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Veröffentlicht am 04.10.2020

Jay Shetty - Marie Kondo für die Seele

Das Think Like a Monk-Prinzip
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Jay Shetty - Marie Kondo für die Seele
Das erste Mal habe ich von Jay Shetty vor ca. einem Jahre gehört. Damals interviewte er einen meiner Lieblingsschauspieler Zachary Levi für seinen Podcast zum Thema ...

Jay Shetty - Marie Kondo für die Seele
Das erste Mal habe ich von Jay Shetty vor ca. einem Jahre gehört. Damals interviewte er einen meiner Lieblingsschauspieler Zachary Levi für seinen Podcast zum Thema Angst und Depression.
Seitdem höre ich mir immer wieder seinen Podcast an und folge ihm in den sozialen Medien. Als er nun sein Buch „Das Think Like A Monk-Prinzip“ raus brachte, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen möchte.
In seinem Buch erzählt uns Jay Shetty nicht nur von seinem bisherigen Weg, welcher ihn von einer renommierten Londoner Schule bis ins Aschram in Indien führt. Er gibt der Leserschaft zudem Instrumente in die Hand, um beispielsweise sich selbst oder sein Umfeld zu analysieren.
In dem ersten Kapitel geht es um das LOSLASSEN von u. a. gesellschaftlich auferlegten Ziele und Vorstellungen, die unnötig Druck aufbauen. Ziel ist es, diesen von außen auferlegten Standards und deren negative Auswirkungen (sei es in Form von negativen Gedanken oder „habits“) zu erkennen und lernen mit ihnen umzugehen.
Besonders hängen geblieben ist mir dabei die Methode (man könnte es auch als eine kleine Selbstaufgabe betiteln) „SPOT – STOP –SWAP“ (dt. Bemerken – Bremsen – Bessermachen). Dabei geht es keinesfalls darum, sich selbst zu optimieren. Es geht darum, eine Methode zu finden, um besser mit den eigenen negativen Gefühlen oder Gedanken umzugehen.
Im zweiten Kapitel WACHSEN wird sich mit dem Erkennen des eigenen Dharma befasst. Der/die Lesende erfährt, was es mit dem Dharma auf sich hat und es werden einzelne „Übungen“ bzw. Aufgaben vorgestellt, die auf diesem Weg unterstützen können.
Das letzte Kapitel GEBEN, widmet sich unter anderem der Dankbarkeit welche wir anderen Menschen, aber auch Situationen oder Lebensumstände entgegenbringen. Der/die Lesende lernt, warum es für die eigene Entwicklung wichtig ist, Dankbarkeit zu erkennen und sie jedem Menschen gut tut.
Ich empfinde dieses Buch als eine große Bereicherung. Ich sehe es als ein „Lehrbuch“, welches immer griffbereit in der Nähe liegt. Bisher hat es mir geholfen, besser mit negativen Gedanken umzugehen und die, im ersten Kapitel beschrieben, „Störgeräusche“ zu erkennen.
Für alle Leser*innen, die jetzt evtl. etwas abgeschreckt von diesem Buch sind, da es sich eher nach Arbeit als „Lesespaß“ anhört. Jay Shetty schafft es in diesem Buch, die alten Weisheiten der Mönche in die Moderne zu transportieren und auch für diejenigen greifbar zu machen, die sich bisher gar nicht mit Themen, wie Meditation, Dharma oder Kommunikation, befasst haben. Anspielungen auf Personen aus dem öffentlichen Raum, wie z. B. Schauspieler oder Wirtschaftsmagnaten, lockern zudem das Buch etwas auf.
Das Buch ist für jede Person, welche etwas über sich und die Verhaltensweisen andere Menschen in ihrem Umfeld lernen möchte. Da alle möglichen Themen, von Karriere bis Beziehungen und die eigenen Gedanken- und Gefühlswelten abgehandelt werden, ist dieses Buch nahezu universell einsetzbar.

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Veröffentlicht am 26.07.2020

Dystopisch anmutender Thriller

Paradise City
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Liina ist Rechercheurin eines Onlinemagazines namens Gallus. Für eine langweilig erscheinende Story über einen Schakalangriff wird sie von ihrem Chef und ehemaligen Geliebten Yassin in die Uckermark geschickt. ...

Liina ist Rechercheurin eines Onlinemagazines namens Gallus. Für eine langweilig erscheinende Story über einen Schakalangriff wird sie von ihrem Chef und ehemaligen Geliebten Yassin in die Uckermark geschickt. Ihr wird jedoch schnell klar werden, dass mehr an dieser Story dran ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Nach und nach häufen sich „plötzliche“ Todesfälle und auch Menschen in Liinas direktem Umfeld sind betroffen…
Ich mag an Zoë Becks Thrillern besonders gerne, dass sie immer mit authentischen und diversen Charakteren bestückt sind. Dieser ist nun in einer nahe Zukunft angesiedelt, in dem die Grenzen zwischen unserer heutigen Demokratie und einem Überwachungsstaat verschwimmen. Dies verleiht dem Thriller eine spezielle unheildrohende Atmosphäre und macht es spannend und erschreckend zugleich.
„Paradise City“ von Zoë Beck und ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

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Veröffentlicht am 26.07.2020

Gamechanger für Reiseführer

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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In Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland werden Reiseziele und -tipps in Deutschland im Vergleich mit ihrem internationalen Pendant vorgestellt. In dem Buch, welches für mich die Sicht ...

In Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland werden Reiseziele und -tipps in Deutschland im Vergleich mit ihrem internationalen Pendant vorgestellt. In dem Buch, welches für mich die Sicht auf langweilige 08/15 Reiseführer komplett ändert, werden auch kleine Anekdoten über Geschichte und Gesellschaft eingewoben.
So beispielsweise erfährt man, dass es in Mainz Kirchenfenster, entworfen von niemand geringerem als Marc Chagall zu bewundern gibt. Weitere vorgestellte Highlights im Buch sind unter anderem: Surfen in München, architektonische Meisterwerke in Ulm, prunkvolle Anwesen à la Versaille in Herrenchiemsee, der Nepal-Himalaya-Parkin Wiesent oder das wunderschöne Hügelland der Rhön.
Jedes Kapitel ist mit zum Teil skurillen Anekdoten, eindrucksvollen Bildaufnahmen und Tipps für Restaurants und Übernachtungmöglichkeiten ausgestattet.
Dieses Buch macht Lust, sich mit Deutschland als Reiseziel mehr zu befassen und am liebsten gleich los zu fahren um alles zu entdecken.
Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland von Jens van Rooij ist im Gräfe und Unzer Verlag erschienen.

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Veröffentlicht am 22.06.2020

Überholt und unreflektiert

Ozelot und Friesennerz
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„Ozelot und Friesennerz – Roman einer Sylter Kindheit“ von Susanne Matthiessen, Ullstein Verlag

Susanne Matthiessen erzählt von ihrer Kindheit in den 70er Jahren auf Sylt. In den einzelnen Kapiteln thematisiert ...

„Ozelot und Friesennerz – Roman einer Sylter Kindheit“ von Susanne Matthiessen, Ullstein Verlag

Susanne Matthiessen erzählt von ihrer Kindheit in den 70er Jahren auf Sylt. In den einzelnen Kapiteln thematisiert sie den „Ausverkauf der Insel“, Begegnungen mit schillernden Persönlichkeiten / Gäste der Insel und dem alltäglichen Leben der Insulaner. Der Fokus liegt hier vor allem auf das elterliche Geschäft, der Pelznäherei. Und da damals Pelz zu tragen, nicht nur ein Modetrend sondern einen ganzen Lebensstil prägte, läuft der Laden gut und die Kunden lassen großzügig Geld.
Mir fällt es schwer, eine genaue Inhaltsangabe zu schreiben, weil Susanne Matthiessen in losen Kapiteln keine zusammenhängende Geschichte sondern eher einzelne Erzählungen und kurze Anekdoten beschreibt. Was nicht unbedingt schlecht sein muss. Hier jedoch, fehlt so einiges.
Gefreut habe ich mich, auf die Erzählungen der so beworbene Kindheit in den 70ern und besonders, das Leben auf der Insel. Dieser Part kommt, mir persönlich, viel zu kurz. Gerade zu emotionslos schreibt die Autorin von ihren Erinnerungen. Selbst die Erzählung, in der sie als Kleinkind von Sommergästen in eine andere Stadt entführt wird, wirkt seltsam teilnahmslos.
Ich wollte das Buch wirklich gerne mögen. Als dann jedoch der Satz kam „[…] Und natürlich, weil man nicht nur im Café Orth denkt, dass die Schwarzen in Afrika alle nackt sind und Muschelketten tragen. […]“, war klar, dass ich diesem Buch nichts mehr abgewinnen konnte. Und das ist wirklich selten. Problematisch finde ich vor allem, dass der Satz einfach so stehen gelassen wird. Wie vieles andere in diesem Buch auch. Das wirkt einfach unreflektiert und überholt.

An dieser Stelle des Buches geht es um einen traditionellen Sylter Eisbecher, dessen Verzierung aus einem nackten Baby, aus dunkler Schokolade besteht.

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Veröffentlicht am 07.06.2020

Dirty Greenhorn

Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend
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In "Das Schlimmste kommt noch" erzählt Charles Bukowski von seiner Kindheit und Jugend in den 30er bis 40er Jahre, welche er an der Westküste der USA verbrachte.

Eine schöne Kindheit mit Wohlstand und ...

In "Das Schlimmste kommt noch" erzählt Charles Bukowski von seiner Kindheit und Jugend in den 30er bis 40er Jahre, welche er an der Westküste der USA verbrachte.

Eine schöne Kindheit mit Wohlstand und Harmonie im Golden State, ist hier leider nicht zu erwarten. Bukowski wird als Kind von dem Vater mit einem Lederriemen verprügelt, wenn er auch nur einen Grashalm nach dem Mähen stehen gelassen hatte. Hilfe von seiner Mutter bekommt er nicht, sie ist dem Vater hörig. Auch sie wird von ihm misshandelt und regelmäßig betrogen.

Die Erzählungen seiner Jugend lassen erste Alkoholprobleme erkennen. Im Kollege nähert er sich dann dem Schreiben an, bricht dieses dann jedoch ab.

Der Schreibstil von Bukowski ist klar und wirkt ehrlich. Für mich persönlich ist er zu sehr, und fast schon pubertär, auf das männliche Ejakulat fixiert. Mehr hätte ich lieber über seine Schreibanfänge und seinen Zugang zur Literatur erfahren. Deswegen gibt es von mir auch nur 4 Sterne.

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