Leise und eindrucksvoll
MooslandElsa beginnt nach dem Krieg auf einem isländischen Hof zu arbeiten. Sie spricht anfangs kein einziges Wort Isländisch und fühlt sich fremd und allein. Die Kommunikation mit der Bauernfamilie fällt ihr ...
Elsa beginnt nach dem Krieg auf einem isländischen Hof zu arbeiten. Sie spricht anfangs kein einziges Wort Isländisch und fühlt sich fremd und allein. Die Kommunikation mit der Bauernfamilie fällt ihr schwer, sodass sie sich eher als Außenstehende wahrnimmt, die das Geschehen beobachtet. Doch möchte sie wirklich dazugehören?
Mit der Zeit wandelt sich ihre Beziehung zu den Menschen und der Umgebung. Elsa entdeckt ein Familiengeheimnis, welches sie zunehmend beschäftigt.
In "Moosland" lernen die Lesenden gemeinsam mit der Protagonistin die wunderschöne und raue Natur Islands kennen. Mit Elsas wachsendem Sprachverständnis der isländischen Sprache und ihrer ausgeprägten Beobachtungsgabe kommt sie bald der Familie näher. Sie erkennt, dass auch andere manche Dinge unausgesprochen lassen.
Ein leiser und eindrucksvoller Roman, der eine Sogwirkung alleine durch die Beziehungskonstrukte und ungesagte Worte erzeugt. Die für mich interessantesten Aspekte des Buches waren der Umgang mit Trauma, Heilung und das Wiederfinden der eigenen Stimme.
Eine klare Leseempfehlung für dieses zarte und dennoch kraftvolle Buch!