisst und Gier und Geld an deren Stelle treten.

So geschah es auch dem Herrn Müller.

Er erzählt sehr anschaulich und durchaus unterhaltsam, mit einem gehörigen Schuss Selbstironie von seinen Frauen, seinen Autos, Reisen und seinen Wohnimmobilien, seinen " Freunden ", und seinen Identitäten, seinen Banken und Anwälten. Und von viel Geld.

Er hat es vermehrt, verloren, verzockt und wieder gewonnen, aus verschiedensten Quelle, sicher nicht immer astrein und legal, aber wer fragt

( außer Finanzamt und Polizei ) schon nach so etwas...

Auch die dunklen Momente und Jahre verschweigt er nicht und er erzählt, wie er im Gefängnis zu Gott gefunden hat.

Alles in allem eine manchmal sogar berührende Geschichte, von der ich aber nicht sagen kann, ob ich sie glaube oder nicht.

Lesenswert ist das Buch aber auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Drei Generationen - ein Geschäft

Der Laden der unerfüllten Träume
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Amanda Cox, die Autorin des Romans, hat meiner Meinung nach voll ins Schwarze getroffen.
Ihr Roman behandelt das Generationenthema. Mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen ist da eine Geschichte ...

Amanda Cox, die Autorin des Romans, hat meiner Meinung nach voll ins Schwarze getroffen.
Ihr Roman behandelt das Generationenthema. Mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen ist da eine Geschichte entstanden, wie sie eigentlich überall stattfinden könnte.

Cox hat sie im nördlichen Amerika angesiedelt und mit viel Lokalkolorit versehen.
Die Geschichte beginnt 1965, Amerika war noch sehr prüde, der Vietnamkrieg hatte die jungen Männer verbraucht und übrig blieb im Roman die junge Glory-Ann und sie war schwanger, ohne ihrem Jimmy das noch sagen zu können.
Ihre Eltern verheirateten sie mit einem Mann, der im einigen Stunden Autofahrt entfernten Ort Brighton eine Gemischtwarenhandlung betrieb.
Rosemary bekam dann noch eine Schwester, heiratete und bald danach erblickte Sarah das Licht der Welt.

Der Laden war der Ort, an dem sich das Leben der Familie abspielte, und dieser Laden sollte nun dem Fortschritt zum Opfer fallen.

Sarah, die nach dem Tod ihres Mannes dorthin zurückkam, ist entsetzt, sie weiss, wie wertvoll der Laden für ihre Oma war und versucht, ihn zu retten.
Drei ganz unterschiedliche und doch so gleiche Frauen, ein Laden und viel Schicksal in jedem dieser Leben.

Ein Roman zum Genießen und Nachdenken.
Auch das Cover mit den 3 Frauen bringt das gut zur Geltung.

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Die Nachkommen

Salzburger Abgründe
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Der Chef einer Kinderwunschklinik wird im Garten seines Privathauses erschlagen aufgefunden. Alle sind bestürzt und keiner will etwas wissen.

Die Abteilungsinspektorin Dina Stassny ist in Berlin für eine ...

Der Chef einer Kinderwunschklinik wird im Garten seines Privathauses erschlagen aufgefunden. Alle sind bestürzt und keiner will etwas wissen.

Die Abteilungsinspektorin Dina Stassny ist in Berlin für eine Fortbildung und gerät während des Auenthaltes in einem Cafe mitten in einen terroristischen Anschlag.

Was niemand weiss, auch Dina nicht, sie hat eine besondere Gabe, sie merkt sich Gesichter, auch unter erschwerten Bedingungen.

Zurück in Salzburg in ihrer Dienststelle wird sie zusammen mit ihrem Kollegen Adrian auf den Fall des Reproduktionsmediziners angesetzt .

Dann geschieht wieder etwas, das zuerst wie ein Selbstmord wirkt, sich aber bald als Mord herausstellt.

Und langsam gibt es auch Verbindungen und konkrete Vermutungen.

Auch die Kollegen in Berlin profitieren von Dinas Gabe.

Und eine Gruppe im Internet, die sich " Niemandskinder" nennt, gerät in den Fokus der Ermittler.

Ebenso eine Rolle spielt der Hund des ermordeten Arztes, er kommt zu Dina und rettet ihr sogar das Leben.

Die Salzburger Festung auf dem Titelbild des Kriminalromanes von Jenna Theiss passt wunderbar.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Schöner und Hollerbein, ein gutes Gespann

In mir der Tod
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Ein Mörder namens Gabriel ruft den Kriminalkommissar Schöner immer dann mit unterdrückter Rufnummer an, wenn er wieder einmal ein Mädchen auf bestialische Art und Weise ermordet hat.

Schöner und seine ...

Ein Mörder namens Gabriel ruft den Kriminalkommissar Schöner immer dann mit unterdrückter Rufnummer an, wenn er wieder einmal ein Mädchen auf bestialische Art und Weise ermordet hat.

Schöner und seine neue Kollegin Hollerbein, auf deren Mitarbeit er großen Wert legt, kommen nur langsam weiter, die Morde finden immer bei Vollmond statt. Bald kristallisiert sich heraus, dass der Mörder nicht alleine agiert, aber es gibt absolut keinen Hinweis darauf, wer das sein könnte. Die ermordeten Mädchen sind Studentinnen an der gleiche Uni, daher ermittelt die Polizei auch in diese Richtung, aber vorerst mit wenig Erfolg. Ein dritter Kollege wird eingesetzt, der bekannt ist für die haarscharfen Schlüsse, die er aus den Ergebnissen von Befragungen zieht, und es gibt einen kleinen Erfolgsschritt. Auch die Tochter Schöners verschwindet und gerät in die Fänge des Mörders.

Und dann ist es ein kleines unscheinbares Detail, das den Ermittlern endlich auf die richtige Spur führt.

Es ist immer wieder interessant, wie viel Kleinarbeit nötig ist, wenn ein Verbrechen geschieht.

Ein Thriller, fen man am Besten gleich ganz durchliest, denn Spannung pur packt einen von Anfang an.

DAs Cover erinnert mich an das Schweigen der Lämmer.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Die Liebe, das Leid und das Leben

So weit der Fluss uns trägt
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Dieser Roman ist eine wunderbare Hommage an Liebe, Leid und Leben. Das Erstlingswerk der Autorin Shelley Read ist so gelungen, wie ein Roman nur sein kann.
Der Schauplatz Colorado und der Zeitrahmen ...

Dieser Roman ist eine wunderbare Hommage an Liebe, Leid und Leben. Das Erstlingswerk der Autorin Shelley Read ist so gelungen, wie ein Roman nur sein kann.
Der Schauplatz Colorado und der Zeitrahmen von 1948 bis 1971 umfasst die Handlung, die, wie der Fluss Gunnison River, der die Jugend und das Heranwachsen zur jungen Frau der Protagonistin Torie zu Victoria begleitet, ein umfassendes Bild bietet.
Die junge Torie, die mit 12 Jahren bereits, nach dem Unfalltod ihrer Mutter, ihrer Tante und ihres Cousins die Haushaltsführung auf der Pfirsich- Farm ihrer Eltern, und damit eine wirklich nicht leichte Aufgabe übernommen hat, lernt bei einem Gang in ihr Heimatstädtchen Iola einen jungen Mann kennen.
Die beiden verlieben sich trotz des Widerstandes ihres Bruders Seth, ihres Vaters und einiger besorgter Bürger der Stadt ineinander und es passiert, was passieren muß, Torie wird schwanger, infolge Unaufgeklärtheit und Widerstand gegen das Verbot.
Und dann verschwindet Wil, der junge Mann. Später wird seine entstellte Leiche gefunden.
Torie kann ihren Zustand nicht all zu lange verbergen und beschließt, ihr Kind nicht zu Hause zur Welt zu bringen, um keine Schande über ihre Familie zu bringen, sie geht in die Hütte in den Bergen, in der sie sich immer mit Wil getroffen hat.
Dort verbringt sie die restlichen Monate ihrer Schwangerschaft, eng verbunden mit der wilden Natur um sie herum und ohne jemals einem Menschen zu begegnen.
Sie bringt dort einen Jungen zur Welt, aber sie weiß auch, dass sie ihr Kind nicht mehr lange ernähren kann, denn sie hungert schon seit einiger Zeit.
Sie macht sich auf den Weg.......
Was sie mit ihrem Kind macht, wohin sie dann geht, wie es ihr dort ergeht und noch viel, viel mehr, das alles erfährt man in dieser wunderschönen und doch so traurigen Geschichte, es lohnt sich wirklich.
Auch das Cover mit dem Fluß passt gut zum Inhalt des Buches.

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